Spielverlust

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Bild von Dominique Gaquiere auf Pixabay

Er muß gehen, der Held,
da nützt ihm nicht all sein Geld,
schließlich obsiegt das Gesetz
trotz manch schräger Hetz‘.

Er darf das Land verlassen,
pfeifen Spatzen in vielen Gassen,
zumal die Medien sich überschlugen,
es in die Welt hinaustrugen.

Keine Chance zum 21. Grand Slam,
das weiß jetzt jeder Fan,
Hochmut kommt vor dem Fall,
in der Tenniswelt war’s ein Knall.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Russische Defensive kurz vor offensiven Kurzschlußreaktionen

Weltfrieden gefährdeter denn je 

Die historische Gelegenheit wurde verpaßt, allen voran seitens des Westens, der gezielt Russland im Stich ließ, als die UdSSR sich auflöste nach dem Fall der Mauer. Dennoch war von Beginn an jenes größte Reich auf Erden noch nie wirklich regierbar, was sich letztlich ständig rächt mit Blick zu all dem Leid im Lande. Allerdings bekleckern sich die USA keineswegs mit Ruhm, wenn man die latent steigende Armut in der größten Wirtschaftsnation dort betrachtet.

„Wir brauchen keinen Frieden um jeden Preis“, bemerkt Russlands Ständiger OSZE-Vertreter Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag bei einer Sitzung der Organisation in Wien. Falls die geforderten Sicherheitsgarantien seitens des Westens nicht erfolgen sollten, würde Russland wohl Streitkräfte in Kuba stationieren. Erinnerungen an der Kuba-Krise flammen auf. Steht die Weltgemeinschaft erneut vor einem Desaster, welches sie dachte, überwunden zu haben?

Sergej Rjabkow zieht negative Bilanz – Putins Russland mit dem Rücken zur Wand

Darf man bereits von einem Scheitern der Verhandlungen sprechen? Zumindest zieht der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow eine negative Bilanz, sieht eine Sackgasse, die sein Land mit entsprechenden „anderen Maßnahmen und Techniken“ beantworten werde. Dies kommt einer Drohung gleich, die keinesfalls diplomatischen Gepflogenheiten entspricht.

Gleichzeitig nicht unbedingt verwunderlich, wer sich die Lage in Putins Russland vergegenwärtigt. Bereits im Herbst 2020 offenbarte Irina Slawinas Selbstmord Putins dikatorischen Kurs, der schon länger gut vorbereitet wird. Dies drückt sich daher auch mit dessen Bild vom Macho aus, von wegen freie Liebe – in Russland herrschen weiterhin Männer, und zwar mit allen Konsequenzen. Dabei hat Russlands Revolte viele Gesichter, die alles andere als Wladimir Putin in den Kram passen dürften. Man kann somit nicht ausschließen, daß solche Kriegsszenarien wie der Einmarsch in die Ukraine ihm hilfreich sind, um das eigene Volk zu blenden, abzulenken von den schier unlösbaren Problemen.

Ein Zurück zur UdSSR die Option seitens Putin?

Insofern eine Verzweiflungstat, weil der „böse Westen“ ihn demokratisch-diplomatisch in die Ecke drängt, dazu nötigt? Aus der Sicht von Wladimir Putin durchaus denkbar, zumal er kaum Bemühungen aufzeigt, Entspannungen voranzutreiben, viel eher Öl ins Feuer gießt mit Blick gen Ukraine, den Drohungen von Stationierungen in Kuba und Venezuela.

Schlimm genug, daß die USA bereits weltweit die meisten Militärbasen errichtet haben, es ihnen gleichtun zu wollen, ist wohl der verkehrte Weg. In all den Erwägungen fließt nicht mal die Rolle Chinas mit ein. Der Weltfrieden ist per se gefährdeter denn je, somit die dritte lebensbedrohliche Säule neben Pandemien und den Gefahren des Klimawandels.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Illusion von Liebe gezielter Hohn

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Bild von Eder Andrei Poma auf Pixabay

Von wegen Fairneß,
davon kann kaum die Rede sein.
Wo man hinschaut Streß,
du fühlst dich oft ganz klein.

Von wegen Freiheit,
die begrenzt der Alltag.
Egal wie friedlich, doch Streit,
der meist gezielt im Argen lag.

Von wegen Demokratie,
die wird in Frage gestellt.
Immer mehr streben an Autokratie,
weil denen ein Führer gefällt.

Von wegen Kreativität,
die gefördert werden soll.
Einsicht erfolgt meist zu spät,
es herrscht haßerfüllter Groll.

Von wegen Menschlichkeit,
die existiert oft nur auf dem Papier.
Bald scheint es wohl wieder soweit,
im globalen Jetzt und Hier.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bis zur Nacht

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Bild von Jerzy Górecki auf Pixabay

Schritte schlagen
auf die Mauern,
schier endlose,
treten fest,
was bereits
auf hartem Grund.

