Voll daneben – in BlackRockmanier

Am besten ganz abschaffen,
die Sozialsysteme,
ginge es nach Friedrich Merz,
sind nur für Bequeme,
sagt der Kanzler ohne Herz,
Hauptsache Reiche raffen.

Migrationskritisch, was für ein Wort,
müsse die SPD sich positionieren,
wie der Kanzler in Osnabrück betont,
die Union hat nichts zu verlieren,
insofern niemand mehr schont,
Deutschland somit ein unsicherer Ort.

Wer den Sozialstaat gezielt abbaut,
hat das Wesen guter Politik nicht verstanden,
Merz und Co. richten sich nach Nazisprech,
Humanismus kommt abhanden,
wer nicht sputet, hat daher Pech,
Bequemlichkeit einfach tatenlos zuschaut.

Flüchtlinge werden explizit kriminalisiert,
angeblich um rechtsradikale Stimmen zu erhalten,
obwohl wir Migranten dringend brauchen,
Konservative lassen Haß schalten und walten,
notfalls hinter simplen Phrasen abtauchen,
ganz simpel und ungeniert dies passiert.

Wohin solch Treiben schon bald führt,
können wir in den USA bereits sehen,
mit Trump und Vance endet die größte Demokratie,
was muß denn noch alles geschehen,
um zu stoppen jede weitere Autokratie?
Wer weiter zögert, der am Ende alles verliert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Dieser Deal taugt nicht viel

Die Welt steht Kopf,
du armer Tropf,
was gestern galt,
heute anders schallt.

Haste einen Trump in der Flasche,
glänzt ein Putin in jeder Tasche,
wenn diese Busenfreunde brillieren,
hat die freie Welt alles zu verlieren.

Solange Mutter Erde tatenlos zuschaut,
wird Menschheit ihrer Freiheit beraubt,
weil Eliten stets nur an sich selbst denken,
den Karren in jede Schlammschlacht lenken.

Drum haben freie Geister es erneut in der Hand,
zu verhindern jene offensichtliche Schand.
Verpassen sie die letzte Gelegenheit,
wäre totale Zerstörung nunmehr soweit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Lobhudelei zur 100-Tage-Ära

Es hinkt so manch Vergleich in Merzens Reich

Heute darf der zehnte Bundeskanzler, – er ist der neunte, die Bundeskanzlerin sollten wir bloß nicht ignorieren -, nach hundert Tagen im Amt zurückblicken, dabei voller Inbrunst selbstgefällig nicken, während heute die Welt gen Alaska stiert, dort wohl bekanntlich Wesentlicheres passiert. Schließlich trifft sich dann Trump mit Putin, allerdings fraglich der tiefere Sinn, dies gehört jetzt nicht hier hin.

Merz janz behende faselt von seiner Wirtschaftswende, nun denn, wer das Bürgergeld zusammenstreichen läßt, der simpelst wie eh und je gern nach unten tretend hetzt. Dabei die eigentlichen Schmarotzer mal wieder mit Steuergeschenken überhäuft, Hauptsache der Laden der ewiglich reichen Eliten läuft. Während die Union etwas von Neiddebatten in den Raum wirft, manch Rentner in der Gosse aus leeren Pfanddosen Reste schlürft. Einerlei, dem Merz interessiert keen Konterfei, er hat sich durch BlackRock lange schon gesundgestoßen, wähnt sich politisch bei den Großen.

Mit Blick zu Dobrindts krimineller Migrantenpolitik setzt Menschenrechtsverfechtern das Herz in der Brust oftmals aus, es wird jedoch ein Schuh daraus, weil die Ähnlichkeit zur Trumppolitik nunmehr wirkt janz chic, was übern Teich per Dekret funktioniert, kopiert man hierzulande völlig ungeniert. Es interessiert mitnichten die Herren der Union der Europäische Gerichtshof, deren Bestimmung erklärt man schlichtweg für doof, Hauptsache die Nazis nachgeäfft, der Linksgrün Versiffte ohnehin nur kläfft. Mit Blick in die Vergangenheit sind wir mal wieder soweit: Union und Nazis in trauter Einigkeit.

