Außer Spesen nichts gewesen

Putin verliert auf ganzer Linie

Wir schreiben das Jahr 2122, Sie haben richtig gelesen, rund hundert Jahre, nachdem die russische Imperialmacht meinte, sie müsse die Ukraine überfallen, um sie kaputtzubomben, jedwedes Völkerrecht mißachtend. Das hatte selbstverständlich Konsequenzen, die soweit gingen, daß besonders Europa eine Energiekrise zu bewältigen hatte, ärmere Länder weltweit mit Hungersnöten kämpften. Die Zeit eines sorglosen, friedlichen Lebens im Westen blickte plötzlich ihrem Ende entgegen, während die Eliten obendrein davon profitierten.

Natürlich ist auch der am längsten amtierende Präsident nicht nur Russlands, sondern generell in der Geschichte der Menschheit, im 21. Jahrhundert verstorben, das Datum spielt so gar keine Rolle. Man trifft sich mit Gleichgesinnten, in diesem Fall der Wladimir den Olaf und den Joe im Kosmos auf X312, einem fiktiven Planet, dessen Existenz aus dem Vakuum gegriffen, um per gezieltem Plausch festzustellen, wer denn damals richtig gehandelt habe.

Joe beginnt: „Well, meine Lieben, welch schräge Nummer wir doch damals verfolgten, selbst du hattest darüber gehadert, die unsäglichen Kernkraftwerke wieder zu nutzen, Olaf, stimmt’s?“

Olaf schweigt erst mal ganz wie in alten Zeiten, während Wladimir die Chance nutzt.

„Aber Joe, wir wissen doch beide, wie simpel wir das Volk in der Tasche hatten. Entweder es ging mit uns, oder aber unter! Insofern hielten sie doch allesamt still, mithilfe meiner Propaganda-Maschine erst recht. Du hast den Fehler gemacht, den Leuten zuviel Freiheiten zu gewähren.“ Dabei grinst der russische Präsident genauso schräg wie in alten Zeiten. Olaf starrt ihn pikiert an und erwidert…

„Uns blieb doch nichts anderes übrig, wollten wir nicht riskieren, besonders keinen Industriestrom zu erzeugen, dank deines Sinnloskrieges, Wladimir!“

Joe wiegelt ab: „Never mind, Olaf, ich mußte mich dazu durchringen, schließlich lauerte doch der Xi im Pazifik, holte sich noch Taiwan zurück, ohne daß wir real eine Chance hatten, dies zu verhindern. Dessen Streitmacht hatte sich von langer Hand vorbereitet.

„Was ihr hättet wissen müssen und können“, unterbricht ihn Wladimir, „ich hab’s euch doch gezeigt, wie kläglich schnell Kriegsmaschinerien wirken.“

Olaf läßt es sich nicht nehmen, ihm zu entgegnen: „Genau, du hast es uns allen gezeigt. Daraus folgten die nächsten Schritte, der clevere Kompromiß und darüber hinaus die Weltenregierung 50 Jahre später. Zugegeben, hätte die Menschheit früher haben können. Aber immerhin, am Ende wurden deine Untaten in den Geschichtsbüchern unmißverständlich dokumentiert, dies nie wieder zuzulassen.“ Mit diesem Schlußwort herrscht zunächst eine stillschweigende Übereinkunft.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Was für ein Terz mit jenem Merz

Wenn Experten schwafeln ohne Unterlaß

Manche nennen’s auch Oppositionsspaß, auf den ist Verlaß! Ganz schön kraß. Doch was will er nur damit bezwecken? Da kannste dir vor lauter Häme nur noch die Finger lecken. Merz wirbt für Kernfusion, so bei T-Online der O-Ton. Hauptsache mal ordentlich ins Horn blasen, nicht zu fassen. Wer hat hierbei wohl im Schrank nicht alle Tassen?

