Zu lautlos in der Nähe

https://pixabay.com/de/photos/kerze-weihnachten-ferien-winter-5850110/

Bild von Rocco Stoppoloni auf Pixabay

Flirrendes Licht
durchbricht
bewässerte Nacht,
bewacht
von flackernden Kerzen,
die sich erlauben zu scherzen
und fröhlich tanzen mit dem Wind,
der nicht kannte das Kind.

Der helle Tag
nicht vermag
zu trocknen die Tränen,
die Kerzen gähnen,
löschen ihre Flammen,
der Wind zieht von dannen,
glitzernder Staub auf den Wangen,
in den Augen und Haaren verfangen.

Stille
prägt die Zeitrille,
die das Atmen vergißt
und keine Sekunde mehr mißt,
kein Ton lauter klingt,
wenn Leben aus dem Takt springt,
Ruhe im Raum sich aufbaut,
das Kind irritiert um sich schaut.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn Felle davonschwimmen

https://pixabay.com/de/photos/w%c3%bcrfel-holz-r%c3%b6hre-objekte-tunnel-2803225/

Bild von PIRO4D auf Pixabay

Aus der Traum vom konservativen Durchregieren

Garantiert ein Irrtum, davon sollten wir ausgehen, zumal die Vier-Millionen-Metropole auch heute wieder typisch laut vor sich hintönt, dazwischen unglaublich nervige Geräusche, die in der Ferne manch merkwürdige Assoziationen verursachen. Aber dies sollte für den Moment irrelevant sein. Schließlich gilt es doch, die Wahl für sich zu entscheiden. Nur wie, fragte sich der leicht nach vorn gebückte Politiker. Überall dieses Mißtrauen, welches ihm zum Höhepunkt des Wahlkampfes entgegenschlug. Schwamm drüber, hatte seine Ehefrau neulich abends bemerkt. Nur, so leicht geht das nicht, kaum erwidert, verließ sie pikiert den Raum. Rums, Türenknallen. Welch blöder Ausgang.

Gegen fünf Uhr morgens aufwachen, zu plötzlich aus dem Tiefschlaf gerissen. War da ein Reststück eines Traumes noch vorhanden? Grübelnd ins Badezimmer schlürfen, der Klodeckel schepperte beim Fallenlassen, Susanne fluchte laut ob des Lärmes, wollte sich später beim kurzen Frühstück weiterhin nicht darüber beruhigen, wie schusselig er doch war. Solch Vorwürfe perlen bei ihm schon länger ab, es hilft nicht viel, Gegenargumente aufzufahren. Erleichterung im Gesicht, als der Chauffeur schließlich klingelt. Ab zum nächsten Termin.

Sie wissen schon, um was und wen es sich hierbei handelt? Einerlei, die Tage stehen gewisse Veränderungen an mitten im Herzen Europas. Ein weiter so wurde viel zu lang geduldet, dadurch konnten erst jene Nazis erstarken, schließlich entfernten sich genau diese aus der Union, für die sowieso die Männerdomäne in letzter Zeit zu kurz kam. Dem Herrn im Haus der Garaus? Und jene linksgrünversifften erhalten Oberwasser? Dies galt es zu stoppen, so die Argumentation.

Die Truppe des „Wir sind das Volk“ bestimmt den Verlauf, der abstruse Formen annimmt. Anstatt sich einig zu sein, wollen manche mit allen Mitteln an die Macht. Das Ergebnis läßt nicht lange auf sich warten. Es treten jetzt mehrere Parteien an, die ihr eigenes Nazi-Süpplein kochen. Das bekommt er nun in aller Deutlichkeit zu spüren. Vor einem Vierteljahr schwebt er noch auf Wolke Sieben mit fast dreißig Prozent in den Prognosen. Und jetzt?

Die Felle schwimmen davon, ausgerechnet den Sozen trauen die Wähler. Na sowas?! Obendrein lechzen jene ollen SED’ler, um mitreden zu können in einem eventuellen Koalitionsbündnis. Das geht gar nicht. Rote-Socken-Kampagnge hervorholen wird allzu schnell durchschaut. Was tun? Ratlosigkeit bei seinen Parteikollegen. Der Chauffeur öffnet die Autotür, er versucht, elegant auszusteigen. Mißlingt natürlich, mehr Bewegung täte gut. Nur wann? Hauptsache meine Argumente finden Beachtung. Kopfnicken beim Triell. Nicht seitens der Zuschauer, sondern im Off vom Parteikollegen. Das demoralisiert ihn, weil am nächsten Tag die Medien erneut ihn rügen. War’s das? Abwarten, die BTW steht noch bevor.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weiterhin kaum…

