Lachender Mund der Ferne

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In ihren erloschenen Tagen
füllten sich Flüsse mit Staub.
Winde schickten die Melodie
einer knisternden Schallplatte
durch fahles Licht auf ihre Haut.

Kein Name, kein Wort berührte
den Himmel, strich über die Seen.
Eine Wimper klebte auf der Hand,
Umriß eines dunklen Sichelmondes,
ein lachender Mund der Ferne.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Lebensmüde trotz Klimakrise

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Na, wo bleibt er denn, der Aufschrei?

Es ist Samstag zwischen Karfreitag, Ostern und Sommerzeit, jenes Prozedere, wo sich alljährlich etliche aufregen, wie unnötig jene Zeitumstellung denn sei. Zurecht. Doch wesentlich wichtiger die Erkenntnis, daß es längst weit nach zwölf Uhr ist hinsichtlich des Klimawandels. Wo bleibt der Aufschrei?, fragt sich Sara Schurmann im T-Online-Artikel.

Er bleibt einfach aus, zu viele andere Probleme beschäftigen die Menschen, die Kriege in der Ukraine, im Gaza-Streifen oder die vielen anderen weltweit, die bevorstehenden Wahlen, die Fußballeuropameisterschaft, alles wichtiger als jene Letzte-Generation-Terroristen, wie sie vollmundig von aufgebrachten Konservativen nicht nur seitens der C-Parteien tituliert werden. Dabei lassen die Folgen des Klimawandels keineswegs mit sich verhandeln, das Haus brennt bereits lichterloh, und niemand will es wahrhaben!

Wieviel Ermahnungen braucht es denn noch?

Bis endlich wirklich aufgewacht wird? Bekanntnlich kneift die Bundesregierung bei eigenen Klimazielen, das sollte längst erkannt sein. Mit wegducken ist es aber nicht getan! Die Gelder fließen bekanntlich in wichtigere Ziele, siehe Rüstung, Soziales und vor allem Wirtschaft. Mit der geht es offensichtlich bergab. Für eine Union kann es nicht schnell genug gehen, die selbsternannte Wirtschaftskompetenz umzusetzen. Dabei übersehen ihre Befürworter die jahrzehntelange Ignoranz dem Klimawandel gegenüber. Mit den Folgen haben wir jetzt zu kämpfen!

Während Wetterforscher inzwischen vor heißen Sommern warnen, die hierzulande Temperaturen von bis zu 48° C prognostizieren, scheinen auch die USA weit entfernt zu sein, das Klima ernst zu nehmen, schließlich fördern sie weltweit das meiste Erdöl und Erdgas im eigenen Land zutage. So what?! Selbst unter der Biden-Administration von Einsicht kaum eine Spur? Und wenn dann der Blonde Dolle im Januar 2025 übernimmt, dann gnade uns Gott!

Die Welt kurz vorm Kollaps

Ein düsteres Szenario, möchte man meinen. Opitmismus mag da kaum noch aufkommen, zu viele ungelöste Baustellen belasten unsere Spezies. Mutter Erde ächzt in jeder Hinsicht, von Umweltzerstörung über Kriege bis hin zur Ignoranz, was den Klimawandel anbelangt. Dabei sind die Fakten unumstößlich vorhanden, wir müssen sie nur noch beherzt ernstnehmen, politisch umsetzen. Eher ein unlösbares Problem angesichts jener Autokraten, die keinerlei Rücksicht nehmen.

Ob ein Putin, Jinping, Trump, sie alle haben eines gemeinsam, sie nehmen weder die Wissenschaft ernst noch andere kritische Stimmen, Hauptsache ihre eigene Macht wird gesichert, egal welchen Schaden sie nehmen mag. Im Grunde genommen weiß Menschheit nur zu genau, was sie ändern sollte. Sie müßte es nur umsetzen, bevor es zu spät ist!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Wie lange noch?

Die Kleinen hängt man,
die Großen lassen wir laufen,
zum Haare raufen,
wer zieht an welchem Strang?

Der größte Verbrecher im Land,
ganz trotzig und plump,
jener blonde Dolle, der Trump,
bringt uns allen viel Schand.

Was sollen all diese Despoten?
Die Welt braucht sowas nicht,
sie vertreiben oberste Pflicht,
haut ihnen kräftig auf die Pfoten!

Mensch wach endlich auf,
bevor noch mehr Leid geschieht,
die Moral vor der Bosheit flieht,
was für ein gefährlicher Lauf.

Was hat uns die Geschichte gelehrt,
wenn sie einfach wird ignoriert,
Mensch weiterhin zuviel verliert?
Dies zu ändern, niemals verkehrt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Graue Straßen

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Zurück blieben Antworten.
Antworten ohne Fragen.
Elefanten sind grau und groß.
Mäuse sind grau und klein.

Sätze, bleibende Sätze.
Ohne Frage. Ohne Antwort.
Steine sind grau.
Straßen sind grau.

