Die Klimakrise fliegt uns bereits um die Ohren

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Der Schwarm war gestern, morgen könnte es bereits zu spät sein

Schwarzmaler sowie Pessimisten unken nonstop, keine gern gesehene Gesellen, und doch haben sie ziemlich recht. Obwohl die Klimakrise die größte Bedrohung der Menschheit darstellt, zögert diese besonders in den Parlamenten dieser Welt, begreift ein Großteil verantwortlicher Politik eben nicht den Ernst der Lage. Ganz im Gegenteil, hierzulande lamentiert unser Verkehrsminister, er lasse sich das Tempolimit nicht diktieren, obwohl nachweisbar dies eine schnelle, effektive Abhilfe schaffen kann, ein Zeichen setzen würde.

Während die Ampelregierung ihre Versprechen zum Klimawandel immer weniger einhalten kann und darf, läßt Joe Biden die Bombe hochgehen, genehmigt das umstrittene Ölförderprojekt im Norden Alaskas, weit über das Jahr 2050 darf in Willow „das dort aus dem Boden gepumpte Öl Millionen Tonnen Treibhausgase verursachen.“ Welch ein fatales Signal und gebrochenes Versprechen seitens Biden!

Polarforscher Arved Fuchs legt den Finger in die Wunde

Und zwar ohne Pathos oder erhobenen Zeigefinger. „Die Entwicklung macht mir Angst“, verkündet er im T-Online-Interview, welches er mit Heike Vowinkel führte. Dabei betont er zu Recht, daß die Letzte Generation mit ihren Klebeaktionen die Gesellschaft spaltet, es bräuchte eher das Gegenteil, nämlich den Schulterschluß aller gesellschaftlichen Kräfte. Am Ende des Interviews im Schlußwort sein Hinweis, daß der Verkehrsminister endlich den Widerstand gegen das Tempolimit aufgeben solle. Aber genau das darf leider angezweifelt werden!

Anstatt auf die Hinweise neuer Wetterdaten zu achten, schließlich erwärme sich die Arktis dreimal so schnell wie der Rest der Welt, jene Aneinanderreihung von besorgniserregenden Fakten habe dramatische Auswirkungen auf die ganze Welt, reagiert die Politik immer noch viel zu langsam.

Dramatisches Gemisch, Despoten, Oligarchen und bröckelnde Demokratien

Ein gefährlicher Nährboden für politische Arroganz, die eine Klimakrise schlichtweg ignoriert, während jene überreiche Klientel rauschende Feste feiert, als ob alles im Normalbereich wäre. Sobald unzählige Millionen Menschen von den Folgen jener Klimakrise fliehen müssen, mögen all jene geschützt und wohlbehüteten Zivilisationen ins Trudeln geraten, weil sie dem Ansturm nicht mehr gerecht werden können. Obendrein flankiert von selbstgefälligen Despoten, für die Menschenrechte nicht gelten. Wohin das führen mag, können wir in Russland oder China beobachten.

Wollen wir allen Ernstes es soweit kommen lassen? Höchste Zeit, aufzuwachen. Heute schockiert uns die Letzte Generation, morgen schon dürften Folgegenerationen sich fragen, wieso im Jahr 2023 dermaßen gepennt wurde!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Im Wind fahrender Lichter

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Der Himmel verschwand hinter
mit Asche bespritztem Schaum.
Ohne Eile versteckten sich
die Schatten unter ihren Formen.

Seine Stimme raute für einen
Moment die Angst auf, ein kurzer
Schmerz in der Starre, vielleicht
um die Erinnerung zu aktivieren.

Hinter meinen Gedanken leuchtet
ein grünes Licht, es flackert nicht.
Keine Leuchtreklame, eher Ampellicht,
in deinem Gesicht wohnt Vertrauen.