Haare kleben feucht
an den Wangen,
festgezurrte Fahnen,
flattern
nur bei Wind
für Freiheit.

Der Boden
ohne Wurzeln,
gestampft
bei jedem Schritt,
gefangene Fahnen,
Freiheit zerfleddert.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ruß verschmiert der Himmel

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Bild von Gerhard Bögner auf Pixabay

Ich laß mich schweben,
richtig gehört,
ich schwebe nicht,
ich laß mich schweben
zu der Kirsche Baum.
Dort ganz oben
auf dem einsamen
höchsten Blatt
schaue ich zu der Spitze
des Turms der Uhr.
Die Zeit bimmelt
aus ihm, damit alle
zu seiner Größe aufseh’n,
dahinter, dahinter,
da hinten raucht’s.
Qualm steigt
in den Himmel,
Ruß verschmiert
mit seinem Grau,
den Blick fürs Weite.
Die Glocke schellt,
der Turm erzittert,
es ist wieder Zeit,
zu bewundern
ihren Klang.
Ich laß mich treiben,
ich treibe nicht,
ich laß mich treiben
mit dieser verruchten Melodie,
auf Wellen strömender Tränen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Auf Buchstaben wälzen

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Bild von ShonEjai auf Pixabay

Ich nehme kein Blatt vor den Mund,
es ist so erfrischend,
Laub mit den Füßen aufwirbeln,
befreit so,
sich in Blätterhaufen schmeißen,
ist so umwerfend,
lesen, bis die Buchstaben schwinden,
es ist so traumhaft,
Gedanken zeichnen auf dem Papier,
so anregend,
in den gemalten Wörtern spazieren,
ist so belebend.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schluss mit Einflüssen wider gesunden Menschenverstand

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Wikimedia Commons CC BY 2.0

Novak Đoković mit Sicherheit kein Jesus

Doch manche Gesellen können es einfach nicht lassen, ihr Ego auf die Spitze zu treiben. Sie seien der Mittelpunkt des Geschehens, besonders wenn alle Augen auf sie gerichtet wie Novak Đoković, die Nummer Eins im Herren-Tennis. Sein Pech, daß Australien hartnäckig und völlig zurecht dessen Teilnahme an den Australien Open verweigert, weil der werte Herr sich nicht impfen lassen will.

Wie ein trotziges Kind hält er dagegen, zieht gar vor Gericht. Die australische Regierung kontert entschieden mit deutlichen Worten. Trotz eventuellem Gerichtsentscheid zu dessen Gunsten schließt sie eine erneute Festsetzung nicht aus, denn Ausnahmegenehmigung hin oder her, es liege am Ermessen der Regierung, wie sie sich verhalten möge. Gut so, das ist mal eine Konsequenz wie wir sie an anderen Stellen missen.

Prominenz die rote Karte zeigen

Das stellt jene politische Haltung in Australien dar. Ein deutliches Beispiel wie Politik reagieren kann und vor allem sollte. Das würden sich etliche auch hierzulande wünschen. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, aber mitnichten zu Lasten der Solidargemeinschaft, die nicht im Geringsten daran interessiert sein kann, unser Leben zu gefährden, insofern sich an den Maßnahmen aktiv beteiligt, dem Coronavirus zu totzen. Mit Impfweigerung und Sinnlosspaziergängen mit hohem Gewaltpotenzial ist es nicht getan.

Im Gegenteil, dies bedeutet letztlich eine willkommene Gelegenheit für rechtsextreme Wesen, die alles dransetzen, jene Coronaleugner für ihre Zwecke zu benutzen. Novak Đokovićs Vater vergleicht seinen Sohn mit Jesus, göttliche Verkörperung ob dessen Tennisbegabung. Welch protzige Übertreibung, die fern jedweder Realität. Ein Kult, den wir schon lange überwunden haben, außer man beobachtet jene Sektiererei, die just in Krisen wie der Corona-Pandemie wieder einen gewissen Zulauf erhält, weil manch Orientierungslose sich Halt versprechen in solchen Gemeinschaften.

Baden-Württembergs Innenminister hat deutliche Worte

Die man durchaus auch von der neuen Bundesregierung fordern darf. „So fängt Terror an“, verkündet Thomas Strobl, der Innenminister von Baden-Württemberg. Und zwar im Zusammenhang der Querdenker, Rechtsextremisten oder Reichsbürger, die gern mitmarschieren bei den sogenannten Spaziergängen gegen die Corona-Maßnahmen. Es müsse gegen deren Radikalisierung entschiedener vorgegangen werden.

Endlich wird mal das ausgesprochen, was schon lange ansteht. Jetzt müssen halt den Worten Taten folgen. Die australische Regierung hat es gezeigt, in anderen europäischen Ländern werden Corona-Maßnahmen härter durchgesetzt als hierzulande. Die Forderung an die neue Bundesregierung verbleibt, wollen wir hoffen, daß sie ihr zögerliches Verhalten endlich ändert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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