Jetzt mal Butter bei die Fisch‘, mal explizit Fakten uff den Tisch. Nicht nur daß vor allem die Union all die Jahre hat’s vergeigt mit der Kernenergie, wie uns die Geschichte deutlich zeigt, sondern hält uns Wähler wohl für dummes Vieh?! Jetzt wo AKWs trotz Putins Krieg ausgesorgt haben werden, is mal Ruh auf Erden, kütt der Merz mit der Kernfusion um die Ecke. Ei der daus, wohl zu wessen Zwecke? Es soll fruchten, was in frühestens 28 Jahren seinen Start haben kann? Oh man, oh man, wat solch Politinase alles angeblich weiß, ganz ohne scheiß, Hirnschmalz entsteht in der Regel per durchdachten Fleiß.

Doch der Friedrich ist angeblich so gar keen Wüterich. Nun, warum solch lächerliches Gebaren? Auf schrägen Pfaden gänzlich sich begeben in Gefahren? Schließlich stellt er dabei seine Unfähigkeit bloß, wat is mit jenem Mann nur los?! Hat wohl zuviel im Flieger jesessen oder dat falsche gegessen. Naja, wer sich von einem Cem Özdemir muß sagen lassen, wie verkehrt man selbst mit angeblichem Spritverbrauch liegt, am Ende sich fühlt besiegt, weil der Grünen-Politiker bessere Argumente auf der Pfanne hat. Herr Merz – Schach matt!

Wir wissen doch, der größte Scherz ist der Merz, vorbeigegangen nochmal solch schräges Joch, er wurde nicht zum Bundeskanzler gewählt, bisher niemand durch ihn gequält. Wollen wir mal alle hoffen, dies bleibt uns erspart, bevor unsereins kommt so richtig in Fahrt, ob nüchtern oder besoffen. Die Union hat zu vieles in den letzten drei Jahrzehnten verbockt. Ein Merz bestimmt niemand klar Denkenden hinterm Ofen vorlockt.

Es fragt sich nur, wer ist real der Fan vom Blackrock-Man? Selbst och keen Dieter Nuhr, kaum jemand auf weiter Flur. Andererseits scheint die Union in der Wählergunst wieder zu punkten. Etwa weil sie ständig dazwischenfunkten? So simpel tickt Politik. Wo bleibt eine konstruktive Kritik? Auf die kannst du lange warten, es bestellt niemand einen funktionierend guten Garten, dann lieber auf dummes Geschwafel hereinfallen, Hauptsache in Chefetagen Sektkorken knallen.

Früh übt sich, stets im richtigen Moment zu nicken, widerlich solch tröges Dreinblicken. Bloß nicht den Mumm haben, um solchen Pappnasen die Meinung zu sagen. Noch Fragen? Woran das wohl liegt? Weil manch einer nicht genug kriegt? Anstatt endlich mal Gerechtigkeit walten zu lassen, übt man sich per simplen Hassen und vor allem Prassen. Kein Wunder daß nach oben gespült so trübe, leicht durchschaubare Tassen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Wenn Verachtung überhandnimmt

Lawrow schwafelt von einer russisch-ukrainischen Zukunft in Kairo

Wir basteln gern, besonders in politischer Hinsicht, weil wir die Macht dazu nutzen, die uns genau dies ermöglicht, sei es durch Drohungen, die Atombombe zu schmeißen oder einfach eine Regierung zu stürzen, wie neulich von uns verdeutlicht. Solch Gebaren hegt kein geringerer als der russische Außenminister Sergej Lawrow, dessen jüngste Äußerungen Außenministerin Annalena Baerbock als „tiefe Verachtung“ bezeichnet. Folgerichtig.

Der zweitwichtigste Mann im Kreml hat nicht zufällig diesen Posten, Putins Außenminister voll auf der Rolle ohne wenn und aber. Welch Paradebeispiel, das natürlich auch andere Despoten verinnerlichen, schließlich benötigt man sämtliche Hebel, um die eigene Macht auszuüben und vor allem wirksam zu erhalten. Keine leichte Aufgabe in einer Welt, wo doch jene lästige Demokratie ihnen die Stirn bietet. Dies gilt es mit allen Mitteln zu bekämpfen, da kommt die VR China gerade recht, so gut vernetzt sie wirtschaftlich global aufgestellt jenem politischen Sturm trotzt.

