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Bild von Ulrich B. auf Pixabay
Wer entscheidet über dein und mein,
der Vater unser, fast allgemein
wird angenommen,
wenn Geschichten verschwommen
neu in Szene gesetzt,
ein Herrscher, ein Gesetz.
Alle Untertanen
fuchteln mit Fahnen
jedes Staubkorn aus seinem Weg,
er läuft übers Wasser, nicht übern Steg,
denn alles an ihm und um ihn ist heilig,
Mensch, wie immer, hat es eilig
an vorderster Stelle, ihm Gunst zu erweisen,
opfert ihm seine Kinder als Waisen,
sein Lohn ein Orden, eine Gedenktafel
mit tapfer, ruhmreich Geschwafel,
der Vater unser ist für gerechtes Teilen,
er Reichtum, dein Name unter endlosen Zeilen.
Doris Mock-Kamm

Bild von 38308446 auf Pixabay
Mitnichten geht es hier um die RTL-Spielshow, sondern vielmehr um Klimasünden par excellence. Je reicher der Mensch, desto höher der ökologische Fußabdruck? Hysterisch neidvolle Behauptung oder eher Realität? Letzteres trifft durchaus zu, wobei ein Mensch in bescheiden ärmlichen Verhältnissen eben nicht über die Mittel verfügt, die Umwelt großspurig zu belasten, Superreiche unbedingt.
Der künstlerische Aspekt mag die eine Sache sein, die Demut vor dem Erfolg, wie er auch immer vonstatten ging. So auch im Fall von Taylor Swift, die 34-jährige US-amerikanische Pop- und Country-Sängerin, Gitarristin, Songwriterin, Musikproduzentin und Schauspielerin auf dem Zenit ihres Erfolges und doch eine der größten Umweltsünderinnen? Ziemlich offensichtlich.
Als die Grünen sich hierzulande formierten aus den Protest- und Bürgerbewegungen im Zeitalter der AKW-Demos, um schließlich belächelt im Deutschen Bundestag Platz zu nehmen, sitzen inzwischen Nazis selbst dort, die so gar kein Interesse haben, was Umwelt-, Klima- und Naturschutz anbelangt. Überreichtum im Rausch der Unverhältnismäßigkeit, fliegen so oft wie möglich, egal, welche CO2-Emissionen dabei entstehen. Eine maßlose Ignoranz!
Man kann es sich einfach machen, wenn Taylor Swift ob jener berechtigten Kritik entgegnet, sie fühle sich als Zielscheibe möglicher Stalker. Bloß nicht der Realität ins Auge schauen? Damit dürfte sie keineswegs allein sein, wenn wir auch das halbherzige Handeln verantwortlicher Politik betrachten, jüngstes Beispiel die Weltklimakonferenz in Dubai.
Selbstverständlich muß Kritik erlaubt sein, gerade in Zeiten zunehmender Autokraten kein leichtes Unterfangen. Im Faschismus schweigt das Volk, die Herrschenden unterdrücken alle Meinungen, erst recht fundierte. Das Großkapital steht weiterhin auf der Bremse, nicht nur einsehbar beim Beispiel Taylor Swift.
Machen Sie mal den Test hier, errechnen ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck. Sie mögen dabei ins Grübeln kommen, wissend, daß noch Luft nach oben sein kann, das eigene Verhalten zu korrigieren. Die Welt zu retten ein wichtiges Ziel, ob sich eine Illusion dahinter verbirgt oder nicht. Zumindest sollte jede/r sich bemühen.
Lotar Martin Kamm
Möge dieser Kelch an uns vorüberziehen,
wir diesem Schreckgespenst entfliehen,
ein Trump erneut im Weißen Haus,
tragisch im Gegensatz zu Santa Claus,
denn während dieser uns beschenkt,
beim blonden Dollen wirste gehenkt.
Übertriebene Hysterie oder traurige Wirklichkeit?
Es wird daher allerhöchste Zeit,
Alarmglocken schellen zu lassen,
schluß mit Fakenews und maßlosem Prassen!
Wer das Capitol erstürmen lassen will,
wahrlich, der ist so richtig schrill.
Während dessen Gegner sich fürchten müssen,
Rassismus und Gewalt regiert dann ganz beschissen,
möchte man den Europäern dringend anraten,
sie mögen nicht auf ein Wunder warten,
weil mit Trump an der Spitze der USA
hätte ein Putin Generalvollmacht, – alles klar?!
Lotar Martin Kamm

