Zwischen Möglichkeiten

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Bild von kalhh auf Pixabay

Menschen aussortieren
Gedanken verlieren
Fragen verführen
Farben rühren
Schock stieren
Ideen kreieren

Veränderung zulassen
Freiheit hassen
Antworten verpassen
Gemälde anfassen
Tote in Straßen
Kinder bespaßen

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wenn’s ums Geld geht…

…werden feuchte Träume wahr

Alles klar? Nö, Sie befinden sich keineswegs auf nem Basar. Auch in der Nähe entdecken wir keinen Altar. Nur, wenn man bedenkt, wie sich jener Blackrockman Merz verrenkt, geschenkt, der hat schon zu viele abgelenkt, die ihm auf dem Leim gingen, an dessen schmalen Lippen hingen. Man könnte davon so manch Liedlein singen.

Inzwischen warnt der frischgebackene CDU-Chef davor, die Russen aus dem internationalen Zahlungsverkehr auszuschließen. Ihn scheint auch die Politik unserer Außenministerin zu verdrießen. Na, er muß es ja wissen, hat etliche in der Vergangenheit dreist beschissen. Nicht vordergründig absehbar, vielmehr machte er sich einfach in der Politik erst mal rar.

Laut Merz mögen es für die Ukraine möglichst gezielte Waffen richten. Sicher doch, damit läßt sich stets simpelst schlichten?! Seit wann bestimmt die Opposition den bundesdeutschen Ton? Mitnichten. Das hätte der Merz gern, daß man auf ihn hören mag. Das liegt aber der Ampelkoalition dermaßen fern, da kann er warten bis zum jüngsten Tag.

Immer schön die Füße stillhalten, möchte man ihm dringendst anraten. Schließlich sind wir hier nicht im Kindergarten. Du bekommst dein Förmchen nicht zurück, egal wie finster dein Blick!

Mag ja sein, daß in seinen Augen Kohle ein wichtiger Aspekt, och wenn nebenan wird lästig verreckt. Doch die Welt tickt schon zu lang mit jenem gefährlich kriegerischen Run. Irgendjemand muß diesen Kreislauf stoppen, und sei es nur, ihn, wo immer möglich, zu foppen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Spielverlust

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Er muß gehen, der Held,
da nützt ihm nicht all sein Geld,
schließlich obsiegt das Gesetz
trotz manch schräger Hetz‘.

Er darf das Land verlassen,
pfeifen Spatzen in vielen Gassen,
zumal die Medien sich überschlugen,
es in die Welt hinaustrugen.

Keine Chance zum 21. Grand Slam,
das weiß jetzt jeder Fan,
Hochmut kommt vor dem Fall,
in der Tenniswelt war’s ein Knall.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Russische Defensive kurz vor offensiven Kurzschlußreaktionen

Weltfrieden gefährdeter denn je 

Die historische Gelegenheit wurde verpaßt, allen voran seitens des Westens, der gezielt Russland im Stich ließ, als die UdSSR sich auflöste nach dem Fall der Mauer. Dennoch war von Beginn an jenes größte Reich auf Erden noch nie wirklich regierbar, was sich letztlich ständig rächt mit Blick zu all dem Leid im Lande. Allerdings bekleckern sich die USA keineswegs mit Ruhm, wenn man die latent steigende Armut in der größten Wirtschaftsnation dort betrachtet.

„Wir brauchen keinen Frieden um jeden Preis“, bemerkt Russlands Ständiger OSZE-Vertreter Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag bei einer Sitzung der Organisation in Wien. Falls die geforderten Sicherheitsgarantien seitens des Westens nicht erfolgen sollten, würde Russland wohl Streitkräfte in Kuba stationieren. Erinnerungen an der Kuba-Krise flammen auf. Steht die Weltgemeinschaft erneut vor einem Desaster, welches sie dachte, überwunden zu haben?

Sergej Rjabkow zieht negative Bilanz – Putins Russland mit dem Rücken zur Wand

Darf man bereits von einem Scheitern der Verhandlungen sprechen? Zumindest zieht der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow eine negative Bilanz, sieht eine Sackgasse, die sein Land mit entsprechenden „anderen Maßnahmen und Techniken“ beantworten werde. Dies kommt einer Drohung gleich, die keinesfalls diplomatischen Gepflogenheiten entspricht.

