Corona-Notbremse notwendige Maßnahme

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Bundesregierung wider haltlose Kritik

Niemand sollte sich der Illusion hingeben, Covid-19 sei eine harmlose Grippe, wie jene Leugner gern vollmundig auf Plätzen in dieser Republik verkünden. Knapp 81.000 Todesfälle allein hierzulande müssen uns allesamt aufhorchen lassen, zumal der bundesweite Inzidenzwert noch 160,1 beträgt (Stand 21. April).

Bundestag beschließt Corona-Notbremse für ganz Deutschland, nachdem zuvor im Plenum heftig diskutiert und gestritten wurde. Die Argumente der Nazis lassen wir mal außen vor, Christian Lindners Ankündigung eine Verfassungsbeschwerde zu initiieren, war bereits im Vorfeld seit längerem geplant, hatte der FDP-Vorsitzende so auch in Talk-Shows zum Besten gegeben, ändert allerdings nichts an dem dringenden Gebot, der Pandemie mit jenen Maßnahmen Einhalt zu gebieten.

Bundesländer haben sich dem Bund unterzuordnen

Und das ist gut so. Auch wenn Gegenstimmen mit dem Argument aufwarten, die Corona-Notbremse würde den Föderalismus aushebeln. Lebensbedrohliche Zustände fordern hingegen gezielt effektive Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Daran hat sich die Bundesregierung messen zu lassen und entsprechend die Verantwortung. Dem wird sie mit jener Änderung am Infektionsschutzgesetz allemal gerecht.

Bei Sandra Maischberger hatte der Virologe und SPD-Politiker Karl Lauterbach noch davor gewarnt, daß die Corona-Notbremse wahrscheinlich nicht ausreichen wird, die Schulen müßten nach seiner Einschätzung trotz Wechselunterricht und Testungen bald wieder schließen. „Wir sind tatsächlich vor einer massiven dritten Welle.“ Dennoch kann der jetzt beschlossene Kompromiß etwas entgegensetzen, der Bund hat mehr Machtbefugnis.

Trotz Pandemie Corona-Leugner sich tummeln dürfen

Eine schallende Ohrfeige gegen alle Opfer, ein Verbrechen sondergleichen, welches mit Gängelung von Meinungsfreiheit nichts zu tun hat, wenn man jene angeblichen Proteste verbietet. Sie wollen schlichtweg nur eines, Gewalt zulassen, den Staat aushebeln, alles Ziele rechtsradikaler Gruppierungen, die jene Klientel gern unterstützt. Punkt.

Wer sie all die Zeit austoben läßt, darf sich am Ende nicht wundern, wenn sie frechweg ihren destruktiven Weg fortsetzen, wie man auch in Berlin am Schloß „Bellevue“ unschwer beobachten konnte. Daß die angeblichen „Querdenker“, – wir berichteten hier eindringlich, daß es in Wirklichkeit sich um Querulanten handelt -, immer heftiger und brutaler auftreten, sollte insofern keinesfalls verwundern. Höchste Zeit, daß die Polizei daher durchgreift. Man wünscht sich von der Justiz in Zukunft ebenso ein härteres Durchgreifen, gerade zum Schutz der Bevölkerung.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Warum die Fee nicht wiederkommt

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Pech gehabt

Frau Merkel, Herr Biden und der Papst begegnen einer Fee. Diese teilt ihnen mit, sie hätten einen Wunsch frei, den sie sich aber gut überlegen sollten!

Angie zögert überhaupt nicht und erwidert schnell: „Da mein Koalitionspartner, diese SPD, immer unzuverlässiger wird, mögen bei der bevorstehenden Bundestagswahl die Wähler meiner CDU sich mit den Grünen zusammentun.“

Joe, dessen Gedankengänge ursprünglich sich um das schnellstmögliche Ende der kriegerischen Auslandseinsätze ranken, antwortet etwas zögerlich: „Well, mögen endlich die Republikaner sich in noch mehr Widersprüche verstricken, so daß am Ende meine Partei die Oberhand behält.“

