Frieden schaffen ohne Waffen unmöglich

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Ein Despot stellt uns vor vollendete Tatsachen

Kriegsrhetorik in aller Munde, von den Linken bishin ohnehin zu den Rechtsextremen, die Grünen ducken sich gleichwohl nicht mehr weg, Sozialdemokraten gespalten zwischen schweren Waffen der Ukraine liefern oder eben nicht. Eine Union mit Friedrich Merz tönt laut, läßt kein gutes Haar an Olaf Scholz. Wen wundert’s. Hofreiter und Merz greifen Scholz scharf an, welch denkwürdige Allianz.

Wohin führt uns jener erste Angriffskrieg Europas seit dem Zweiten Weltkrieg? Mit zunehmender Eskalation, und es spricht leider sehr viel dafür, direkt in einen Konflikt der Russen mit der Nato? Putin ein Scharfmacher, der ganz gezielt genau das will, obendrein mit den Chinesen liebäugelt, die er hinter sich wähnt. Welch gefährliches Szenario, dem der dritte Weltkrieg folgen kann.

Bewaffnung der Ukraine oder etwa doch nicht?

Die Frage stellt sich nicht mehr, das westliche Staatenbündnis beliefert die angegriffene Ukraine längst, gleichzeitig werden auch schwere Waffen von Deutschland gefordert, wobei Olaf Scholz noch zögert. Ganz im Sinne einer Friedensbewegung? Barbara Heller aus dem Vorstand des Friedensforums erklärt hier im Interview, warum sie eine Bewaffnung der Ukraine ablehnt.

Wer meint, ein Wladimir Putin würde sich dadurch beeindrucken lassen, oder man könne ihn gar milde stimmen, der irrt gewaltig. Was sollen wir von einem Despoten halten, der gestern noch argumentierte, ukrainische Nazis bekämpfen zu wollen, um nach eigenem gescheitertem Blitzkrieg jetzt zu lamentieren, alle Ukrainer seien Nazis? Nichts! Ein solcher Herrscher wird gnadenlos sein Ziel durchsetzen, egal was irgendwelche Friedensaktivisten hierzulande wollen.

Wer nur zuschaut, mache sich mitschuldig

So argumentiert Robert Habeck. Zurecht. Natürlich sollte bei den Ostermärschen deutlich werden, daß diese sich gegen Putins Krieg richten. Selbst Wolfgang Thierse bestätigt mit Blick auf die Ostermärsche das Recht der Ukrainer auf Selbstverteidigung. Das Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ sei aktuell eine Arroganz gegenüber den Menschen in der Ukraine, Pazifismus auf Kosten anderer wertet er als zynisch.

All jene, die heute Waffenlieferungen gen Ukraine ablehnen, vor allem mit der Argumentation, sie würden nicht zum Frieden führen, mögen sich vor Augen halten, wie sie selber reagieren, wenn sie direkt bedroht würden. Mit wegducken und „Peace“ rufen? Das käme einem Selbstmord gleich. Das Recht auf Selbstverteidigung steht, ohne Waffen nicht möglich.

Lotar Martin Kamm

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Gedankenmanipulation

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Ich wollte immer schon,
oh, es klingelt das Telefon.
Gratulation!
Gedankenmanipulation!
Reise für zwei nach Trient!
Zeitschriften Abonnement
abschließen,
danach Urlaub genießen.
Hotel kostenlos,
und schon geht’s los.

Frühstück frei,
Besuch einer Gerberei.
Verkauf von Lederwaren,
sehr günstig, man kann sparen
viel Geld,
das doch jedem gefällt,
An- und Abreise mit Bus,
mit geringem Obolus,
hundert Euro pro Person,
wo gibt es solch Angebot schon?

Ich wollte so gerne mal verreisen,
mich vom Streß losreißen,
zur Ruhe kommen,
das Gespräch willkommen,
ich konnte mich abreagieren,
den Frust delegieren.
Gedankenmanipulation!
Die beste Befreiungsaktion.
Ihr dürft immer wieder anklingen,
Zeit mich in die Hufen zu schwingen.

