Momentan hinfällig

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Einverstanden
bedenkenlos
einmalig
empfinden wir
ohne Gewissensbisse
jederzeit
das reinste Vergnügen
beim Stibitzen
von Ideen

Während
dein Gegenüber
grübelnd
dich beobachtet
ohne Unterbrechung
fast schon offen
dich zu bestehlen
Ablenkung
die Umwelt bietet

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Spürbare Botschaften

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Keine Vorhänge haben sie
vor der Dunkelheit geschützt,
die schweigend jeden Tag
ihrem Leben zusieht.

Im ersten und letzten Licht
fühlen sie sich geborgen
in der Nähe des anderen,
bis die Schwärze lauscht.

Dann tasten sie durch Nichts,
fühlen Atem, Wärme, das mit Tränen
geformte Gesicht, das verschwimmt
im Schatten dieser leeren Zeit.

Die Düsternis in Stille wartet
auf den Erfolg der Einsamkeit,
die sich schleichend nähert,
je länger ihr Dunkel weilt.

An ihren Fenstern flattern
keine Gardinen, um Gespenster
fernzuhalten, in ihren Seelen
flattern Gedanken zum anderen,

überbringen spürbare Botschaften,
die das unbeschriebene Dasein
alleine dadurch verbindet,
nicht sichtbar zu sein.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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EDS-Betroffene tauschen sich aus

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Ein Interview mit Tatjana und Naissa

Vor gut einem Jahr interviewte ich Naissa zu ihrer Diagnose, dem Ehlers-Danlos-Syndrom, über ihren Leidensweg, was sie für Schritte unternommen hatte, um Hilfe zu erhalten, aber auch über ihre Initiative, die Folgen, diese seltene Krankheit zu thematisieren, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, soweit dies sich ergeben sollte.

Insofern bietet sich die Gelegenheit beim ersten Treffen mit Tatjana, sie kennenzulernen, wobei sie sich bereit erklärt, dem Interview beizuwohnen. Nutzen wir die Möglichkeit und beginnen zügig, um den nötigen Raum zu füllen.

Martin: Wie habt ihr Euch kennengelernt, oder welche Umstände führten dazu?

Naissa: Wir haben uns auf einem Flohmarkt zufällig kennengelernt.

Tatjana: Wir haben uns mit Naissa auf einem Flohmarkt getroffen und ausgetauscht über unsere Erfahrungen, über die Erkrankung EDS.

Martin: Gibt es neue Entwicklungen bei dir seit unserem Interview vor einem Jahr?

Naissa: Ja! Eine meiner Töchter hat leider auch EDS. Und so langsam kann ich die Krankheit verstehen. Ich bin mittlerweile auch Frührentnerin, und habe ein GDB (Grad der Behinderung) von 50%, alles Kämpfe, die ich gewonnen habe.

Martin: Siehst du andere Möglichkeiten des Austausches für dich, Tatjana, außer hier mit Naissa? Habt Ihr vor, noch anderen Betroffenen Mut zu machen auf diesem Wege?

Tatjana: Nur in der „EDS Hilfe Gruppe“. Ich hoffe, dass ich bald mir selbst viel mehr helfen kann, mit meiner Zebra-Erkrankung umzugehen, durch das Buch von Katharina Sigl bald rauskommen wird, wo sie Meditieren, Trainieren und Dankbarkeit ausübt und uns Betroffenen dadurch das Leben leichter und erträglicher machen wird.

Naissa: Ich versuche, offen darüber zu reden. Im Internet sowie auch mit vielen Menschen. EDS sieht man nicht.

Martin: Bei meiner Recherche über das EDS stoße ich auf besonders viel Bewegung in letzter Zeit, d.h. nachdem Jahre zuvor eher diese komplexe seltene Krankheit kaum Beachtung gefunden hat, geschweige denn Ärzte sich umfassend informierten. Macht auch Ihr selbst noch die Erfahrung, daß etliche Ärzte unwissend abwinken?

Naissa: Oh ja, leider wissen die wenigsten Ärzte über EDS Bescheid. Aber schlimmer sind die Ärzte, die meinen, das Leiden kann mit EDS nichts zu tun haben. Oder die Ärzte, die beleidigend werden.

Martin: Ein tolles Beispiel für gezielte Initiative ist die Seite von Katharina Sigl aus Österreich. Was haltet Ihr davon?

