Mensch war dein Name

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Bild von Aamir Mohd Khan auf Pixabay

Düsteres rieselt in die Tage,
schenk mir deinen Namen,
bevor Schwärze dich verschlingt,
unsichtbar für letzte Fragen
niemand mehr von dir Kenntnis nimmt,
bevor Menschsein verschwindet
vor lichtscheuen Augen.

Graue Schleier nisten in Winkeln,
deinen Namen will ich tragen,
bevor alle Antworten sind vergeben,
die frei gesprochen werden können,
ohne an Mauern abzuprallen,
bevor Menschsein verschwindet
vor stummen Zeugen.

Nur schwaches Echo ist zu hören,
Mensch sage ich mit Würde,
bevor das Grauen zu Recht wird,
und zum Gesetz verankert,
das niemand mehr anzweifelt,
bevor Menschsein verschwindet
vor geflüsterter Angst.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Afghanistan hilflos ausgeliefert

Luft anhalten,
weinend schweigen,
Chaos in Kabul,
die Taliban obsiegen,
der Westen zermürbt.
Was ist da passiert?

Grübelnd in sich kehren,
lauthals schreiend,
ein Desaster sondergleichen,
China und Russland frohlocken.
Politik in Gänze versagt.
Niemand Schuld hinterfragt?

Gespräche suchen,
retten wo immer möglich,
Krieg ist niemals eine Option,
Terror als Folge erneut aufflammt.
Keiner hat’s gewußt, alle informiert.
Nun werden erneut die Taliban hofiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Momente einer unruhigen Zeit

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Bild von Ulrich B. auf Pixabay

Hooligans brüllen lauthals im Stadion
für ihre Mannschaft,
die Gegner in haßerfüllten Augen.
Eine nackte Frau im Kölner Dom
die Messe stört, riskiert die Haft,
gespächslose Proteste nichts taugen.

Kinder armer Leute müssen schweigen,
wenn Geschenke laut Amt zu teuer,
weil SPD-gerecht so beschlossen.
Banker sich siegessicher zeigen,
wie’s stets gewesen bis heuer,
werte selbstgerechte Parteigenossen!

Nicht die Welt ist heimtückisch und schlecht,
aber die ewig gierige Macht,
die ständig neue Opfer für sich findet.
Es herrscht keine Liebe, doch das sichere Recht,
welches Elend, Zerstörung und Kriege entfacht.
Manch Lüge von Wohlstand wird verkündet.

Wo sind die Nischen des Rückzugs geblieben?
In der Stille der Nacht lautes Geschrei erklingt,
für die Belange des Nächsten keine Zeit vorhanden.
Wer hat unsere Mitmenschlichkeit vertrieben?
Manchmal ein verirrtes Kind andächtig singt,
während Profiteure Landschaften verschandeln.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Sprache evakuiert

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Niemals habe ich gedacht,
ich könnte verstummen,
die Welt der Wörter,
die ich aussprechen kann,
verlieren, niemals.

Ich selbst, kaum vorstellbar,
evakuiere meine Sprache,
laß Worte nicht mehr
durch Räume schweifen,
um gehört zu werden.

Nicht, daß ich sie vergrabe,
gänzlich verstecke,
sie sind da, massenhaft,
tummeln sich wie eh und je
geordnet, chaotisch in mir.

Aber auf der Brücke nach Außen
zerschellen sie in Silben, Laute,
kaum noch erkennbar ihr Sinn,
schmerzhaft der Gedanke,
sie zerstören ihren eigenen Weg.

Befürchte, dieser Steg zerspringt
mit jedem Ton, der frei sein will,
die beschützende Evakuierung
vor Schmerz, der den Atem anhält,
agiert spiegelverkehrt bei Leid.

