Du gingst

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Bild von Garik Barseghyan auf Pixabay

Du gingst.
In deinem Haar Tröpfchen,
funkelnde Perlen,
verteilt vom morgendlichen Dunst,
der dich umarmte
und dich mir nahm.

Du gingst.
In deinem Haar Glitzer,
glänzender Sand,
verstreut von der mittäglichen Wärme,
die dich umfaßte
und dich mir nahm.

Du gingst.
In deinem Haar Schimmer,
gemahlene Juwelen,
verschüttet von der abendlichen Sonne,
die dich umschloß
und dich mir nahm

Du gingst.
In deinem Haar Kristalle,
leuchtende Strahlen,
versprüht von der unendlichen Nacht,
die dich umklammerte
und dich mir nahm.

Du gingst.
Deine Zeit dich mir nahm.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Laßt die Keule mal weg, Ihr angeblichen Christen

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Übereifer an deplatzierter Stelle

Schlimm genug, was damals ausgerechnet die rotgrüne Regierung unter Gerhard Schröder ins Leben rief, jene Hartz-IV-Gesetzgebung, die Tür weit öffnete mit dem Rezept eines favourisierten Niedriglohnsektors, den natürlich gewisse Arbeitgeber vollmundig, nonchalant umsetzten, Hauptsache die Arbeiter und Angestellten parierten, während man sich selbst die Taschen vollfüllte. Ein Paradebeispiel asozialer Politik, ausgerechnet ins Leben gerufen von Sozialdemokraten!

Im Anschluß folgte eine Hetzkampagne sondergleichen, jedes Mittel war recht, mit dem Finger auf jene „arbeitsunwilligen Schmarotzer“ zu zeigen, während gleichzeitig besonders die Springerpresse fleißig wütete. Damals, – Jahre später Social Media bis heute es ihr gleichtun. Söder lobt radikale Bürgergeld-Pläne der CDU, wen wundert’s? Doch statt mal Menschen zu berücksichtigen, die vor Ort in der Praxis viel besser Bescheid wissen, wie Stefan Graaf anschaulich bemerkt: „Das wird durch keine Fakten belegt“, drischt die Union feste druff, unfaßbar!

Bloß nicht den Tatsachen in die Augen schauen

Genau das praktizieren jene Unionspolitiker, wobei etliche noch nicht einmal eine Ahnung von der Arbeitspraxis haben, selbst nicht im Geringsten wissen, was es bedeutet, am Rande der Existenz zu leben, so auch der neue Generalsekretär der CDU, Merz‘ Scharfmacher Carsten Linnemann.

Bereicherung auf höchstem Niveau, das entspricht viel eher den Tatsachen, als diese wenigen Sozialschmarotzer, die es übrigens schon immer gab, kein Wunder angesichts der Schere zwischen Arm und Reich. Es ist natürlich wesentlich simpler, nach unten zu treten und nach oben zu buckeln. Jenes Muster hält sich weiterhin hartnäckig, solange diese Ungerechtigkeit das politische Leben weltweit bestimmt. Alles richtet sich danach, von der Gesetzgebung bis hin in die kleinsten Winkel der Korruption, die stetig ihre Auswüchse ausbaut und vor allem verschleiert!

Tatsächlich den Italienern nacheifern, ihr Unionspolitiker?

Wie paßt das zusammen, einerseits eine Brandmauer gegen Rechts zu artikulieren, aber populistische Schweinereien nachzuäffen? Krieg gegen die Armen, tituliert die taz völlig zu Recht, die Regierung Meloni bediene damit das Ressentiment gegen die Schwächsten. Was für eine Farce, deren Tragweite sich noch als dramatische Fehlentscheidung entpuppen wird. Bekanntlich verträgt kein gesunder Rechtsstaat die Ignoranz einer gezielten Verarmung in der Bevölkerung!

Und jetzt eifern deutsche Unionspolitiker dem simpelst nach? Was für ein Eigentor, hoffentlich mit entsprechender Entrüstung nicht nur seitens der Sozialverbände, sondern auch der Wählerschaft, selbst wenn jene Union in den Wahlprognosen immer noch viel zu hochsteht, was eigentlich verwundern sollte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Grausige Idiotie

Sie flüsterten nicht,
Wind im Gesicht.
Ein Mann, ein Wort,
ich zählte mich fort.

