Besser hinschauen

Kinderarbeit bei Fastfoodkette
in den USA entlarvt,
was manch Verbraucher schafft,
ob schlanke oder fette,
hat wohl keine Bedeutung,
Hauptsache Profit am Ende,
die Wirtschaft kommt in Schwung,
eingeheimst die ein oder andere Spende.

Verantwortliche bleiben außen vor,
Schmiergelder erfüllen ihren Zweck,
wer dabei wohl Vertrauen verlor,
fragt sich die Journalie ganz keck,
Politik hat offensichtlich versagt,
ihren Job schlecht gemacht,
nicht eindringlich hinterfragt,
hat nun gewisse Wut entfacht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Absurdistan suhlt sich im Wahn

Wenn Weidel und Höcke vereint, der wahre Demokrat weint

Auf auf, Ihr tollen Recken, jetzt lautet’s: nicht mehr verstecken. Was gestern noch in deutschem Lande reichlich verpöhnt, heute erst recht auf jedem Platz unsere Demokratie voller Inbrunst verhöhnt. Ein gefährliches Duo T-Online neulich schreibt, was dabei wohl jene AfD so treibt!

Die Nazis sehen sich längst im „Vorwahlkampf“, welch stoisch gutgemeinter Krampf. Zu dumm, daß tatsächlich immer mehr Menschen hierzulande, sei’s drum, jene Partei wählen, jeden scharfen Verstand damit quälen. Woran das wohl liegen mag, sieht man woanders wie z.B. in den USA ziemlich stark. Dem Humpty-Trumpty loofen sie dort immer noch nach, egal wie groß die eigens verschuldete Schmach!

Aber Hauptsache „Höcke, Höcke, Höcke“ lauthals proleten, dagegen hülft nicht mal mehr beten. Oder gar Hippie-Feten? Schließlich klauen die Nazis wie eh und je manchmal fabrizierte linke oder nicht linke Idee. Sie behaupten, sie seien jetzt eine Friedenspartei. Oh weih! Ausgerechnet der Putin wird hofiert, völlig ungeniert, dieser sei kein Feind, sondern ihr Freund. Ein Despot per Angriffskrieg wird simpelst gelobt. Rums, schnell mal den Verstand ausgeknockt.

Was früher manch Linke auf ihre Fahnen jeschrieben, wird nunmehr von den Nazis fortgetrieben. Die Amis sind an allem schuld, jener simple Kult. Kein Wunder wie solch Ammenmärchen funktioniert, zumal eine Sahra völlig ungeniert faschistoide Phrasen allüberall tönt. Von wegen die DDR sei ein friedliches Land jewesen, für die Stasi gab es laut ihr offensichtlich also keene Spesen? Naja, auf die Wahrheit kommt’s wohl nicht an, so der verwaschene, tröge Bann.

Welch trügerisches Zeichen beim Theaterplatz in Erfurt? Zu wenig treue Gesellen gänzlich ohne Sicherheitsgurt? Nanu nana, wo bleiben die Massen, schreien Hurra? Doch dem Höcke und der Weidel scheint dies egal zu sein, sie schillern dennoch nur mal so zum Schein. Schließlich würden laut Kantar genauso viele Wähler ihr die Stimmen geben wie den Grünen. Also nix mit sühnen. Nazis leben ohnehin gänzlich frei von Schuldgefühlen, tun im zweifelsfall ihren Frust per Humpen herunterspülen. Hinterher greift deren Rache, dann jib et nichts mehr zu lache.

Wer immer noch meint, hierzulande wieder die Sonne scheint, sollte tunlichst wachsam jene Nazibrut beäugen, das nämlich können so manche bestimmt bezeugen, sie formieren sich öffentlich oder versteckt per geheimen Treffen, um jeden anzukläffen, der es wagt, sie zu kritisieren. Danach ham se nüscht mehr zu verlieren! Also, uffjepaßt, bevor sie wieder ungeniert parieren!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Die Klimakrise fliegt uns bereits um die Ohren

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Der Schwarm war gestern, morgen könnte es bereits zu spät sein

Schwarzmaler sowie Pessimisten unken nonstop, keine gern gesehene Gesellen, und doch haben sie ziemlich recht. Obwohl die Klimakrise die größte Bedrohung der Menschheit darstellt, zögert diese besonders in den Parlamenten dieser Welt, begreift ein Großteil verantwortlicher Politik eben nicht den Ernst der Lage. Ganz im Gegenteil, hierzulande lamentiert unser Verkehrsminister, er lasse sich das Tempolimit nicht diktieren, obwohl nachweisbar dies eine schnelle, effektive Abhilfe schaffen kann, ein Zeichen setzen würde.

