Pulverfaß Nahost

Das Überraschungsmoment auf ihrer Seite,
der Mossad wußte nicht Bescheid,
massakrierte die Hamas Zivilisten,
es ist mal wieder soweit,
blutige Menschen in Tüchern und Kisten.

Schon frohlocken die Mullahs im Iran,
was von langer Hand geplant,
endet bald in diesen Kriegswahn,
welch dramatisch bösartige Schand‘.

Raketen gen Israel ausgerichtet,
die dessen Zerstörung bringen sollen,
Weltkriegsgedanken sich verdichtet,
kann verhindert werden, wenn wir es wollen.

Russland und China lauern im Hintergrund,
den bösen Ami vor geistigem Auge,
Haß und Vergeltung aus faschistischem Mund,
manch Fakenews für jene Saat wohl tauge.

Pulverfaß Nahost lang brachlag,
Anlaß genug für Bedachtsamkeit,
die freie Welt jetzt bis ins Mark erschrak,
es geht dabei um unser aller Freiheit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Lobhudelei obsiegt bei den Landtagswahlen

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-11-23_Markus_S%C3%B6der_CDU_Parteitag_by_OlafKosinsky_MG_6071.jpg#/media/File:2019-11-23_Markus_S%C3%B6der_CDU_Parteitag_by_OlafKosinsky_MG_6071.jpg

Wikimedia Commons – CC BY-SA 3.0

Die Union bleibt stärkste Kraft – Nazis dürfen frohlocken

Im Grunde genommen keine Überraschung. Mit der Halbzeit zur Bundestagswahl offenbart sich der Ausgang der Landtagswahlen in Bayern und Hessen als genau das, was schon lange sich anbahnte. Die Union heimst wichtige Stimmen ein, während nach langem Stillhalten Nazis sich immer wohler fühlen, ihr Kreuzchen den Blauen zu gönnen, eine Wiederholung dramatischer Zeiten ausgerechnet hierzulande.

Wenn der „Welt“-Journalist Robin Alexander öffentlich kundtut, die AfD sei demokratisch gewählt, man müsse das auch mal zur Kenntnis nehmen, ein Friedrich Merz könne machen, was er wolle, er würde politisch als rechts außen gelten, dann sollte dieser nicht vergessen zu erwähnen, daß nämlich diese Nazis real jedwede Demokratie zerschlagen wollen. Punkt. Aber das paßt natürlich nicht ins Konzept konservativer Medien! Im April betonten wir das bereits.

In Hessen nur noch fünf Parteien im Plenum

Vier Parteien sind als Wahlverlierer zu bezeichnen, wobei die Liberalen mit Glück noch mit 5% im Parlament vertreten sind, die Linken über die Hälfte ihrer Wählerstimmen verloren, bei 3,1% ihm fernbleiben müssen. Nicht weiter verwunderlich, Sahra Wagenknechts Rechnung geht wohl auf. Die CDU hat die meisten Stimmengewinne zu verzeichnen, ein Plus von 7,6% auf 34,6%, die AfD mit 18,4% zweitstärkste Kraft, ein Plus von 5,3%.

Die meisten Wähler verloren ausgerechnet die Grünen mit einem Minus von 5,0%, erreichen somit nur noch 14,8%, selbst wenn am Ende das Schwarz-grüne Regierungsbündnis weiterhin bestehen bleibt. Die SPD verliert 4,7% und bleibt drittstärkste Partei mit 15,1%.

Auch die CSU muß als Wahlverlierer gewertet werden

Selbst wenn Markus Söder von einem Sieg faselt mit einem Minus von 0,2%.  In Bayern bleiben die Liberalen draußen, verlieren 2,1%, erreichen somit nur noch 3,0%. Die rechtsradikalen Parteien gewinnen im Freistaat die Wahlen. Die Freien Wähler mit einem Plus von 4,2% auf 15,8% und die AfD per Plus von 4,4% auf 14,6%.

Den größten Stimmenverlust erleiden die Grünen mit einem Minus von 3,2%, sind somit nur noch viertgrößte Kraft mit 14,4% im Parlament. Dahinter die SPD mit 8,4%, verliert 1,3% an Wählerstimmen. Das Regierungsbündnis zwischen der CSU und den Freien Wählern bleibt bestehen.

Vom Trend zur Realität

Was wir Ende Mai noch prognostizierten, hat uns längst eingeholt, dieser Rechtsruck läßt wahrlich sehr tief blicken! Weltweit betrachtet muß und sollte die Menschheit sich darüber im Klaren sein, was sie eigentlich will. Die totale Zerstörung oder ein friedlicheres Miteinander?

