Heute konservativ und morgen wieder rechtsradikal

Deutschland zwischen Realität und Schweigen

Was haben wir noch gelächelt, als die Nazis weit entfernt von den 5 Prozent, später mit weit unter 15 Prozent in den Deutschen Bundestag saßen, nachdem zuvor Pegida wohl entscheidend dazu verhalf, vom bürgerlich-konservativen Shitstorm mal ganz zu schweigen. Diese Zeiten haben sich inzwischen längst geändert, besonders durch freundliche Unterstützung einer Union, die doch unter Merz noch per Brandmauer für die Halbierung dieser Nazis sorgen wollte.

Fehlanzeige. Mit Blick zur jüngsten Forsa-Umfrage liegen Union und AfD gleichauf mit 25%. Dem konservativ-rechtsradikalen Lager gönnt der deutsche Wähler die Hälfte seiner Stimmen. Ein Skandal par excellence, erst recht nach den dunklen Jahren des letzten Jahrhunderts. Kein Aufschrei, dafür nach unten treten, wo immer möglich. Gegen Migranten, Bürgergeldempfänger, Rentner und Queere Menschen. Weil es so simpel ablenkt von eigenen Verfehlungen bishin zum ewiglich leidlichen Thema, daß Überreichtum eben Armut nach sich zieht!

Dabei gewinnen die Grünen laut Forsa gar 0,4% hinzu, die Linken 3,2%, allerdings die Nazis gleich 4,2%. Tragisch, wie leicht der deutsche Wähler Lug und Trug schlichtweg ignoriert, wobei die ÖR ganz sicher ihren unentschuldbaren Anteil hatten, siehe Sommerinterview mit dieser Frau Weidel! Nicht verwunderlich hinsichtlich einer Christine Strobl, Programmdirektorin der ARD.

Doch was bedeuten solche Prognosen? Nichts Gutes. Erst recht mit Blick zur nächsten offiziellen Bundestagswahl im Herbst 2029. Bis dahin sollte die derzeitige KleiKo genug Gelegenheiten haben und wahrnehmen, diese Nazis zu stoppen. Das Parteiverbotsverfahren gegen die AfD wäre mal eine sinnvolle, vor allem längst überfällige Option. Aber genau dies weiß die Union unter Merz zu verhindern. Mit den stets lächerlichen Argumenten, es würde genauso enden wie damals bei der NPD. Nonsens.

Was verbleibt, ein äußerst fader Beigeschmack mit deutlich sichtbaren Indizien, denken wir an die Spahn-Klöckner-Connection, diese Seilschaften mit rechtsradikalen, unübersehbaren Anstößen, wobei noch die Nähe zu Trump das Ganze empfindlich abrundet. Wer jetzt noch glaubt, dies würde sich irgendwie einrenken, wir leben doch in demokratischen Zeiten, sollte mal genauer hinschauen und nicht ständig diese deutlichen Vorkommnisse ignorieren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Mason Storms „Saint or Sinner?“ eine gelungene Provokation

Wenn Politik versagt, haben Künstler es in der Hand

Endlich mal eine scharfe Kritik gen Trump, ausgerechnet und äußerst sinnvoll in der Schweiz. Künstler schlägt Trump-Figur ans Kreuz, wie T-Online jüngst berichtet. Obendrein hatte jener 47. US-Präsident kürzlich die Eidgenossen mit hohen Zöllen versehen, im Gegensatz zur EU müssen sie statt 15 Prozent mit einem Zollsatz von 39 Prozent zurechtkommen. Mit diesem Zollsatz stünde die exportstarke Schweiz unter allen Wirtschaftsnationen am schlechtesten da, wie die Frankfurter Allgemeine berichtet.

Schon wieder erhält jener US-Präsident seine erwünschte Aufmerksamkeit, könnte man kommentieren. Was schließlich gar stimmt. Aber negative Aufmerksamkeit kann ohne Weiteres auch dazu führen, in den Fokus gezielter Kritik zu rücken, die obendrein mit entsprechendem Fingerspitzengefühl und gezielter Hingabe diesem empfindlich eine auszuwischen vermag. Genau das hat Mason Storm hiermit erreicht.