Es war dunkel, als ich ausstieg, die Nacht
fütterte bereits das Grauen, sein Tschau
wärmte jeden Luftzug, in diesen Mantel
gehüllt ließ ich helle Lichter vorbeirauschen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Meine eigene Landebahn

Sie ist lang,
meine Landebahn,
stets ein wenig
mit Grün geschönt,
wie im wirklichen Leben,
Gras wächst drüber,
das graue Gefühl,
alles Unbestimmte,
Unbenannte versinkt
mit jedem Schritt,
jedem Lidschlag
in die vergangene Zeit.

Heute ist ein trüber Tag,
die Kurven sind spät
zu sehen, oder ist es
ein Abzweig?
Ich habe mich fürs
Abzweigen entschieden.
Ecken und Kanten
wirken präziser, klarer,
ausgeprägter, endgültiger,
labyrinthbefreiter,
schmerzbewußter.

Selten nehme ich Kurven,
das sanfte Biegen,
um euch gewogen zu sein,
zu oft ruft es Schwindel
hervor, bis zum Erbrechen.
Jedes Wort erstickt,
das als Same in den Rissen
gedeiht, um als Erinnerung
meinen Weg zu kennzeichnen.
Besonders an trüben Tagen,
wie angenehm, auf der mit Gras
gepolsterten Landebahn,
die Wirklichkeit zu spüren.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schachmatt dem Springer-Blatt

Wenn Medien hetzen,
durch Meinungen verletzen,
hat Politik zu handeln,
Schluß mit solch Verschandeln.

Mit Zensur hat’s nichts zu tun,
Verantwortung sollte nicht länger ruh’n,
bis böse Zungen verstummen,
ihnen Konsequenzen aufbrummen.

Kein schützendes Schild
für jenes Hetzblatt BILD,
dessen Schaden ohnehin viel zu groß,
sich fühlt als Medienkoloß.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Konservative und Nazis im Vormarsch

Unfähigkeit und Unzufriedenheit zeichnet Wähler aus

Kurz vor Ostern überraschen uns die deutschen Wähler durch ihr Unvermögen, denn von Weitblick, Einsicht oder gar Cleverness nicht die geringste Spur. Laut Umfrage YouGov, Stand 06. April 2023, würden die Union 30%, die SPD 20%, die Grünen 15%, die AfD 17%, die FDP und Die Linke jeweils 6% der Wahlstimmen erhalten. Was für ein Desaster und hoher Vertrauensverlust der derzeitigen Ampel-Regierung!

Es stellt sich die wichtigste Frage, nämlich woran dies wohl liegen mag? Andersherum wird vielleicht trotzdem ein Schuh daraus. Wieso? Blicken wir doch mal zurück in die Vergangenheit, schließlich hat die Union mehr oder weniger mit Helmut Kohl und Angela Merkel gar 32 Jahre lang regiert. Mit dem gewaltigen Unterschied, es waren andere Zeiten und Bedingungen.

Des deutschen liebstes Kind und eine angebliche Wirt-schaftskompetenz?

Eine zeitlang waren die Grünen im Vormarsch, die Union dümpelte vor sich hin, die Sozialdemokraten erhielten plötzlich Aufwind im Spätsommer 2021, das Ganze im Zenit jener Corona-Krise. Danach übernahm die Ampel die Regierung allen Unkenrufen zum Trotz. Im Anschluß marschierten russische Truppen in die Ukraine, Europa hat seitdem seinen gefährlichsten Krieg, die Weltpolitik muß sich komplett neu orientieren.

Wieso wächst das Vertrauen in die Union, die alles andere als eine umsichtige Unweltpolitik verkörpert, selbst wenn so manche Unionspolitiker meinen, sie hätten das Bio-Siegel erfunden? Der Klimawandel zusammen mit den Protesten der letzten Generation sorgen für Zweifel bei all denjenigen, die noch an den Allesbrenner beim geliebten Auto festhalten wollen. Von Einsicht oder Rücksichtnahme keine Spur! Dabei verharren sie felsenfest in dem unabdingbaren Glauben, die Union sei die Wirtschaftskompetenz. Welch fataler Irrtum!