https://pixabay.com/de/illustrations/menschen-gruppe-gesichter-1099782/

Bild von Prawny auf Pixabay

Team
Tyrann
Egoist
Arschkriecher
Möchtegern

Team
Terrorallianz
Einfältigkeit
Arroganz
Mafia

Team
Tolle
Erfolge
alter
Machenschaften

Team
Tausendjährige
Entwicklung
an
Machtgehabe

Team
Trotz
etlicher
Aufklärung
Menschenverachtung

weiterhin
kaum

Team
Toleranz
Emotion
Authentizität
Menschlichkeit

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mensch zwischen Utopie und Realität

https://pixabay.com/de/photos/astronaut-raum-zimmer-galaxis-6467441/

Bild von kartar design auf Pixabay

Zeitreisen dienen lediglich einer Illusion

Ganz leise würde so mancher Geselle sich am liebsten davonschleichen von den Sorgen des Alltags, einfach mal Ängste und Nöte ausknipsen, als ob es sie nie gäbe. Wenn da nicht die knallharte Gegenwart ihn eines Besseren belehrt. Mensch zwischen Utopie und Realität, alleingelassen, sein Umfeld gefälligst zu meistern, ohne jedwede Fluchtmöglichkeit. Daher dienen auch Zeitreisen lediglich einer Illusion. Oder besteht ein wenig Hoffnung auf ein Wunder?

Wir wissen doch nur zu genau, wie die Welt tickt, in welcher seit Urzeiten versucht wird, dem Sinn allen Seins auf den Grund zu gehen, darunter erst recht die tiefe Sehnsucht, zwischen der Vergangenheit und Zukunft zu reisen, um oftmals Verfehlungen geradezurücken, ungeschehen zu machen. Lange vor Herbert George Wells „Zeitmaschine“ hat Mensch ohnehin das Geschehen durch Beobachtung zu werten versucht, in dem er seinen Blick gen Sternenhimmel richtete, dies schon vor über 35.000 Jahren.

Insofern verfügt die Astrologie und das Deuten in den Momenten der Geburtsstunden über einen enormen Erfahrungsschatz, der so manche Antworten liefern kann im Hinblick auf die zu erwartenden Tendenzen und Anlagen des jeweiligen Geburtshoroskopes. Ein Wagnis, in die Zukunft zu schauen? Wohl eher nicht, außer daß Scharlatane dies gern behaupten. Bedenken wir, daß jede Zukunft ihre berechtigte Entwicklung bereithält, gerade was die bevorstehenden Szenarien des Menschen anbelangt, nur wirklich wissen kann sie niemand, trotz mancher Prophezeiungen, die gar zutreffen.

Zeitreisen daher tatsächlich ein Menschheitstraum bleiben, Umfragen darüber, wer an sie glaubt oder nicht, wohl eher eine vergebene Mühe darstellen, zu nichts führen. Was sagen solche statistischen Zahlenwerte schon aus? Ablenkung von der eigentlichen bedrohlichen Wirklichkeit, die weltweit gnadenlos auf uns zukommt?

Nur einmal dürfen Sie raten, wo der Science-Fiction-Film „Zurück in die Zukunft II“ aus dem Jahre 1989 entstand? Na klar, aus den USA, dem Land, das für sich beansprucht, die Weltherrschaft zu übernehmen, die Menschen per Komödien und Tragödien in Action-Manier einzustimmen auf deren eigene Zukunft. Dazu zählt ebenso das Repertoire des Science-Fiction-Films. Welch simple, aber effektive Fügung. Festhalten sollte man trotz physikalisch-mathematischer Rechenmodelle: Zeitreisen können nicht stattfinden. Nur die unmittelbare Gegenwart dient als Raum der Gestaltung, wobei Mensch es stets in der Hand hat, unsere Mutter Erde vor noch mehr Zerstörung zu bewahren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Auf dem Weg geschenkter Strahlen

https://pixabay.com/de/photos/night-nacht-dunkel-sterne-schatten-3469208/

Bild von Chau Nguyen auf Pixabay

Leben in den Koffer gepackt
Es war ein gehäkelter Beutel
Und wenn schon
Stimmt – er war nicht mal voll
Die Odyssee war drin
Der Rilke auch
Sie starrten auf meine Schuhe
Fremd ihr Lachen
Flüsternde Vorhänge
Und dieser ständige Lärm
Hinterglasmenschen
Panzerglas zum Anfassen
Bunte Flicken auf der Jacke
Kälte verbirgt sich hinter Mauern
Schritte hallen im Haus
Kieselsteine in der Tasche
Ich habe sie nicht gezählt
Sie fehlen jetzt im Garten
Hast du Odysseus verstanden
Welchen, viele habe ich getroffen
So viele auf ihren Irrwegen
Malte Laurids Brigge kam vorbei
Einmal ohne Endgültigkeit gedacht
Meine Liebe galt dem Mond
Sein geschenktes Licht
Auch nachts Schatten bewacht

