Hexperten statt Exkremente

Futureteam verhilft Laschet auf den Thron

Gar zünftig soll es zugehen, nicht nur beim Sitzen, Diskutieren oder Herumstehen. Wollen doch mal sehen, was da drei Wochen vor der BTW wird noch so alles geschehen. Die Lusche… äh… der Laschet schnürt ein scheinbar sicheres Paket, es sei längst nicht zu spät, um den Sozen Paroli zu bieten, selbst mit so manch fragwürdigen Nieten.

Mit dabei die Dorothee Bär, ein digitales Mehr, ganz ohne Scherz, der Friedrich Merz, sowie sechs andere Experten stehen bereit für all die kommenden Offerten. Eine Wählerschaft, die auf solch Bemühen hereinfällt, die steht nicht in Saft und Kraft, sondern läßt sich mal wieder blenden von manch versprochenem Geld. Jene Heilsversprechen sich erneut werden rächen?

Werft doch mal einen Blick zurück. Was hat sich seit Kohl und seinem Mädchen real geändert in diesem Land? Sozialabbau, gar nicht schlau, Gesundheitslücken, kein Entzücken, Lohndumping allemal, jedes Bier wird dabei schal, von Klimakrise bewältigen nicht die geringste Spur, man flüstert bereits auf so manchem Flur, es gäbe ein Zurück der AKWs mit jenem Merz, welch Terz. Wollen sie wirklich all das? Nun denn, macht auf dies Faß.

Hex, hex, ob mit oder ohne Reflex, die Wirtschaft wird durch dieses Team schon brummen, interessiert sowieso keene Dummen, weil Mensch nur allzu bequem, das hatte doch zuvor ein geglücktes System. Früh übt sich jenes Bücken, welch Entzücken, man baucht nur Seilschaften hinterherzuhecheln, beflankt durch emsiges Fächeln, wenn die Luft zu heiß. Ganz ohne Scheiß!

Wenn ein Olaf Scholz so ganz voller Stolz der Union die Kanzlerschaft nehmen will, dann hilft nur noch selbstgefälliger Drill mit dem Futureteam all over all. Wie toll?! Fast könnte man meinen, wenn dies nicht wär zum Weinen, Politik trumpft auf mit solch Theaterstück. Mit ein wenig Glück kommt manch Wähler zum Laschet zurück. So der innige Wunsch vom Aachener Jeck und dessen BlackRockMan. Letzterer globt, yes, we can.

Einbildung sei och ne Bildung. Oh, mannomann, wat solch olle Politkameraden allet können dann und wann. Welch Trugschluß, sie hören mitnichten den Schuß, der bereits im Vorfeld verrät, es ist längst zu spät! Wer keine Ideen hat zur rechten Zeit, bei dem steht eigentlich manch weiße Minna bereit, wenn jenes Politgehabe nicht verdeutlicht eene bestimmte Gabe. Zu tricksen und täuschen auf biegen und brechen. Am Ende tut der kleine Mann jene Verfehlungen zechen.

Aber das kennt jeder schon, gehört zum angeblich guten Ton. Bloß nicht ernsthaft hinterfragen, lieber mal diese schwere Bürde tragen, man könne sowieso nix machen. Wenn nicht so tragisch, eher zum Lachen. Mensch, mündige Bürger und Wählende, noch ist’s nicht zu Ende mit unser aller politischen Last. Habt ihr die letzten Jahrzehnte etwa was verpaßt? Schaut mal besser genauer hin, das ist der eigentliche Sinn.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Lebenslänglich in Freiheit ohne erkennbare Chancen

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Keine freien Gedanken ohne kreative Experimente

Überall Zerfall uns begegnet, wenn wir genauer hinschauen, trotz der Schönheit dieser Welt, die sich insbesondere in der Natur, in formenvielfältigen Landschaften widerspiegelt, die kaum ein Mensch zu erschaffen mag, außer all jenen beherzten Künstlern, die das Lebenselexier der Gesellschaft bedeuten, wenn ihnen denn genug Beachtung entgegengebracht.