Niemals habe ich gedacht,
ich könnte verstummen,
weil ein quälendes Empfinden
mich durch seine Schwingung
in seinem Klang verhaftet hält.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gelächeltes Verständnis

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Bild von Jordan Holiday auf Pixabay

Es gibt keinen strahlend blauen Himmel,
keinen Jüngling auf einem Schimmel,
der heldenhaft wird als Retter befreien
die Welt von verzweifelten Schreien,
die tausendfach die Luft durchtränken,
und das Atmen einschränken
bei denen, die noch empathisch sind,
die fühlen wie ein verletzliches Kind.

Es gibt keinen strahlend blauen Himmel,
kein Warnruf, kein göttliches Gebimmel,
das Alarm schlägt bei Ungerechtigkeit
und Gottes Liebe großzügig verteilt,
damit Leid sich nicht fortpflanzt,
sich als Lösung in Herzen einstanzt,
diesen Herrgott, Göttin gibt es nicht,
Güte nur aus reiner Seele spricht.

Es gibt keinen strahlend blauen Himmel,
kein Anrecht auf ewigen Wahrheitsfimmel,
der durch Ängste, Drohungen brilliert,
dem es egal, ob man Leben dadurch verliert,
um gewaltsam egomanisch zu handeln,
die Welt in die Hölle auf Erden zu verwandeln,
kein lächelndes Verständnis wird euch bewahren
vom Zwang zum menschenverachtenden Gebaren.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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2021 darf sich nicht wiederholen – Wähler warnen vor Armin Laschet

Christliche Werte ade

Das C tut einfach nur noch weh im Parteinamen, Amen. Heuchelei soweit das Auge reicht, Hirn ohnehin aufgeweicht. Falls der deutsche Michel erneut der Union sein Stimmchen gibt, hat er’s selber am Ende versiebt. Mit Verstand hat das wenig bis gar nichts zu tun, bekanntlich schlappen einige mit viel zu großen Schuhen.

An vorderster Stelle jener Wichtel mit dem Grinsegesicht, wenn er mal wieder wichtig spricht. Das Springerblatt, die Welt, hat’s andersrum formuliert, satt und mit viel Geld der Armin verkündet völlig ungeniert: „2015 darf sich nicht wiederholen“, er warnt vor Flüchtlingszuzug. Was Angela Merkel wenigstens richtig getan hat, heißt für ihn schlichtweg Schach matt. Zu kurz gedacht. Wodurch es wohl in dessen Hinterstübchen erneut so kracht?

Afghanistanexperten outen sich die Tage als besonders miese Offerten! Wer hierbei noch große Töne spuckt, letztlich dumm aus der Wäsche lugt. Vorneweg der Laschet einen „Epochenwechsel“ anbringt. Der angebliche Fehler im Jahre 2015 gen Himmel stinkt. Die EU solle humanitäre Hilfe ausbauen. Solch Geschwätz tut er sich trauen? Die Festung Europas ohnehin Menschen verächtlich behandelt, jetzt er um Wählerstimmen heuchlerisch lustwandelt? Wer immer noch dem Geschwafel traut, hat nicht genauer hingeschaut!

Welch politisches Versagen, und dann noch sich beklagen, daß immer mehr es wagen, die Bundesregierung an den Pranger zu stellen. Die hatten doch bestimmt ihre Quellen?! Dennoch die Taliban haben allesamt so schnell überrascht? Fraglich, wer hier wohl wen verarscht?! Wir alle wissen doch, was da so hinter manch Stein hervorkroch. Politik bleibt ein schmutziges Geschäft, egal wer wen hierbei ankläfft. Drum prüfe, wer sich an einen Laschet bindet, ob man nicht doch was Besseres findet.

Die Union, und das ist hierbei der Hohn, hat schon zu lange regiert, am Ende zuviel Dramatisches ist passiert, was hätte verhindert werden können. Aber nix mit davonrennen. Schließlich geht’s erneut um Macht im Land. Allerdings kracht die Union gegen jede Wand, weil sie allein mit den Liberalen nicht regieren kann. Und dann? Mit den Grünen verhandeln, die man zuvor konnte bei jeder Gelegenheit verschandeln? Die Wähler sollten nach der Bundestagswahl sehr genau hinschauen, was sich hinter Türen tut zusammenbrauen.

