Panik bei Schwurblern

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Wenn Fake News und Verschwörungen sich erübrigen

Das Schwarz-Weiß-Fernsehen hat ausgesorgt, Farbe in der Glotze schont nicht nur die Augen, sondern gleichwohl die Nerven. Was für ein Teufelszeug, jede neue technische Errungenschaft, sei es die Erde, die plötzlich keine Scheibe mehr, sondern eine Kugel, ein Automobil, welches schneller fährt als jedes Pferd und sich nicht die Beine brechen kann, höchstens mit einem Platten unterwegs ist, oder Fake News im Internet kursieren, die eine Propagandaschlacht vom Feinsten nach sich ziehen.

Im Ergebnis erleben wir jüngst einen Angriffskrieg mitten in Europa, den ein Herr Putin als „militärische Sonderoperation“ bezeichnet, statt die Wirklichkeit seinem Volk bekanntzugeben, die Ukraine soll vernichtet werden. War das nicht der Kleine mit dem schwarzen Schnauzbart, der den totalen Krieg wollte, die Juden vernichtete?! Klar doch, so war das, mitnichten bei Nazis, Schwurblern oder Reichsbürgern, die biegen sich ihre eigene Wahrheit zurecht, egal, was der böse Westen meint, Hauptsache Putin verstehen, Verschwörungen ersinnen.

Nunmehr hat dieser Xavier Naidoo doch tatsächlich reumütig um Ent-schuldigung gebeten, alles nur, weil dessen Frau ukrainische Wurzeln hat, das dortige Leid ihn läuterte. Gar nicht okay für all jene, die den singenden Barden für ihre Zwecke gern brauchen, dieser bisher so wunderbar denen auf den Leim ging. Entsprechend neue Verschwörungen keimen auf, das sei ein Double, nicht der echte Xavier. So so, ganz einfach, solch Basteln an neuen Fake News. Kommt Ihnen bekannt vor, hat doch der blonde Dolle eindrucksvoll über vier Jahre lang in den USA vorgelebt?

Bricht da gerade eine Welt für all die zusammen, die noch dachten, sie könnten ewiglich im simplen Fahrwasser jenes Verschwörungszirkusses dahinplätschern ohne jedwede Gegenwehr? Denkste! Klar doch, ein paar blöde Zeitgenossen glauben auch weiterhin jeden Mist, aber einige kommen inzwischen ins Grübeln, wachen vielleicht auf, daß sie hinters Licht geführt worden waren.

Das wäre doch mal eine Erfolgsmeldung wider die Verblödung, ohne gleich als Genie zu gelten, oder?! Dafür reicht schlicht und ergreifend gesunder Menschenverstand, falls dieser entweder nicht abhandengekommen oder aber wenigstens sich nicht nonstop ablenken läßt. Wie sang Nina Hagen so treffend, ist doch alles so schön bunt hier in der Glotze, oder? Im übertragenen Sinn reicht jenes Muster weit hinein ins Zeitalter des Internets.

Putin schaltet dies einfach ab, wie das in China gleichwohl geschieht. Völker haben stillzuhalten, ihren Despoten zu huldigen. Demokratien werden als das Böse hingestellt, diese seien die Nazis, Autokratien die Erfüllung des Guten. Verkehrte Welt, Mensch als Sklave, Kunst und Kultur verbannt, was für eine kranke Einstellung! Gewalt erzeugt immer Gegengewalt, Gedanken sind frei!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Gewalt bricht sich Bahn

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Gedanken kreisen unentwegt,
suchen händeringend nach Argumenten,
woran es denn läge,
daß Mensch aus Geschichte nicht lernt,
hereinfällt auf die ewiggestrigen Parolen,
ein Blick, ganz verstohlen,
schaut hin zur Jugend,
ob sie denn neugierig hinterfragt,
so vieles wurde doch bereits gesagt,
während eine Le Pen frohlockt,
mit dem Putin frechweg flirtet,
daß es einem graust,
der wie ein Zar in Moskau haust,
die Ukraine vernichten will,
ohne mit der Wimper zu zucken,
Oligarchen feiern sich und ihn,
was für ein dekadenter Spleen,
Hauptsache ihnen geht’s gut,
drum sei mal schön auf der Hut,
bevor Europa erneut sich bekriegt,
am Ende dabei niemand siegt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Krieg mitten in Europa – ein Flächenbrand

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Ein folgenschweres Dilemma

Ostermärsche haben einen Aufwind, wie es ihn schon lange nicht mehr gab. Keinesfalls zufällig, sondern mit dem Vernichtungskrieg Putins erhitzen sich die Gemüter. Während die einen zurecht meinen, man dürfe die Ukraine in diesem grausamen Krieg nicht sich selbst überlassen, Putins Russland ausgeliefert, negieren die anderen solch Treiben, Frieden schaffen ohne Waffen, so deren Lösung. Tatsächlich? Wie soll das fruchten?

