Friedensabsicht oberste Pflicht

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So gar nicht geheuer,
zu stehen im Kreuzfeuer
der Kritik.
Haben wir’s im Blick
oder geht’s verloren?

Niemand bleibt ungeschoren.
Vertieft Gefühle und Gedanken,
manch einer dabei am Schwanken,
ob zuviel Unrecht geschieht,
weil der Mensch mal wieder flieht.

Stets läuft’s aufs Gleiche hinaus,
Verlust von Land, vom eigenen Haus,
weil Hunger und Kriege belasten.
Wünsche seitens Phantasten,
daß wir besser friedfertig leben?

Klar doch, danach sollten wir streben!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ich bin kein Sparschwein

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Im Schutz der Unfehlbarkeit,
Beherrschung der Göttlichkeit
in all ihren Taten,
sind sie noch so völlig mißraten,
leben sie aus ihren Narzißmus,
Schutzschild vom Nichtsnutz.

Jeder Gott, alle Götter
sind Spötter
über das Leben, die Natur,
wenn sie nur
pochen auf Einheitlichkeit,
anstatt auf Freiheit.

Nicht nur eine Sekte,
auch ominöse Subjekte
versuchen
für sich zu verbuchen
dein Vermögen als Kapital,
deine Seele ist ihnen egal.

Denn sie sind fehlerlos,
hemmungslos
als Egoisten,
Menschen fristen
unter ihnen ihr Dasein
als schlachtbares Sparschwein.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Catcalling nur bei Beleidigung strafbar

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Hierzulande eine folgenschwere Grauzone

Was hat denn eine Katze zu sich zu rufen mit sexueller Belästigung, Reden, Nachpfeifen Frauen und Männern gegenüber zu tun? Insofern darf man ohne weiteres diesen Begriff Catcalling schon hinterfragen, kritisch betrachten. Dennoch hat sich jene Formulierung in der englischen Umgangssprache verselbständigt und durchgesetzt.

In Spanien gilt Catcalling seit Ende Mai als Straftat, schreibt Anna-Sophie Dreussi in ihrem Artikel für Vice, mit Warum Catcalling in Deutschland noch immer nicht verboten ist betitelt. Dabei erläutert sie, welche juristischen Möglichkeiten hierzulande bestehen, sich gegen Catcalling zu wehren, wie die deutsche Juristin Anja Schmidt betont.

Aufklärung und Gegenwehr nötiger denn je

Es dauert manchmal Jahrzehnte, bis in der Gesellschaft ein Bewußtsein sich entwickelt, sich eben nicht alles gefallen zu lassen. Erst recht, wenn diese ohnehin verroht, Gewaltszenarien zunehmen. Zusammenhänge finden daher keinesfalls zufällig statt. Insofern sollte bekannt sein, daß Sexismus exemplarisch für jede Gesellschaft ist, obwohl immer mehr Menschen darüber aufklären, sich dagegen wehren.

Natürlich schwingt die Rollenverteilung der Geschlechter im Diskurs zur Realität mit, die US-Amerikanerin Rebecca Chiao gründete HARASSmap, um ursprünglich ägyptische Frauen in ihrem Alltag zu stützen, die sexueller Belästigung ausgesetzt sind. Im Anschluß erfolgte seitens des Projektes, Inititiativen in anderen Ländern zu beraten.

Verpönung und Erziehung wohl die wichtigsten Stützpfeiler

Solange die Gesellschaft in den Ländern kein Bewußtsein über die folgenschweren Auswirkungen sexueller Nötigung und Belästigung gegen Frauen, aber auch gegenüber Männern entwickelt, um dies obendrein politisch zu lenken mittels Bestimmungen und Gesetzen, wird auch die Erziehung stets hintenanstehen. Das heißt im Kontext, daß Eltern dieses Wissen und somit Bewußtsein von sexueller Nötigung nicht ihren Kindern vermitteln.

Dabei haben der Staat, die Bildungsträger vom Kindergarten bis hin zu Schulen einen nicht unwesentlichen Anteil daran, jene Verhaltensweisen zu lenken bzw. zu korrigieren. Obendrein hat diese dramatische Entwicklung besonders mit dem Respekt den Opfern gegenüber viel zu tun. Da die Gesellschaft sich erneut von Sekten bevormunden und führen läßt, wie wir jüngst in den USA erleben durften per Urteil des Supreme Courts, darf sie sich nicht wundern, daß die alten Muster weiterbestehen. Durchbrechen wir sie, alle gemeinsam.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Weiße Nelken in Papier

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Geruchloser Segen,
Blütenpracht
nahgebracht,
ohne sich viel zu bewegen.

Hand auf Rolle legen,
nach dem Papier greifen,
den Abdruck begreifen, –
Spültaste nach unten bewegen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kein Tanz auf verkohlten Planken

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Marmelade angebrannt,
Geruch angesengter Haare,
Küche im Qualm,
der aus der Hölle quillt.