Kein Pornostar, aber mit Sicherheit ein ziemlich authentischer Künstler

Natürlich sollte niemand Mason Storm mit der gleichnamigen Porno-Darstellerin verwechseln, die u.a. beim Pornofilm Big Wet Asses in der 5. Szene fleißig mitmischte. Das wäre allzu billig, zumal der vielseitige Künstler Mason Storm mit schwarzer Maske sich nur zeigt, seitdem er im Jahr 2010 ankündigte, das Gesicht des Künstlers Banksy auf einem Ölgemälde zu enthüllen. Obwohl jene Kampagne ein Marketingtrick war, schien sie offensichtlich zu funktionieren. Natürlich mag er den Streetart-Künstler Banksy, der weiterhin großen Wert auf die eigene Anonymität legt.

Kein Wunder, daß der ca. 7 Jahre jüngere Mason Storm diesem es gleichtun will. Ganz offensichtlich bereits mit Erfolg, der ihm unbedingt gegönnt sei, erst recht, wenn dieser dermaßen gezielt Donald Trump bloßstellt.

Kunst ist alles, was man sich erlauben kann!

So die Antwort Mason Storms in einem Interview mit Sami Wakim, dem Gründer und Herausgeber von Street Art United States, einer Online-Community zur Unterstützung von Straßenkünstlern. Recht hat Mason. Kunst darf man zu keinem Zeitpunkt einen Maulkorb, ein Verbot verpassen, sie hat alle Rechte, der Welt den Spiegel vorzuhalten, wenn schon Realpolitiker versagen, zumal besonders Autokraten Demokratien gezielt bekämpfen.

Mögen die Schweizer sich erst recht sträuben, zumal die Galeristin Melanie Breznik mutig sich der Basler Zeitung gegenüber äußerte, Mason Storms Werk sei „radikal vieldeutig“. Gut so.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kulturelles

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The Graystones – Coverband aus San Francisco

Image by Reuven Hayoon from Pixabay

Ein Ohrenschmaus der Extraklasse

Es gibt weltweit nahezu unzählige Coverbands, umso mehr erfreut es uns, wenn manche so richtig angenehm auffallen, sowohl optisch als auch besonders akustisch. Dazu darf und muß man unbedingt The Graystones zählen.

Die Band stammt aus dem San Francisco Bay Area, dessen Metropolregion im nördlichen Teil Kaliforniens, im Bay Area liegt. Dort gibt es die wichtigsten Städte wie San Francisco, Oakland sowie San Jose.

Was deren Mitglieder anbelangt, dürfen wir wenigstens mit neun rechnen, als da wären die Sängerinnen Izabel und Hope, Harin am Keyboard, Max am Baß, Grayson an den Drums, die Gitarristen Ishaan und Kyle, Phillip sowohl am Saxophon als auch am Keyboard und schließlich Evan an der Posaune.

Dabei treten sie bereits seit geraumer Zeit vorort in der Öffentlichkeit auf, wobei inzwischen eine gewisse Fanbase sich etablieren konnte. Wer mag, kann etliche Auftritte auf ihrer Homepage hören und sehen als auch bei YouTube.

Natürlich darf ruhig auch mal kritisch genauer hingehört werden. Wer Adele covert, sollte wenigstens halbwegs stimmlich mithalten können, da hat sich wohl Izabel ein wenig übernommen, auch wenn sie sich redlich bemüht.

Nichtsdestotrotz fallen dagegen die anderen Musiker eher positiv auf, besonders der noch recht junge Baßist Max als auch der Hauptkeyboarder Harin. Aber auch Phillip am Saxophon hat seine tollen Momente.