Franziskus ist die Ruhe selbst, tief versunken im Gebet. Selbst die Fee beginnt schon nervös mit ihren Flügeln zu schlagen, als der Heilige Vater seine Arme gen Himmel streckt und gelassen verkündet: „Es sei das Ende aller Religionen, außer der katholischen!“

Die Fee erhebt sich und will schon von dannen fliegen, als die Drei noch folgendes sich anhören müssen: „Schade, daß niemand von Euch sich um das Wohl aller Menschen wirklich gekümmert hat mit der Wahl der Wünsche. Diese hatten eines gemeinsam: den Blick des eigenen Vorteils. So werde ich mir andere suchen, die vielleicht weiser entscheiden.“

Seitdem wartet die Menschheit vergeblich auf diese Fee.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Kann man ruhigen Gewissens die Grünen wählen?

Kein Nein zu CETA in ihrem Wahlprogramm läßt aufhorchen

Die Wahl zum 20. Bundestag findet diesjährig voraussichtlich am Sonntag, dem 26. September statt. Die Qual der Wahl für all jene, die enttäuscht sind von den politischen Parteien. Eine Union im freien Fall war absehbar und deutet auf einen Machtwechsel hin, die Linken zerlegen sich gerade mit Wagenknechts „Linkskonservatismus“, da kehren etliche der Partei den Rücken, die ohnehin in Prognosen das Schlußlicht sind.

Die Liberalen gehen des Öfteren mit den Nazis konform, welches sich gerade in der Corona-Kritik offenbart. Die Sozen hinken ihren alten Erfolgen hinterher, mit Olaf Scholz geht es eben keinesfalls aufwärts. Und die Grünen punkten kontinuierlich, obendrein seitdem sie eine schwarz-grüne Koalition nicht ausschließen wollen, im Ländle erneut diesen Spagat wagen.

Der Deutschlandfunk schaut nicht so genau hin

Das gilt übrigens für nahezu alle Medien. Während Robert Habeck das Wahlprogramm der Grünen „als das Gegenmittel umschreibt, welches einer Vitaminspritze für dieses Land gleicht“, der DLF fleißig die wichtigsten Forderungen der Grünen auflistet, muß man sich über zu wenig Kritik wundern.

Zwar wird der FFF-Klimaaktivist Jakob Blasel kurz erwähnt, der bemängelt, daß der Vorschlag für eine Erhöhung des CO2-Preises „viel zu unambitioniert“ sei, der NABU ein Moratorium für den Autobahnneubau fordert, aber es fehlt ein wichtiger Punkt, den im Gegensatz zum DLF Foodwatch wenigstens benennt. Der gemeinnützige Idealverein fordert per Petion, Grüne: Wort halten – CETA stoppen!

Abkommen gefährdet unsere Demokratie

Die Freihandelsabkommen gerieten während der Trump-Ära ein wenig in Vergessenheit, weil die USA sich zurückzogen. Das könnte sich aber nunmehr schnell ändern, wobei schon vor knapp vier Jahren deutlich wurde, wohin die Reise geht, nach CETA und TTIP schließlich JEFTA auf dem Fuße folgt. Das Rezept öffentlicher Täuschung scheint wohl aufzugehen, wie man unschwer bis heute feststellen muß.

Umso wichtiger ganz genau hinzuschauen, was die verantwortliche Politik ersinnt. In diesem Fall betrifft es die Grünen, die antreten, gar das Kanzleramt zu übernehmen. Ob sie bei Machtübernahme CETA einfach durchwinken, weil gewisse Lobbyisten sie tatkräftig jetzt schon unterstützen? Ein Schelm, wer dabei Böses denkt, aber von der Hand weisen kann man das natürlich nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Windfarben

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Die Mundharmonika
jongliert er zwischen
seinen Fingern,
jeden Nachmittag.
Nie spielt er
eine Melodie.
Betrübt.

Die Mundharmonika
hält er nah
an ihr Ohr,
jeden Abend.
Farbige Winde
erreichen sie.
Lächeln.

