Eigenverschulden

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Belauern
Kein Bedauern
Trauern
Ohne Rücksicht
Mit Absicht
Vor was erpicht
Keine Probleme lösen
Lieber vor sich hindösen
Die Guten oder die Bösen
Nichts aus der Geschichte gelernt
Sich von hehren Zielen entfernt
Im Klima die Welt erwärmt
Zukunft dahin
Macht das Sinn
Mensch wohin

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gasförderung gefährdet Wale vor Australien

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RWE und Uniper wollen Energiekonzern Woodside mitfinanzieren

Während im Deutschen Bundestag die Ampelregierung sich besonders zum Klimaschutz ins Zeug legt, haben die Konzerne RWE und Uniper keine Skrupel, um mit dem australischen Energiekonzern Woodside deren Offshore-Gasförderung 300 Kilometer vor der Küste Westaustraliens finanziell zu unterstützen.

Greenpeace demonstriert vor dem RWE-Kraftwerk in Lingen mit einer Wal-Projektion und der Aufforderung: „Raubbau stoppen, Wale schützen #RWExit“. Erneut offenbaren solche Konzerne ihr wahres Gesicht. Es geht ihnen keinesfalls um die Bewahrung unserer Umwelt, sondern einzig und allein darum, möglichst ihre Profite zu steigern.

Erschließung eines Erdgasfeldes trotz erheblicher Bedenken

Was nutzen gut formulierte Argumente, die sogar  äußerst effektiv die Schäden beschreiben, die solche Bauvorhaben wie die Erschließung des Erdgasfeldes im Meer vor Australiens Westküste verursachen, nämlich die Zerstörung des Lebensraums sowie der Migrationspfade von Walen als auch etlichen anderen Arten, obendrein letztendlich ziemlich klimaschädlich sind, wenn am Ende jene Konzerne sich durchsetzten?!

Die Zusammenhänge zwischen einer gefährdeten Walpopulation durch solche Projekte und die Gesundheit der Meere, die wiederum entscheidend den Klimawandel beeinflussen, werden schlichtweg einfach ignoriert, schließlich prägen und  erhalten Wale das Klima und die marinen Ökosysteme durch die Nährstoffe, die sie recyceln, und durch die Blüte des klimakühlenden Phytoplanktons, welche sie hervorbringen.

Schätzings Schwarm war gestern

Heute machen jene neuzeitlichen Raubritter auf ihre Weise Kasse, egal was Politiker beraten, einwenden oder beschließen, schließlich gibt es ohnehin genügend Schlupflöcher, um sich zu bereichern, alldieweil andere Politiker wie in Australien nicht so genau hinschauen wie die derzeitige deutsche Regierung.

Während in Frank Schätzings Roman Der Schwarm die Meereswelt sich eindrucksvoll zur Wehr setzt, scheint in der realen Welt die Menschheit fleißig ihren Raubbau wider die Natur einfach fortzusetzen, egal ob dabei auch die eigene Spezies am Ende zugrunde geht. Schließlich hat Umwelt- und Naturschutz bisher keine nachhaltige Bedeutung angesichts der Tatsache, daß Überreichtum nach wie vor den Lauf der Politik bestimmt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Alte Eibenallee

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Mit gefühlten hundert Jahren
voller Schwerstarbeit auf ihrem Rücken
schleppte sie sich den Hang hinauf.

Dieser schmale Weg zwischen den Eiben
voller Gerüche von süßlich bitterem Harz
nahm ihr den Atem bei jedem Schritt.

Die Düsternis der dichten Enge,
voller Angstschattierungen ihres Kindseins,
war ihr erlebbarer Albtraum.

Der Umweg durch die alte Eibenallee
voller Überwindung fürchterlicher Gefühle
war Gruseln bis zum erstickenden Heulen.

Dieses Erleben trieb sie immer wieder
voller Bange zu den Eiben mit den roten Früchten,
es war die Stille, die sie dort kennenlernte.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Lieber bin ich ein Karnickel

Bevor ich litt,
ging ich einen Schritt
weiter,
als zu verweilen heiter
in dieser Gemeinschaft
in Gruppenhaft.