Spiel mir das Lied vom Tod,
sehnsuchtsquälende Melodie,
auf schwingendem Sägeblatt
hinein in den Nebel des Vergessens.

Es riecht nach verkohltem Traum,
die schwankende Brücke ins Jenseits
ein Haufen schwarzer Planken,
mit dunklem Mikado Orakel schau’n.

Kein Treffen zum Tanz
mit süßer Geschmacksorgie,
dafür das Lied von Verderben,
wenn Achtung liegt in Scherben.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Für und gegen Frauen – Abtreibungsgesetze außer Rand und Band

Hierzulande Ende des §219a – in den USA das Recht auf Abtreibung gekippt

Oder sollte viel eher im Fall des dramatischen Urteils in den USA betont werden, daß Sektierer einen großen Rückschritt erzwungen haben, ausgerechnet im größten Land der freien Welt?! Man muß sogar! In Deutschland hat endlich die Ampelkoalition gestern die Streichung von Paragraph 219a beschlossen, mehrheitlich im Bundestag durchgesetzt.

Ein Grund zur Freude bleibt dennoch ziemlich getrübt, schließlich besteht weiterhin auch unsere freiheitliche Gesellschaft darauf, Frauen herabzusetzen, ihnen das Recht abzusprechen, ohne strafrechtliche Konsquenzen einen Schwangerschaftsabbruch selbst zu entscheiden, Ausnahmen regeln zwar der deutsche Paragraph 218 hierzulande, in den USA entschied gestern der Supreme Court, daß strengere Abtreibungsgesetze bis hin zu kompletten Verboten in einzelnen Bundesstaaten beschlossen werden sollen.

Stärkung der Selbstbestimmung für Frauen

„Die Strafverfolgung und Stigmatisierung bei Schwangerschaftsabbrüchen von Ärzten und Ärztinnen habe endlich ein Ende“, wie die Bundesfamilienministerin Lisa Paus zurecht betonte, ein guter Tag vor allem für Frauen. Obendrein braucht niemand zu befürchten, daß der Bundesrat einen Strich durch die Rechnung machen kann, lediglich dessen Beratung stehe noch an, eine Zustimmung durch diesen sei nicht notwendig, der Paragraph 219a wird endlich gestrichen.

Ende gut, alles gut? Nicht gänzlich. Weiterhin steht der §218 zur Diskussion, ist ein Dorn im Auge all derer, die Frauen wesentlich mehr stärken wollen. Quer zur Wirklichkeit betitelten Kirsten Achtelik und Hanno Voß ihren Artikel in der taz. In der Tat, die Wirklichkeit offenbart eine Dramatik für etliche Frauen, denn eine sogenannte Austragungspflicht verstößt explizit gegen die Menschenwürde, wie Ulrike Lemke, Professorin für Öffentliches Recht an der Humboldt-Universität Berlin, betont. Der §218 ist nicht in Stein gemeißelt, er kann genauso endlich geändert oder gar abgeschafft werden.

Biden fordert friedliche Proteste – laut Trump habe Gott entschieden

Selbstverständlich kann man Joe Biden nur zustimmen, das Oberste Gericht hat einen großen Fehler begannen, die Gesundheit und das Leben von Frauen werden in den USA wieder bedroht. Was für ein tragischer Rückschritt fast 50 Jahre nach der Entscheidung zum Recht auf Abtreibung.

Doch Donald Trump feiert das Urteil als von Gott gegeben, was wiederum mit dessen Forderung vom „Roe v. Wade“ paßt, die er bereits im Wahlkampf 2016 verkündet hatte. Welch brutal verlogene Einstellung, die gänzlich mit dem sektenhaften Gebahren einhergeht, Frauen keinerlei Rechte zuzugestehen, den Mann als Herrscher zu erheben. Mögen die erzkonservativen Richter in ihrem Sinne entschieden haben, für die betroffenen Frauen stellt das Urteil ein Schlag ins Gesicht dar.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Einfach bald zu spät

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Einfach weitermachen per Ignoranz,
was fürn schräger Affentanz,
die Zeit wird’s schon richten,
sicher doch, wie beim Dichten.

Einfach Augen zu und durch,
sagt sich auch jeder gescheite Lurch,
es zählen keine deutlichen Zeichen,
niemand kann dem Klimawandel weichen.

Einfach dem Profit eifrig frönen,
dabei in Talkshows lässig klönen,
was die Politik gar heute versäumt,
bedeutet, es hat sich bald ausgeträumt.

Einfach sich die Welt schönreden,
zu Beginn gab es doch den Garten Eden,
die Natur hat sich gefälligst anzupassen,
folglich weitermachen mit Prassen.

Einfach bald zu spät,
die Gefahr nicht von dannen geht,
Mensch hat es jederzeit in der Hand,
fährt aber Mutter Erde gegen die Wand!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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