Wunderbar funktioniert die von langer Hand installierte Propaganda im größten Land der Erde, das Volk hält verarmt ohnehin still, historisch geeicht mittels Zarismus und Kommunismus, da setzt man leicht einen drauf mit der Mär von der Nazi-Regierung der Ukraine, die es per militärischer Sonderoperation zu befreien gilt. Deutlich kundgetan durch Lawrow, der keinerlei Skrupel hat, den Plan durchsetzen zu lassen, während Europa und die westliche Welt fast ohnmächtig zuschaut. Nur wie lange noch, wobei die Nato sich gar vergrößern will mit dem Beitritt von Finnland und Schweden?

Beste Voraussetzung für einen europäischen Krieg, der sich schnell zu einem dritten Weltkrieg entpuppen kann mit Blick zu den BRICS-Staaten?! Während der Kreml die Geschichte auf seine gezielte Weise interpretiert, fabuliert und manipuliert, schwinden Hoffnungsschimmer einer freien, demokratischen Welt, die alles unternimmt, um den selbstgemachten Schaden gen Mutter Erde wenigstens einzudämmen. Ade Klima- und Umweltgipfel, kein Ende des Ressourcenabbaus, sondern sehenden Auges in die Apokalypse, gar beschleunigt mittels atomar-biowaffenverseuchte Szenarien, die jedweden Science-Fiction-Filmen nacheifern? Es schaut danach aus.

Wer sich einer Hirnwäsche unterzieht, gar arisch-rassistische Überlegungen zuläßt, im Übrigen nicht weit entfernt von den US-amerikanischen Gepflogenheiten, denken wir an den Ku-Klux-Klan, an Trump & Co., an QAnon und einen weltweiten Trend, der rechtsradikales Gedankengut nicht nur zuläßt, sondern ihm Raum gibt, dann schließen sich Kreise, die auch in Russland eintreten. Von wegen Nazis vertreiben! Selbst zulassen, durch anderes Vokabular in der Sache praktizieren, Kriege anzetteln, inszenierten Terror nutzen, um die eigene Macht zu vergrößern. Tolkiens Mordor, das personifizierte Böse im Herrn der Ringe, ähnelt jenem russischen Reich erschreckend. Umso wichtiger, sich jener Entwicklung entgegenzustellen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Und wieder Zeit der Buhler

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Wie erniedrigend die Worte
wie haßerfüllt die Mimik
nur um Angst zu sehen

Reicht nicht ein Spiegel
um im eigenen Gesicht
Furcht zu erkennen

Wäre das Erschrecken
der endgültige Beweis
keiner Ehrfurcht von sich

Wie panisch muß man sein
um seine Höllenqualen
auf andere abzuwälzen

Ehrfurchtlose mißbrauchen
Wesen zur Befriedigung
buhlen stets wer der Gemeinste

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Viel Gerede um nichts

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Prominente unter sich,
einfach widerlich
dieses Suhlen und Buhlen
ohne Unterlaß
bereitet ihnen wohl Spaß,
sie fühlen sich als die Coolen,
wer macht den größten Stich,
schlichtweg lächerlich.

Politikprominenz
unterwegs ohne Karenz,
schaut aufs Volk verstohlen,
wundert sich über Haß,
meint, das sei kraß,
es helfen keine leisen Sohlen,
erst recht nicht bei Pestilenz,
schluß mit faulem Lenz.

Der einfache Bürger hinterfragt,
was die da oben haben gesagt,
ganz gezielt,
weil die Not das verlangt,
es an mancher Wand prangt,
egal wer dabei schräg schielt,
sich weiterhin zurecht beklagt,
daß Politik ständig vertagt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Morgentau

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Als ihre Hitze mit Morgenwolken bedeckt
war und ein rötlichgelber Dunstschleier sie
umschlang, ließ sie mich im Glück erscheinen.
Noch spürte ich das Glitzern der Sterne
auf den Tropfen der Nacht, die mich
einhüllten, um meine Träume
in der Sänfte der Geborgenheit zu erleben.