Es blieben Worte.
Worte bleiben.
Ich bringe dir kleine Steine.
Groß ist die Straße zu dir.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Du gingst

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Bild von Garik Barseghyan auf Pixabay

Du gingst.
In deinem Haar Tröpfchen,
funkelnde Perlen,
verteilt vom morgendlichen Dunst,
der dich umarmte
und dich mir nahm.

Du gingst.
In deinem Haar Glitzer,
glänzender Sand,
verstreut von der mittäglichen Wärme,
die dich umfaßte
und dich mir nahm.

Du gingst.
In deinem Haar Schimmer,
gemahlene Juwelen,
verschüttet von der abendlichen Sonne,
die dich umschloß
und dich mir nahm

Du gingst.
In deinem Haar Kristalle,
leuchtende Strahlen,
versprüht von der unendlichen Nacht,
die dich umklammerte
und dich mir nahm.

Du gingst.
Deine Zeit dich mir nahm.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Laßt die Keule mal weg, Ihr angeblichen Christen

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Übereifer an deplatzierter Stelle

Schlimm genug, was damals ausgerechnet die rotgrüne Regierung unter Gerhard Schröder ins Leben rief, jene Hartz-IV-Gesetzgebung, die Tür weit öffnete mit dem Rezept eines favourisierten Niedriglohnsektors, den natürlich gewisse Arbeitgeber vollmundig, nonchalant umsetzten, Hauptsache die Arbeiter und Angestellten parierten, während man sich selbst die Taschen vollfüllte. Ein Paradebeispiel asozialer Politik, ausgerechnet ins Leben gerufen von Sozialdemokraten!

Im Anschluß folgte eine Hetzkampagne sondergleichen, jedes Mittel war recht, mit dem Finger auf jene „arbeitsunwilligen Schmarotzer“ zu zeigen, während gleichzeitig besonders die Springerpresse fleißig wütete. Damals, – Jahre später Social Media bis heute es ihr gleichtun. Söder lobt radikale Bürgergeld-Pläne der CDU, wen wundert’s? Doch statt mal Menschen zu berücksichtigen, die vor Ort in der Praxis viel besser Bescheid wissen, wie Stefan Graaf anschaulich bemerkt: „Das wird durch keine Fakten belegt“, drischt die Union feste druff, unfaßbar!

Bloß nicht den Tatsachen in die Augen schauen

Genau das praktizieren jene Unionspolitiker, wobei etliche noch nicht einmal eine Ahnung von der Arbeitspraxis haben, selbst nicht im Geringsten wissen, was es bedeutet, am Rande der Existenz zu leben, so auch der neue Generalsekretär der CDU, Merz‘ Scharfmacher Carsten Linnemann.

Bereicherung auf höchstem Niveau, das entspricht viel eher den Tatsachen, als diese wenigen Sozialschmarotzer, die es übrigens schon immer gab, kein Wunder angesichts der Schere zwischen Arm und Reich. Es ist natürlich wesentlich simpler, nach unten zu treten und nach oben zu buckeln. Jenes Muster hält sich weiterhin hartnäckig, solange diese Ungerechtigkeit das politische Leben weltweit bestimmt. Alles richtet sich danach, von der Gesetzgebung bis hin in die kleinsten Winkel der Korruption, die stetig ihre Auswüchse ausbaut und vor allem verschleiert!

Tatsächlich den Italienern nacheifern, ihr Unionspolitiker?

Wie paßt das zusammen, einerseits eine Brandmauer gegen Rechts zu artikulieren, aber populistische Schweinereien nachzuäffen? Krieg gegen die Armen, tituliert die taz völlig zu Recht, die Regierung Meloni bediene damit das Ressentiment gegen die Schwächsten. Was für eine Farce, deren Tragweite sich noch als dramatische Fehlentscheidung entpuppen wird. Bekanntlich verträgt kein gesunder Rechtsstaat die Ignoranz einer gezielten Verarmung in der Bevölkerung!

Und jetzt eifern deutsche Unionspolitiker dem simpelst nach? Was für ein Eigentor, hoffentlich mit entsprechender Entrüstung nicht nur seitens der Sozialverbände, sondern auch der Wählerschaft, selbst wenn jene Union in den Wahlprognosen immer noch viel zu hochsteht, was eigentlich verwundern sollte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Grausige Idiotie

Sie flüsterten nicht,
Wind im Gesicht.
Ein Mann, ein Wort,
ich zählte mich fort.

Schläge sind zu hören.
Stimmen übertönen,
kein Zweifel mehr,
Schmerzen sehr.

Wenn Gewalt
wird zum Lebensinhalt,
der Frieden versinkt,
und die Freiheit ertrinkt.

Ob schmächtige
oder mächtige,
gewissenlose Despoten
eint die Freude an Toten.

Ihr Herzschlag erhöht sich
mit jedem Tod unaufhörlich,
verlängert ihre Lebenszeit,
berühmt in alle Ewigkeit.

Welch grausige Idiotie
verborgen in Egomanie.
Eure Stimme zählte ich,
diesem Sturm die Schläge wich.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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