Seehofers Moskau-Reise stößt auf fragwürdigen Widerstand


flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

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Politische Gespräche sind besser als jede Diffamierung

Welch Raunen in politischen Kreisen unseres Landes, Horst Seehofers geplante Moskau-Reise zum 04. Februar stößt auf fragwürdigen Widerstand, die Systemmedien überschlagen sich förmlich, japsen nach Luft bzw. Gegenargumenten, hauptsächlich wird unterstrichen, daß Außenpolitik nicht Sache Münchens sei.

Dabei sollten die politischen Herrschaften eines nicht vergessen: Politische Gespräche sind besser als jede Diffamierung. Allerdings unterstreicht gerade jenes Putin-Bashing die konsequente Haltung des russischen Präsidenten, dessen Schlüsselrolle nimmt schon länger schärfere Konturen an. Dies will aber die aggressive Haltung des US-Westens keineswegs wahrhaben, genau deshalb wird jedweder Austausch mit Putin akribisch beäugt.

Propagandavorwürfe vollkommen haltlos

Ausgerechnet die Mainstream-Medien verurteilen die angebliche Propaganda Russlands, allen voran zitiert das Springer-Blatt „Die Welt“ den Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, der dem Nachrichtenportal „Sputnik“ Propaganda vorwirft mit ausländerfeindlicher Ausrichtung. Von Stimmungsmache in sozialen Medien mittels des Kremls instruiert, laut Knabe.

Dabei muß man viel eher feststellen, daß gerade die Systemmedien alles daran setzen, Putins Russland als Aggressor vorzuführen, obwohl exakt das Gegenteil der Fall, denken wir an den Maidan-Putsch, den Ukraine-Krieg, die Kriege im Irak, in Syrien und Libyen, allesamt vom US-Westen gesteuert! Anstatt zu differenzieren, wird schnell der „Fall Lisa“ hervorgekramt, der mit Seehofers Moskau-Reise nicht das geringste zu tun hat. Aber Hauptsache polemisieren, bloß nicht die eigenen politischen Verfehlungen angehen, wobei gerade die politische Führung in Berlin es in letzter Zeit verpaßt hat, die russisch-deutschen Beziehungen zu vertiefen, stattdessen in Vasallentreue lieber dem Hegemon folgte.

Flüchtlingspolitik weiterhin unausgegoren

Wieso rügen CDU-Außenpolitiker Horst Seehofer, unterstellen diesem, es könne zu einem Schulterschluß mit Putin gegen die Flüchtlingspolitik kommen? Wer Merkel kritisiert, automatisch verbittert gerügt wird? Natürlich macht sich Seehofer Sorgen über Flüchtlingsströme, die viele Gemeinden in Bayern belasten. Ihm dabei gleich vorschreiben zu wollen, er habe „verdeckte Finanzierungen von rechtsradikalen Netzwerken“ seitens Russlands zu rügen, laut Roderich Kiesewetter (CDU), wie die Süddeutsche schreibt, zeigt deutlich, mit welcher Hysterie manche Politiker hierbei agieren.

Selbstverständlich muß man jedwede Einmischung sowie konspirative Machenschaften auch durch Russland genau beobachten, aber gerade der US-Westen möge seine eigene Rolle, was Manipulation und Propaganda anbelangt, mal lieber selbst vergegenwärtigen. Die Verhältnismäßigkeit darf man in sofern durchaus in Frage stellen. Laßt doch Horst Seehofer mit Putin sprechen, es kann keinesfalls schaden.

Lotar Martin Kamm

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1 Response to Seehofers Moskau-Reise stößt auf fragwürdigen Widerstand

  1. Avatar von Paul Söderboom Paul Söderboom sagt:

    Sehr gut , endlich mal eine vernünftige Handlung von Seehofer. Wir können froh sein , daß wir einen Nachbarn wie Russland haben . .

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