Wilder Garten

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Im Garten sitzen,
die blühenden Pflanzen,
die farbenprächtigen Blüten,
die abwechslungsreichen Formen
bestaunen –
verwirrend –
grausam –

elegant –
verführerisch –
verwerflich –
dieses Paradies verdirbt
den noblen Charakter,
die ethische Moral,
die göttlichen Sinne

mit seiner Vielfalt,
regt den Verstand an,
löst Gefühle aus,
die erkennen könnten
ohne sittliche Doktrin –
ohne beherrschenden Zwang –
ohne einheitliche Normen –

Freiheit
entwickelt
Ordnung

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Auf Messers Schneiden

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Die Natur erwacht
nach Winterschlaf,
ein Kind laut lacht
über ein rosa Schaf.

Wer hätte das gedacht,
Krieg in Europa erneut,
Putin hat ihn entfacht,
Diktator enttäuscht die Leut‘.

Du schläfst nicht gut,
manch Alb wohl dabei.
Viel zu viel Wut
neben manch Allerlei.

Welch Rat sei angesagt,
ohne Trübsal zu blasen?
Wer es mutig wagt
trotz all dem Hassen?

Laß uns wehrhaft bleiben,
sonst siegt die Autokratie,
Politik muß aufzeigen
die Vorteile jeder Demokratie!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Trotz Corona gut durch die Krise gekommen

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Ein Lob an die Wissenschaft

Laß und zusammensetzen, wir müssen reden. Ohne Kommunikation keine Verbesserung, im Gegenteil, ein Vakuum unklarer Verhältnisse, Unsicherheit bis hin zu gefährlichen Vorurteilen, aber auch Fehlurteilen. „Laut einem Bericht der South China Morning Post von März 2020 zeigen Regierungsunterlagen, dass der erste Patient, dessen Proben nachträglich COVID-19 zuzuordnen sind, sich am 17. November 2019 infiziert haben könnte“, lesen wir bei Wikipedia.

Über vier Jahre später, auch wir schrieben etliche Artikel über das Corona-Virus, die Zeit reif, zurückzublicken, aufzuarbeiten? Vier Journalisten wagten sich bei T-Online heran mit ihrem Beitrag „Das war einer der schlimmsten Fehler“, wobei besonders die Politik im Fokus der Kritik steht.

Nobody is perfect – hinterher sind alle schlauer

Sind sie das tatsächlich? Wer sich in den Social Media tummelt, könnte schnell über Nacht quasi graue Haare bekommen, dermaßen heftig kursieren im Internet die wildesten Thesen und Verschwörungstheorien über jene Pandemie. Dabei hat besonders die Wissenschaft erstaunliches geschafft. Sie entwickelte jenen Impfstoff innerhalb kürzester Zeit, der sehr vielen Menschen das Leben rettete.

Mögen all diejenigen, die sich eben nicht impften und verschont wurden von diesem tückischen Virus sich glücklich schätzen. Sie könnten dennoch betroffen worden sein, schwer erkranken oder gar heute auf dem Friedhof liegen. Sie haben schlichtweg Glück gehabt. Aus unterschiedlichen Gründen. Wir wissen, daß auch früher in Pestzeiten es Menschen gab, die eben nicht angesteckt wurden.

Das Aufarbeiten über politische Versäumnisse oder Fehler mag unbedingt wichtig sein, um in Zukunft besser gewappnet einer anderen, möglichen Pandemie zu begegnen. Dem zu widersprechen, mag kaum Sinn machen. Dennoch der Politik totales Versagen zu bescheinigen, mag völlig verfehlt sein. Hinterher sind wir alle sowieso schlauer. Diejenigen, die meinen, die Jugend hätte einen viel zu großen Schaden genommen, sollten bedenken, er wäre um ein Vielfaches größer, wenn deren Eltern oder Großeltern durch Corona gestorben wären! Der Impfung sei Dank, wurde dies verhindert.

Schon tauchen Stimmen auf, die behaupten, es könnten Nebenwirkungen Jahre nach der Impfung uns belasten. Tatsächlich? Das ist wohl ziemlich unwahrscheinlich. Viel wichtiger, die Long Covid Patienten zu berücksichtigen, die bis heute unter den Folgen dieser Pandemie zu leiden haben! Insofern bedarf es noch etlicher Aufklärung, vielleicht mag eine sogenannte Enquete-Kommission hilfreich sein. Aber als Allheilmittel sie hinzustellen, wirkt eher befremdlich.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Lachender Mund der Ferne

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In ihren erloschenen Tagen
füllten sich Flüsse mit Staub.
Winde schickten die Melodie
einer knisternden Schallplatte
durch fahles Licht auf ihre Haut.