Die Sonne ließ sich Zeit, die Feuchte
der Wiese zu sich zu nehmen
und mein Haar zu trocknen.
Vielleicht liebte sie die spiegelnden Funken
der Nachttropfen, die die Sterne mit
ihrem Licht tränkten, vielleicht konnte sie
meine Träume in ihnen erkennen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Grausame Anschläge keinesfalls zufällig

Eine unberechenbare Welt zwischen Amok und Terror

Recherchen bedeuten eine akribische Aufgabe, nicht nur für Polizeibehörden, Verfassungsschützer, sondern für Journalisten mit ihren unterschiedlichen Praktiken, sich auch mal einzuschleusen in ziemlich fragwürdigen Milieus, die explizit rechtsradikale Kreise und deren Netzwerke beinhalten, in denen Gewalt sich Wege ihrer Entfaltung suchen.

Eine Gesellschaft, die jene Zusammenhänge vernachläßigt oder gar ignoriert, macht einen folgenschweren Fehler. Liken. Hassen. Töten: Wie Jugendliche zu Terroristen werden, so der Titel einer Dokumentation in der ARD, die sich mit dem Thema von grauenvollen Anschlägen vertieft befaßt, Buch und Regie von Alexander Spöri und Luca Zug.

David Sonboly exemplarisch für jene Szene

Unvergessen der rechtsradikal motivierte Anschlag des deutsch-iranischen Täters David Sonboly, der am 22. Juli 2016 im Olympia-Einkaufszentrum des Münchner Stadtbezirks Moosach neun Menschen erschoß, darunter sieben Muslime, einen Italiener aus Rom und ein Sinti, fünf weitere wurden verletzt, der Mörder erschoß sich selbst, als die Polizei diesen nach gut zweieinhalb Stunden stellen wollte. Es sollten über drei Jahre vergehen, bis die bayrischen Ermittlungsbehörden sowie deren Verfassungsschutz schließlich den Täter als rechtsextrem einstuften. Was für eine Farce und somit auch Verharmlosung solchen radikalisierten Terrors!

Im Dokumentarfilm werden die agierenden Journalisten schnell fündig, vor allem in Gamerplattformen, wohl ein Sammelbecken für solche Täter und letztlich auch, um von dort aus sich ungestört zu vernetzen. Dabei stellt sich zugleich eine entscheidende, aber nicht beantwortbare Frage, nämlich wieviel Gefährder es tatsächlich denn gibt. Im Film ist u.a. von einem Ivan der Judenjäger die Rede, der offensichtlich weiterhin sein Unwesen treibt

Amokläufe und rechter Terror folgen keinesfalls von ungefähr

Was treibt solche Täter an, sich dermaßen von der Gesellschaft zu entfernen, ihren unablässigen Haß auszuleben? Auf der einen Seite Amoklauf zwischen Kränkung, Entwurzelung und Hass, auf der anderen Seite  Rechter Terror, der sich sammelt. Das geschieht keinesfalls zufällig, unsere Demokratie ist per se im Visier militanter Kräfte, vor allem von rechten Terrorgruppen wie durch die Sächsische Freie Kameradschaft Dresden (FKD, die Atomwaffen Division (AWD), die ihren Ursprung im US-amerikanischen Florida hat, um von dort aus weltweit sich zu vernetzen.

Die Doku endet mit einer eigentlich erwartbaren Erkenntnis. Besonders die Behörden wissen ebenso nur zu genau, daß jene Endlosspirale sich fortsetzt, während einige Täter und Gruppierungen enttarnt werden, radikalisieren sich neue. Unsere Gesellschaft ist somit gefragt, stets genau hinzuschauen, besonders rechtsradikale Tendenzen zu melden, auszumerzen. Gleichzeitig haben Schulen und Elternhäuser mit die Hauptverantwortung, solchen Mißständen entschieden entgegenzutreten. Leichter gesagt als realisiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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