Die Mundharmonika
erfüllt sie mit
Tönen der Kathedrale,
jederzeit.
Flüsternde Liebe,
nur für sie.
Glücklich.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Sinnfreie Narretei

 

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Mit Verlaub,
gedacht zu haben,
darf ich sie erinnern,
vermeidet,
beneidet
zu werden,
von Herden,
die der Narretei
der sinnfreien Pöbelei,
hörig sind,
geschwind
wird jeder Schwindel,
gell,
erkannt,
und benannt,
mit falschen Federn schmückt,
der sich vor dem Gesagtem bückt,
vor den gedachten Wörtern,
bevor sie erörtern,
ob sie Wissen oder Lüge,
und bevor ich flachliege
vor Lachen
über eure idiotischen Sachen,
Masken trägt man zur Faschingszeit,
Mundschutz aus Liebe zur Gemeinsamkeit.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Biomasseschwindel unbedingt anmahnen

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Holzverbrennung in Kohlekraftwerken geplant?

Wir regen uns völlig berechtigt über Brasiliens Politik auf, wie ein Herr Bolsonaro mit dem Amazonas-Regenwald verfährt, den allseits bekannten Raubbau, der übrigens weltweit nonchalant stattfindet. Doch was für das Hamburger Kraftwerk Tiefstack längst geplant demnächst stattfinden soll, kann und darf nicht wahr sein. Kein Wald ins Kraftwerk! mahnt Robin Wood daher an.

Biomasse ein geschöntes Schlagwort, welches gleichzeitig durchaus für dubiose Zwecke mißbraucht werden kann, ganz offensichtlich soll Tiefstack eines der ersten Pilotprojekte werden zur Umrüstung von Kohle- auf Holzverbrennung zur Energiegewinnung. Daß hierfür Wälder in Namibia vernichtet werden, nimmt man dann billigend in Kauf.

Eine völlig verkehrte Energiepolitik

Wohlgemerkt bereits als förderungsfähig geplant laut verantwortlicher Politik. Und dies in Zeiten von FFF, wo der Klimawandel in aller Munde für genügend kritischen Zündstoff sorgt. Davon scheinen gewisse Chefetagen nichts wissen zu wollen, der Bürger wird’s schon nicht bemerken. Welch fatale Ignoranz, die natürlich ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden muß.

Von einer wirklichen Energiewende kann insofern kaum die Rede sein, wer solche Maßnahmen und Entscheidungen trifft. Das paßt leider auch zur halbherzigen Vorgehensweise seitens der EU, wobei die Bundespolitik der Großen Koalition sich nahtlos einreiht.  Eine längst geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) strebt einfach eine höhere Jahresproduktion von Kilowattstunden aus Biomasse an, eine schallende Ohrfeige an all jene, die Umwelt- und Naturschutz ernst nehmen.

Angeblich sauberer Klimabilanz das Handwerk legen

Das ist die Option von Umweltverbänden und -vereinen. Was da in Hamburg und seitens der Bundespolitik initiiert wird, darf keinesfalls zugelassen werden. Wertvolle Wälder in Namibia, – es versteht sich von selbst, daß daraufhin die Schergen einer solchen Politik sich andere Gebiete aussuchen -, vernichten, samt wertvollen Lebensraum vor Ort, damit per angeblich „sauberer Biomasse“ mit jenem Bilanzierungstrick als CO2-neutralen Brennstoff die Klimabilanz nach außen hin verkauft wird?

Genau dies muß verhindert werden. Insofern kann man der Kampagne von Robin Wood, „Wälder und Savannen nicht verfeuern“, nur zustimmen. Die wichtigtste Forderung, nämlich eine sozial gerechte, klimaverträgliche und demokratisch kontrollierte Energieversorgung aus erneuerbaren Energien, die ohne den Import von Ressourcen aus dem globalen Süden auskommt. Darauf kommt es in Zukunft an, richten wir uns mit Nachdruck daran.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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So ein Gespür

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Bild von Peter van Ginneken auf Pixabay

In mir
war so ein Gespür,
voll Wissen,
voll Geheimissen,
kannte keine Elefanten,
nur meine Tanten,
doch erschrak ich mich nicht,
als ich sie bekam zu Gesicht,
groß, grau von Statur,
familiär, faltig und stur,
jung war ich, wißbegierig,
Erkenntnis war nicht schwierig,
sie unterschieden sich ein wenig,
denn meine Tanten waren ledig.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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