Während die Ampelregierung ihre Versprechen zum Klimawandel immer weniger einhalten kann und darf, läßt Joe Biden die Bombe hochgehen, genehmigt das umstrittene Ölförderprojekt im Norden Alaskas, weit über das Jahr 2050 darf in Willow „das dort aus dem Boden gepumpte Öl Millionen Tonnen Treibhausgase verursachen.“ Welch ein fatales Signal und gebrochenes Versprechen seitens Biden!

Polarforscher Arved Fuchs legt den Finger in die Wunde

Und zwar ohne Pathos oder erhobenen Zeigefinger. „Die Entwicklung macht mir Angst“, verkündet er im T-Online-Interview, welches er mit Heike Vowinkel führte. Dabei betont er zu Recht, daß die Letzte Generation mit ihren Klebeaktionen die Gesellschaft spaltet, es bräuchte eher das Gegenteil, nämlich den Schulterschluß aller gesellschaftlichen Kräfte. Am Ende des Interviews im Schlußwort sein Hinweis, daß der Verkehrsminister endlich den Widerstand gegen das Tempolimit aufgeben solle. Aber genau das darf leider angezweifelt werden!

Anstatt auf die Hinweise neuer Wetterdaten zu achten, schließlich erwärme sich die Arktis dreimal so schnell wie der Rest der Welt, jene Aneinanderreihung von besorgniserregenden Fakten habe dramatische Auswirkungen auf die ganze Welt, reagiert die Politik immer noch viel zu langsam.

Dramatisches Gemisch, Despoten, Oligarchen und bröckelnde Demokratien

Ein gefährlicher Nährboden für politische Arroganz, die eine Klimakrise schlichtweg ignoriert, während jene überreiche Klientel rauschende Feste feiert, als ob alles im Normalbereich wäre. Sobald unzählige Millionen Menschen von den Folgen jener Klimakrise fliehen müssen, mögen all jene geschützt und wohlbehüteten Zivilisationen ins Trudeln geraten, weil sie dem Ansturm nicht mehr gerecht werden können. Obendrein flankiert von selbstgefälligen Despoten, für die Menschenrechte nicht gelten. Wohin das führen mag, können wir in Russland oder China beobachten.

Wollen wir allen Ernstes es soweit kommen lassen? Höchste Zeit, aufzuwachen. Heute schockiert uns die Letzte Generation, morgen schon dürften Folgegenerationen sich fragen, wieso im Jahr 2023 dermaßen gepennt wurde!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Im Wind fahrender Lichter

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Der Himmel verschwand hinter
mit Asche bespritztem Schaum.
Ohne Eile versteckten sich
die Schatten unter ihren Formen.

Seine Stimme raute für einen
Moment die Angst auf, ein kurzer
Schmerz in der Starre, vielleicht
um die Erinnerung zu aktivieren.

Hinter meinen Gedanken leuchtet
ein grünes Licht, es flackert nicht.
Keine Leuchtreklame, eher Ampellicht,
in deinem Gesicht wohnt Vertrauen.

Es war dunkel, als ich ausstieg, die Nacht
fütterte bereits das Grauen, sein Tschau
wärmte jeden Luftzug, in diesen Mantel
gehüllt ließ ich helle Lichter vorbeirauschen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Meine eigene Landebahn

Sie ist lang,
meine Landebahn,
stets ein wenig
mit Grün geschönt,
wie im wirklichen Leben,
Gras wächst drüber,
das graue Gefühl,
alles Unbestimmte,
Unbenannte versinkt
mit jedem Schritt,
jedem Lidschlag
in die vergangene Zeit.

Heute ist ein trüber Tag,
die Kurven sind spät
zu sehen, oder ist es
ein Abzweig?
Ich habe mich fürs
Abzweigen entschieden.
Ecken und Kanten
wirken präziser, klarer,
ausgeprägter, endgültiger,
labyrinthbefreiter,
schmerzbewußter.