Faktisch steht doch von Beginn an fest, ein Despot stellt uns vor vollendete Tatsachen, dessen Einmarsch in die Ukraine bedeutet Vernichtung, das Ende jedweder Diplomatie. Und nun? Eine heftige Debatte über die Haltung der Ostermärsche zum Ukraine-Krieg ist entbrannt. Wen wundert’s, schließlich wurden tatsächlich viele Möglichkeiten in der Politik verpaßt, Kompromisse zu finden und umzusetzen zwischen Russland und Europa. So der O-Ton etlicher Kritiker, das Dilemma damit zu rechtfertigen. Gestaltet sich das so einfach?

Streit zwischen Andrij Melnyk und Sigmar Gabriel spricht Bände

Natürlich kann man der Merkel-Regierung nebst ihrem Außenminister Sigmar Gabriel Fehler und Versäumnisse anlasten, Nord-Stream II zugelassen zu haben, eine Abhängigkeit zu Russland schaffend, um eigene Energieprobleme in den Griff zu bekommen. Zumal dies bereits nicht nur im Nachhinein geschah, weil etliche Stimmen schon bei den Verhandlungen warnend sich äußerten.

Aber was der ukrainsche Botschafter Andri, Melnyk sich jetzt erlaubt, darf man mit Verlaub, als Unverschämtheit nennen, um es noch milde auszudrücken. Ein Diplomat mit dem Rücken zur Wand, schließlich wird im Moment die Ukraine kriegerisch vehement bedroht und nicht Deutschland, sollte ganz vorsichtig mit solchen Anschuldigungen umgehen. Schließlich hat er selbst doch vor kurzem noch das Regiment Asow als „mutige Kämpfer“ bezeichnet. Interessant, ein Haufen Nazis dermaßen in Schutz zu nehmen! Da erübrigen sich alle weiteren Diskussionen, oder?!

Wohin führt uns dieser Krieg?

In eine unkontrollierbare Spirale angesichts eines zunehmenden Wettrüstens, Waffenlieferungen bis hin zum Beitritt der Nato in die Kämpfe? Erst recht, wenn der russische Despot seine Drohungen wahrmacht, zum einen bis Lissabon dessen Reich vergrößern zu wollen oder gar eigene Atombomben einzusetzen? Ein solches Szenario möchte sich niemand wirklich vorstellen.

Aber mit Friedensdemos kann man einen Wladimir Putin wahrlich nicht stoppen, auch nicht, in dem man die Ukraine sich selbst überläßt. Wenn er diese besiegt hat, setzt er seinen kriegerischen Kurs fort, ohne wenn und aber, da helfen auch keine diplomatischen Gespräche mehr. Natürlich wollen wir alle in einer friedlichen Welt leben. Aber wenn da nur einer ist, der dies verhindert, was wäre die Alternative?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Ostern 2022

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Frieden schaffen ohne Waffen unmöglich

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Ein Despot stellt uns vor vollendete Tatsachen

Kriegsrhetorik in aller Munde, von den Linken bishin ohnehin zu den Rechtsextremen, die Grünen ducken sich gleichwohl nicht mehr weg, Sozialdemokraten gespalten zwischen schweren Waffen der Ukraine liefern oder eben nicht. Eine Union mit Friedrich Merz tönt laut, läßt kein gutes Haar an Olaf Scholz. Wen wundert’s. Hofreiter und Merz greifen Scholz scharf an, welch denkwürdige Allianz.

Wohin führt uns jener erste Angriffskrieg Europas seit dem Zweiten Weltkrieg? Mit zunehmender Eskalation, und es spricht leider sehr viel dafür, direkt in einen Konflikt der Russen mit der Nato? Putin ein Scharfmacher, der ganz gezielt genau das will, obendrein mit den Chinesen liebäugelt, die er hinter sich wähnt. Welch gefährliches Szenario, dem der dritte Weltkrieg folgen kann.

Bewaffnung der Ukraine oder etwa doch nicht?

Die Frage stellt sich nicht mehr, das westliche Staatenbündnis beliefert die angegriffene Ukraine längst, gleichzeitig werden auch schwere Waffen von Deutschland gefordert, wobei Olaf Scholz noch zögert. Ganz im Sinne einer Friedensbewegung? Barbara Heller aus dem Vorstand des Friedensforums erklärt hier im Interview, warum sie eine Bewaffnung der Ukraine ablehnt.

Wer meint, ein Wladimir Putin würde sich dadurch beeindrucken lassen, oder man könne ihn gar milde stimmen, der irrt gewaltig. Was sollen wir von einem Despoten halten, der gestern noch argumentierte, ukrainische Nazis bekämpfen zu wollen, um nach eigenem gescheitertem Blitzkrieg jetzt zu lamentieren, alle Ukrainer seien Nazis? Nichts! Ein solcher Herrscher wird gnadenlos sein Ziel durchsetzen, egal was irgendwelche Friedensaktivisten hierzulande wollen.