Kein Name, kein Wort berührte
den Himmel, strich über die Seen.
Eine Wimper klebte auf der Hand,
Umriß eines dunklen Sichelmondes,
ein lachender Mund der Ferne.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Lebensmüde trotz Klimakrise

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Na, wo bleibt er denn, der Aufschrei?

Es ist Samstag zwischen Karfreitag, Ostern und Sommerzeit, jenes Prozedere, wo sich alljährlich etliche aufregen, wie unnötig jene Zeitumstellung denn sei. Zurecht. Doch wesentlich wichtiger die Erkenntnis, daß es längst weit nach zwölf Uhr ist hinsichtlich des Klimawandels. Wo bleibt der Aufschrei?, fragt sich Sara Schurmann im T-Online-Artikel.

Er bleibt einfach aus, zu viele andere Probleme beschäftigen die Menschen, die Kriege in der Ukraine, im Gaza-Streifen oder die vielen anderen weltweit, die bevorstehenden Wahlen, die Fußballeuropameisterschaft, alles wichtiger als jene Letzte-Generation-Terroristen, wie sie vollmundig von aufgebrachten Konservativen nicht nur seitens der C-Parteien tituliert werden. Dabei lassen die Folgen des Klimawandels keineswegs mit sich verhandeln, das Haus brennt bereits lichterloh, und niemand will es wahrhaben!

Wieviel Ermahnungen braucht es denn noch?

Bis endlich wirklich aufgewacht wird? Bekanntnlich kneift die Bundesregierung bei eigenen Klimazielen, das sollte längst erkannt sein. Mit wegducken ist es aber nicht getan! Die Gelder fließen bekanntlich in wichtigere Ziele, siehe Rüstung, Soziales und vor allem Wirtschaft. Mit der geht es offensichtlich bergab. Für eine Union kann es nicht schnell genug gehen, die selbsternannte Wirtschaftskompetenz umzusetzen. Dabei übersehen ihre Befürworter die jahrzehntelange Ignoranz dem Klimawandel gegenüber. Mit den Folgen haben wir jetzt zu kämpfen!

Während Wetterforscher inzwischen vor heißen Sommern warnen, die hierzulande Temperaturen von bis zu 48° C prognostizieren, scheinen auch die USA weit entfernt zu sein, das Klima ernst zu nehmen, schließlich fördern sie weltweit das meiste Erdöl und Erdgas im eigenen Land zutage. So what?! Selbst unter der Biden-Administration von Einsicht kaum eine Spur? Und wenn dann der Blonde Dolle im Januar 2025 übernimmt, dann gnade uns Gott!

Die Welt kurz vorm Kollaps

Ein düsteres Szenario, möchte man meinen. Opitmismus mag da kaum noch aufkommen, zu viele ungelöste Baustellen belasten unsere Spezies. Mutter Erde ächzt in jeder Hinsicht, von Umweltzerstörung über Kriege bis hin zur Ignoranz, was den Klimawandel anbelangt. Dabei sind die Fakten unumstößlich vorhanden, wir müssen sie nur noch beherzt ernstnehmen, politisch umsetzen. Eher ein unlösbares Problem angesichts jener Autokraten, die keinerlei Rücksicht nehmen.

Ob ein Putin, Jinping, Trump, sie alle haben eines gemeinsam, sie nehmen weder die Wissenschaft ernst noch andere kritische Stimmen, Hauptsache ihre eigene Macht wird gesichert, egal welchen Schaden sie nehmen mag. Im Grunde genommen weiß Menschheit nur zu genau, was sie ändern sollte. Sie müßte es nur umsetzen, bevor es zu spät ist!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Wie lange noch?

Die Kleinen hängt man,
die Großen lassen wir laufen,
zum Haare raufen,
wer zieht an welchem Strang?

Der größte Verbrecher im Land,
ganz trotzig und plump,
jener blonde Dolle, der Trump,
bringt uns allen viel Schand.

Was sollen all diese Despoten?
Die Welt braucht sowas nicht,
sie vertreiben oberste Pflicht,
haut ihnen kräftig auf die Pfoten!

Mensch wach endlich auf,
bevor noch mehr Leid geschieht,
die Moral vor der Bosheit flieht,
was für ein gefährlicher Lauf.

Was hat uns die Geschichte gelehrt,
wenn sie einfach wird ignoriert,
Mensch weiterhin zuviel verliert?
Dies zu ändern, niemals verkehrt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Graue Straßen

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Zurück blieben Antworten.
Antworten ohne Fragen.
Elefanten sind grau und groß.
Mäuse sind grau und klein.

Sätze, bleibende Sätze.
Ohne Frage. Ohne Antwort.
Steine sind grau.
Straßen sind grau.

Es blieben Worte.
Worte bleiben.
Ich bringe dir kleine Steine.
Groß ist die Straße zu dir.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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