Sinnlosigkeit

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Diskussionsbedarf
allerorten
mit vielen Worten
rattenscharf

Bedingungslos
lieben
Verständnis riesengroß
Migranten vertrieben

Uneinigkeit
auf dem Vormarsch
trotz aller Zeit
Welt am Arsch

Einsicht
verlorengeht
Keine Pflicht
niemals zu spät

Ziellosigkeit
um sich greift
Mensch nicht gescheit
Haß ausgereift

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Resignation oder Empörung?

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Wähler müssen sich gezielt entscheiden

Du weißt nur zu genau, daß äußerste Wachsamkeit das Mindeste von dir abverlangt, eben nicht komplett zu resignieren, das Handtuch zu werfen oder schlichtweg den Suizid als letztes Mittel zu wählen. Klingt irgendwie ziemlich schräg, oder? Angesichts einer zunehmenden Verrohung in der Gesellschaft, schier unlösbaren Problemen, einer Politik, die sich schwertut, zumal radikalere Statements zunehmen, selbst von Bürgern, die oftmals sich davor zurückhielten, kann nur noch von einer latent vorhandenen Ohnmacht die Rede sein, die in eine solch depressive Grundstimmung mündet.

Übertriebene Einschätzung oder aber explizit zutreffend? Werfen wir mal einen kurzen Blick zu einem ehemaligen Punkmusiker, wenn er auch selbst stets abstritt, ein solcher zu sein. Für die Musikwelt war er der Inbegriff des Punkmusikers: John Lydon, den meisten als Johnny Rotton viel eher bekannt. Die Sexpistols per God Save The Queen polarisierten halt noch vor über 45 Jahren. Davon kann heute so gar keine Rede mehr sein, wenn die Welt unter Kultur tituliert: „Die Welt ist viel zu weit nach links gerückt“. Verwunderlich? Keinesfalls, denn wenn ein John Lydon Donald Trump öffentlich unterstützt, hat er sich per se zuweit aus dem Fenster gelehnt. Was für eine Farce!

Das Gegenteil trifft viel eher zu! Die Welt verabschiedet sich real von der Errungenschaft der Demokratie, auch wenn innerhalb der westlichen Welt dieses politische Modell noch überwiegend vorherrscht. Mit Blick gen Russland, China, Iran, Saudi-Arabien, Syrien, Ägypten und vielen anderen Staaten, bishin auch zu europäischen, wo Rechtsradikale mit dem Faschismus unverblümt liebäugeln, darf sich der politisch Kritische nicht wundern, daß ihm angst und bange wird.

Hierzulande meinen inzwischen laut Infratest, der Union 29% ihre Stimme geben zu müssen, den Nazis gar 22%, während die Sozialdemokraten mit 16% sich den Grünen (14%) nähern. Was für eine schallende Ohrfeige an das politische System, wobei auch die Medien mit reißerischen Artikeln ihren nicht unwesentlichen Anteil haben. Immer schön die Ampel verunglimpfen, statt mal Roß und Reiter zu benennen! Es war vor allem die Union, die den Klimawandel jahrzehntelang verschlafen und ignoriert hat. Wenn eine Frau Bär von der CSU behauptet, ihre Partei hätte die grüne Politik ins Leben gerufen, dann kann eine solche Unverfrorenheit nicht nur Kopfschütteln und Empörung hervorrrufen. Dies offenbart schlichtweg ihren miesen ignoranten politischen Stil: Immer schön Öl ins Feuer gießen, statt selbst mal konstruktiv sinnvolle Ideen zu entwickeln!

Was bedeutet das eigentlich jetzt?  Resignation oder Empörung? Letzteres! Aufwachen, bevor wir wieder in einer Diktatur verharren, wo der mündige Bürger nichts mehr zu melden hat, irgendwelche Despoten Kriege anzetteln, die ohnehin schon überstrapazierte Mutter Erde gen Apokalypse führen, schneller, effektiver als jemals zuvor! Wollen wir das tasächlich hinnehmen oder riskieren? Nein, kann da nur die Antwort lauten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Kein Traum

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Ich erzähle euch nichts
von meinem Traum
von den Leichen tief
im Morast eingedrückt
im Vorbeigehen geblendet
durch goldene Ringe
an den hoch gestreckten Fingern
eine Halskette mit Smaragd
in einem Kreuz eingelassen
irritiert für einen kurzen Moment
den Laufschritt
-du da, träum nicht,
mach, daß du weiterkommst-

Geröll soweit das Auge reicht
einst Häuser vielleicht Mauern
dahinter ein Garten mit Blumen
quietschende Schaukel
bei jedem vor und zurück
trockener Staub klebt
an unseren Gesichtern
wenig Tränen sind übrig
um den Schmutz abzuwaschen
ein Baby schmatzt nach Wasser
an den Wangen einer jungen Mutter
-du da, träum nicht,
mach, daß du weiterkommst-

Kälte lähmt meine Gefühle
Musik verbleibt als Erinnerung
in meinen Ohren ständiges Surren
kein Magenknurren mehr
längst hat er aufgegeben
nach Nahrung zu betteln
zwischen uns bleibt
Bewegung das einzig Warme
das Lebendiges in uns läßt
kein Traum Verwesungsgeruch
die Kleidung durchtränkt
-du da, träum nicht,
mach, daß du weiterkommst-

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wat für’n Terz mit diesem Merz

Wünsch dir was nur so zum Spaß?