In den meisten Fällen unterliegen jene aber den Vorgaben einer selbstgefälligen Dekadenz, die sich anmaßt, Kunst generell beurteilen und somit auch verurteilen zu können, wer nicht nach deren Maßstäben „funktioniert“. Kein Wunder, daß viel Mittelmäßigkeit uns begegnet, was eben nicht durchs Raster einer wirklich kritischen Auseinandersetzung kreativer Möglichkeiten fiel. Nein, die wirklich freie Sichtweise des Lebens, genau jene zeichnet authentische Künstler aus, von denen wir viel mehr in den Reihen der Gesellschaft benötigen. Ohne sie wäre die Welt um ein Vielfaches ärmer dran.

Darf Mensch in gegenwärtigen Zeiten sich tatsächlich als frei bezeichnen im Sinne seiner eigentlichen Begabungen, wenn schon in früher Kindheit die Weichen eines Systems gestellt, welches zwischen gesellschaftlichen Ständen differenziert? Mit anderen Worten, wer zu wenig Einfluß und Geld, muß sich mit staatlichen Programmen zufriedengeben, dem Gutbetuchten vielfach mehr Chancen sich offenbaren.

Zwar argumentieren politisch demokratisch legitimierte Staaten mit ihrem geschönten Bildungssystem, doch in Wirklichkeit steckt bereits dort der Teufel im Detail. Nun könnte man meinen, eine belehrende Kritik nützt dem Einzelnen nichts, es müsse eine Form gefunden werden, es allen recht zu machen. Klingt toll, vor allem die ewig behauptete Annahme, es gäbe Chancengleichheit explizit in unserem Schulsystem.

In der Realität wird jene spätestens verbaut, wenn das mühsam erschaffene Abitur des Sohnes eines einfachen Arbeiters die Grenzen der Uni-Lobby aufzeigt. Dort gelten nicht Ehrgeiz und Disziplin, sondern Weichenstellungen der Berufswahl und vor allem „Empfehlungen“ nach dem Studium. Was nützen dem Filius oder der Filia ein Abschluß, wenn hinterher ohne Job der soziale Abstieg folgt? Nicht viel.

Das Gerede von Gerechtigkeit gleicht einem Märchen, nur daß viele meinen, sie existiere. In Wirklichkeit unterliegen wir wie in alten Zeiten den Seilschaften, den Beziehungen und gewissen Gefälligkeiten innerhalb einer verdorben korrupten Gesellschaft, in der ellenbogenartige Dreistigkeit schon obsiegen kann, wenn denn bestimmte Voraussetzungen passen. Gänzlich ohne Zugehörigkeit einer politischen oder anderen Gruppierung wird niemand erfolgreich sich verwirklichen.

Daraus weitergeleitet, müssen wir uns nicht wundern, daß etliche geniale Ideen im Verborgenen sich manchmal abspielen, dahindämmern, ohne sich verwirklichen zu können. Eine real freie Gesellschaft mit echter Chancengleichheit würde insofern wesentlich besser aufblühen, kreativen Geistern Podien der Entfaltung schaffen. Denn ohne kreative Experimente, keine freien Gedanken. Das wäre so, als ob Vögel mit ihrem Gesang verstummen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Aus Nonsens wird kein Konsens