Tatjana: Für mich war das auch so, dass ich, nachdem die Diagnose feststand, erst mal erleichtert war, aber auch verzweifelt. Ich bin froh, dass sie den Betroffenen durch Hilfestellungen in der EDS-Gruppe weiterhelfen kann, weil sie das gleiche Gefühl und Schmerz selber spürt als betroffene Person. Sie beschreibt auch das Gefühl von Machtlosigkeit, die Ärzte können uns nicht weiterhelfen, es heißt immer, die Erkrankung ist unheilbar, und die Forschung ist noch nicht so weit, uns Betroffenen zu helfen. Leider ist das keine Volkskrankheit wie Covid-19, da wurde zum Vergleich sehr viel dafür getan, um Leuten und Betroffenen zu helfen. Wir müssen uns selber helfen.

Naissa: Es gibt mehrere Betroffene, die sich für die Krankheit einsetzen. Es ist auch ein Kampf. Ich finde es gut, daß mehr über EDS geschrieben wird.

Martin: Möchtet Ihr noch etwas ergänzend loswerden, was Euch wichtig erscheint?

Tatjana: Ich habe andere Betroffene in der „EDS Hilfe Gruppe“ im Internet getroffen und mit denen mich ausgetauscht, und ich finde, der Austausch ist sehr wichtig, auch die Erkrankung als solches publik zu machen, um mehr Verständnis zu bekommen, manchmal sogar von Angehörigen, weil die merken nicht, wie es uns tatsächlich geht.

Naissa: Ich möchte, daß EDS genauso anerkannt wird wie viele andere Krankheiten, und dafür kämpfe ich.

Martin: Vielen lieben Dank für das Interview. Ich hoffe doch sehr, daß möglichst viele es lesen, es dazu beitragen kann, Betroffenen Mut zu machen.

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Klimakonferenz in Ägypten alles andere als seriös

Die Zeit läuft uns längst davon

Die UN-Klimakonferenz in Scharm asch-Schaich 2022 – international COP 27 – läuft letztendlich schon bereits vor ihrem eigentlichen Beginn aus dem Ruder, zu viele Kritikpunkte summerieren sich, nicht nur weil auch Greta Thunberg ihr Fernbleiben verkündet hatte, sondern gleichwohl weil die deutschen Klima-Bemühungen laut Experten unzureichend sind. Diese Bilanz hätte Baerbocks Staatssekretärin früher kritisiert, wie T-Online in ihrem Artikel bemerkte.

Wer dermaßen fadenscheinig Kompromisse zu Lasten des Klimas zuläßt wie ausgerechnet unsere Bundesregierung, darf sich nicht wundern, wenn ihre Glaubwürdigkeit auf dem Prüftstand steht, und zwar nicht nur seitens einer Klimaprotestbewegung, sondern auch von kritischen Zeitzeugen, die längst jenes politische Spektakel durchschauen.

Wenn Lippenbekenntnisse einfach verpuffen – gewisse Attacken alles andere als gut

Muß sich die verantwortliche Politik sofort stellen. Verpaßt sie dies, rächt sich deren Halbherzigkeit. Die Menschheit hat keine Zeit mehr für jene korrupten Spielchen, auch wenn das eine Union oder die weltweite Allianz rechtsradikaler Kräfte gutheißen würden. Mit Augen zu und durch ist niemand geholfen, zumal die Politik in den zurückliegenden 50 Jahren ohnehin per Ignoranz glänzte!

Wenn Klimaaktivisten ein wertvolles Gemälde mit Kartoffelbrei bewerfen, mag die Bewegung der Letzten Generation dies als legitim werten, doch Kunstwerke schädigen, dies kann nicht wirklich Sinn machen, bedeutet viel eher, die Verkehrten zu treffen, die Künstler selbst und deren Publikum. Während die Verursacher des Klimadesasters sich ins Fäustchen lachen, siehe auch Trump & Co. Nachvollziehbar, wenn sich nunmehr Museen im Südwesten auf Angriffe vorbereiten.

Was reitet da Herrn Scholz?

Tragisch genug die Angelegenheit von Katar mit Blick gen Fußball-WM und dem Gasdeal, weil russisches Gas durch den Putin-Angriff gen Ukraine ausbleibt. Aber wieso muß Bundeskanzler Olaf Scholz Investitionen für neue Gasbohrungen vor der Küste Westafrikas zustimmen, obwohl wir alle doch eigentlich wegkommen wollen von der weltweiten fossilen Energie? Lukrative Deals mit der Wirtschaft, egal welche Konsequenzen dies hat? Nein, Herr Scholz, das geht gar nicht, wie auch zu Recht die Greenpeace-Vertreterin Lisa Göldner betont.

