Frieden sei mit dir

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Was willst du hier
auf diesem Blatt Papier?
Stänkern keine Option,
vergreifst dich wohl im Ton.
Halt besser die Füße still,
tu, was ich jetzt will.

Der Ton macht die Musik,
am Ende gibt’s kein zurück.
Drum besinne dich mal besser,
sonst liefern wir dich ans Messer.
Krieg allenthalben weltweit,
Mensch wird wohl nie gescheit.

Ich gebe dir gern diesen Rat,
ihn zu ignorieren, wäre schad.
Zieh eher friedlich durchs Leben,
statt nach Reichtum zu streben,
Mutter Erde meint es nur gut,
drum vergiß jene gefährliche Wut.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Eingestimmt – Abgestimmt

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Eingestimmt
in den Chor
der Moralvernichter,
der Güteschlächter,
der Wertebrecher,
um das Lied
der machtgierenden
Kapitalverwalter
des Mammons
zu festigen,
hofft ihr auf
paradiesische Zeiten.

Abgestimmt
für das Konzert
der Wissensächtung,
der Begriffsverstümmelung,
der Menschseinverachtung,
um den Gesang
der herrschaftsgeilen
Investoren
die Steigbügel
zu halten,
wünscht ihr euch,
deren Untertan zu sein.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Keine guten Aussichten fürs Jahr 2025

Alles murks oder eher realpolitisches Desaster?

Komische Zeiten, Trump will Grönland kaufen, während hierzulande ein Linnemann in alter Hartz-IV-Manier hetzt, Zwangsarbeit fordert, deutsche Wirtschaftsdaten letztlich positiv sind, der Industriestrompreis sank von 21,4 ct/kwh im Jahr 2021 auf 17,9 ct/kwh im letzten Jahr, im Oktober 2021 gab es 45,1 Millionen Erwerbstätige, drei Jahre später 46,3 Millionen, aber die Ampel unter Robert Habeck hat angeblich versagt, drum durften die Liberalen auch der „chaotischen“ Bundesregierung in den Rücken fallen, was die Vertrauensfrage provozierte, wir in rund sechs Wochen Neuwahlen haben. Alles so gewollt, denn eine Union sei ja wirtschaftskompetent.

Tatsächlich? Unter Merz wird alles besser, glaubt er selbst, obwohl die Union keine wirklichen Ideen im Wahlprogramm vorweist, die eine Wirtschaftskompetenz rechtfertigen, zumal sie erneut auf Kernenergie setzt, obwohl diese nachweisbar überteuert gefährlich bleibt. Mit Blick gen Weidel, Musk und Trump, letzterer behauptet als „Experte“ Windräder produzieren Wind, folglich sie allesamt abbauen, dann sei der Klimawandel Geschichte. Ignoranz seitens jener rechtsradikalen Klientel wider die Wissenschaft, ein Fauxpas sondergleichen, aber Hauptsache per Fakenews tönen, um im selben Atemzug Medien zu verunglimpfen. Propaganda wie im Dritten Reich oder aktuell in Russland!

Laut Sonntagsumfragen wollen hierzulande die Wähler die Union zwischen 29 und 32% wählen, der AfD zwischen 19 und 22 % ihr Stimmlein geben, während die SPD zwischen 14 und 17 % schwankt, die Grünen zwischen 12 und 15 %. Die Liberalen, wo manche gar an ein zweistelliges Ergebnis glauben, dürften froh sein, überhaupt wieder im Bundestag sitzen zu können mit 3 bis 5%. Die Linken schaffen’s eher nicht, dieses BSW schwankt zwischen 4 und 7 %. Zwei Optionen offenbaren sich, entweder Schwarz/Rot oder Schwarz/Grün, mit einem Fall jener angeblichen Brandmauer hätte Deutschland ohnehin fertig, sollten die Nazis als Regierungspartner geduldet werden, siehe Österreich. Abwegig? Mal schauen, Pessimismus macht sich breit.

Und global betrachtet? Zu viele Kriegsschauplätze im Nahen Osten, in der Ukraine, im Sudan, im Kongo, in Jemen, in Libyen, in Mali, in Äthiopien, in Armenien und etliche andere. Während in Syrien Assads Sturz zunächst als gute Nachricht gewertet werden kann, bleibt abzuwarten, wie sich die Lage dort entwickelt. Besonders die EU wirft ein kritisches Auge gen Syrien, wichtiger denn je, daß sich die Großmächte USA und Russland heraushalten, aber auch der Iran.