Doris Mock-Kamm

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Eskalationen bis zum dritten Weltkrieg?

Botschafter Andrij Melnyk schlägt über die Stränge

Die Nerven liegen blank in Europa, in der Ukraine und den USA. In Russland wohl eher nicht, wo doch die dortige Bevölkerung einem Brainwashing ausgesetzt, welches fatal an George Orwells 1984 erinnert. Wladimir Putin hat die Medien im Lande in der Tasche, delegiert eine Lüge nach der anderen. Inzwischen behauptet er, alle Ukrainer seien Nazis, ein Freifahrtschein für weitere Gräueltaten.

Jetzt hat die ukrainische Führung unmißverständlich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiers Besuchsabsichten vereitelt, SPD-Fraktionschef warnt Ukraine vor „ungebührlicher“ Einmischung. Eine Farce sondergleichen, die keinesfalls gerechtfertigt ist. Das paßt nahtlos zu bisherigen Vorwürfen seitens des Botschafters Andrij Melnyk, der bereits in der Vergangenheit durch dessen ungewöhnlich scharfe Kritik gen bundesdeutscher Regierungspolitiker auffiel.

Wladimir Putin reibt sich jetzt bestimmt die Hände

Wie Jürgen Trittin, der außenpolitische Sprecher der Grünen, daraufhin betonte. Schließlich sei Steinmeier just wieder neugewählt, könne somit der russische Präsident das Vorgehen der Ukraine als Propagandaerfolg werten. Diplomatie gehe weitaus anders, wie auch der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch forderte.

Selbstverständlich kritiserte der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich das Vorgehen als Einmischung in die Innenpolitik Deutschlands. Eine weitere Spaltung Europas entspricht somit Putins Wunschvorstellung, erst recht, wenn man den Verlauf Frankreichs mit Sorge beobachtet. Mit einer Marine Le Pen als neugewählte französische Präsidentin wäre der Despot seinem Ziel wesentlich näher!

Jeder Krieg ist natürlich zu verurteilen

Das gilt für den Ukraine-Krieg aber auch für alle anderen weltweiten kriegerischen Konflikte. Während die Welt mit großer Sorge zum zweitgrößten Land Europas schaut, sollte man keineswegs andere Aggressionen außer acht lassen. Die Zusammenhänge verdeutlichen keine gute Zukunft, wenn man den Fokus anderer Mächte mit hinzuzieht wie z B. China.

Eskalationen bis zum dritten Weltkrieg hysterische Bedenken oder bereits mögliche Realität? Sollte Putins Vernichtungskrieg anhalten bei gleichzeitiger Wunschvorstellung von Lissabon bis Wladiwostok herrschen zu dürfen, dann kann man solche Szenarien nicht einfach wegdenken. Der Westen und die Nato werden mitnichten stillhalten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Kein zurück mehr?

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Dominanz
sucht Wege
der Entfaltung,
Krieg ihr
erklärtes Ziel,
auf daß sich
nichts mehr rege,
Hauptsache Sieg,
Verluste einerlei,
Frieden ihr wohl zuviel.

Demokratie
ein Dorn im Auge
bei Herrenmenschen,
die ihre Macht
ausleben wollen,
Böses ganz entscheidend
alles Gute aussauge,
einer Diktatur entspricht,
in der jede Meinung unterdrückt,
Gefangene in allzu engen Stollen.

Phantasie
bald schon verbannt
auf Erden,
tristes Dasein vorbestimmt,
wer dies verhindern will,
auf daß Widerstand erfolge,
bevor alles dann verbrannt,
der hat diese Gefahr unterschätzt,
sich untergeordnet,
einem despotischen Drill!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kaum jemand überlebt

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Was geht,
wenn die Erde sich dreht?
Nie zu spät,
wenn ein Sturm weht.

Gen Himmel ein Stoßgebet,
im Krieg Mensch fleht.
Hört hin und seht,
was ihr habt gesät!

Welch kriegerisches Gerät,
Reden total aufgebläht.
Was Politiker wohl so tät
mit einer geringeren Diät?