Schläge sind zu hören.
Stimmen übertönen,
kein Zweifel mehr,
Schmerzen sehr.

Wenn Gewalt
wird zum Lebensinhalt,
der Frieden versinkt,
und die Freiheit ertrinkt.

Ob schmächtige
oder mächtige,
gewissenlose Despoten
eint die Freude an Toten.

Ihr Herzschlag erhöht sich
mit jedem Tod unaufhörlich,
verlängert ihre Lebenszeit,
berühmt in alle Ewigkeit.

Welch grausige Idiotie
verborgen in Egomanie.
Eure Stimme zählte ich,
diesem Sturm die Schläge wich.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Einfach mal die Klappe halten

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Wikimedia Commons – CC BY-SA 4.0

Besserwisser wieder mal unterwegs
besonders in den Medien,
es stinkt gen Himmel
dieses Muster.

Und der Schuster?
Bleibt nicht bei seinen Leisten,
das wissen doch die Meisten!
Gerade zum Trotz,
welch tröger Frotz,
was soll jenes Geraune,
wie es so steht im Raume?

Der Bundeskanzler in der Kritik,
besonders für die Opposition ganz schick.
Dies auszuhalten das Wesen der Politik.
Hinterher sind alle schlauer,
egal wer da liegt auf der Lauer.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Von Friedensbemühungen keine Spur

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Abschiednahme ewiglicher Rücksicht

Was haben wir, besonders unsere Generation, gegen die Nato, jene kriegerische USA, das Wettrüsten demonstriert, uns politisch positioniert, doch ja den Frieden zu bewahren. Wahrlich, ein hehres Ziel, welches spätestens seit dem 24. Februar 2022 keinerlei Gültigkeit mehr haben kann. Im Grunde genommen schon wesentlich früher, wer sich die historische Abfolge jenes russischen Despoten betrachtet.

Insofern Schluß mit lustig und ewiglicher Rücksicht, auch wenn diplomatische Kanäle und Wege weiterhin stets angeboten werden sollten, so wissen wir doch mit ziemlich nachvollziehbarer Sicherheit, wie jenem Herr Putin paroli geboten werden muß. Eben nicht mittels zweifelnder Rücksichtnahme, sondern lediglich mit deutlicher Härte. Das jüngste 32. Nato-Mitglied reagiert weise und zielorientiert: Schweden positioniert sich zu möglicher Atomwaffenstationierung. Richtig so!

Europa muß deutliche Signale gen Moskau senden, sofort reagieren zu können, wenn die russischen Herren mal wieder mit einem Atomkrieg drohen. Das hat natürlich Konsequenzen, mit dem Erstschlag der Russen folgt die entsprechende Antwort, Petersburg und Moskau wären Minuten später pulverisiert, unabhängig davon, wie dramatisch die Zerstörung seitens russischer Atombomben. Ein Szenario, welches wir uns alle lieber nicht vorstellen wollen, dennoch rückt es leider in den Fokus einer neuen Realität, die mal wieder aufzeigt, wie simpel, unverantwortlich menschenverachtend Despoten schlichtweg sind. Nicht nur ein Herr Putin, sondern gleichwohl ein Kim Jong-un sowie ein Xi Jinping sind mit derselben Skepsis zu beobachten.

Und bei den Amis wegschauen, fragen sich all jene wie z.B. das BSW, von Vernunft und Gerechtigkeit, welches jene politische Gruppierung gern für sich in Anspruch nimmt, kann dabei so gar keine Rede sein. Amis wollen wenigstens den demokratischen Willen im Rahmen des Völkerrechts gesichert wissen, ein Verteidigungsbündnis wie die Nato garantiert dabei gegenseitigen Schutz. Die zitierten Despoten dagegen haben nur eines im Sinn, nämlich die Zerstörung von Demokratien bishin zu imperialistischem Vorgehen wie Russland, das Völkerrecht mißachtend. China will Taiwan per Waffengewalt erobern, während Nordkorea nicht davor zurückschreckt, mit seinen wenigen Atomwaffen die USA angreifen zu wollen. So what?!

