Warum Merz, der 10. Bundeskanzler, versagt


Vor populistischen Sprüchen mußt du kriechen

Mithilfe der grünen und den linken Stimmen im Bundestag durfte Friedrich Merz nach dem zweiten Wahlgang schließlich aufatmen, wurde ihm die Verantwortung zum Amt als zehnter Bundeskanzler erlassen. Im Anschluß folgte wie schon in Oppositionszeiten derselbe Stuß. Arrogant aufs Volk blicken, es gar beschimpfen, statt endlich die versprochenen Weichen zu stellen, lieber die Bürger populistisch verprellen.

Obendrein greift auch bei dem BlackRock-Man die Devise, was interessiert ihn sein Geschwätz von gestern, dann lieber einfach mal weiter vollmundig lästern. Von der selbsternannten Brandmauer gen AfD hocken dahinter jene Rechtsradikalen geflissentlich auf der Lauer. Schon bald übernimmt im schlimmst befürcheteten Fall in Sachsen-Anhalt ein AfD-Ministerpräsident die erste Nazi-Regierung obendrein mit den Stimmen etlicher CDU-Abtrünnigen. Noch am Abend nach jener Wahl behauptet Merz, es könne eine False-Flag-Aktion der Grünen, Linken oder Sozen gewesen sein. Damit steht er im Land wohl ganz allein!

Doch anstatt die Probleme zu lösen, sind mal wieder wie schon in Nazi-Zeiten die Linken die Bösen. Es hetzt sich ganz federleicht und seicht, vor allem bei jenen berechtigten Gen-Z-Demonstrationen. Dort will man gezielt bewußt die friedlichen Demonstranten eben nicht verschonen. CDU-Innenminister in Köln, Frankfurt und Stuttgart handeln alles andere als zart. Die dortige Polizei wird schlichtweg instrumentalisiert, zufällig Gewaltbereite mischen sich unter die friedvollen Demonstranten? Davon kann so gar keine Rede sein, in Wirklichkeiit muß man gezielte Absicht annehmen, um im Anschluß jene Chaoten als linke Spinner zu benennen. Schon greift erneut populistisches Geschwätz bei Merz als willkommene Hetz.

Das Muster bleibt bestehen, haben wir bereits in vielen Formen beobachtend gesehen. Denken wir zurück an den Aufschrei nach ber Berlin-Wahl, die dortige Linke sei antisemitisch unterwegs. Sicherlich, manche waren es tatsächlich, mitnichten die gesamte linke Partei. Anstatt mit derselben Vehemenz rechtsradikales Geschmeiß entlarvend deutlich zu benennen, unterläßt Merz dies, hüllt sich in Schweigen, aber stellt dann lieber die gesamte Linke an den Pranger, konsequent seinem Spruch kurz vor der Kanzlerwahl folgend, Links sei vorbei. Basta.

Wer als Bundeskanzler nicht fein säuberlich differenziert, das Volk beschimpft, eben nicht brilliert, der sorgt allenthalben für verantwortungsloses Spalten, ganz dem Ruf des Faschismus folgend, die sogenannte politsche Mitte zu zerstören, jene Nazischergen nacheifernd zu betören. Das wird dann das Ende der Demokratie bedeuten, mögen Aufrechte beherzt Widerstand einläuten. Wenn nicht jetzt, wann dann? Mannomann.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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