Niemand es dir verrät,
es gibt kaum Solidarität.
Fraglich, wer dabei wen berät,
welch tragische Realität.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Blüte im Schatten

Die Räder standen im Schatten,
keine Menschen es mehr eilig hatten,
Gräueltaten überzogen das Land,
keine Wahrheit galt als Pfand
für ein sorgenfreies Leben,
jetzt galt nur noch das Streben
zur Meisterschaft im Lügen,
in dem man lernte zu betrügen.

Faschismus hieß nun Demokratie,
Diktatoren bewundert, welch Idiotie,
konforme Gedanken die neuen Werte,
Einfältigen dies Ansehen bescherte,
für sie existierte keine Moral,
das Leid anderer, absolut egal,
eine Blume im Schatten wächst,
ihr Anblick Hoffnung in mir keimen läßt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Agrarwende notwendiger denn je

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Nicht nur seit Kriegsbeginn

Denn der Mensch ist, was er ißt. Eine klare, nicht wegzudenkende Erkenntnis, die allerdings zunehmend in Vergessenheit gerät vor lauter Ablenkungen, die unser Leben entscheidend mitbestimmen. Wer einfach im Alltagstrott nicht kritisch genug hinterfragt, der wird spätestens dann eines Besseren belehrt, wenn er selber betroffen die Wirkungen einer bisherigen Ignoranz zu spüren bekommt.

Vor bald fünf Jahren wiesen wir auf eine toxische Belastung hin, die im Viehfutter erschreckende Formen annimmt. Das mag all jene kalt lassen, die auf ihren täglichen Fleischkonsum nicht im Geringsten verzichten möchten, aber wenn dann deren Gesundheit hochgradig gefährdet sie selber betrifft, mag es für etliche bereits zu spät sein. Von GV-Soja zum Glyphosat, welch giftige Cocktails, die alles andere als harmlos zu werten sind!

Die Kaltschnäuzigkeit der Agrarlobbyisten stinkt gen Himmel

Das wissen explizit deren Kritiker, während das einfache Volk sich wohl eher weniger Gedanken darüber macht, was die Agrarindustrie so verzapft. Ganz besonders eine Julia Klöckner hatte einen nicht unwesentlichen Anteil daran, Hauptsache frechweg in Kamares lächeln, der Verbraucher möge schon mal besser die Füße stillhalten. Denkste!

Chris Methmann, Geschäftsführer des Teams „foodwatch Deutschland“, nimmt in einem Gastbeitrag bei der Frankfurter Rundschau Stellung zur Agrarlobby, wie diese den Krieg mißbraucht. Im Grunde genommen nichts Neues mit Blick zur völlig verfehlten Massentierhaltung, die bekanntlich die Umwelt empfindlich zerstört, von einer gesundheitsgefährdeten Ernährung mal ganz zu schweigen. Selbstverständlich ist Tiermast ein Irrweg im Kampf gegen Mangelernährung, wie Methmann betont.

Weg mit Tierfutter- und Biospritproduktion – hin zur Agrarwende

Die nur lauten kann, wieder ein Zurück zur Landwirtschaft, wie diese unsere Äcker prägte. Es hat sich ohnehin schon lange gerächt, die kleineren und mittleren Bauernbetriebe verkümmern zu lassen, um den Agrarriesen Tür und Tor zu öffnen, zusammen mit einer Chemielobby, die rücksichtslos wider die Natur ihre Pestizide und Kunstdünger der Umwelt zufügen.

Natürlich sollte auch einer Lebensmittelverschwendung endlich Einhalt geboten werden, erst recht in Hunger- und Kriegszeiten. Der Kontext zur Abhängigkeit Europas von Putins Einflüssen beinhaltet eine Agrarwende, wenn man schon Erdgas, Erdöl und Kohle nicht mehr aus Russland einführen will, wie Methmann zurecht anführt. Unsere Bundesregierung hat es ein großes Stückweit in der Hand, ihren Versprechungen Taten folgen zu lassen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Verbraucherschutz

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