Schwarz-Grün etwa doch eine Option? Und wer sitzt dann auf dem Kanzlerthron? Sollte es tatsächlich ein Laschet sein, glotzt jeder Kritiker blöd drein. Erinnerungen an den Dicken werden wach. War damals och so ne Sach‘. Doch die Deutschen haben ihn 16 Jahre lang gewähren lassen, im Schrank sind kaum noch Tassen. Insofern darf niemand staunen, ob mit oder ohne Raunen, wenn der Armin in die Waschmaschine einzieht. Und dann um sich tritt, igitt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Politik im Fokus der Kritik

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Bild von Shany Kasysyaf auf Pixabay

Vermeidbare Tragödien oder beabsichtigtes Kalkül?

Dem Staat, den Ländern auf der Spur, sie einer genaueren Betrachtung unterziehen, inwieweit sie ihr Gemeinwesen organisieren, vieles versäumen zu Ungunsten der Bevölkerung, während etliche bevorzugt ein wohlgefälliges Dasein genießen dürfen. Eine Schieflage par excellence, die sich besonders in sozialen Mißständen widerspiegelt, unabhängig von Hungersnöten und Kriegen.

Zusammengefaßt betrifft es die Politik selbst. Im engeren Sinn direkt vor Ort, wo immer wir leben bis hin zur globalen Politik, der Weltpolitik. Während Mensch von Fortschritt geprägt sich weiterentwickelt, leidet ein wesentlicher Teil unter den Herrschaftsprinzipien, die ein Eliten-Dasein zulassen bei gleichzeitiger Verelendung. Ein Mißstand, der hochbrisant das Zusammenleben ständig gefährdet. Politik gleich…  POliTiK…, also Personalisierte Obrigkeit lenkt ideologische Transformation in Konkurrenzkämpfe?

Wahlen lediglich ein Ablenkungsmanöver

Überspitzt weitergedacht könnte man dies durchaus genau so interpretieren, wer die Ergebnisse politischen Handelns betrachtet. Da bleibt nicht viel übrig fürs Gemeinwohl. Nur mal im Herzen Europas angewandt, also mit Blick gen Deutschland. Das Gesundheits- und Bildungswesen lassen zu wünschen übrig, wenn Vorsorge halbherzig stattfindet, eben nicht jeder Abiturient jedes Studium sorgenfrei ausüben kann, weil dessen Kosten für viele untragbar sind.

Das Rentenniveau gleicht einer riesengroßen Abzocke, während bei den europäischen Nachbarn noch der Respekt dem Alter gegenüber sich bei höheren Renten zeigt. Inzwischen empfehlen gar dreiste Politiker, doch per Aktien sich sein Rentendasein zu gönnen. Wer aufs „falsche Pferd setzt“, zieht den Kürzeren, hat Pech gehabt, Erinnerungen an Soylent Green flammen auf.

Worauf läuft es hinaus?

Gesamtglobal betrachtet, rast die Menschheit mit 180 Sachen ihrem selbstverschuldeten Abgrund entgegen. Die Umwelt nahezu zerstört, der Klimawandel verschärft Kettenreaktionen ungeahnten Ausmaßes, ganze Völker werden fliehen, sich nehmen, was noch übrig ist, während die Waffengewalt ohnehin den Globus in atomar virenvereuchte Wüsten verwandeln kann.

Eine Apokalypse, etwa mit Lösungen vorm finalen Countdown? Kann der geläuterte Mensch Endzeitszenarien verhindern? Wenn eine Mehrheit dies umsetzt, besteht die reale Chance. Schon sind wir wieder beim politischen Modell der Demokratie. Sie hat durchaus ihr Potential, wenn sie tatsächlich gerecht agiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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