Mauern einreißen mit oder ohne menschliches Zutun

The Donald‘s hält am kürzesten

Die in den Köpfen dürften sowieso außer Konkurrenz in diesem Fall keine Rolle spielen, obwohl eine Mischung aus geistigem Unvermögen und krimineller Energie tagtäglich Mutter Erde belastet, erst recht im Land begrenzt beschränkter Möglichkeiten, wo die Stars und Stripes meinen, sie müßten nach Gutsherrenart regieren. Vor kurzem zumindest handelte der mit der blonden Tolle dementsprechend ungehobelt.

Jedoch macht ihm ausgerechnet der Klimawandel einen Strich durch die Rechnung, wo er doch bereits wieder sich öffentlich wirksam lauthals zu präsentieren beginnt mit Blick auf die bevorstehende US-Wahl 2024. The man who thinks ruling two times as the President of the United States of America. Fehlanzeige, dessen Grenzmauer offenbar durch Wüstenregen massiv beschädigt.

Wie war das nochmal mit dessen typisch hochstaplerischen Meinung? „Keiner baut Mauern besser als ich.“ Mister America First griff erneut ins Leere. Alle seine angeblichen politischen Bemühungen erweisen sich als Fauxpas par excellence. Während immer noch genügend Anhänger ihm folgen, versucht ein Joe Biden sich in Schadensbegrenzung. Weiterhin keine leichte Aufgabe mit etlichen Fehlentscheidungen, vor allem mit Blick gen Afghanistan!

Manch Vergleiche mögen hinken, dennoch lohnt sich ein Blick zu anderen Mauerprojekten. Dabei führen ausgerechnet die Chinesen den Westen vor mit ihrer über 6.000 km langen Mauer, die bald 400 Jahre standhält als Bollwerk gegen Feinde aus dem Norden.

Die Mauer quer durch Berlin ein deutliches Signal zwischen West und Ost, Kapitalismus und möglichen Kommunismus, hielt immerhin über 28 Jahre. Von Trumps Grenzmauer, wohl eher ein Zaungebilde mit Fluttoren, wurden am Ende seiner Amtszeit gerade mal 727 km neu errichtet, ganz neu 129 km, als eigentliche Mauer gerade mal rund 75 km lang. Kaum durfte der frischgewählte Joe regieren, verfügte dieser am ersten Tag seiner Amtszeit den Baustop.

Der stets negierte Klimawandel machte zusätzlich dem blonden Dollen alle Ehre mit dessen unwiederrufbarer Naturgewalt, Regenmassen mehr denn je zerstören das Prestigeobjekt, die letztlich sowieso in der Monsunsaison an der Tagesordnung sind. Moral der Geschicht‘, Mauern halten und taugen meist nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Früher für später

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Früher, meinte sie zu wissen,
als ob es von Bedeutung wäre,
diesen Zeitpunkt zu bestimmen,
waren ihr Photos verdächtig,
die in Rahmen gezwängt
Früheres bewahren sollten.

Es überfiel sie so ein Gefühl
von verpflichtendem Gehetze
des Festhaltens des Frühers,
gepreßte Blüten in Büchern,
durchbohrte Insektenleiber,
Wissen, das im Rahmen lebt.

Heute ist ihr Früher eingerahmt
in Handlungen und Sprache,
eingebettet in fliehenden Ideen
für ein eventuelles Später,
wenn gleichzeitig ein Treffen
für beide aus dem Rahmen fällt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Alles möglich fünf Wochen vor der Bundestagswahl

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Richtungswechsel in Sichtweite?

In einer schnellebigen Zeit sind jene paar Wochen letztlich eine Bestätigung dafür, daß die Parteien, die maßgeblich die Bundestagswahl beeinflussen und entscheiden werden, allesamt nur zu genau wissen, der heiße Wahlkampf hat jetzt seine Pforten geöffnet. Mit Blick zu den neuesten Wahlprognosen liegen die Sozialdemokraten mit der Union gleichauf.

Allerdings frohlockt völlig berechtigt Rezo mit dem zweiten YouTube-Video auf über „Die Zerstörung der CDU“, die CSU hat sich seiner Meinung nach einzureihen, wo besonders Armin Laschet und Julia Klöckner ihr Fett wegkriegen, zumal gerade sie sich in unglaubwürdige Widersprüche verstricken. Keine Neuigkeit, aber gut auf den Punkt gebracht.

Drei Parteien profitieren vom Stimmenverlust der Union

Laut Insa bei gestriger Veröffentlichung. SPD und die Union auf Augenhöhe mit 22 Prozent. Die Liberalen verbessern sich um ein Prozent auf 13 und die Nazis ebenso um ein Prozent auf 12. Nur die Linken verharren bei 7 Prozent, während die Grünen gerade mal 17 Prozent wählen würden.

Wahlprognosen spiegeln nicht das Verhalten der Wähler in der Wahlkabine oder in Corona-Zeiten zur Briefwahl wider. Fünf Wochen, Zeit genug, noch mit irgendwelchen Übertreibungen bis hin zu Lügen aufzuwarten, am dreistesten seitens der Union, wie Rezo wunderbar verkündet hat, die beigefügten Anglizismen mal schmunzelnd außer acht gelassen.