Coversongs wie Supertramps The Logical Song, Bill Withers The Sunshine, Billy Joells Movin‘ Out sind nur ein paar wenige Beispiele. Wer mehr erfahren möchte, einfach mal durchforsten, es lohnt sich allemal, eben weil diese noch junge Band mit viel Gefühl und fundierter Erfahrung sich live präsentiert.

Einer der besten noch am Schluß: Breakfast in America ebenso von Supertramp, aufgenommen kürzlich am 07. Juni dieses Jahres.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Musik

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Zoll-Deal: Europas Resignation exemplarisch

Dennoch Chancen vorhanden

Trumps MAGA greift schier grenzenlos um sich, während in Wirklichkeit sowohl die US-Amerikaner selbst als nunmehr gleichwohl die Europäer darunter zu leiden haben. Ursula von der Leyens demütige Haltung dem autokratischen US-Präsidenten gegenüber läßt ziemlich tief blicken. Wer tatsächlich behauptet, der 15-Prozent-Zoll-Deal sei das kleinere Übel gegenüber den angedrohten 30 Prozent, die am 01. August folgen sollten, hat den Kern jener Rüpelei mitnichten verstanden!

Dabei hat dieser 47. US-Präsident einmal mehr gezeigt, mit welcher Skrupellosigkeit er die globale Politik mit Füßen tritt. Für ihn zählen weder eine multilaterale Zusammenarbeit noch liberale Prinzipien, erst recht keine Institutionen, sondern vielmehr sein natioalistischer Weg ganz im Sinne der MAGA-Bewegung.

Putin und Xi Jinping reiben sich längst die Hände

Schon könnte man vermuten, Russland sowie China haben das global politische Drehbuch verfaßt, in welchem jener Donald Trump seiner Rolle gerecht werdend demnach handelt. Denn während die Europäer als auch die USA selbst dadurch Schaden nehmen, können Putin und Xi Jinping ihre eigenen wirtschaftlichen Ziele verwirklichen. China rückt näher, um die angestrebte Weltherrschaft zu übernehmen.

Dabei spielt auch dieser brutale Krieg gegen die Ukraine eine nicht unwesentliche Rolle, weil China unverhohlen seine Vormachtstellung im Südchinesischen Meer ausbauen kann und wird, die USA obendrein im Nahen Osten beschäftigt sind.

Rechtskonservative Gefahren lauern

Und zwar wider die Demokratie. Ganz besonders auch hierzulande mit dieser KleiKo, denn ein Trump-Sympathiesant wie Jens Spahn, der obendrein mit Kanzlerabsichten hausieren geht, spielt den Nazis in der AfD in die Karten, die wiederum ganz gezielt Putins Kreml mischte. Keinesfalls eine Verschwörungstheorie, sondern vielmehr schlimmstenfalls Gewißheit, die spätestens 2029 in einem faschistischen Bündnis zwischen Konservativen und jenen Nazis münden kann.

Wer dabei tatenlos zuschaut, verkennt den Ernst der Lage. Insofern sollten alle demokratischen Kräfte sich dessen im Klaren sein. Verpassen wir es, dies zu verhindern, schaut es weltweit erst recht ziemlich düster aus!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Wenn ihr euch an mich erinnert

Image by Sarah Lötscher from Pixabay

Wenn ihr euch an mich erinnert,
bin ich nicht mehr da,
der Zug kam pünktlich,
im Gegensatz zu euch,
ihr seid zu spät.

Wenn ihr euch an mich erinnert,
seht ihr nur mein jüngeres Ich
auf Photos, mein unmerkliches
Altern bleibt euch fremd,
Fremde sind wir beim Wiedersehen.

Wenn ihr euch an mich erinnert,
eure Gedanken ein Früher
als das Jetzt vorspielen,
habe ich längst die Türe
hinter mir geschlossen.

Wenn ihr euch an mich erinnert,
die Hoffnung bleibt mein Gepäck,
dann an das Lächeln der Freude
des unerwarteten Glücks,
in eurem Spiegel, auch im Rückblick.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ahnungslos trifft schonungslos

Haste Bock
zu springen übern Stock,
den die AfD dir hinhält?
Dir das nicht gefällt?