Selten nehme ich Kurven,
das sanfte Biegen,
um euch gewogen zu sein,
zu oft ruft es Schwindel
hervor, bis zum Erbrechen.
Jedes Wort erstickt,
das als Same in den Rissen
gedeiht, um als Erinnerung
meinen Weg zu kennzeichnen.
Besonders an trüben Tagen,
wie angenehm, auf der mit Gras
gepolsterten Landebahn,
die Wirklichkeit zu spüren.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schachmatt dem Springer-Blatt

Wenn Medien hetzen,
durch Meinungen verletzen,
hat Politik zu handeln,
Schluß mit solch Verschandeln.

Mit Zensur hat’s nichts zu tun,
Verantwortung sollte nicht länger ruh’n,
bis böse Zungen verstummen,
ihnen Konsequenzen aufbrummen.

Kein schützendes Schild
für jenes Hetzblatt BILD,
dessen Schaden ohnehin viel zu groß,
sich fühlt als Medienkoloß.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Konservative und Nazis im Vormarsch

Unfähigkeit und Unzufriedenheit zeichnet Wähler aus

Kurz vor Ostern überraschen uns die deutschen Wähler durch ihr Unvermögen, denn von Weitblick, Einsicht oder gar Cleverness nicht die geringste Spur. Laut Umfrage YouGov, Stand 06. April 2023, würden die Union 30%, die SPD 20%, die Grünen 15%, die AfD 17%, die FDP und Die Linke jeweils 6% der Wahlstimmen erhalten. Was für ein Desaster und hoher Vertrauensverlust der derzeitigen Ampel-Regierung!

Es stellt sich die wichtigste Frage, nämlich woran dies wohl liegen mag? Andersherum wird vielleicht trotzdem ein Schuh daraus. Wieso? Blicken wir doch mal zurück in die Vergangenheit, schließlich hat die Union mehr oder weniger mit Helmut Kohl und Angela Merkel gar 32 Jahre lang regiert. Mit dem gewaltigen Unterschied, es waren andere Zeiten und Bedingungen.

Des deutschen liebstes Kind und eine angebliche Wirt-schaftskompetenz?

Eine zeitlang waren die Grünen im Vormarsch, die Union dümpelte vor sich hin, die Sozialdemokraten erhielten plötzlich Aufwind im Spätsommer 2021, das Ganze im Zenit jener Corona-Krise. Danach übernahm die Ampel die Regierung allen Unkenrufen zum Trotz. Im Anschluß marschierten russische Truppen in die Ukraine, Europa hat seitdem seinen gefährlichsten Krieg, die Weltpolitik muß sich komplett neu orientieren.

Wieso wächst das Vertrauen in die Union, die alles andere als eine umsichtige Unweltpolitik verkörpert, selbst wenn so manche Unionspolitiker meinen, sie hätten das Bio-Siegel erfunden? Der Klimawandel zusammen mit den Protesten der letzten Generation sorgen für Zweifel bei all denjenigen, die noch an den Allesbrenner beim geliebten Auto festhalten wollen. Von Einsicht oder Rücksichtnahme keine Spur! Dabei verharren sie felsenfest in dem unabdingbaren Glauben, die Union sei die Wirtschaftskompetenz. Welch fataler Irrtum!

Am Ende zahlen Folgenerationen die Zeche

Ein wenig mehr Weitblick wünscht sich der kritische Wähler. Wie kann man nur die Augen vor der Realität verschließen? Klimawandel, Umweltbelastung und soziale Spannungen zusammen mit einer Dekadenz der Superreichen sind Grund genug, genau den Parteien Vertrauen zu schenken, die solche Zustände eben nicht mehr dulden, ändern wollen.

Ziehen wir die viel zu hohe Zahl der 17% hinzu, jene Nazi-Wähler, dann könnte man schnell über Nacht ergrauen. Erst recht mit Blick gen USA, in europäische Nachbarländer wie Ungarn, Italien oder Finnland, wo rechtsradikale Politik sich durchsetzt. Nichts dazugelernt aus der Geschichte, eben was Despoten anrichten können? Brauchen wir die Fortsetzung jenes Leids, wobei die Freiheit in Demokratien mit Füßen getreten wird? Zahlen dann erneut Folgegenerationen die Zeche?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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