Am Ende zahlen Folgenerationen die Zeche

Ein wenig mehr Weitblick wünscht sich der kritische Wähler. Wie kann man nur die Augen vor der Realität verschließen? Klimawandel, Umweltbelastung und soziale Spannungen zusammen mit einer Dekadenz der Superreichen sind Grund genug, genau den Parteien Vertrauen zu schenken, die solche Zustände eben nicht mehr dulden, ändern wollen.

Ziehen wir die viel zu hohe Zahl der 17% hinzu, jene Nazi-Wähler, dann könnte man schnell über Nacht ergrauen. Erst recht mit Blick gen USA, in europäische Nachbarländer wie Ungarn, Italien oder Finnland, wo rechtsradikale Politik sich durchsetzt. Nichts dazugelernt aus der Geschichte, eben was Despoten anrichten können? Brauchen wir die Fortsetzung jenes Leids, wobei die Freiheit in Demokratien mit Füßen getreten wird? Zahlen dann erneut Folgegenerationen die Zeche?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Viva Italia

Mit Giorgia Melonis Partei gibt’s kein englisches Einerlei

Die Anglomanie hat’s ihr angetan, Verbote sind ab jetzt in Italien dran. Wer in Zukunft statt Italienisch Englisch schreibt oder spricht, darauf sei sie nunmehr erpicht, soll empfindliche Strafen zahlen. So ihr resolutes Prahlen. Nun denn, viel Spaß ihr Italiener, wie bringt ihr das auf einen gescheiten Nenner?!

Man denke mal nur ein Stückchen weiter, das wird alles andere als heiter. Ein Volk wird derart tröge bestraft, nix mehr Konsumieren simpelst unbedarft, hinweg mit synchronisierten Filmen oder Liedern, jetzt lautet’s, italienisch anbiedern. Ein Hurra auf römischen Nationalismus, was für ein Stuß!

Als ob Italien, Europa und die Welt keine anderen Probleme bereithält. Das habt ihr nun davon, mit dieser Präsidentenperson, welch Hohn! Ihr Wahlslogan Gott, Vaterland, Familie greift nunmehr auf ganzer Linie. Welch krude Kehrtwende Giorgia Meloni hierbei vollführt, was ist hierbei wohl passiert? Wir bedenken, im Wahlkampf warb sie auf Englisch mit dem Slogan „Made in Italy“, plötzlich gab’s den ab jetzt wohl nie?!

Doch die Logik mögen wir bei rassistisch-nationalistisch geprägten Wesen eher nicht einkalkulieren, da wird manch Schräges noch passieren. Bedenken wir nur mal kurz den Fall Domenico Lucano. Der vollzog sich daramatischerweise so: Domenico »Mimmo« Lucano wurde 2010 als drittbester Bürgermeister der Welt ausgezeichnet. Elf Jahre später wurde ihm zur Last gelegt, Beihilfe zur illegalen Einwanderung, Amtsmißbrauch, Betrug und Erpressung, die Staatsanwaltschaft hatte dafür eine Strafe von sieben Jahren angeregt, das Gericht brummte ihm fast doppelt soviele Jahre auf, 13 an der Zahl. Welch brutale, unverständliche Zahl!

Im Land der Mafia ist so manches klar! Kein Staat in Europa hat soviele Regierungen wie in Italien kommen und gehen sehen. Was ist dort wohl all die Zeit geschehen? Von Zufall mag kaum die Rede sein, einzig und allein dort eher das Chaos regiert, kriminell und ungeniert! Die Menschen sollten vor Ort ihr Handeln gründlichst überdenken, sich lieber mal eine dramatische Wahrheit schenken, in den Spiegel schauen, sich mehr Courage zutrauen.