Wer nur zuschaut, mache sich mitschuldig

So argumentiert Robert Habeck. Zurecht. Natürlich sollte bei den Ostermärschen deutlich werden, daß diese sich gegen Putins Krieg richten. Selbst Wolfgang Thierse bestätigt mit Blick auf die Ostermärsche das Recht der Ukrainer auf Selbstverteidigung. Das Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ sei aktuell eine Arroganz gegenüber den Menschen in der Ukraine, Pazifismus auf Kosten anderer wertet er als zynisch.

All jene, die heute Waffenlieferungen gen Ukraine ablehnen, vor allem mit der Argumentation, sie würden nicht zum Frieden führen, mögen sich vor Augen halten, wie sie selber reagieren, wenn sie direkt bedroht würden. Mit wegducken und „Peace“ rufen? Das käme einem Selbstmord gleich. Das Recht auf Selbstverteidigung steht, ohne Waffen nicht möglich.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Gedankenmanipulation

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Ich wollte immer schon,
oh, es klingelt das Telefon.
Gratulation!
Gedankenmanipulation!
Reise für zwei nach Trient!
Zeitschriften Abonnement
abschließen,
danach Urlaub genießen.
Hotel kostenlos,
und schon geht’s los.

Frühstück frei,
Besuch einer Gerberei.
Verkauf von Lederwaren,
sehr günstig, man kann sparen
viel Geld,
das doch jedem gefällt,
An- und Abreise mit Bus,
mit geringem Obolus,
hundert Euro pro Person,
wo gibt es solch Angebot schon?

Ich wollte so gerne mal verreisen,
mich vom Streß losreißen,
zur Ruhe kommen,
das Gespräch willkommen,
ich konnte mich abreagieren,
den Frust delegieren.
Gedankenmanipulation!
Die beste Befreiungsaktion.
Ihr dürft immer wieder anklingen,
Zeit mich in die Hufen zu schwingen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Eskalationen bis zum dritten Weltkrieg?

Botschafter Andrij Melnyk schlägt über die Stränge

Die Nerven liegen blank in Europa, in der Ukraine und den USA. In Russland wohl eher nicht, wo doch die dortige Bevölkerung einem Brainwashing ausgesetzt, welches fatal an George Orwells 1984 erinnert. Wladimir Putin hat die Medien im Lande in der Tasche, delegiert eine Lüge nach der anderen. Inzwischen behauptet er, alle Ukrainer seien Nazis, ein Freifahrtschein für weitere Gräueltaten.

Jetzt hat die ukrainische Führung unmißverständlich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiers Besuchsabsichten vereitelt, SPD-Fraktionschef warnt Ukraine vor „ungebührlicher“ Einmischung. Eine Farce sondergleichen, die keinesfalls gerechtfertigt ist. Das paßt nahtlos zu bisherigen Vorwürfen seitens des Botschafters Andrij Melnyk, der bereits in der Vergangenheit durch dessen ungewöhnlich scharfe Kritik gen bundesdeutscher Regierungspolitiker auffiel.

Wladimir Putin reibt sich jetzt bestimmt die Hände

Wie Jürgen Trittin, der außenpolitische Sprecher der Grünen, daraufhin betonte. Schließlich sei Steinmeier just wieder neugewählt, könne somit der russische Präsident das Vorgehen der Ukraine als Propagandaerfolg werten. Diplomatie gehe weitaus anders, wie auch der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch forderte.

Selbstverständlich kritiserte der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich das Vorgehen als Einmischung in die Innenpolitik Deutschlands. Eine weitere Spaltung Europas entspricht somit Putins Wunschvorstellung, erst recht, wenn man den Verlauf Frankreichs mit Sorge beobachtet. Mit einer Marine Le Pen als neugewählte französische Präsidentin wäre der Despot seinem Ziel wesentlich näher!

Jeder Krieg ist natürlich zu verurteilen

Das gilt für den Ukraine-Krieg aber auch für alle anderen weltweiten kriegerischen Konflikte. Während die Welt mit großer Sorge zum zweitgrößten Land Europas schaut, sollte man keineswegs andere Aggressionen außer acht lassen. Die Zusammenhänge verdeutlichen keine gute Zukunft, wenn man den Fokus anderer Mächte mit hinzuzieht wie z B. China.

Eskalationen bis zum dritten Weltkrieg hysterische Bedenken oder bereits mögliche Realität? Sollte Putins Vernichtungskrieg anhalten bei gleichzeitiger Wunschvorstellung von Lissabon bis Wladiwostok herrschen zu dürfen, dann kann man solche Szenarien nicht einfach wegdenken. Der Westen und die Nato werden mitnichten stillhalten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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