Was die Folgen des Klimawandels anbelangt, kann keine Entwarnung gegeben werden. Ganz im Gegenteil, mit der Haltung Trumps schaut’s ziemlich düster aus, aber wir sollten auch hierzulande uns nicht verzetteln, solche Reaktionen wie die von Kachelmann treffen die Falschen und geben all denen Recht, die den Klimawandel nicht wahrhaben wollen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Mein Freund

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Er stand schon da,
rauchend,
seine Erscheinung glänzend,
trotz des Qualms, der ihn umgab.
Stolz wie ein König
hoch zu Roß
sah ich ihn
zwischen den Menschen,
die mit Tränen in den Augen
sich küßten oder
sich umarmten, damit
keiner ihre Trauer sah.

Weit bin ich gelaufen,
in Tasche und Rucksack
nur das Nötigste,
habe den Abschied
bereits hinter mir gelassen,
ich gehe auf dich zu,
tauche ein in deinen Rauch
ein letztes Mal,
bevor du schnaufend in die Ferne fährst,
ich bleib noch,
schließlich bin ich erst drei,
bis morgen um die gleiche Zeit.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Feuchtfröhliche Allmachtsfantasien auf bestem Wege

Wenn Putin und Trump Europa und Nordamerika beherrschen

Der Atem gerät ins Stocken, nanu, wer will uns hierbei foppen? Trump und Putin teilen sich den Kuchen, wir sollten beide schleunigst verfluchen. Kaum hat Putin die Ukraine per Krieg überzogen, läuft auf dieser Trump äußerst verlogen. Von wegen MAGA auf politisch-diplomatische Art, denkste, jetzt wird’s wirklich hart! Imperialisten nehmen sich, was immer ihr egoistisches Begehr, einfach widerlich, schließlich hört auf sie ihr Heer.

Putins Traum vom großrussischen Reich, von Wladiwostok bis Lissabon, welch historischer Hohn auf der einen Seite, auf anderer die US-amerikanische Weite: Kanada, Panama und Grönland stehen auf Trumps Wunschliste, so einfach biste, du noch designierter Präsident, das alles nur, weil der US-amerikanische Wähler hat gepennt!

Faschistisches Großkapital und rechtsradikale Wesen auf bestem Vormarsch, als sei im letzten Jahrhundert nichts gewesen, kein millionenfach geduldeter Mord, von neuem in allem fort machen sich die Musks auf ihren Weg, oh Schreck. Wer sie einfach gewähren läßt, nicht gegen sie hetzt, der hat schon verloren, denn diese fühlen sich auserkoren, um uns schlichtweg zu beherrschen und zu bekriegen. Und woran mag das wohl liegen?

Anstatt nach oben zu buckeln und nach unten zu treten, da hülft jetzt och mitnichten mehr beten, sollte Mensch mal die Perspektive ändern, ja, auch gendern, aber vor allem Kreativität, Menschlichkeit und Gerechtigkeit walten lassen, als jenes ewige prassen und hassen! Wer wie die Christdemokraten ständig behauptet, christlich zu sein, der lockt wie eh und je nur so zum Schein ahnungslose Wähler, das ist der sich wiederholende Fehler. Wacht auf zuhauf und nehmt Wahlversprechen ernsthafter unter die Lupe, drückt auf die Tube, weil uns die Zeit davonrennt, die Welt längst schon brennt!

In Wirklichkeit sind jene faschistischen Imperialisten simple Spezialisten im bösartigen Überlisten. Nur weil etliche ihnen blind vertrauen, sollten wache Geister entschiedener hinschauen. Laßt sie nicht wieder über uns, die Welt bestimmen! Sie handeln wie von Sinnen, rücksichtslos wie ein torpediertes Geschoß im Meer voll Blut, nichts von ihnen wird gut.