Insofern wird es allerhöchste Zeit, die erklärten Klimaziele ernsthaft anzugehen, unabhängig davon, ob auch die deutsche Politik an Glaubwürdigkeit verliert oder nicht. Es ist nicht kurz vor zwölf, sondern das Zeitfenster der Menschheit geht gen Null. Umso wichtiger mit Nachdruck die Politik in die Pflicht zu nehmen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Die sagenhafte Mär von der gewonnenen Wahl

Lügen haben nicht nur kurze Beine

Manche haben gar zwei, nicht vier wie Schweine, doch ihr Gehabe ähnelt einer linkischen Küchenschabe, daß es ja niemand wage, sie in Frage zu stellen, ein kritisches Urteil zu fällen. Während Narzißten wie der Trump, so gänzlich ungehobelt und plump, sich stets in ein rechtes Licht rücken müssen, egal wen sie dabei haben beschissen, nimmt deren Wählerschaft den Rest der USA in Geiselhaft. So oder so ein Handeln fürs Klo. Die Welt braucht solch Präsidenten nicht, ihm zu widersprechen oberste Pflicht!

Denn seit nunmehr bald zwei Jahren tönt The Donald herum, seine Wahl sei geklaut worden, die demokratische Welt komplett verdorben, es gelte einzig und allein sein Wort, jedwede Kritik bläst sein Pöbel daher hinfort. Mit Blick gen USA kann uns schon mulmig werden, was da auf uns zukommt, kein Gewinn auf Erden. Schlimm genug, was Putin in der Ukraine treibt, manch anderer Despot dazu schweigt, doch mit Trump erneut an der Macht bedeutet, daß es erheblich kracht.

Es fragt sich nur, warum Trumpisten im Land der grenzenlosen Freiheit entstehen konnten, warum sie den Rest der Welt nicht besser verschonten?! Solch Figuren haben ganz offensichtlich ihr Hirn an der Theke abgegeben, möchten gar nach Trumps verschwörungsblubbernden Thesen streben. Keine Rede von Verstand, man fährt dabei lieber sehenden Auges gegen jede Wand. Wer wie dessen Klientel den Klimawandel ausblenden tut, bei dem tickt noch eine andere unberechenbare Wut. Die lautet wohl cholerische Entgleisungen nonstop. Welch stoischer Flop!

Die Welt blickt zwar gen USA, wäre dennoch gut beraten, schon im laufenden Jahr, nicht ewiglich zu warten, bis jener Trump wieder agieren darf. Die Antwort wäre superscharf, weil die Menschheit ohnehin genug Probleme hat, so what?! Insofern möge besonders Europa eigene Wege ausloten, nichts davon wäre politisch verboten, um sich selbst tatkräftig zu schützen. Ignoranz würde niemand in der alten Welt nützen!

Drum klappen wir dieses tröge Märchenbuch zu von der ewig gleichen Leier, dem dümmlichen Geseier von der gewonnenen Wahl, es langt jene Qual, dann ist ruh‘, Trump hat sie halt verloren, fühlt sich dennoch jetzt erneut erchoren, um wieder als Präsident anzutreten. Da hülft kein Beten, viel eher ein deutliches Nein, nicht nur so zum Schein. Die freie Welt täte gut daran, zu stoppen jenen verbrecherischen Mann. Nicht irgendwann. Mit Sicherheit möglichst gezielt, weil er schon wieder nach jener trögen Macht schielt, die es ihm erlaubt, etlichen den Schlaf raubt, sich als Experte hervorzutun. Wir sollten nicht eher ruh’n, bis Trump in der Versenkung verschwunden, um im Knast zu gehen dessen abgezählte Runden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Wenn die Wirklichkeit Ideale überschattet

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Wir hören Rockmusik in all ihren Facetten,
aber Putin überfällt die Ukraine,
wir bewundern tolle Bilder in Museen,
aber Klimaaktivisten bewerfen sie mit Kartoffelbrei,
wir wählen demokratische Parteien,
aber Rechtsextreme zelebrieren ihren Haß,
wir gründen voller Freude Familien,
aber Flatrate-Sex wird angeboten,
wir fliegen in ferne, exotische Länder,
aber mißgönnen Migranten das letzte Hemd,
wir lesen uns durch Bibliotheken,
aber in Talkshows werden rechte Medien empfohlen,
wir feiern ausgelassen christliche Feste,
aber Obdachlose werden angezündet,
wir beäugen kritisch das Bürgergeld,
aber Großkonzerne zahlen zu wenig Steuern,
wir fordern alle eine friedliche Welt,
aber letzlich regiert immer über allem das Geld.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wiegende Tränen

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In deinen Augen sehe
ich meinen Schmerz
versinken hinter
deinen Tränen.

Wärme tropft
auf meinen Mund,
als du dein Gesicht
zu mir neigtest.

Du wiegst mich
im Rhythmus
der fließenden Quelle
deiner Trauer.

Es ist nicht ein Kuß,
der meine Wunden heilt,
es ist dein Gefühl,
das für mich weint.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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