Habt ihr sie auch neulich wiedergesehen,
die vielen Menschen, die durch Straßen gehen
mit jeder Menge bunter Schilder in der Hand,
manche mühsam bemalt wie von Kinderhand,
einige lärmen mit Trommeln oder mit Gesang,
um nicht überhört zu werden auf ihrem Gang,
der doch so wichtig für unser aller Überleben,
sie, die Klugen, die uns ihr Wissen weitergeben,
Opfer nehmen sie auf sich für diesen Protest,
damit ihr Ego nicht leidet, steigen sie aufs Podest,
dies ist zudem hilfreich, zu sammeln Spenden,
schließlich will man nicht am Hungertuch enden,
auf den Brettern einer provisorischen Bühne
erklärt man den Leuten, noch ist Zeit zu Sühne
für ihr Verweigern der wahren Erleuchtung,
noch ist Zeit für eine erzkonservative Haltung,
denn wir alle leben in einer linken Diktatur,
als Marionetten hängen wir an einer Schnur,
die Eliten für uns, Teufelswerk, gespannt,
damit wurde uns das Selbstdenken genommen,
aber keine Angst, nun sind wir gekommen,
die Corona-Impfung ist bestückt mit Sendern,
willenlos sagen wir ja zum Sprachgendern,
so öffnet sich Tür und Tor zum Sittenverfall,
geheiligt ist Mutter, Vater, Kind auf jeden Fall,
durch Überfremdung für die Kultur droht Gefahr,
Tradition lebt man in festen Grenzen, wunderbar,
wie wir alle glücklich sind, ohne Sorgen und Nöte,
nur wer nicht spuren will nach unserer Flöte,
dem drohen wir unverhohlen mit unserer Wut,
Strafanzeigen, Verunglimpfung sind dafür gut,
wir stehen ein für Arroganz und Narzißmus,
die Pflichtcharakteren für reinsten Faschismus,
der uns alle wieder in einen Rahmen zwingt,
der Ordnung, Moral, Ehre, Stolz, Treue bringt,
habt ihr auch neulich solche Reden wiedergehört,
diesen Nonsens, der Menschlichkeit zerstört,
Quacksalber, Quertreiber bemängeln Freiheit
für ihre Narreteien, so erzeugen sie Uneinigkeit,
unfähig zu einem Konsens stiften Zwietracht,
bewußt empathielos, dies nennt sich Niedertracht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wohin die Liebe nur fällt

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Blendendweiße Zähne lächeln dich freundlich an,
und du grübelst, was da noch geschehen mag.
Bis nach langen Gesprächen und Blicken irgendwann –
wie soll es anders sein -, sie in deinen Armen lag.

Wohin die Liebe nur fällt, kann kaum jemand bestimmen,
sehr viele Facetten tragen geheimnisvoll dazu bei.
Mal sind wir ganz klar im Kopf, mal wie von Sinnen,
am Ende glaubt man zu wissen: Wir lieben uns, wir zwei.

Verliebte blenden aus die Alltagssorgen,
verschwenden kaum Zeit für andere Gedanken,
was jetzt ist, das zählt. Was interessiert da morgen?
Was heute sich gut anfühlt, könnte morgen schwanken.

Drum halten viele Beziehungen nicht auf Dauer,
weil im Rausch schöner Gefühle die Macken nicht sieht,
wer nicht erkennt, daß neben Sonne, da sind auch Regenschauer.
Auf diese Weise dann schon mal die Liebe entflieht.

Halten wir uns dran, suchend, uns dennoch zu finden,
denn die Liebe gehört zum Leben ohnehin.
Man möcht’ sie nicht missen, dafür gern sich schinden,
und so sich sagt: Liebe hat ihren tiefen Sinn.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ihr seid ihr

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Schwere in ihren Gesichtern,
die Augen kleine Schlitze,
der Mund ein schmaler Strich,
Steine, ganze Felsbrocken
schleppten sie Tag um Tag,
sogar des Nachts mit sich.

Schweißig ihr Angesicht,
kalte Nässe auf ihren Händen,
auf ihren Stirnen Glanz,
Gewicht belastet ihre Herzen,
der Weg zum Grab noch lang,
Sturzgefahr auf jedem Pflaster.

Und ihr seht nur das Funkeln
der Steine am Armgelenk,
glitzernde Diamanten am Ohr,
Klunker blenden eure Gefühle,
abgestumpft euer Gewissen,
ihr stolpert ohne Herz ins Grab.