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Glück ist der Mut zu Veränderung

https://pixabay.com/de/photos/yacht-luxus-meer-lebensstil-2796765/

Bild von Dimitris Vetsikas auf Pixabay

Meine Zweifel bekommt ihr nicht,
da könnt ihr Coolness versprühen,
Weltoffenheit als euer Sein anpreisen,
christliche Werte ins Gesicht pinseln,
bis ihr wie Speckschwarten glänzt.

Meine Stimme bekommt ihr nicht,
die Fäulnis der Vetternwirtschaft,
althergebrachte Zwangstradition,
ständiges Hofieren des Mammons
sind eure einzigen geistigen Heiligtümer.

Meine Zukunft bekommt ihr nicht
für eure vermoderte Ideologie
der ständigen Kapitalschöpfung
auf dem Rücken der Verschwendung,
weil nur Habitus bei Laune hält.

Meinen Willen bekommt ihr nicht,
denn ich bin nicht von Neid zerfressen,
brauche kein Bad in Selbstzufriedenheit,
Glück ist der Mut zu Veränderungen,
euer Wohl der Zwang zu Gedankengrenzen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

FFF mit Greta kurz vor der BTW in Berlin

And The Winner Is The Climate Crises

Jetzt am nächsten Freitag findet er statt, der zweite diesjährige globale Klimastreik. Am 19. März  gab es den ersten unter dem Motto „allefür1komma5“, mit über 1.000 Kundgebungen in 50 Ländern. Das soll im Herbst zunehmen mit mehr als 1.100 Aktionen in 78 Ländern.

Was mit dem ersten globalen Klimastreik per Titel Global Climate Strike For Future am 15. März 2019 seinen Beginn hatte mit über 2.000 Protesten in 125 Staaten, findet nicht zufällig nunmehr mit dem 8. globalen Klimastreik zwei Tage vor der Bundestagswahl statt.

Deutschlands Politik sei vollkommen unzureichend

Betont Greta Thunberg, die ganz gezielt mit dabei sein wird in Berlin. „Wir werden immer noch politisch betrogen“, so der Titel des Artikels im Tagesspiegel. Es würde ihr nicht darum gehen, daß die „richtige Partei gewählt werde, die Menschen zur Wahl gehen und für die Option stimmen, die sie für die Beste halten – oder die am wenigsten schlechte, wie auch immer.“ Ob das Zitat tatsächlich stimmt, bleibt mal dahingestellt, schließlich sollte längst deutlich sein, welche Parteien die Klimakrise eben nicht ernst genug nehmen!

Gretas Hauptkritikpunkt verbleibt in dem viel zu späten Ausstieg zur Kohleverbrennung Deutschlands erst im Jahr 2038. Das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens würden fast alle Staaten verfehlen! Einzig positiver Lichtblick sei der enorme Sinneswandel nahezu aller Parteien, zumindest die Ernsthaftigkeit des Klimawandels parteipolitisch zu bestätigen, äußerte sich Luisa Neubauer, vor zwei Jahren sei dies noch kaum geschehen.

Jede Menge deutliche Indizien – was geschieht nach der BTW?

Inzwischen kann niemand bestreiten, daß die Klimakrise die größte Bedrohung der Menschheit ist. Dennoch hält viel Tamtam ums Klima ohne Sinn und Verstand an. Man kann dies besonders bei den Wahlkampfveranstaltungen gewisser Parteien wie der CDU/CSU, der FDP oder bei den Nazis beobachten. Hilf- bis geistlose Gesten der Ahnungslosigkeit bis hin zu einer Arroganz, die kaum noch zu toppen ist, dabei Mutter Erde und Menschenleben gefährdet.

Es scheint wohl nicht auszureichen, was bisherig geschehen, hierzulande muß mit mehr Starkregen gerechnet werden, „Wenn es regnet, dann so richtig“, beschreibt der Spiegel. Eine Bestätigung dessen, was wir vor drei Jahren titulierten.

Verbleibt die Hoffnung, daß die Wähler sich dessen bewußt sind, welchen Parteien sie jetzt trauen sollten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

Veröffentlicht unter Proteste und Widerstände | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar