Krisenfall- und Notsituationsempfehlungen nicht für ärmere Schichten

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Unsere Politik hat den Knall nicht gehört, oder?

Die neue Ampelregierung macht im Großen und Ganzen einen guten Job, auch wenn etliche meinen, sie müßten ständig an ihr herumnörgeln. Das hilft nicht viel bis gar nicht, denken wir nur an den Oppositionsführer der Union, der ganz besonders Bundeskanzler Olaf Scholz scharf angeht, keine feine Art, besonders in europäischen Kriegszeiten.

Andererseits meldet sich unsere neue Innenministerin Nancy Faeser zu Wort, hält Vorräte für sinnvoll. Eine nette Geste, ein gutgemeinter Rat. Mögen all jene locker bewerkstelligen, die noch genügend Geld am Ende des Monats haben oder generell aufbringen können mit ihrem Verdienst. Erst recht unmöglich für alle Sozialhilfebedürftigen oder Hartz-IV-Empfänger. Das Existenzminimum rechnet sich ohnehin nicht, da hat die Politik von Beginn an sich einfach weggeduckt!

Theoretisch gut gemeint – die Praxis offenbart ein Desaster

In anderen Worten, das wird nicht fruchten mit dem Anlegen von Vorräten. Obendrein bedarf dies auch einen zusätzlichen Platz, um diese lagern zu können. Das scheinen die wohlbetuchten Politiker mitnichten zu wissen, sonst würden solch vollmundige Vorschläge wohl kaum empfohlen werden. Gleichzeitig fragt sich der gesunde Menschenverstand, wie dies bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensmittelpreise ohnehin funktionieren soll?

Letztlich nimmt die Armut faktisch jetzt schon zu mit diesem Krieg in der Ukraine, den stetig ansteigenden Preisen. Während ein Mittelstand noch solche Faeser-Empfehlungen umsetzen kann, gilt dies insofern für schlecht Verdienende und sozial Benachteiligte keinesfalls mehr.

Logistisch ohnehin eine Herausforderung

Aber stellen wir uns doch mal wenigstens für Momente vor, wir würden die Empfehlungen von Frau Faeser real anwenden. Wer also folglich in der Lage ist, all die Lebensmittel einzukaufen, – das gilt auch für bestimmte Produkte wie Speiseöl, was in letzter Zeit sich ziemlich rar machte in den Regalen von Supermärkten -, um sie dann geordnet einzulagern mit entsprechend sorgfältiger Kontrolle ob den Mindesthaltbarkeitsdaten.

Der letzte Hinweis verdeutlicht bereits gewisse Probleme, die schnell auftauchen mögen, nämlich ein Augenmerk auf die Vorräte zu legen, bei Bedarf diese zu verbrauchen, um sofort wieder für Ersatz zu sorgen. Vollprofis, die ständig Notsiuationen ausgesetzt sind, oder dies verinnerlicht haben, können dies bestimmt umsetzen. Der normale Verbraucher wird sich damit schwertun.

Es verbleibt viel Unsicherheit bis hin zur Gewißheit, daß all jene sich eben keine Vorräte zulegen können, die sowieso tagtäglich am Rande der Existenz leben müssen. Und das hier in Deutschland, einem der reichsten Länder der Erde!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Grüne Herzen

Unreif, hart, grün
fallen sie vom Baum,
vermodern,
werden braun.

Selbst im Innern
die Kerne
sich nicht entwickeln,
selbst sie verderblich.

Unreif, hart, kalt
leben sie ihren Traum,
vernichten,
wem sie nicht trau‘n.

In diesem Innern
sind sie sich ferne,
ohne Reife,
Gefühle verlodern.

Grün ihre Herzen,
leblos,
ihre Seele
versteinert.

Verkümmerte Äpfel,
Diktatoren,
vergleichbar,
ihr Geist hart wie Stein.

Ihr Denken
nicht schwerelos,
verbittert,
Leid sie erfreut.

Jede Empathie
verloren,
vernichtet Menschen,
die ihn ächten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Russlands Führung verliert jedweden Respekt zur Weltpolitik

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UN-Generalsekretär António Guterres kommt mit dem Schrecken davon

Jetzt schlägt’s dreizehn, so das einhellige Urteil all jener, die nur noch Verachtung übrig haben können angesichts der Menschenverachtung, die der russische Präsident erneut an den Tag legt. Zuvor hatte UN-Generalsekretär António Guterres noch Wladimir Putin in Moskau aufgesucht zwecks möglicher Friedensverhandlungen, jetzt am Freitag macht Russland seine Drohung war, und zwar per Raketenangriff bei dessen Besuch in Kiew. Unfaßbar, jener Affront!

Der russische Despot hat keinerlei Probleme damit, der Weltöffentlichkeit seine ungebremste Gewalt aufzudrücken mit diesem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Während er von einer „militärischen Sonderoperation“ faselt, die eigene Bevölkerung schlichtweg belügt, verdreht der Kremlchef immer mehr die Wahrheit, um seine eigene zu rechtfertigen, die an Aggression kaum mehr zu toppen ist. Selbstverständlich kann man der Forderung eines Sondertribunals für Verbrechen im Ukraine-Krieg des Europarates nur noch zustimmen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurznachrichten

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Diese Saat geht nicht auf

 

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Es hat klick gemacht,
zuviel Zwietracht entfacht,
bis es jetzt kracht,
hat sich ausgelacht,
Angst dabei erwacht,
Schicht im Schacht,
Atomkrieg in Betracht.

Putin dies wirklich wagt?
Kein Gewissen mehr nagt?
Egal, ob bereits betagt,
Haß dabei herausragt.
Hinterher wird sich beklagt,
keiner mehr Frieden sagt,
die Welt plötzlich verzagt?

Die Zukunft liegt im Dunkeln
etliche bereits munkeln,
Augen erschrocken funkeln,
andere besoffen schunkeln,
was denn zu tun sei.
In einer Demokratie sind wir frei,
in einer Diktatur herrscht keine Partei.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kurz vorm dritten Weltkrieg

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Horrorvision oder knallharte Realität?

Als Hitler-Deutschland besiegt, die Rote Armee und die anderen drei Alliierten in Berlin sich gegenüberstanden, 16 Jahre später die Berliner Mauer gebaut, die Kuba-Krise nahezu zum Atomkrieg hätte führen können, das Szenarium atomarer Aufrüstung begann, die Ost-Verträge ein Lichtblick waren, der Nato-Doppelbeschluß den Wahnsinn offenbarte, schließlich eine der friedlichsten Revolten die beiden deutschen Staaten initiierten, Michail Gorbatschow und zuvor Lech Wałęsa sei Dank, da dachten wir schon, daß auch Russland sich befreien, am Ende eine wachsende Demokratie im größten Land der Erde den europäischen Frieden festigen würde.

Nichts ist davon übriggeblieben, weil ein ehemaliger KGB-Mann den „bösen Westen“ im Visier hat, um sich selbst als Despot zu krönen, Nazis zu hofieren, um alle, die ihm nicht folgen, selbst als Nazis zu bezeichnen, in seinem Größenwahn die Ukraine überfallen ließ, um letztlich einen dritten Weltkrieg anzuzetteln. Das Blöde dabei, alle spielen mit bei dieser Eskalationsspirale, weil dies sich eben nicht vermeiden läßt. Wer schaut schon seelenruhig zu, wenn Völker abgeschlachtet werden?

Das wissen jene Kriegstreiber, auch alle, die per Verteidigungsposition gezielte Entscheidungen treffen müssen. Während einem Herrn Friedrich Merz es nicht schnell genug gehen kann, schwere Waffen gen Ukraine zu entsenden, zögert völlig zurecht Bundeskanzer Olaf Scholz trotz medialem Geschrei, er wäre kein starker Kanzler. Angesichts des fortsetzenden Krieges in der Ukraine beteiligen sich inzwischen 40 Nationen, um Russland zu trotzen. Ihnen gegenüber befinden sich all jene, die stillschweigend oder ganz offen zu Wladimir Putin stehen, dessen „militärische Sonderoperation“ gutheißen, in diesem Angriffskrieg Zivilisten gezielt von russischen Soldaten getötet, Krankenhäuser, Schulen und Flüchtende beschossen werden.

Vorbei die Zeit friedlichen Austausches auf europäischem Boden. Heute die Ukraine, morgen schon Moldau, Georgien, das Baltikum? Parallel eine sich umgreifende Politikverdrossenheit zusammen mit Verschwörungstheorien, einem zunehmenden Rechtsruck, Terrorgefahren von sämtlichen Extremisten bis hin zum IS, während in den USA gleichwohl Rassisten lauern. Keine guten Aussichten auf weltpolitischem Parkett, alldieweil die Menschheit ohnehin das wichtigste Ziel verpaßt, den Klimawandel halbwegs abzumildern.