Von Friedensbemühungen keinerlei Spur, das muß man leider konstatieren. Das gehört wohl der Vergangenheit an, zumindest aus Sicht jener genannten Despoten. Gleichzeitig nimmt die Zahl von Autokratien zu, mit Blick gen Iran, Ägypten, Ungarn, Argentinien, Syrien, Belarus, um nur mal jene zu erwähnen. Eine friedliebende westliche Demokratielandschaft tut sehr gut daran, solche Entwicklungen scharf zu beobachten. Hinzu kommt die Wahrscheinlichkeit, daß mit einem Herrn Trump die USA gleichwohl autokratisch sich schneller entwickeln werden, als uns allen lieb sein wird. Ein dramatisch grauenvoller Gedanke.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Von Zufall keine Rede

Potzblitz, was für’n Witz,
dieser Trump, so was von plump,
will zum zweiten Mal
als Präsident glänzen,
das Getränk im Glas schal,
wie in Schulzeiten eher schwänzen,
so das entsetzte Gefühl
im politischen Gewühl!

Wer hätte das gedacht,
es in den USA so kracht,
das Volk sich blenden läßt
trotz Demokratie und Freiheit,
im neuzeitlichen Jetzt
ist’s mal wieder soweit,
eine einzige Farce,
niemals zum Spaß!

Die Welt hält den Atem an,
Autokraten sind erneut dran,
um ihre Macht auszuspielen,
zu viele Opfer in deren Visier,
die reihenweise tot umfielen,
das alles für diese Gier,
wo Geld die Welt regiert,
Armut dabei stets verliert!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bundesregierung kneift bei eigenen Klimazielen

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Unglaubwürdig auch wegen der Union?

Während ganz besonders konservative und rechte Kräfte ziemlich beherzt mit entsprechendem Haß gegen Klimawandeldemonstranten bis hin zu brutalem Verhalten der Letzten Generation gegenüber sich nicht scheuen, unterläßt die Ampelregierung es, ihren politischen Auftrag tatsächlich ernsthaft umzusetzen. Dabei hatte ganz besonders Wirtschafts- und Klimaschutzminister Habeck darauf bestanden, ihn einzuhalten.

Die Bundesregierung habe Revision gegen ein wichtiges Klimaurteil eingelegt, welches sie zur Vorlage wirksamer Klimaschutzprogramme für die Bereiche Verkehr und Gebäude verpflichte. Daß daraufhin Umweltverbände empört reagierten, sollte uns nicht wundern.

Die Rechnung der Opposition scheint aufzugehen

Übrigens nicht nur bei der Klimapolitik der Regierung, sondern gleichwohl auf vielen Ebenen, wie z.B. bei der Migration. Bereits vor knapp anderthalb Jahren bemerkten wir, daß sich Halbherzigkeit rächt beim Klimawandel, das Großkapital stehe weiterhin auf der Bremse. Leider hält dieser Zustand vollumfänglich an, selbst die Ampel läßt sich beeindrucken.

Sollte die Politik der Lippenbekenntnisse anhalten, dürfen sich FFF sowie Klimawandelgegner auf einen wesentlich härteren Weg einlassen, was letztlich sogar die Aktionen der Letzten Generation mehr als rechtfertigt. Wer trägt hierbei wohl die größere Verantwortung, eine Politik, die sich stets wegduckt oder Protestierende, die den Finger in unübersehbare Wunden legen?

Das Spiel auf Zeit mehr als fragwürdig

Dabei tut sich die Ampel so gar keinen Gefallen, zumal sie ohnehin bereits im Fokus einer teilweise übertriebenen Kritik seitens der Opposition sich befindet, wobei auch die Medien gern vollmundig nachtreten. Mit sachlicher Auseinandersetzung hat Letzteres weniger zu tun, vielmehr mit Hetzkampagnen par excellence!

Da die Bundesregierung effektive Maßnahmen dermaßen leichtfertig hinauszögert, wie die Geschäftsleiterin Politik des Dachverbands Klima-Allianz, Stefanie Langkamp, betonte, sogar die Kosten für den Staat und die Menschen in Zukunft somit steigen, sei diese Revision somit ziemlich fatal. Dennoch kann man zuversichtlich sein, daß das Bundesverwaltungsgericht die Entscheidung der Vorinstanz bestätigen werde. Ein wenig Hoffnung macht das schon trotz berechtigter Bedenken, wobei das Großkapital sowie die Opposition leider an ihrer Haltung festhalten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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