Da darf sich Merz nun mal auf die Schulter klopfen, dessen angebliche Brandmauer umrankt vom süffigen Hopfen, der tröge Wähler es ohnehin nicht merken tut, schließlich funzt das geschmierte Medienspektakel vortrefflich gut. Mit einem Jens Spahn kurzerhand abgelenkt, wird simpelst jede Kritik an den Nagel gehängt. Was interessieren Richterinnen wie Frauke Brosius-Gersdorf fürs Verfassungsgericht, wenn jene bösartig verpöhnt werden in verfälschtes Licht. Diese geplante Rechnung ging simpelst auf, Merz, Spahn und Co sich daraufhin einen sauf.

Wie war dies nochmal beim Ampelbashing vor der Wahl? Ach ja, die Medien saßen größtenteils im selben Boot, politische Aufrichtigkeit gleicht einem Verbot, denn wer jene Macht ausüben will, gehorcht strikt ganz schrill dem rechtsradikalen Drill. Die Frau zurück zu Heim und Herd, der Herr per Steigbügel auf dem Pferd, schließlich sind wahre Männer dies wert. Wie war das nochmal mit Demokratie? Eine verklärte Phantasie. Durch Merz wird Autokratie wiedererweckt, wer Kritik ausheckt, am Ende letztlich verreckt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Ihre Mitte

Image by brokerx from Pixabay

Sie wartete.
Auf wen?
Auf was?
Sie wußte
es nicht.

Vor ihr
der glitzernde See.
Sie, die Mitte.
Hinter ihr
schattenschwarze Bäume.

Sie wartet.
Auf wen?
Auf was?
Sie weiß,
nicht auf euch.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Von Frieden keine Spur

Er ist so widerlich,
dieser Wüterich.
Fordert Gebiete,
diese politische Niete,
von der Ukraine,
als ob seine Sonne schiene.

Dieser selbstgefällige Kriegsherr
sich keinesfalls um Frieden scher.
Der blonde Dolle ihm beiseitesteht,
bei dem sich alles um MAGA dreht.
Beide ignorieren das Völkerrecht,
ihnen zu folgen, sich rächt.

Wenn Weltpolitik dies zuläßt,
wird sie simpelst erpreßt.
Denn wer Demokratien abschafft,
dabei stets eigene Pfründe rafft.
Stets bestimmt das Geld die Macht,
welches wiederum Menschen auslacht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Heute konservativ und morgen wieder rechtsradikal

Deutschland zwischen Realität und Schweigen

Was haben wir noch gelächelt, als die Nazis weit entfernt von den 5 Prozent, später mit weit unter 15 Prozent in den Deutschen Bundestag saßen, nachdem zuvor Pegida wohl entscheidend dazu verhalf, vom bürgerlich-konservativen Shitstorm mal ganz zu schweigen. Diese Zeiten haben sich inzwischen längst geändert, besonders durch freundliche Unterstützung einer Union, die doch unter Merz noch per Brandmauer für die Halbierung dieser Nazis sorgen wollte.

Fehlanzeige. Mit Blick zur jüngsten Forsa-Umfrage liegen Union und AfD gleichauf mit 25%. Dem konservativ-rechtsradikalen Lager gönnt der deutsche Wähler die Hälfte seiner Stimmen. Ein Skandal par excellence, erst recht nach den dunklen Jahren des letzten Jahrhunderts. Kein Aufschrei, dafür nach unten treten, wo immer möglich. Gegen Migranten, Bürgergeldempfänger, Rentner und Queere Menschen. Weil es so simpel ablenkt von eigenen Verfehlungen bishin zum ewiglich leidlichen Thema, daß Überreichtum eben Armut nach sich zieht!

Dabei gewinnen die Grünen laut Forsa gar 0,4% hinzu, die Linken 3,2%, allerdings die Nazis gleich 4,2%. Tragisch, wie leicht der deutsche Wähler Lug und Trug schlichtweg ignoriert, wobei die ÖR ganz sicher ihren unentschuldbaren Anteil hatten, siehe Sommerinterview mit dieser Frau Weidel! Nicht verwunderlich hinsichtlich einer Christine Strobl, Programmdirektorin der ARD.

