USA: Kerrys Gedenken der Hiroshima-Opfer reines Kalkül


flickr.com/ tepui.geoversum/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Heuchelei zeichnet die US-amerikanische Politik aus

Allein schon das Auslassen der Verbeugung seitens des US-amerikanischen Außenministers John Forbes Kerry bei seinem Besuch beim Kenothap in Hiroshima verdeutlicht eine gewisse Heuchelei seitens US-amerikanischer Politik. Dessen Gedenken der Hiroshima-Opfer reines Kalkül?

Den Vogel aber schießt dieser Außenminister mit seiner Behauptung ab, seine Nation wolle Krieg an sich vermeiden, eine Bedrohung durch nukleare Waffen beenden, die er ins Gästebuch des Atombombenmuseums geschrieben hat. Angesichts der extrem hohen Rüstungsausgaben der USA selbst, der jüngsten Panzerverlegung als Rechtfertigung angeblich russischer Aggression, kann von ernsthaften Friedensabsichten keine Rede sein.

Strategische Gesichtspunkte beflügeln meistens zu gönnerhaften Gesten

Natürlich mag man Kranzniederlegungen, Verbeugungen und dergleichen vor Mahnmalen und Gedenkstätten als Geste der Entschuldigung, sie als Wiedergutmachung billigend werten, andererseits beweist eine Politik gezielter Wirtschaftsmachtansprüche den Kern der eigentlichen Absichten, die obendrein oftmals per Kriege erzwungen und somit durchgesetzt werden. Unsere Geschichtsbücher offenbaren jenes Vorgehen nur allzu oft.

Zivile Opfer verbleiben am Ende mehr denn je in einer Welt, die einem ständig brutalen Prozeß ausgesetzt zu leiden hat. Völker werden erst gar nicht gefragt trotz weltweit zunehmender Politik mit demokratischen Anstrich. Letztlich herrscht vielerorts Gewalt mittels Krieg, wirtschaftlicher Abhängigkeit, was eine erhöhte Armut verdeutlicht, die Schere zwischen Arm und Reich klafft extrem auseinander, beweist die eigentlichen strategischen Gesichtspunkte einer überreichen Klientel, die verbissen ihren Weg fortsetzt. Deshalb stößt eine derartig gönnerhafte Geste wie die von Kerry sauer auf, man nimmt sie ihm nicht ab.

Eine USA bereit zum letzten Gefecht?

Die Felle des Hegemons scheinen davon zu schwimmen, bedenkt man den Zerfall des US-Dollars, zunehmend wirtschaftliche Engpässe, vom Elend der eigenen Bevölkerung ganz zu schweigen. Die Zeichen stehen eindeutig auf Krieg, der gar in Europa stattfinden soll. Ob per TTIP, dessen Zustandekommen die USA ohnehin diktieren, oder die letzte Rede zur Nation des noch amtierenden US-Präsidenten, der Hegemon beweist im Wahlkampffieber weiterhin dessen Weltmachtgehabe, unterstreicht seine Dominanz, die es durchzusetzen gilt.

Daher liegt es am Rest der Welt, endlich die eigentlichen Absichten dieser USA nicht nur zu durchschauen, was schließlich endlich etliche verinnerlicht haben, sondern sie noch rechtzeitig aufzuhalten, bevor der Schaden zu groß werden könnte.

Lotar Martin Kamm

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1 Response to USA: Kerrys Gedenken der Hiroshima-Opfer reines Kalkül

  1. Der Krieg hat längst begonnen, aber er wird nicht mehr mit Nuklearwaffen geführt, auch wenn die USA nie auf diese verzichten werden. Der Krieg, den ich meine, besteht aus Wirtschaftsspionage, Internetkontrolle, Missbrauch von globalen Unternehmen wie Google, Amazon usw, um Märkte, Menschen und Warenströme zu beeinflussen. Es ist aber auch ein Konflikt der Notenbanken, die ihre jeweiligen Wirtschaftsbereiche bis aufs Messer verteidigen und längst jede juristische Grenze überschritten haben, aber dazu dann zum Wochenende hin mehr.

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