Coronavirus-Mutation war schon lange absehbar

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AHA-Regeln und Kontakte reduzieren unbedingt vorteilhaft

In Hysterie zu verfallen, kann keinesfalls Sinn machen, da bedarf es viel eher, einen kühlen Kopf zu wahren. Keine leichte Aufgabe angesichts eines Leichtsinns, der weiterhin vonstattengeht, denken wir an die Corona-Leugner, an angeblich Demonstrierende, die lieber unsere Demokratie zerlegen möchten, an jene, die keinerlei Rücksicht nehmen.

Corona-Variante seit Monaten in Belgien – Warum schlug niemand Alarm, gibt die Welt zum Besten. Man muß nicht unbedingt ein Virenexperte sein, um selbst nachzuvollziehen, daß Viren-Mutationen schon immer stattgefunden haben. So what?!

Das größere Leid steht uns noch bevor?

Davon muß man leider ausgehen, wer genauer das Treiben besonders kurz vor der Weihnachtszeit beobachtet. Da werden Nasen-Mundschutzmasken nur halbherzig ins Gesicht gezogen, oftmals ist die Nase komplett frei, die Wirkung verfehlt ihr eigentliches Ziel, direkt beim Verlassen des Geschäftes begegnen sich Kunden auf dem Parkplatz beim Absetzen der Maske, ohne Abstand zu halten.

Manche feieren einfach sorglos oder treffen sich in losen Gruppen, ohne AHA-Regeln zu berücksichtigen. Insofern dürften die täglichen Infiziertenzahlen kaum sinken, auch die Zahl Verstorbener stagniert im hohen Bereich. Es muß befürchtet werden, daß nach Weihnachten und Silvester mehr Opfer zu beklagen sind!

Die Politik reagiert nahezu dilettantisch

Besonders die EU-Behörden tragen ihren Anteil daran mit dem Wissen um mögliche Mutationsformen. Es fragt sich nur warum. Absicht oder tatsächlich leichtsinnige Reaktionen, die das Unwissen in der Bevölkerung ausnutzen? Letzteres wäre ziemlich blauäugig, weil genügend aufmerksame Journalisten am Ende genau das anprangern werden.

Vielleicht trägt auch schlichtweg das Nicht-Wahrhaben-Wollen der Corona-Krise in derart ernsthafter Form ein Stückweit dazu bei, die Realität schön zu reden, in der Hoffnung, es regelt sich manches von selbst. Im Sommer diktierte die Corona-Krise den weiteren Verlauf, die Politik reagierte eher mit einem Laissez-faire der Lockerungen, was jetzt im Spätherbst und Winter sich als Fehler entpuppt. Die zweite Welle ist im vollen Gange, längst muß man im Frühjahr bereits von einer dritten ausgehen. Mit den bevorstehenden Impfungen ist trotzdem ein wenig Licht am Ende des Tunnels in Sicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Massenhafte Kavaliersdelikte

Mir schwinden die Sinne,
wenn ich weiterspinne
den Gedankenfaden,
das Töten ohne Gnaden,
gesellschaftsfähig,
niemand straffällig,
weil Mord durch Massen,
keiner ist zu fassen,
zu viele Täter,
Lebensverräter,
keiner Schuld bewußt,
obwohl sie es gewußt,
daß Menschen sterben,
Glücklichsein in Scherben,
was zählt der Nächste schon,
wenn gemeinsamer Hohn
als Frustableiter
die Existenz bringt weiter,
mediale Bekanntheit,
finanzielle Sicherheit
durch Spenden,
wenn andere Leben enden,
nimmt man dies in Kauf,
weil Opfer zu Hauf
keine Namen mehr tragen,
was bleibt noch zu sagen,
Zahlen Gesichter verbergen,
deshalb die Schergen
sorgenlos töten,
Recht geht flöten,
Skrupellosigkeit
ist stets die Freiheit
zur Vernichtung,
egal aus welcher Richtung
die Massen sind mobilisiert,
wenn Tod nicht mehr interessiert,
diese Henker der Zukunft
handeln nicht aus Vernunft,
darf niemand eigenständig denken,
darf keinem diese Worte schenken,
als Mahnung vor den Heuchlern,
dann steht Gesetz hinter den Meuchlern,
die grölend durch die Straßen laufen,
während andere ums Leben schnaufen,
es ist kein Kavaliersdelikt
zu ignorieren, wenn ein Mensch erstickt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Hauptsache quertreiben

Sie haben das Bedürfnis,
ihre Meinung sagen zu müssen,
zu demonstrieren, wo immer möglich,
lauthals Menschen anzuspucken,
Galgenschilder hochzuheben,
die Kanzlerin zu verdammen,
auf Grundrechte zu pochen,
Masken tragen zu verweigern,
von Verschwörungen zu faseln,
rücksichtslos andere zu gefährden,
Covid-19 als Lüge hinzustellen,
von Propaganda zu schwafeln,
während die Zahlen der Infizierten
stetig steigen,
immer mehr Tote zu beklagen sind.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Bereicherung auf höchstem Niveau

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Armut nimmt zu

Immer diese Rücksichtnahme, dieses vorsichtige Anfassen mit Samthandschuhen sollte endlich ein Ende finden, weil im umgekehrten Fall mit vielen Menschen alles andere als fair umgegangen wird. Nennen wir doch das Übel beim Namen. All jene, die kaltschnäuzig ohne jedweden moralischen Zweifel sich an der Arbeit der Menschen bereichern, diese obendrein noch verhöhnen, ob sichtbar in aller Öffentlichkeit oder versteckt im Hintergrund.