Bemerkt ihr wirklich nicht,
es gibt keinen Unterschied
zwischen Leben und Leben,
der Glanz, der immer leuchtet,
entspringt dem Quell der Seele,
das Licht, das Düsternis umfließt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bundestagswahlfieber

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Bild von Arek Socha auf Pixabay

Wahlen stehen an,
mannomann,
wer wohl Kanzler kann?

Kein solides Paket
für jenen Armin Laschet,
dessen Charisma wirkt spät.

Annalena Baerbock mit dabei
oder bereits auf Platz Drei?
Wird sich zeigen, einerlei.

Der Sozi Olaf Scholz
grinst in jede Kamera ganz stolz.
Sein Debüt klopft etwa auf Holz?

Das Land braucht eine Vision,
das wissen natürlich alle schon.
Wer bestimmt am Ende den Ton?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Corona-Pandemie: Die vierte Welle hat uns längst erreicht

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Leichtsinn offenbart eine unerträgliche Verharmlosung

In etlichen Bundesländern neigen die Sommenferien sich ihrem Ende, mit Blick gen Himmel wurde bereits in den letzten Wochen ziemlich deutlich, daß Fliegen fast wieder zur Normalität zurückkehrte, die Schrecken der Corona-Pandemie hinter sich lassend, viele geimpft und dem Trugschluß verfallen, Mensch habe das Virus im Griff.

Davon kann keine Rede sein, die vierte Welle ist da – doch was bedeutet das, fragt die Wissenschaftsjournalistin Christina Sartori, die vierte Welle sei vier Wochen früher dran als die Welle im letzten Jahr. Erstaunlich wie schnell das Corona-Virus besonders per Delta-Variante sich arrangiert hat, die längst dominierend sich hierzulande durchsetzt.

Fußballfieber und Sinnlosdemos pushen die Pandemie erst recht

Der kritisch erstaunte Zuschauer während der Fußball-EM konnte sich nur verwundert die Augen reiben ob des Leichtsinns, dermaßen viele Menschen ins Wembley-Stadion zu lassen. Die Folgen ließen daher nicht lange auf sich warten, EM-Finale im Wembley-Stadion war Superspreader-Event. Die Daten vom Public Health England (PHE) bescheinigten somit, daß bei den beiden England-Spielen im Halbfinale und Finale am 7. und 11. Juli in London sich tausende Menschen mit Corona infiziert haben.

Weiterhin leistet sich Deutschland sogenannte Querdenker, es sind viel eher Querulanten, durch Straßen ziehen zu lassen, als Demo angemeldet und spontan sich an keine Auflagen haltend. Mehr als 100 Festnahmen am Samstag – Polizei erwartet erneute Proteste in Berlin, berichtet die Welt. Allerdings waren weitaus weniger Protestler beteiligt wie im letzten Jahr, als Corona-Chaoten in trauter Allianz mit rechtsradikalem Pöbel die Stimmung anheizten.

Was folgt nach der vierten Welle?

Höchstwahrscheinlich kein Ende jener weltweiten Pandemie, dennoch besteht ein hohes Maß an Zuversicht trotz etlicher Widrigkeiten, Leichtsinn, weil Maskenschutz und Abstandsregeln weichen, Impfbereitschaft sogar nachläßt.

Forscher machen Hoffnung auf Super-Impfstoff. Erstaunlich die wissenschaftliche Leistung, auch wenn Impfskeptiker nicht wahrhaben wollen, wie effektiv die Menschheit inzwischen reagieren kann. Mit Blick gen Spanische Grippe darf man jetzt schon von einem Wunder sprechen. Unerträgliche Verschwörungstherorien können wir getrost in den Wind schießen, wenn es ums nackte Überleben geht. Long-Covid-Betroffene berichten längst über ihre dramatisch folgeschweren Symptome, zehn Monate nach der Corona-Infektion. Die Zahl wird obendrein nicht geringer, sondern viel eher steigen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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