Ihr Glaubenszwang
drang
nicht mehr
in mein Gehör,
eigenes Denken war Schmutz,
ihr Wissen Schutz.

Die Welt grausam,
wenn man nicht fügsam,
ihre Lügen sind Spiele,
nur der Zweifler fiele
in der Erde Schoß,
alle Liebe wäre er los.

Kein Karnickel niemals nie
nimmt teil an einer Liturgie
zu Ehren aus Gehorsamkeit
zu einer Gottheit,
es folgert aus Erlebnissen
sein Wissen.

Ich soll mich erheben
für ein besseres Leben
über andere Wesen,
mit Überheblichkeit genesen,
wenn ich Glauben vertraue,
eure List ich längst durchschaue.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wenn aus Utopien die Realität uns einholt

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Schnittmenge zwischen Armut und Klimawandel

Wer dabei noch den ganz normalen Alltag in der Dritten Welt hinzuzieht, ob die Hungersnöte in Afrika, die sichtbare Armut im Subkontinent Indien oder die Favelas in Brasiliens Rio de Janeiro, der kommt nicht umhin, die weltweite Politik prinzipiell in Frage zu stellen.

Was läuft da grundlegend verkehrt im menschlichen Dasein? Welche systematische Ignoranz obliegt einem Alltag, der alles andere als human zu bezeichnen ist, sondern vielmehr eine Kaltschnäuzigkeit präsentiert, die den Menschen eben als zivile Gesellschaft hinterfragt und Untätigkeit anprangert, diese Zustände nicht zu ändern.

Hitzewellen und Armut beinhalten einen gemeinsamen Nenner

Die Schauspielerin, Musikerin und Autorin Samira El Ouassil kommt in ihrer Kolumne Eine Soziologie der Hitze im Spiegel eingangs sofort mit den Worten zur Sache, daß die Bedrohung durch den Klimawandel jetzt schon Realität sei, sich Hitzewellen bemerkbar machen, wer arm sei oder isoliert lebe, schneller sterbe. Das gilt in weiten Teilen der Welt ohnehin. Allerdings soll sich Deutschland direkt hinter China und Indien einreihen, was die hitzebedingte Sterblichkeit bei Menschen über 65 Jahren anbelangt. Die Zahl der Toten werde wohl steigen.

Der Pastor William Barber betont beim Aufstand der Armen in den USA: „Wir gehen nicht mehr weg“. Dabei sollte man unbedingt mit Nachdruck betonen, wir sprechen hier von der reichsten Wirtschaftsnation der Welt, in der fast die Hälfte ihrer Einwohner, nämlich 140 Millionen Menschen, als arm bezeichnet werden müssen, bzw. ein extrem geringes Einkommen haben. Vorneweg mit dabei Bernice King, die Tochter des ermordeten Bürgerrechtlers, die ausspricht, was längst sich leider weltweit verselbständigt hat: Armut ist Gewalt.

Eine chaotische Welt präsentiert sich in Science-Fiction-Filmen

Ob bei George Millers australischem Actionfilm Mad Max, in dem motorisierte Banden für Angst und Schrecken sorgen oder inzwischen angekommen in der Gegenwart, was den deutschen Filmtitel anbelangt,  … Jahr 2022 … die überleben wollen, besser bekannt als Originaltitel Soylent Green, es zeigt sich die Entwicklung unserer Spezies, in der der Stärkere dermaßen kaltschnäuzig und menschenverachtend sich durchsetzt.

Eingeholt hat uns allesamt längst die Realität, per Ablenkung mittels TV und Spaßgesellschaft wollen etliche solche Zustände nicht wirklich wahrhaben, man flüchtet sich trotz Klimakrise in eine Heile-Welt-Vorstellung, die dennoch den Untergang der Menschheit nicht verhindern wird, wenn wir nicht rechtzeitig endlich entsprechend handeln, die Mißstände insofern erkennen und maßvoll friedlich agieren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Jagt sie von dannen

Kaum zu glauben,
was da vor unseren Augen geschieht,
warum der Mensch einfach flieht,
seine Freiheit sich läßt berauben.