Die Nazis haben’s erreicht,
den Widerstand aufgeweicht,
neulich im Deutschen Bundestag
es mal wieder an der CDU lag.

Gezielte Aktion
setzt den politisch unwürdigen Ton,
Konservative machen schweigend mit,
zerlegen die Demokratie Schritt für Schritt.

Widerstand oberste Pflicht,
sonst obsiegt jeder Bösewicht.
Wir haben schon genug gelitten,
als wir uns in der Ampel zerstritten.

Aufgepaßt und aufgewacht,
bevor der Faschismus aktiv entfacht!
Wer jetzt die Nazis nicht stoppt,
der handelt gefährlich bekloppt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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MAGA-Fan verprügelt – Inszenierung wider die Vernunft?

Meinungsfreiheit hat offensichtliche Grenzen

Wohin steuert besonders die Politik Europas, wenn schon in den USA die größte Demokratie Schaden nimmt wegen des 47. US-Präsidenten, der ohne Wenn und Aber das Project 2025 längst umsetzt? Autokratische Staatsformen beweisen den fatalen Weg, den wir doch nach dem 2. Weltkrieg möglichst verhindern wollten. Fehlanzeige. Mit Putin im Osten und Trump im Westen schaut es ziemlich düster aus in der größten globalen Wirtschaftsregion, Europa muß erst recht zusammen- und wachsam gegenhalten.

CDU-Mitglied in Brüssel brutal verprügelt, wegen MAGA-Kappe, wie T-Online in seinem Artikel hinterfragt. Ganz offensichtlich und durchaus nicht verwunderlich. Sicherlich darf solche Gewalt nicht toleriert werden, doch die Wut über Trumps brutale Politik allenthalben nachvollziehbar zur Diskussion steht.

Gewalt gegen Nazis?

Durchaus, möchte man meinen. Unvergessen deren historische Verbrechen bis hinein in die Gegenwart, schließlich werden auch hierzulande die meisten rechtsradikalen Gewalttaten verübt im Vergleich zu anderen politischen Lagern. Es bleibt mal dahingestellt, ob die potentiellen Angreifer tatsächlich nordafrikanisch waren, wie das Opfer schildert. Solche vorschnellen Behauptgungen passen viel eher zu den rassistischen Vorurteilen besonders seitens Rechtsradikaler. Daß ein CDU-Mitglied mit MAGA-Kappe unterwegs gern provoziert, verdeutlicht auch dessen Haltung: die uneingeschränkte Befürwortung von D. Trump.

Mit Blick zum jüngsten Verhalten Trumps während des Nationalfeiertags am 04. Juli zeigt sich doch offensichtlich dessen Sympathien zu Nazis. Wer mit dem „Hitlergruß“ sich in Szene setzt, ganz ähnlich wie schon Elon Musk zuvor, der läßt sehr tief blicken!

Was Vance fordert, wird später von Faschisten verhindert

Unvergessen Vances Auftritt bei der Münchner Sicherheitskonferenz, wo dieser die Meinungsfreiheit einforderte, die besonders Deutschland vermissen lasse, und zwar hinsichtlich der AfD. Die Kritik der rechtsradikalen Partei gegenüber schmeckt ihm wohl nicht. Die USA vom Regen in die Traufe möchte man ihm entgegenschmettern, denn wer dermaßen die Realität verleugnet, den kann man nicht wirklich für voll nehmen. Ganz im Gegenteil.

Bekanntlich waren es in der Vergangenheit doch Faschisten selbst, die jedwede Meinungsfreiheit verhinderten, zunächst wurden die Medien abgeschafft, politische Gegner verhaftet und am Ende verboten, weggesperrt und umgebracht. Insofern ist Widerstand Pflicht, bevor wir allesamt selbst betroffen sind.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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