Darauf hat der deutsche Wähler nur jewartet voller Ungeduld, wer’s tatsächlich glaubt, ist selber schuld. Was solch eine Behauptung taugt? Ganz einfach und klar so wie jedes Jahr. Der Merz will die Ampel-Gesetze stoppen, doch wir wollen ihn deshalb unbedingt foppen. Ob uns das auch geschwind gelingt, sei mal dahgingestellt, erst recht, ob’s gefällt.

Nu mal Butter bei die Fisch‘, mal alles Wichtige uff den Tisch. Atomkraftwerke wieder hochfahren? Was ist dann mit dessen Gefahren? Die scheint der Sauerlandmiesepeter schlichtweg zu ignorieren, es wird schon nix passieren. Na, sicher doch, Demonstranten und Experten haben sich jahrzehntelang geirrt, so denkt jener Merz janz verwirrt.

Mal soeben den Klimawandel einfach beiseiteschieben, der sei per Heizungsgesetz ohnehin völlig übertrieben. Wetter kommt jedes Jahr nun mal vor, so denkt der christdemokratische Tor. Cannabis-Legalisierung war ihm ohnehin ein Dorn im Auge, solch Gesetz seiner Meinung nach nix tauge, dann besser einfach weitersaufen, dat mag och wirtschaftlich so besser laufen.

Doch hat der Merz die Rechnung ohne den Wirt jemacht! Manch einer herzhaft sich ins Fäustchen lacht. Denn regieren kann die Union allemal nicht allein, auch nicht nur so zum Schein. Selbst mit dreißig Prozent und mit den Liberalen an möglicher Seite, das rechnet selbst der blödeste Gescheite, wird es nicht langen. Fragt sich mal ganz unbefangen, ob er doch mit den Nazis liebäugeln will? Ups, wie fragil, dat wäre dann wohl eher zuviel!

Einerseits gegen die Ampel plärren, um dann solch Ungereiftes ans Licht zu zerren. Was denkt sich jener Merz wohl dabei?! Einerlei, unreifes Gewäsch, man erinnert sich dabei janz spontan an Harald Lesch. Der offenbarte in drei Minuten bei Anne Will, wie es um die Atomkraft sei bestellt, die erneut jenem Merz jefällt. Aber soweit scheinen die Hirnzellen vom CDU-Mann nicht zu reifen. Solch Gescheites mag er schlichtweg nicht begreifen. Und sowas will Kanzler sein. Wir sagen da mal einfach Nein!

Drum prüfe, wer sich für nur vier Jahre bindet, ob’s sich dabei wohl nix Besseres findet. Mit einem Merz an der Spitze jib et mal keene Hitze, keine AKW-Sorgen, und somit erst recht keen Morgen. Das kann es im Herzen Europas mit Sicherheit nicht sein, da steht jener wackere Christdemokrat nu mal janz allein.

Eine Opposition mit derart trögem Ton braucht die Politik sowieso nicht. Es wäre ihre verdammte Pflicht, konstruktive Ideen zu entwickeln, statt sich anzuschicken, wieder rückwärts zu gehen. Da hülft och keen schräges Flehen, ob gar die Grünen mit ihm zusammenarbeiten wollen. Mit solch Gedanken kannste keenen Blumentopf holen, erst recht nicht gewinnen. Ein Merz wie von Sinnen?! Der Wähler hat es letztlich in der Hand, solch Nieten in die Schranken zu weisen, die die Bürger schon viel zu lang bescheißen. Nach vierzig Jahren Union braucht die Politik nicht erneut jenen verkorksten Hohn!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Immer schön nicken

Ein Umbruch
so weit das Auge reicht
Manch blöder Spruch
sich ins Gehirn schleicht
Ein gezielter Versuch
letztlich ganz leicht

Ein Herr Trump
es simpel vormacht
Ziemlich plump
selten so gelacht
Welch fataler Jump
Schicht im Schacht

Politik dazu schweigt
wie vor hundert Jahren
Sie hat’s erneut vergeigt
Kritik kannste dir sparen
Vor Geld wird sich verneigt
keine Moral und Ethik wahren

Lotar Martin Kamm

Kategorie Gedichte

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Von wegen Klimakrise eine Mär

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Nicht Ermahnende und Unkenrufende
an den Pranger stellen,
sondern all jene, die schweigen,
nicht handeln, ignorieren.
Wir alle werden verlieren,
wenn es in jenem Trott weitergeht,
dann ist es per se zu spät!
Es wird sich sehr hart zeigen,
ohne ein dramatisches Urteil zu fällen,
Klimawandel der Extreme, Waldbrände.

Die letzte Generation mag ärgerlich sein,
erzeugt Unverständnis und Wut,
wobei FFF noch harmlos dagegen war,
Schulschwänzen wurde verziehen.
Die nahe Zukunft bedeutet Fliehen,
die Zeit läuft uns schon lang davon,
egal wie aggressiv so manch Ton.
Handelt sofort – alles klar?!
Seid gewarnt, auf der Hut,
kaum jemand warnt nur so zum Schein!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Noch

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Spät fuhr er
fuhr noch der Bus
Silberfäden zieht der Mond
durch den See

Fast ausgezählt der Tag
zählt die Zeit noch
verwundert pocht das Herz
meinen Takt

Nachts tummeln sich Geflüster
flüstert ihr noch Schwestern
barfuß will ich tanzen
bis zur nächsten Brücke

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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