Wenn Despoten das Sagen haben, immer mehr Kriege stattfinden, die Umwelt genauso ignoriert wird wie der hausgemachte Klimawandel, dann hat die Menschheit keine Zukunft mehr. Es sei besonders an dieser Stelle betont, daß Konserven ein Verfallsdatum haben, mit Blick zum Konservatismus eine schallende Ohrfeige gen sogenannte Mitte der Gesellschaft. Die tut uns nämlich real keineswegs gut, wie endlich mal hinlänglich erkannt werden sollte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Nasser Glanz

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Ich schreibe,
Denken hört auf,
wird zum Gesagtem,
wird Wort.

Satz, Punkt,
manchmal rieselnder Sand,
manchmal Dynamit,
ich höre, Blätter rauschen.

In der Tragetasche Fische,
spüre ihre fließende Bewegung,
leicht ihre Körper,
verwandeln Wasser in Mondlicht.

Im Meer Straßenabschnitte,
übriggebliebene Muster,
Liniennetze zum Ausgang Labyrinth,
diese sinnlose Hetze,

schreibe ich,
die Fische schwärmen aus,
ich schwärme von den Schuppen,
nasser Glanz in meinen Augen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ich flenne

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Ich dachte,
weißt du noch, wie ich lachte,
vielleicht schwebt dein Erinnern
nur in meinem Innern,
weil du bereits gegangen bist
und dein Leben nicht vermißt.

Tränen näßten mein Gesicht,
sah dich nur verwischt,
hinter Sturzwasserfontänen
kann man sich in Sicherheit wähnen,
weil sie jedes Geräusch verschlucken,
und ich sah deinen Körper zucken.

Du warst wie ich perplex,
etwas hatte uns verhext,
unsere Bauchmuskeln schmerzten,
nur noch Reflexe mit uns scherzten,
weil ich den Grund nicht mehr kenne,
und ich dachte, -weißt du warum ich flenne?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Geld regiert die Welt

Vorbildlich,
die Amis,
ein Präsident
vor Gericht,
oberste Pflicht
geht nicht,
kein Problem,
zu alledem
darf er gewählt werden,
so sind halt Schergen.

Die Welt
schaut
erstaunt zu.
Welch schräge Ruh‘.
Vor dem Gesetz
sind nich alle gleich,
manch einer ganz reich
fühlt sich wie ein Scheich.
Im Land unbegrenzter Möglichkeiten
Mafiosi sich alles erstreiten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Abschied von einfachen Feindbildern

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Eine neue Weltordnung absurder denn je

In der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts tobten die beiden Weltkriege, warfen die USA zwei Atombomben auf Japan, die Welt hielt den Atem an, fast wäre ein Atomkrieg entbrannt zur Kuba-Krise, der noch verhindert werden konnte. Etliche Kriege folgten weiterhin trotz UNO, Nato und Friedensdemonstrationen, die Menschheit verzettelte sich in ein Wettrüsten, während mit Michail Gorbatschow zumindest die Mauer fiel, der Eiserne Vorhang.

Doch anstatt diese Chance zu nutzen, zogen die beiden Supermächte es vor, weiterzumachen. Wladimir Putin wurde komplett unterschätzt, nachdem er erfolgreich den Westen spaltete, am 24. Februar 2022 die demokratische Ukraine angriff, Russlands Führung jedweden Respekt zur Weltpolitik verliert.

Der erbitterte Kampf um die Vormachtstellung

Keinesfalls verwunderlich, daß China sein wahres Gesicht offenbart. Folgt man den Spuren der Geldflüsse, war dies ohnehin schon lange absehbar. Wirtschaftliche Abhängigkeiten und Verflechtungen offenbaren uns tagtäglich, wie die politische Weltbühne eigentlich tickt. Mit Blick zu Großkonzernen und mafiösen Strukturen, die überall brutal mitmischen, verharrt die Politik nahezu in Tatenlosigkeit, wirken rechtsstaatliche Maßnahmen wie ein Tropfen auf den heißen Stein, sie verdampfen jäh fortlaufend.

Wer gewinnt am Ende das Rennen um die Weltmacht? Die USA haben genug mit sich selbst zu tun neben wachsam beäugten Konflikten wie den Ukraine-Krieg, den Pazifik in Südostasien, die Ressourcen in der Arktis, etlichen anderen weltweiten Kriegskonflikten. China wartet lächelnd ab und plant längst eigene Maßnahmen, während andere Staaten gleichwohl mitkosten wollen an der Vormachtstellung zur Weltherrschaft.