Gleichzeitig nicht unbedingt verwunderlich, wer sich die Lage in Putins Russland vergegenwärtigt. Bereits im Herbst 2020 offenbarte Irina Slawinas Selbstmord Putins dikatorischen Kurs, der schon länger gut vorbereitet wird. Dies drückt sich daher auch mit dessen Bild vom Macho aus, von wegen freie Liebe – in Russland herrschen weiterhin Männer, und zwar mit allen Konsequenzen. Dabei hat Russlands Revolte viele Gesichter, die alles andere als Wladimir Putin in den Kram passen dürften. Man kann somit nicht ausschließen, daß solche Kriegsszenarien wie der Einmarsch in die Ukraine ihm hilfreich sind, um das eigene Volk zu blenden, abzulenken von den schier unlösbaren Problemen.

Ein Zurück zur UdSSR die Option seitens Putin?

Insofern eine Verzweiflungstat, weil der „böse Westen“ ihn demokratisch-diplomatisch in die Ecke drängt, dazu nötigt? Aus der Sicht von Wladimir Putin durchaus denkbar, zumal er kaum Bemühungen aufzeigt, Entspannungen voranzutreiben, viel eher Öl ins Feuer gießt mit Blick gen Ukraine, den Drohungen von Stationierungen in Kuba und Venezuela.

Schlimm genug, daß die USA bereits weltweit die meisten Militärbasen errichtet haben, es ihnen gleichtun zu wollen, ist wohl der verkehrte Weg. In all den Erwägungen fließt nicht mal die Rolle Chinas mit ein. Der Weltfrieden ist per se gefährdeter denn je, somit die dritte lebensbedrohliche Säule neben Pandemien und den Gefahren des Klimawandels.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Illusion von Liebe gezielter Hohn

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Bild von Eder Andrei Poma auf Pixabay

Von wegen Fairneß,
davon kann kaum die Rede sein.
Wo man hinschaut Streß,
du fühlst dich oft ganz klein.

Von wegen Freiheit,
die begrenzt der Alltag.
Egal wie friedlich, doch Streit,
der meist gezielt im Argen lag.

Von wegen Demokratie,
die wird in Frage gestellt.
Immer mehr streben an Autokratie,
weil denen ein Führer gefällt.

Von wegen Kreativität,
die gefördert werden soll.
Einsicht erfolgt meist zu spät,
es herrscht haßerfüllter Groll.

Von wegen Menschlichkeit,
die existiert oft nur auf dem Papier.
Bald scheint es wohl wieder soweit,
im globalen Jetzt und Hier.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bis zur Nacht

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Schritte schlagen
auf die Mauern,
schier endlose,
treten fest,
was bereits
auf hartem Grund.

Haare kleben feucht
an den Wangen,
festgezurrte Fahnen,
flattern
nur bei Wind
für Freiheit.

Der Boden
ohne Wurzeln,
gestampft
bei jedem Schritt,
gefangene Fahnen,
Freiheit zerfleddert.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ruß verschmiert der Himmel

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Bild von Gerhard Bögner auf Pixabay

Ich laß mich schweben,
richtig gehört,
ich schwebe nicht,
ich laß mich schweben
zu der Kirsche Baum.
Dort ganz oben
auf dem einsamen
höchsten Blatt
schaue ich zu der Spitze
des Turms der Uhr.
Die Zeit bimmelt
aus ihm, damit alle
zu seiner Größe aufseh’n,
dahinter, dahinter,
da hinten raucht’s.
Qualm steigt
in den Himmel,
Ruß verschmiert
mit seinem Grau,
den Blick fürs Weite.
Die Glocke schellt,
der Turm erzittert,
es ist wieder Zeit,
zu bewundern
ihren Klang.
Ich laß mich treiben,
ich treibe nicht,
ich laß mich treiben
mit dieser verruchten Melodie,
auf Wellen strömender Tränen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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