Unfaßbar viel Haß sich entlädt,
Gespräche verhallen ungehört,
angeblich die Presse stört,
für Frieden ist’s nun zu spät.

Die Luft erfüllt von lauten Tönen,
traurige Stimmung greift um sich,
kein Ausweg, schlichtweg widerlich,
etliche lieber der Gewalt frönen.

Demokratien in Gefahr,
weil Rechtspopulismus auflebt,
man wieder einen Führer anstrebt,
wie schon so oft zuvor geschah.

Aufgepaßt, ihr Leut‘,
laßt uns äußert wachsam sein,
wir stehen letztlich nicht allein,
noch entscheiden wir hier und heut‘!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Supreme Court alleinige Entscheidungsbefugnis

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Wer regiert in den USA, Richter oder die Politik?

Joe Biden sind die Hände gebunden, Trumps erzkonservativ installierte Richter entscheiden nach Gutdünken, ihrem sektenhaften Gewissen verpflichtend, während die westlich demokratische Welt schier ohnmächtig solch Treiben des höchsten US-amerikanischen Gerichts fast nur noch als Zaungast zuschauen darf. Gerade noch geduldet.

Ein Desaster für den Planeten, wie T-Online berichtet. Eine schallende Ohrfeige gen Weltpolitik, ein Armutszeugnis dessen, was Menschheit sich von ein paar wenigen Spießgesellen mit bösartigen Absichten gefallen läßt! In jedem anständigen Actionfilm würden sich ihre Actionhelden aufgerufen fühlen, genau dies mit allen möglichen Mitteln zu verhindern und dagegen ankämpfen. Was geschieht da vor unser aller Augen?

Hat The Donald am Ende doch das letzte Wort?

Wo dieser nonstop behauptet, ihm sei seine Wahl gestohlen worden, die Justiz sicht nicht in der Lage befindet, ihn endlich ob seiner Verbrechen vor ein ordentliches Gericht zu stellen und vor allem zu verurteilen?! Es schaut nicht nur ganz danach aus, die in seiner Amtszeit noch im höchsten Gericht eingesetzten Richter leisten in seinem Sinne ganze Arbeit.

Kein schlechter Scherz oder eine billige Polit-Soap, sondern US-amerikanische Realität, wo eine Waffenlobby weiterhin den gefährlichen Alltag bestimmt, nunmehr Richter die Regierungsbehörde EPA einfach mal entmachten darf, diese dem Parlament unterstellt werden soll, sehr gezielt, weil die dortige Pattsituation deren Handlungsfähigkeit quasi auf Eis legt. Nix mit Klimaabkommen! Die Welt rückt ein großes Stück vor zum Abgrund gen Apokalypse.

Ein paar Richter bestimmen den Lauf der Politik

Nicht zufällig wird auch hierzulande Staat und Religion getrennt, geflissentlich und mit Bestimmheit. Mit Blick gen C-Parteien darf dies dennoch bezweifelt werden, was sich da so angeblich „christlich“ tummelt. Das bleibt mal für den Moment außen vor.

Wesentlich unberechenbarer und somit gefährlich bestimmt nunmehr der Supreme Court den weiteren Weg jener USA. Wie kommt’s, daß dieses höchste US-amerikanische Gericht mit derart großer Machtbefugnis agieren darf? Haben die Väter und Ur-Väter der USA auf ganzer Linie gepennt und somit versagt? Muß sich die westliche und europäische Welt schneller als befürchtet darauf einstellen, die USA als politischen Partner zu verlieren, wenn die Entwickling dermaßen dramatisch voranschreitet, obendrein wenn dann im Jahr 2025 ein Donald Trump oder ein ähnlicher Narzißt und Rassist regiert?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

 

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