Wenn ein Laschet den Bosbach den Maaßen bespaßen läßt, ohnehin sich stets in Widersprüche vertrickt, unabhängig von unprofessionellem Gegacker bei tieftraurigen Anlässen, dann darf sich eine Union über Stimmenverluste keinesfalls wundern.

Schickt die Union endlich auf die Oppositionsbank

Die letzte Überschrift inpliziert einen notwendig, nahezu überlebenswichtigen Appell. Denn eine erneute Regierung mit der Union bedeutet bestenfalls eine Lightversion der Klimapolitik, Sozialabbau, Aufrüstung, eine Rente mit 70+, Verschlechterung von Bildung und Gesundheit, Fortsetzung der Umweltzerstörung.

Keine positiven Ergebnisse, eine Politik wider dem Wohl aller, eine Hofierung der Hochfinanz und reicher Eliten. Hingegen Rot-Rot-Grün eine realitätsnahe Option, wenn die Menschen im Land eine Bessereung jener Zustände wollen. Die Wähler haben es in der Hand. Zwei Tage zuvor findet der globale Klimastreik statt, ein Hinweis darauf, was sich ändern muß!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Mensch war dein Name

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Düsteres rieselt in die Tage,
schenk mir deinen Namen,
bevor Schwärze dich verschlingt,
unsichtbar für letzte Fragen
niemand mehr von dir Kenntnis nimmt,
bevor Menschsein verschwindet
vor lichtscheuen Augen.

Graue Schleier nisten in Winkeln,
deinen Namen will ich tragen,
bevor alle Antworten sind vergeben,
die frei gesprochen werden können,
ohne an Mauern abzuprallen,
bevor Menschsein verschwindet
vor stummen Zeugen.

Nur schwaches Echo ist zu hören,
Mensch sage ich mit Würde,
bevor das Grauen zu Recht wird,
und zum Gesetz verankert,
das niemand mehr anzweifelt,
bevor Menschsein verschwindet
vor geflüsterter Angst.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Afghanistan hilflos ausgeliefert

Luft anhalten,
weinend schweigen,
Chaos in Kabul,
die Taliban obsiegen,
der Westen zermürbt.
Was ist da passiert?

Grübelnd in sich kehren,
lauthals schreiend,
ein Desaster sondergleichen,
China und Russland frohlocken.
Politik in Gänze versagt.
Niemand Schuld hinterfragt?

Gespräche suchen,
retten wo immer möglich,
Krieg ist niemals eine Option,
Terror als Folge erneut aufflammt.
Keiner hat’s gewußt, alle informiert.
Nun werden erneut die Taliban hofiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Momente einer unruhigen Zeit

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Hooligans brüllen lauthals im Stadion
für ihre Mannschaft,
die Gegner in haßerfüllten Augen.
Eine nackte Frau im Kölner Dom
die Messe stört, riskiert die Haft,
gespächslose Proteste nichts taugen.

Kinder armer Leute müssen schweigen,
wenn Geschenke laut Amt zu teuer,
weil SPD-gerecht so beschlossen.
Banker sich siegessicher zeigen,
wie’s stets gewesen bis heuer,
werte selbstgerechte Parteigenossen!

Nicht die Welt ist heimtückisch und schlecht,
aber die ewig gierige Macht,
die ständig neue Opfer für sich findet.
Es herrscht keine Liebe, doch das sichere Recht,
welches Elend, Zerstörung und Kriege entfacht.
Manch Lüge von Wohlstand wird verkündet.

Wo sind die Nischen des Rückzugs geblieben?
In der Stille der Nacht lautes Geschrei erklingt,
für die Belange des Nächsten keine Zeit vorhanden.
Wer hat unsere Mitmenschlichkeit vertrieben?
Manchmal ein verirrtes Kind andächtig singt,
während Profiteure Landschaften verschandeln.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Sprache evakuiert

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Niemals habe ich gedacht,
ich könnte verstummen,
die Welt der Wörter,
die ich aussprechen kann,
verlieren, niemals.

Ich selbst, kaum vorstellbar,
evakuiere meine Sprache,
laß Worte nicht mehr
durch Räume schweifen,
um gehört zu werden.

Nicht, daß ich sie vergrabe,
gänzlich verstecke,
sie sind da, massenhaft,
tummeln sich wie eh und je
geordnet, chaotisch in mir.

Aber auf der Brücke nach Außen
zerschellen sie in Silben, Laute,
kaum noch erkennbar ihr Sinn,
schmerzhaft der Gedanke,
sie zerstören ihren eigenen Weg.

Befürchte, dieser Steg zerspringt
mit jedem Ton, der frei sein will,
die beschützende Evakuierung
vor Schmerz, der den Atem anhält,
agiert spiegelverkehrt bei Leid.

Niemals habe ich gedacht,
ich könnte verstummen,
weil ein quälendes Empfinden
mich durch seine Schwingung
in seinem Klang verhaftet hält.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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