Noch hat Europa und die westlich orientierte, demokratische Welt es in der Hand, abzuwenden jene gefährliche Schand‘, wenn wir nur rechtzeitig aufwachen, bevor jene Herrscher den Weltenbrand entfachen. Laßt uns erinnern an freiheitliche Zeiten, die bei weitem viel Kreatives entstehen ließen und nicht verdrießen, nicht zulassen erneutes Blutvergießen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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In Balance zwischen innen und außen

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Auf großer Fahrt oder eher in tiefverwurzelter Demut?

Reisewillige soll man ziehen lassen in weite Fernen, wo doch Mutter Erde so wunderschöne Orte und Landschaften bietet, die gesehen und erlebt werden wollen. Wer kennt es nicht, dieses Gefühl aus Neugier, gutdurchdachter Planung und dem sich treiben lassen, gänzlich seiner Intuition folgend. Wer weiß, was da noch an Über-raschungsmomenten uns begegnen?

Dasselbe gilt natürlich ebenso für die Entdeckungsfahrten ins Innenleben, wenn wir nachdenklich zurücklehnend, innehaltend das bisherige Dasein reflektieren. Gab es nicht schon immer gewisse Sehnsüchte, die man beiseiteschob, verdrängte im hektischen Alltag, die selbst in Stunden der Besinnung keine Wege der Entfaltung fanden? Was verbirgt sich eigentlich auf großer Fahrt oder eher in tiefverwurzelter Demut?

Im Einklang mit sich selbst sein, eine Grundvoraussetzung

Was im Buddhistischen jenes „So wie oben, so auch unten“ verdeutlichen will, dieser Mikrokosmos gleich Makrokosmos, gilt natürlich für alle Menschen: im Einklang mit sich selbst sein, eine Grundvoraussetzung. Für was, werden vielleicht manche fragen? Ganz bescheiden und pragmatisch: um harmonisch im Gleichgewicht sämtlicher Kräfte im Innen und Außen zu wirken.

Sobald diese Balance sich ändert, mittels disharmonischer Umstände gestört wird, beginnt das Zurechtrücken, die Bemühung um Schadensbegrenzung, wer denn wirklich daran arbeitet, sich dessen bewußt. Je weniger Ballast, Sorgen und materielle Abhängigkeiten, desto gelassener vermögen wir die Dinge zu überschauen, sie zu ordnen und sorgenfreier zu leben.

Leichter formuliert als umgesetzt. Erklären Sie das mal all jenen, die am Existenz-minimum herumkrebsen müssen. Spitze Zungen kommentieren dann gern, jeder sei seines Glückes Schmied, was man keineswegs so bestätigen mag. Lebensumstände können wir ein Stückweit verändern, beeinflussen, doch beim Heranwachsen in bestimmten Elternhäusern werden Denkmuster und Strukturen gewisser Angewohnheiten sowie sozialer Bindungen manifestiert, von dessen Fesseln im Laufe des Lebens sich befreit werden muß – eine zeitaufwendige Entwicklung, die manche ausbremst im Schaffensdrang, sie unter Umständen ablenkt vom eigentlichen Kurs. Wie wichtig offenbart sich hierbei der gefestigte Charakter, der eine Chance bedeutet, entsprechend gegenzusteuern.

Liebe – ureigentlich eine Botschaft der inneren Gelassenheit

Nichts ist zerstörerischer als abgrundtiefer Haß, wie uns allen tagtäglich vor Augen geführt wird. Um so wichtiger, sich der ureigentlichen Botschaft der inneren Gelassenheit zu widmen. Und nur eines kann ihr dabei hilfreich zur Seite stehen: die größte Kraft im Kosmos – die Liebe. Lassen wir sie zu, verinnerlichen sie, damit sie in allem wirkt, was wir erschaffen. Dieser Prozeß verbrieft uns eine tiefe Harmonie im Sein selbst, wenn wir ihn verinnerlichen und ausleben. Insofern jede Reise zunächst dort beginnt, wo das eigene Ich sich aufmacht, mit dem Außen zu kommunizieren.

Warum reisen wir? Auch dies, damit wir Menschen begegnen, die nicht meinen, daß sie uns kennen ein für allemal; damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich sei – es ist ohnehin schon wenig genug. (Max Frisch)

Die einzige Weisheit, die wir erwerben können, ist die Weisheit der Demut: Demut ist ohne Ende. (Thomas Stearns Eliot)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Neujahr – Silvester 2024-2025

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