Lilien erbrechen ihren Duft

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Tische stehen eng
beisammen
jeder Stuhl fehl
am Platz
auf der Wiese wird
gerangelt
welche Farbe Zukunft
hat

Stumme Gefühle häufen
sich wieder
sammeln in den Herzen
Geröll
Lilien ihren Duft
erbrechen
wenn im weißen Rauch
erblindet die Zeit

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Fortschrittskoalition mit ersten Rissen

Ein Vorgeschmack zum möglichen Aus der Ampel-Koalition

Kann man kitten, was ohnehin nicht wirklich zusammenpaßt? Weder die Physik noch die Praxis im Handwerk lassen sich real überlisten, daraus entsteht viel eher Pfusch, wie dieser sowieso all jene belastet, die ihn entdecken, ihm ausgesetzt sind. Wer gut pfuschen kann, bleibt länger oder gänzlich unbehelligt. In der realen Politik kommt das schnell ans Tageslicht.

Es flogen die Fetzen geben Johannes Bebermeier und Tim Kummert für T-Online zum Besten, ein Resümee bisheriger Rivalität zwischen Robert Habeck und Christian Lindner, in der Krise zeigen sich erhebliche Differenzen zwischen den beiden, was ohnehin schon zu Beginn der Ampelkoalition deutlich spürbar im Raum stand.

Der Union kann das nur recht sein

Einem Friedrich Merz, der sowieso kaum bis gar nicht zu glänzen vermag, kann dies nur recht sein. Mit Blick gen jüngste Umfragen bestätigt die Union ihren Kurs, fühlt sich ganz offensichtlich geschmeichelt mit den prognostizierten 27% laut INSA vom jetzigen Dienstag, während die SPD bei 20% vor sich hindümpelt, die Grünen bei 21% noch frohlocken. Die Liberalen spiegeln das wider, was die drei letzten Landtagswahlen bereits offenbarten, keine guten Zahlen, wobei gar die Nazis mit 2,5% mehr an Stimmen belohnt werden würden. Unglaublich, wie simpel etliche Wähler ticken!

Dennoch beharrt Christian Lindner auf seinem Kurs, die Arroganz zeigte sich erst recht bei dessen pompöser Hochzeit auf Sylt, kein Wunder, daß der Finanzminister sein Amt stoisch benutzt, um Robert Habeck in Schach zu halten. Ob dies tatsächlich dem Regierungsbündnis guttut, darf zurecht angezweifelt werden, Olaf Scholz als ausgleichender Regierungschef und Kanzler hat dabei eine vielfach schwerere Rolle als die beiden Vize-Kontrahenten.

Mögliche Vorteile ausnutzen in der Krise?

Diesen Gedanken formulieren auch die beiden Journalisten im T-Online-Artikel. Das paßt und verträgt sich obendrein mit einer im hintergrund lauernden Opposition wie der Union. Der Schwenk zum Vertrauensbruch kann schneller geschehen, als kritischen Stimmen lieb sein dürfte. FDP und Union in trauter Einigkeit für ein Zurück zur Kernkraft trotz erheblicher Zweifel, die letztlich auch die Franzosen bereits spüren müssen im diesjährigen Hitzerekordsommer. Das interessiert die Herrenriege des liberal-konservativen Bündnisses mitnichten, Hauptsache viel Geld im Spiel!

Wie soll dabei eine rot-grüne Politik harmonieren können, zumal auf Landesebene etliche Schwarz-grüne Koalitionen geschmiedet wurden? Ein möglicher politischer Kurswechsel liegt an, könnte erst in sich zuspitzenden Krisen aufkeimen, obwohl dadurch von realen Lösungen kaum bis gar keine Rede sein mag. Im Gegenteil. Doch Wähler scheinen auf jene simplen Formeln hereinzufallen, wie man obendrein unschwer erkennen kann, wenn auch hierzulande Nazis im Deutschen Bundestag geduldet sind. Ein dramatisches Fazit, welches tief blicken läßt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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DCKS Festival mit deutlicher Message

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Rock am Ring bewarb sogar Carolin Kebekus

Kunst und Kultur haben schon immer entsprechende Weichen gestellt, wenn ihnen denn genügend Raum gelassen wurden, sich auch vorurteilsfrei zu entfalten. Sollte man meinen, ganz besonders mit Blick zur Theater- und Filmbranche, wo doch gerade die zwischenmenschlichen Spannungen in der Gesellschaft direkt auf die Bühne oder Leinwand gebracht werden. Soweit die Möglichkeiten.