Wir sprechen folglich genau von denjenigen, die über das meiste Kapital verfügen, eine Minderheit. Sie selbst bestimmt den Verlauf der Weltpolitik, die Rechnung, daß Geld die Welt regiert, entspricht der Tatsache, an und für sich nichts Neues.

Die Dekadenz lesen wir auch in der Presse

Wer den menschlichen Fortschritt analysiert, sollte dabei wirklich alle Umstände auf den Tisch packen und schon gleich gar nicht eine Polemik aufbauen, die darauf zielt, mit einfachen Mitteln die Menschen zu verunsichern, während die eigentlichen Verursacher mal wieder unbenannt bleiben. Allein schon die Überschrift, die Zeit des Massenwohlstands ist vorbei, offenbart eine irreführende Denkweise und Behauptung in diesem Artikel. Es gab noch nie einen Wohlstand für die Masse, es sei denn, man unterstelle ihr, sie sei selbst verantwortlich für die weltweite Ausbeutung aller Ressourcen.

Die Masse der Menschen im sogenannten „reichen Westen“ war immer denjenigen dienlich, die davon profitierten und sich dadurch einen unverhältnismäßig großen Wohlstand aufbauen konnten. Aber das verschweigt der Autor, stattdessen läßt er ausgerechnet China sprechen und bestätigt dessen Aussage vom Sozialstaat, den wir uns schon lange nicht hätten leisten dürfen und setzt selber noch eins drauf, in dem er meint, unsere westlichen Staaten und Bürger hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Mehrere Millionen Bundesbürger am Rande der Existenz, täglich sogar real ärmer werdend, sind ein Indiz zu mehr Wohlstand, während im nächsten Moment die wiedererlangte Wettbewerbsfähigkeit infolge der Sozialreformen und des Lohnverzichtes der Arbeitnehmer als das Patentrezept hoch gelobt wird? Zynischer geht es wohl kaum, oder?

Anstatt die eigentlichen Verursacher der weltweiten Verarmung zu benennen, zieht es auch hierbei die Presse vor, den Schwarzen Peter den Völkern selbst anzulasten. Es werden sozialdemokratische Reformer angesichts der Stutzung des Sozialstaates vielmehr gelobt.

Solange wir den eigentlichen Überreichtum gewähren lassen, ändert sich nichts

Was kann daran so schwer sein, eine weltweit gerechte Verteilung endlich zuzulassen, anstatt weiterhin auf Kosten der Menschen Armut zu pflegen? Ganz banal, eine völlig gleichgültige Lebenseinstellung der Überreichen. Es geht nicht darum, neidisch zu sein, sondern einfach der endlosen Gier die rote Karte zu zeigen und zwar überdeutlich.

Wenn die Menschheit das nicht schafft, wird der Weg der Ausbeutung völlig bedenkenlos fortgesetzt, und willige Medien unterstützen diesen mit billigen Phrasen, Hauptsache der „einfache Bürger“ läßt sich beeindrucken, ordnet sich kleinlaut unter. Dieses perfide „Spiel“ hat auf diese Weise bisher prima funktioniert. Doch in Zeiten demokratischer, meist friedlicher Aufstände sind etliche Zeichen erkennbar, immer mehr Menschen hinterfragen die ungerechten Zustände, artikulieren und fordern ihre berechtigten Menschenrechte ein.

„Zum Reichtum führen viele Wege, und die meisten von ihnen sind schmutzig.“
(Marcus Tullius Cicero)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Immerhin

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nicht
umhin
bin
vorhin
ich gekommen
als
im Streit
mittendrin
er
dorthin
lief
worin
reduzierte
Maschinen
darin
lagen
daraufhin
verließ ich
ihn
immerhin
ergab
darin
der Streit
seinen Sinn

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Als es zu früh war

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Kein Gedanke entschlüpfte
dem frühlingshaften Schmerz,
blindes Gefühl der Enge
auf einem durchnäßten Seil,
wolkenverhangen die Enden,
ein wissendes Erkennen
streifte meine Wangen
im Himmel gibt es Engel.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Am Leben vorbei

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Ein Kommen und Gehen
wir uns betrachten dürfen,
viele das unbedingt wollen sehen,
dabei gar Champagner schlürfen.

Die Quoten entscheiden das Programm,
ob uns das gefällt oder auch nicht.
Reaktionen einfältig und lahm
in allen Größen bis zum Wicht.

Von der Glotze zur Politik,
der Unterschied nicht allzu groß.
Große Monitore gelten als besonders schick.
Was ist da nur in den Köpfen los?

Unterhaltungswerte auf flachem Niveau,
Hauptsache Action und Gewalt haben ein Ventil.
Zuviel Ablenkung dabei, gar bis ins Klo.
Wohin führt uns dieses denkwürdige Ziel?

Abgestumpft, emotionslos der Fernsehkonsum,
vergessen das Leben in der Natur,
manch einer fragt sich, was tun.
Wer durchbricht jene Struktur?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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