Wie die wohl lauten muß, und das sei wahrlich weder Stuß noch Überdruß, liegt auf der Hand. Schreibt es auf jede Wand: Sprachen verbieten, Bücher verbrennen, Kultur zensieren No Thanks, wahrlich in großen Lettern dick und fett, das wäre doch mal nett. Ganz genau, Frau Präsidentin Meloni Oberschlau. Die Welt wird sich weiterdrehen, Ihr ändert ganz sicher nicht deren Geschehen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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April, April

Die Realität springt doch nicht von der Schippe, oder?

Reisewillige unterwegs auf Abwegen, das kennen wir doch? Schlußendlich hat jeder so seine Träume, nur mit dem Unterschied, sie nicht verwirklichen zu können. Manch Glücklichen wird dies nicht verwehrt, auch wenn sie keinerlei Gefühl dafür aufzubringen vermögen. Ignoranz oder schlichtweg Unwissenheit gepaart mit Arroganz? Schauen wir mal etwas genauer hin, wie alles begann.

Oktober 2021, Putinversteher schließen sich einer Reisegruppe an, die mal wieder auf Randale aus ist, im Visier ein großer Platz in Sachsens Dresden. Eine weitere Erläuterung erübrigt sich, Sie wissen sowieso, von wem die Rede nur sein kann. Jenes Nazipack traut sich viel zu, schließlich hält niemand sie auf, auch wenn hierzulande bald die Sozen wieder das Regierungszepter in die Hand nehmen, jene Pfeife, dieser Maaßen, den Hut nehmen mußte. Verfassungsschutz, was für ein gebeuteltes Wort, welches seiner Rolle nicht im Geringsten gewachsen. Sei’s drum.

Zeitgleich gezielte Beobachter ganz in der Nähe, mit versteckten Kameras, empfindlichen Richtmikrophonen. Ihre Skepsis mehr als angebracht, jenes Regime im Kreml hat ganz offensichtlich manches geplant, sie trauen den Russen so ziemlich alles zu. Wer dermaßen offensichtlich Europa, den Westen spalten will, der hat Bösartiges im Gepäck. Ein Raunen in den Reihen der Gruppe, sie tauschen sich aufgeregt aus. Hat jener Putin tatsächlich vor, seiner Armee den Befehl geben zu wollen, die Ukraine anzugreifen? Welch fatales Szenario, schießt es ihnen durch den Kopf.

März 2022, die Wirklichkeit hat konkrete Formen angenommen, der Angriffskrieg mitten in Europa tobt, die Welt hält den Atem an. Manche wundern sich, weil Kriege weltweit ohnehin stattfinden. Nur daß diesmal der Imperialismus zurückkehrt, bzw. sich mehr zutraut, seine versteckten Gedanken hinter vorgehaltener Hand frechweg zu kaschieren mit dem simplen Argument des US-Bashings. Putin läßt den Kalten Krieg erneut aufleben, erwünscht sei das großrussische Reich zu Sowjetzeiten. Ein widerlich fataler Rückschritt! Autokratie vs. Demokratie, das steht auf weltpolitischem Spiel.

Ein Jahr später, am Ende des ersten Frühlingsmonats, die Welt dreht sich still und behäbig weiter, Klimawandel umtreibt zumindest all jene, die noch Hoffnung haben, Mensch werde Vernunft annehmen, wider besseres Wissen. Jahrzehntelange Versäumnisse längst entlarvt, während eine überreiche Klientel sich beleidigt wegduckt, weil man deren Verfehlungen beim Namen nennt. Was nützen all jene Bemühungen, wenn atomare Szenarien in den Köpfen weniger Despoten, die keinerlei Rücksicht nehmen wollen, außer ihre eigene Macht auszuleben?

Scherze unangebracht. April, April hallt es durch manche Flure oder Räume, denken wir ans Wetter, macht er sowieso was er will. Mensch übertrifft das noch. Aufwachen aus sorgenvollen Träumen, mögen wir aus der Historie die richtigen Schlüsse ziehen, in denen ein völkerrechtlicher Angriffskrieg weder in Eurropa noch sonstwo mehr stattfinden darf. Mensch hat es stets in der Hand, sicherlich auch, wenn er die Statuten der UN überdenkt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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