Bild von Daniel auf Pixabay
Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, am Ende obsiegt der unabdingbare Willen zur Geduld. Wer den längeren Atem hat, entscheidet über die Ukraine. Hinsichtlich dessen, daß die USA sich über weitere Waffengelder zanken, gar Wolodymyr Selenskyj die Tage nahezu vorführen, braucht Väterchen Frost nur ganz simpel zu warten. Für Putin arbeitet insofern die Zeit.
„Es geht den Bach runter“, verlautbart der Militär- und Russlandexperte Gustav Gressel im T-Online-Interview, Wladimir Putin sei momentan dabei, seinen Angriffskrieg zu gewinnen. Übertrieben hysterische Analyse oder eher eine pragmatisch treffsichere Einschätzung? Wohl eher letzteres.
Selbst wenn Olaf Scholz nach Zeitenwende–Rede und zögerlichen Waffenlieferungen gen Ukraine in die Kritik geriet. Schließlich stand die Allianz des US-Westens hinter den politischen Entscheidungen, Europa muß mit allen Mitteln unsere Demokratie verteidigen, die mit dem Angriffskrieg auf dem Spiel steht. Der Ukraine-Krieg alles andere als planlos, so auch unsere Einschätzung vor gut anderthalb Jahren.
Doch anstatt die bereits damals angemahnten Szenarien ernster zu nehmen, hält das Zögern und Zaudern weiterhin an, was letztendlich den Ukrainern auf die Füße fällt, heißt, sie könnten diesen brutalen Krieg tatsächlich verlieren!
Zu dieser Einschätzung kommt die WirtschaftsWoche bei weitem nicht ungefähr, sondern berichtet ziemlich deutlich, was geschieht. Vier Grafiken geben Aufschluß. Dabei zeigen sie auf, welche Länder zu halbherzig liefern. Besonders Deutschland und Großbritannien fallen mit ihren Lieferungsraten auf, nämlich mit 48 bzw. 43 Prozent. Hingegen die USA, Polen, die Tschechische Republik, Niederlande, Australien, Lettland und Kanada mit 100 Prozent zuverlässig liefern.
Soll es tatsächlich mit diesem Zögern für die Ukraine scheitern, während ein russischer Despot sich im Kreml die Hände reibt? Was treibt da die Politik für ein kurzsichtiges Spiel? Zumal die Folgen eines russischen Sieges unsere demokratische Grundordnung gefährden werden!
Lotar Martin Kamm

https://www.flickr.com/photos/lamoncloa_gob_es/51826614831/sizes/z/ (CC BY-NC-ND 2.0)
Für manch einen tut’s weh,
es war nämlich die SPD,
sie klopft erfolgreich auf Holz
mit der Rede vom Kanzler Scholz.
Der teilt berechtigt mächtig aus,
so kurz nach Nikolaus,
die Ampel hat’s mitnichten verkackt,
weil die Krisen real vertrackt.
Energiepreis- und Klimakrise,
und das sei dabei das Fiese,
lassen sich nur gemeinsam lösen,
zumal die Union sich suhlt beim Tösen.
Russland hat illegal diesen Krieg begonnen,
sehr gezielt und so gar nicht benommen,
Demokratien seien real betroffen,
während Despoten anstießen janz besoffen.
Mit der SPD gibt’s kein Sozialabbau,
dazugelernt nach Schröders oberschlau,
Konservative fordern es bei den Schwachen ein,
dies zu verhindern, bedeutet ein klares Nein.
Trotzdem meint Philipp, die Hütte brennt,
an manch Tafel ein Kind, eine Mutter flennt,
der Asylkurs greife viel zu kurz und inhuman,
das darf nicht sein, oh, Mannomann!
Dennoch hat Olaf einiges geradegerückt,
manch einer die Augen reibt, erstaunt, verzückt.
Man möchte der Ampel die Daumen drücken,
bloß nicht ein erneutes Wählerstühlerücken.
Lotar Martin Kamm