Doch was bedeuten solche Prognosen? Nichts Gutes. Erst recht mit Blick zur nächsten offiziellen Bundestagswahl im Herbst 2029. Bis dahin sollte die derzeitige KleiKo genug Gelegenheiten haben und wahrnehmen, diese Nazis zu stoppen. Das Parteiverbotsverfahren gegen die AfD wäre mal eine sinnvolle, vor allem längst überfällige Option. Aber genau dies weiß die Union unter Merz zu verhindern. Mit den stets lächerlichen Argumenten, es würde genauso enden wie damals bei der NPD. Nonsens.

Was verbleibt, ein äußerst fader Beigeschmack mit deutlich sichtbaren Indizien, denken wir an die Spahn-Klöckner-Connection, diese Seilschaften mit rechtsradikalen, unübersehbaren Anstößen, wobei noch die Nähe zu Trump das Ganze empfindlich abrundet. Wer jetzt noch glaubt, dies würde sich irgendwie einrenken, wir leben doch in demokratischen Zeiten, sollte mal genauer hinschauen und nicht ständig diese deutlichen Vorkommnisse ignorieren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Mason Storms „Saint or Sinner?“ eine gelungene Provokation

Wenn Politik versagt, haben Künstler es in der Hand

Endlich mal eine scharfe Kritik gen Trump, ausgerechnet und äußerst sinnvoll in der Schweiz. Künstler schlägt Trump-Figur ans Kreuz, wie T-Online jüngst berichtet. Obendrein hatte jener 47. US-Präsident kürzlich die Eidgenossen mit hohen Zöllen versehen, im Gegensatz zur EU müssen sie statt 15 Prozent mit einem Zollsatz von 39 Prozent zurechtkommen. Mit diesem Zollsatz stünde die exportstarke Schweiz unter allen Wirtschaftsnationen am schlechtesten da, wie die Frankfurter Allgemeine berichtet.

Schon wieder erhält jener US-Präsident seine erwünschte Aufmerksamkeit, könnte man kommentieren. Was schließlich gar stimmt. Aber negative Aufmerksamkeit kann ohne Weiteres auch dazu führen, in den Fokus gezielter Kritik zu rücken, die obendrein mit entsprechendem Fingerspitzengefühl und gezielter Hingabe diesem empfindlich eine auszuwischen vermag. Genau das hat Mason Storm hiermit erreicht.

Kein Pornostar, aber mit Sicherheit ein ziemlich authentischer Künstler

Natürlich sollte niemand Mason Storm mit der gleichnamigen Porno-Darstellerin verwechseln, die u.a. beim Pornofilm Big Wet Asses in der 5. Szene fleißig mitmischte. Das wäre allzu billig, zumal der vielseitige Künstler Mason Storm mit schwarzer Maske sich nur zeigt, seitdem er im Jahr 2010 ankündigte, das Gesicht des Künstlers Banksy auf einem Ölgemälde zu enthüllen. Obwohl jene Kampagne ein Marketingtrick war, schien sie offensichtlich zu funktionieren. Natürlich mag er den Streetart-Künstler Banksy, der weiterhin großen Wert auf die eigene Anonymität legt.

Kein Wunder, daß der ca. 7 Jahre jüngere Mason Storm diesem es gleichtun will. Ganz offensichtlich bereits mit Erfolg, der ihm unbedingt gegönnt sei, erst recht, wenn dieser dermaßen gezielt Donald Trump bloßstellt.

Kunst ist alles, was man sich erlauben kann!

So die Antwort Mason Storms in einem Interview mit Sami Wakim, dem Gründer und Herausgeber von Street Art United States, einer Online-Community zur Unterstützung von Straßenkünstlern. Recht hat Mason. Kunst darf man zu keinem Zeitpunkt einen Maulkorb, ein Verbot verpassen, sie hat alle Rechte, der Welt den Spiegel vorzuhalten, wenn schon Realpolitiker versagen, zumal besonders Autokraten Demokratien gezielt bekämpfen.

Mögen die Schweizer sich erst recht sträuben, zumal die Galeristin Melanie Breznik mutig sich der Basler Zeitung gegenüber äußerte, Mason Storms Werk sei „radikal vieldeutig“. Gut so.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kulturelles

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