Bogenhanf


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Keine Träne fließt nach außen,
innerlich ein Wasserfallrauschen,
eine Pflanze wechselt den Standort,
für immer gegangen weit weg, fort,
Trauer durchkämmt meine Gefühle,
hocke unter dem Tisch, vor mir Stühle,
versteckt vor der Welt in Kindertagen,
wenn Leid war nicht mehr zu ertragen,
als Dinge mich hörten, zu mir sprachen,
als sie lebendig und keine Sachen,
spürten wie ich Freude und Wut,
Freunde waren wir, es ging uns gut,
verwelkten sie oder kamen zu Bruch,
meine Welt zerbrach, über uns Fluch,
Dämonen, böse Geister uns entzweiten,
das wußte ich in diesen Kinderzeiten,
der Bogenhanf wohnt jetzt im neuen Heim,
es schmerzt, trotz Freude für ihn, ungemein.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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