Die Realität offenbart uns aber etwas anderes. Mann dominiert ohnehin auf vielen Ebenen, ein deutliches Zeichen für eine Welt des Patriarchats, zu ihr gesellt sich somit ein stetiger Sexismus, der latent exemplarisch in jeder Gesellschaft stattfindet. Trotz Emanzipation, #MeToo. Carolin Kebekus beobachtet schon länger jene Schieflage, daß Musikerinnen auf Festivals eine Minderheit sind. Grund genug für sie, das DCKS Festival (für Die Carolin Kebekus Show) ins Leben zu rufen. Der Anfang von etwas Großem.

Es begann bereits in den 1970er Jahren

Carolin Kebekus hat’s nicht erfunden, die Idee zum Festival aufgrund der deutlichen Ungerechtigkeit. Bereits in der Zeit der Love & Peace-Generation zu Beginn der 1970er-Jahre entstanden Frauen- bzw. feministische Music Festivals wie z.B. das erste Musikfestival für Frauen, welches 1973 an der Sacramento State University stattfand. Drei Jahre später wurde das Michigan Womyn’s Music Festival gegründet und zum größten Festival in den Vereinigten Staaten.

Noch längst kein Grund zu verzweifeln oder zu stagnieren, sondern nüchtern festzustellen, wie die Sachlage sich gestaltet, nämlich daß überdeutlich weniger Frauen auf den großen Festivalbühnen spielen. Genau das stieß Carolin Kebekus sauer auf, in diesem Kontext erst recht ein Armutszeugnis, wenn selbst nach über 50 Jahren jene Praxis weiterhin vorherrscht trotz der bekannten hier erwähnten Bemühungen.

Brecht sie auf, die männerdomonierte Musikbranche

Das sollte, muß die Botschaft sein, der Casus Knaxus, weil ansonsten sich nichts ändern wird! Carolin Kebekus hat somit eine Tür aufgestoßen, die längst überfällig ist. Insofern liegt noch ein weiter Weg vor dem erklärten Ziel, die Musikbranche nachhaltig aufzumischen. Den Anfang machten nunmehr die Mitwirkenden wie die Sängerinnen Annie Chops, Ebow, LEA, Mine, Luna, Donia Touglo sowie die Pop-Band No Angels.

Es bleibt zu hoffen, daß das DCKS Festival sich verselbständigt, Schule macht, andere Musikerinnen beflügelt, sich zu organisieren, die Musikbranche weitgehend aufzuklären, was da all die Zeit bisherig falsch lief. Auch andere Medien wie Radiostationen sind aufgerufen, dies anzusprechen. In diesem Sinne #GIRLSJUSTWANNAHAVEGIGS.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Musik

Das Video ist bis 23. Juni 2023 verfügbar:

https://www.ardmediathek.de/video/die-carolin-kebekus-show/carolin-kebekus-und-das-dcks-festival/one/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWI0ODBiZmZjLTY1YWYtNDYwNi1iZWEzLTc0NGJkNjdiZTNhNQ

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Eigenverschulden

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Belauern
Kein Bedauern
Trauern
Ohne Rücksicht
Mit Absicht
Vor was erpicht
Keine Probleme lösen
Lieber vor sich hindösen
Die Guten oder die Bösen
Nichts aus der Geschichte gelernt
Sich von hehren Zielen entfernt
Im Klima die Welt erwärmt
Zukunft dahin
Macht das Sinn
Mensch wohin

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gasförderung gefährdet Wale vor Australien

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RWE und Uniper wollen Energiekonzern Woodside mitfinanzieren

Während im Deutschen Bundestag die Ampelregierung sich besonders zum Klimaschutz ins Zeug legt, haben die Konzerne RWE und Uniper keine Skrupel, um mit dem australischen Energiekonzern Woodside deren Offshore-Gasförderung 300 Kilometer vor der Küste Westaustraliens finanziell zu unterstützen.