Was für Zukunftsaussichten?! Zwischen Weltkrieg und Klimakatastrophe! Menschheit am Rande einer Apokalypse, wie sie lange schon vorausgesagt, nur dies niemand wirklich wahrhaben wollte. Genug Gründe zu verzweifeln, zu resignieren? Könnte man meinen, wenn da nicht das Prinzip Hoffnung verbleibt. Wo verbergen sich rettende Anker, die Wege aufzeigen, das Ruder herumzureißen? Letztlich überall, stetig genau dann, wenn noch Chancen vorhanden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Wenn man des Hahnes Stimme lauscht

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Jeden Morgen, er krähte,
müde ich nach dem Wecker spähte,
heute übertraf er sein Kikeriki,
es war drei Uhr in der Früh,
ich wünschte ihm mal wieder,
der Herrgott käme hernieder,
würde ihn ins Himmelreich nehmen,
so dachte ich, ohne mich zu schämen.

Die nächsten Tage schlief ich aus,
kein Stimmchen mehr rund ums Haus,
die folgenden Nächte waren fürchterlich,
Schuldgefühle plagten mich,
sein Tod als Sonntagsbraten,
in unser aller Erde Garten
sein Leben ich ihm mißgönnte,
den Wunsch ich doch zurücknehmen könnte.

An guten Schlaf war nicht zu denken,
nichts half, mich abzulenken,
unruhig wälzte ich mich im Bett,
kikerikite mit ihm im Duett,
Träume sind meistens surreal,
doch das krächzende Geräusch real,
wenn man des Hahnes Stimme lauscht,
während das Badewasser rauscht.

Der Hahn ist zurück,
welch pures Glück
durch meine Adern rinnt,
eine neue Zeit beginnt,
ich werde jeden Morgen genießen,
ihn mit einem Danke begrüßen,
er war für einen Hühnerstall ausgeliehen,
die Hennen dort jetzt seine Kinder großziehen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Franzosen entscheiden sich gegen Rassismus

Macron besiegt zum zweiten Mal Le Pen in der Stichwahl

Die Freude über diese wichtige Entscheidung muß man als getrübt werten, schließlich haben in der Stichwahl immerhin noch 41,45% der Franzosen die rechtsradikale Marine Le Pen gewählt. Ein dramatisches Zeichen. Dennoch gleichzeitig ein deutliches Signal gen Wladimir Putin, Europa bleibt im Wesentlichen geeint, sich von solchen Despoten nicht spalten zu lassen.

Während vor über zwei Wochen sich noch die Frage stellte, wer im Élysée-Palast übernimmt, hat sich dies in den zwei Wahlen inzwischen geklärt. Im politischen Trubel bleibt allerdings wenig Zeit, solche Siege auszukosten, bereits im Juni stehen die französischen Parlamentswahlen an, in zwei Jahren lauern die Republikaner mit einem eventuellen Donald Trump an deren Spitze, erneut den Nationalismus in den USA aufleben zu lassen.

Rechtsradikale wirken bereits entschieden zu lang

Immerhin hat Marine Le Pen knapp acht Prozent mehr Stimmen für sich hervorlocken können im Vergleich zur letzten Stichwahl vor fünf Jahren. Damals besiegte Emmanuel Macron sie überdeutlich, aber ein Signal gen Deutschland war es dennoch mitnichten, weil im Herbst dann die AfD in den Deutschen Bundestag gewählt wurde.

Jene dramatische Entwicklung nahm bereits mit dem Mauerfall an Fahrt auf, Rechtsradikale äußerten sich völlig ungeniert vor allem im Osten Deutschlands, denken wir an die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen vor knapp dreißig Jahren, wobei sich besonders die Union keineswegs freisprechen kann, schließlich heizte sie bereits in den frühen 1980er Jahren mit ihrer Ausländer- und Asylpolitik die Stimmung emotional auf, ebnete somit jenen Nazis den Weg!

Mélenchon holt auf – Die Linke hat hierzulande erheblich an Stimmen eingebüßt

Während Jean-Luc Mélenchon immerhin sich in diesjähriger Präsidentschaftswahl verbessern konnte, von 19,6% (2017) auf jetzt 22%, nur 1,2% hinter Marine Le Pen, die die Oberhand behielt, um erneut in die Stichwahl zu gehen mit dem jetzt bekannten Ausgang.

In Frankreich ein Gegengewicht zu den Rechtsradikalen durch die FI (La France insoumise), hierzulande die Linken mit Glück ins bundesdeutsche Parlament einziehen. Obendrein verwunderlich die Wählerwanderungen der Linken ausgerechnet zur AfD. Oder etwa eher erklärbar mit Blick zur Querfront, die gar keine Probleme damit hat, genauso wie Nazis mit einem Wladimir Putin liebäugelt? Unbedingt. Beispiele von ganz links nach rechts gibt es zugenüge, denk- und fragwürdig, ein gemeinsamer Nenner zum Extremismus. Den gilt es mit aller Entschiedenheit zu überwinden, das wird die Hauptaufgabe von Emmanuel Macron beinhalten neben all den anderen Sorgen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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