Kein Sinn mit diesem Putin

Haut den Despoten
auf ihre dreckigen Pfoten,
sie wollen nur ausloten,
egal ob etlicher Toten,
Proteste seien verboten.

Der Putin ruft auf zum Krieg,
glaubt an einen Sieg,
die Wahrheit sei eine Lüg‘,
der Westen uns alle betrüg‘,
so dessen gezielte Rüg‘.

Die Russen ahnen längst den Betrug,
haben von Putins Propaganda genug,
steigen nicht auf dessen Zug,
zu Boden fällt der volle Krug,
am Ende wer wohl wen dann schlug?!

Die Welt hat all die Gewalt so satt,
Mensch fühlt sich wie eine kranke Ratt‘,
Krieg fand viel zu oft schon statt,
Herrscher stehen vorm Schach matt,
sie handeln verlogen, zu aalglatt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kälte im Herzen des Krieges Antriebsfeuer

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Bild von Pete Linforth auf Pixabay

„Krieg“, flüsterte das Kind.
Überall wehten Fahnen im Wind.

Weihrauch verklebte die Gedanken.
Bunte Bleiglasfenster hoch oben ranken.

Kein Blau des Himmels mehr in Sicht.
Das ist des Bombenwerfers böse Absicht.

„Bete, damit der Krieg aufhört!“
Das Flüstern des Kindes stört.

Stille soll Gott zur Hilfe mahnen.
Sie verharren in Warten wie bereits ihre Ahnen.

Kälte dringt in Herzen im alten Gemäuer.
Kälte im Herzen des Krieges Antriebsfeuer.

„Krieg“, schreit das Kind.
Sein Schrei erinnert an auffrischenden Wind.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ferne, die Nähe brachte

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Bild von Luisella Planeta LOVE PEACE 💛💙 auf Pixabay

Nur die Zäune standen Spalier,
ich vergaß,
natürlich auch die Tasten auf dem Klavier,
an dem er stundenlang saß.

Ansonsten war Ordnung nicht sein Ding,
Bücher nie in Reihe standen,
chaotisch es bei ihm zuging,
nicht viele Menschen den Weg zu ihm fanden.

Selten nutzte er Zeit für ein gesprochenes Wort,
seine Anwesenheit nicht nur von einem Leben erzählte,
die Stille sprengte alle Grenzen an diesem Ort,
alle Töne wurden zur Melodie, die jeder für sich erwählte.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wider die Logik

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Bild von Ilonadenktartig auf Pixabay

Es rauschen manch Winde
übers Land,
ungebremst, viel zu lang,
während Regenmassen
ihnen einfach folgen.

Mensch schaut
ahnungsvoll zu,
der Ursache bewußt,
ohne Konsequenzen
daraus zu ziehen.

Es fließen Gelder
gezielt in Taschen,
vor lauter Gier,
während Leid und Elend
den Alltag bestimmen.

Mensch ignoriert
jene Verbrechen,
Würde sei unantastbar,
Reichtum ein Schutz,
Armut ein lästiges Muß.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Spaziergang durchs Dorf

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Das Licht fischte glänzende Gesichter
aus den abgeschliffenen Fenstern hervor.
Verzerrt ihre erstaunten Mienen,
unmöglich zu sagen, ob die Splitterbilder
klare Umrisse zu erkennen vermögen.

Ich hatte meine Karten gemischt, schon lange,
und wußte, mein Gewinn, die feinen Haarrisse
auf der dünnen Schicht Porzellan,
die meine Seele schützten, vertieft sich,
so daß ich die Jahre nicht verspielte.

Auch wenn kein Qualm der Schornsteine,
kein Läuten der Kirchenglocken, auf Leben
in den Häusern hinweisen würden,
die faltigen Ausdrücke der verhärmten Unsicherheit
sind nicht mehr aus den Fenstern zu wischen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Die Linke zerlegt sich

Ein weiteres Indiz für zunehmenden Nationalismus

Eine Sahra Wagenknecht umschmeichelt erneut im Deutschen Bundestag den Wladimir Putin, die Politik solle mit ihm verhandeln. Einem Despoten, der Ende Februar den Angriffskrieg gegen die Ukraine anzettelte. Seit wann können wir mit Diktatoren ernsthaft verhandeln? Die gezielte Spaltung in den Gesellschaften der freien Welt findet längst auch hierzulande statt.

Ulrich Schneider verlässt die Linkspartei, was  nicht unbedingt überrascht genauso wie die Meldung, daß Fabio de Masi aus der Linkspartei austritt. Das war nicht nur absehbar, sondern explizit überfällig. Dafür werden im Hintergrund all jene Rechtsradikalen frohlockend ihre Hände reiben, allen voran Dank Putin, dessen Ziel genau jener Entwicklung entspricht.

Von wegen beispielloser Wirtschaftskrieg

Sahra Wagenknecht verschließt die Augen vor der Realität, wenn sie stoisch daran festhält, daß Robert Habeck einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten führt. Sie verwechselt unmißverständlich das ursächlich aggressive Verhalten Putins, der schließlích diesen Krieg initiierte. In letzter Konsequenz handelt Ulrich Schneider, der Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, völlig folgerichtig mit seinem Austritt aus der Linkspartei.

Von wegen „Flügelauseinandersetzung“! „Er möchte nicht mehr in Verantwortung für das eklatante Versagen der maßgeblichen Akteure in dieser Partei in Verantwortung genommen werden“, so Fabio de Masis Begründung. Letztlich eine konsequente Haltung, die man nur gutheißen kann.

Die Querfront hat offensichtlich ganze Arbeit geleistet

Deutlich widergespiegelt bei Sahra Wagenknecht. Zumal ihr Weg überschaubar, eigentlich schon weit vorher, aber spätestens vor vier Jahren wird er deutlich, als sie bei #Unteilbar gegen rechts fernblieb, viel lieber mit ihrem Aufstehen punkten wollte.

Im letzten Jahr setzte sie noch einen drauf in ihrer Streitschrift „Die Selbstgerechten“. Ihr Linkskonservatismus ist ein Widerspruch in sich, den sie natürlich vehement abstreitet. Insofern scheint die böse Saat der Querfront aufzugehen, die Spaltung der Linken findet unumkehrbar statt. Es darf zurecht befürchtet werden, daß im nächsten Deutschen Bundestag keine Linkspartei mehr vertreten sein wird. Ein gutes Zeichen einer kritischen Wählerschaft, fatal hinsichtlich eines sich weltweit neu etablierenden Nationalismus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Im Krieg wird nicht gesiegt

Stell dir einmal vor,
es ist Krieg in der Ukraine
und niemand glaubt an eine
militärische Sonderoperation,
weil zu viele Zivilisten sterben,
aber ein Herr Selinski noch lebt.
Was Putin wohl bevorschwebt,
die Welt vor Erzürnung bebt?

Stell dir einmal vor,
es gäbe kein Krieg in der Ukraine
und niemand glaubt an ein
friedliches Europa oder an eine EU,
weil Nationalismus erneut erwacht,
der Pöbel sich manches zusammenreimt.
Das Großkapital im Hintergrund schleimt,
die Mafia etwa mit der Politik vereint?

Stell dir einmal vor,
es beginnt weltweit überall Krieg
und niemand glaubt an einen
wirklichen Friedenswillen,
weil die Menschen resignieren,
eine Minderheit dennoch nicht aufgibt.
Die Hoffnung bedeutet, nicht genug geliebt,
am Ende der Überlebenswillen siegt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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