Greenpeace demonstriert vor dem RWE-Kraftwerk in Lingen mit einer Wal-Projektion und der Aufforderung: „Raubbau stoppen, Wale schützen #RWExit“. Erneut offenbaren solche Konzerne ihr wahres Gesicht. Es geht ihnen keinesfalls um die Bewahrung unserer Umwelt, sondern einzig und allein darum, möglichst ihre Profite zu steigern.

Erschließung eines Erdgasfeldes trotz erheblicher Bedenken

Was nutzen gut formulierte Argumente, die sogar  äußerst effektiv die Schäden beschreiben, die solche Bauvorhaben wie die Erschließung des Erdgasfeldes im Meer vor Australiens Westküste verursachen, nämlich die Zerstörung des Lebensraums sowie der Migrationspfade von Walen als auch etlichen anderen Arten, obendrein letztendlich ziemlich klimaschädlich sind, wenn am Ende jene Konzerne sich durchsetzten?!

Die Zusammenhänge zwischen einer gefährdeten Walpopulation durch solche Projekte und die Gesundheit der Meere, die wiederum entscheidend den Klimawandel beeinflussen, werden schlichtweg einfach ignoriert, schließlich prägen und  erhalten Wale das Klima und die marinen Ökosysteme durch die Nährstoffe, die sie recyceln, und durch die Blüte des klimakühlenden Phytoplanktons, welche sie hervorbringen.

Schätzings Schwarm war gestern

Heute machen jene neuzeitlichen Raubritter auf ihre Weise Kasse, egal was Politiker beraten, einwenden oder beschließen, schließlich gibt es ohnehin genügend Schlupflöcher, um sich zu bereichern, alldieweil andere Politiker wie in Australien nicht so genau hinschauen wie die derzeitige deutsche Regierung.

Während in Frank Schätzings Roman Der Schwarm die Meereswelt sich eindrucksvoll zur Wehr setzt, scheint in der realen Welt die Menschheit fleißig ihren Raubbau wider die Natur einfach fortzusetzen, egal ob dabei auch die eigene Spezies am Ende zugrunde geht. Schließlich hat Umwelt- und Naturschutz bisher keine nachhaltige Bedeutung angesichts der Tatsache, daß Überreichtum nach wie vor den Lauf der Politik bestimmt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Alte Eibenallee

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Mit gefühlten hundert Jahren
voller Schwerstarbeit auf ihrem Rücken
schleppte sie sich den Hang hinauf.

Dieser schmale Weg zwischen den Eiben
voller Gerüche von süßlich bitterem Harz
nahm ihr den Atem bei jedem Schritt.

Die Düsternis der dichten Enge,
voller Angstschattierungen ihres Kindseins,
war ihr erlebbarer Albtraum.

Der Umweg durch die alte Eibenallee
voller Überwindung fürchterlicher Gefühle
war Gruseln bis zum erstickenden Heulen.

Dieses Erleben trieb sie immer wieder
voller Bange zu den Eiben mit den roten Früchten,
es war die Stille, die sie dort kennenlernte.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Lieber bin ich ein Karnickel

Bevor ich litt,
ging ich einen Schritt
weiter,
als zu verweilen heiter
in dieser Gemeinschaft
in Gruppenhaft.

Ihr Glaubenszwang
drang
nicht mehr
in mein Gehör,
eigenes Denken war Schmutz,
ihr Wissen Schutz.

Die Welt grausam,
wenn man nicht fügsam,
ihre Lügen sind Spiele,
nur der Zweifler fiele
in der Erde Schoß,
alle Liebe wäre er los.

Kein Karnickel niemals nie
nimmt teil an einer Liturgie
zu Ehren aus Gehorsamkeit
zu einer Gottheit,
es folgert aus Erlebnissen
sein Wissen.

Ich soll mich erheben
für ein besseres Leben
über andere Wesen,
mit Überheblichkeit genesen,
wenn ich Glauben vertraue,
eure List ich längst durchschaue.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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