Indien, Iran und Russland bleiben nicht tatenlos

Bündnisse wie die Nato, die G7-Staaten, die UNO oder BRICS zeigen deutlich erkennbar, wohin die Weltpolitik es verschlägt. Sie taxiert Möglichkeiten, Kriege zu vermeiden und neue ins Leben zu rufen, je nach Bedarf. Ein dramatisches Kalkül, wobei stets Zivilgesellschaften zu leiden haben, Flüchtlingsströme eher zunehmen, das Ganze flankiert von einer menschenverursachten Klimakrise, die keinesfalls zielsicher gelöst wird. Zu viele potentielle Gegner dieser Erkenntnis glänzen per Ignoranz, nur die eigenen Vorteile im Visier.

Während das westliche Bündnis bröckelt, fühlen sich die BRICS-Staaten berufen, eigene Wege zu ersinnen, die Weltherrschaft zu übernehmen. Ob das ihnen gelingt, bleibt mal dahingestellt. Allein solche politischen Scharmützel bedeuten noch mehr Leid, neue Kriegsgefahren, einen dritten Weletkrieg mal ausgeklammert, der jederzeit entflammen kann.

Der Abschied von einfachen Feindbildern hat sich längst vollzogen, die rasant technische Entwicklung zusammen mit Machtphantasien besonders von gewissen Despoten ermöglichen unberechenbare Spannungen, die nicht nur in Kriegen ausarten, sondern ganze Völker erpressbar machen, Katastrophen hervorrufen, die ein Vielfaches an Leid bedeuten. Überschaubare Entwicklungen waren gestern. Die Zukunft verheißt nichts Gutes, es sei denn, Mensch besinnt sich noch rechtzeitig, bevor der Zug abgefahren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Politik der lauten Töne

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Marktgeschrei statt konstruktive Lösungen

Mit Blick zur Menschheitsgeschichte hat sich stets auch das politische Geschehen geändert, unabhängig von Eroberungen, Kriegen, Katastrophen und Fehleinschätzungen, die allesamt für sehr viel Leid sorgten. Insofern gab es wohl kaum Gewinner, sondern viel eher Verlierer. Im alten Rom sorgten Brot und Spiele für entsprechende Ablenkung, um das Volk stillzuhalten. Heutzutage erledigt dies sowohl der Fernseher als auch das Internet. Lerneffekt gleich Null?

Was zeichnet wohl den mündigen Bürger aus, der weiterhin sich viel eher rar macht, obwohl Immanuel Kant ihn so gern aktiv miterlebt hätte? Trägheit, Politikverdrossenheit, desillusioniertes Verhalten wider den Verstand? Eine schier ignorierende Geschichte trotz all unseres Wissens, irgendwelchen Verschwörungsmythen hinterherhechelnd? Dramatische Umkehrung logischer Konsequenz, um im Fatalismus zu verharren, unfähig Fakenews von realen Begebenheiten zu unterscheiden? Ein trauriges Fazit, vor allem hoch gefährlich im Sinne unserer Freiheit, die dabei flöten geht!

Hierzulande tönt eine AfD, gestärkt hervorgegangen aus minderbemittelten Parteien und rechtsradikalen Strömungen, die zuvor ein Schattendasein fristeten. Schon plärren gewisse Herren der Union ins selbe Horn, nutzen die gleichen Parolen wie jene Nazischergen, üben sich in platten Phrasen, unverhohlen, weil’s so schrecklich simpel funktioniert, der trägen Masse damit zu imponieren. Gewisse Medien nutzen dies gleichwohl, um selbst Gewinne damit einzufahren. Kurt Tucholsky hätte ohne weiteres sich erneut umgebracht angesichts solcher Entwicklungen mitten in Europa, ausgerechnet in Deutschland.

Da erfreuen sich jene angeblich konservativen Medien, die Ampel madig zu machen, erhoffen sich ein Stück vom faschistischen Kuchen, der überall angepriesen, während Scholz und Co. nahezu stumm verharren. Was sollen sie auch dem entgegensetzen, außer an ihrer Politik festzuhalten? Unkenrufen zum Trotz verbleiben jene Prognosen, was dann passieren würde, sollte sonntags gewählt werden. Eine wiederauferstandene Union und diese Nazis mit großer Mehrheit. Was noch direkt nach dem 2. Weltkrieg nie wieder geschehen sollte, fast achtzig Jahre später möglicher denn je?

Viel Marktgeschrei statt konstruktive Lösungen besonders von einer Opposition, die schon bald hierzulande politisch wieder ran darf. Möge uns das explizit erspart bleiben, 40 Jahre Union war alles andere als gute Politik. Zusammen mit den Nazis bedeutet dies Totalversagen, auch wenn Herr Merz seine Brandmauer beschwört. Sie fällt in sich zusammen, wenn Schwarz-Grün auf Bundesebene eben nicht stattfindet! Auch eine Sahra Wagenknecht kann’s mitnichten richten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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