Im Taumel rückhaltloser Zukunft

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Einmal zu Ende gedacht – Wege der Selbstverwirklichung

Planung mag für manche Zeitgenossen alles sein, doch wer meint, das Leben ließe sich auch nur ansatzweise planen, der unterliegt einem äußerst trügerischem Gedanken. In Wirklichkeit werden jene Menschen ganz schnell auf den Teppich der Tatsachen geholt, wenn unvorhergesehene Ereignisse all ihre Pläne durcheinanderwirbeln, das durchdachte Kartenhaus in sich zusammenstürzt, ein gewisses Chaos ihnen bevorsteht.

Mag vielleicht etwas zu abstrakt wirken, solche Feststellungen, dennoch sollte man nicht verkennen, inwieweit jene Betroffenen sich hinreißen lassen in einer Welt der scheinbaren Sicherheit. Das Fatale daran: Es gibt keine Sicherheit, zumindest keine hundertprozentige. Wer im Taumel einer rückhaltlosen Zukunft entgegenblickt, der sollte gleichzeitig sich im Klaren sein, daß einmal zu Ende gedacht, trotzdem Wege der Selbstverwirklichung nahezu ohne exzessiv planvolles Vorgehen uns beglücken mögen.

Das kann jedoch nur funktionieren, wenn man diese Möglichkeiten überhaupt in Betracht zieht. Wer mit zu vielen Zweifeln unterwegs, wird stets ausgebremst in seinem Tatendrang. Natürlich können derartige Vorhaben nur  fruchten, wenn gewisse Rahmenbedingungen gegeben. In einer Welt voller Widerstände, sozialer Spannungen und vor allem neuerdings aufkommenden möglichen Kriegsszenarien, vermögen etliche den Mut verlieren, blicken zu sorgenvoll eventuellen Gefahren entgegen. Daher nicht weiter verwunderlich, daß diese harten Umstände manche lähmen, bis hin zur totalen Resignation.

Auf der anderen Seite mußte Mensch sich stets mit Unwägbarkeiten auseinandersetzen, gab es niemals eine ewigliche Sicherheit für Frieden, lauerten oftmals wirtschaftliche Engpässe, sei es durch bevorstehenden Jobverlust, Firmenpleite. Oder aber eine Krankheit bremste einige aus. Wer gleichzeitig nicht flexibel genug unterwegs, der wurde schnell aus der gesellschaftlichen Bahn hinauskatapultiert. Das geschah früher genauso wie es heute passiert.

Aber was nehmen manch Kämpfende alles an Entbehrungen auf sich, geben niemals auf, sondern suchen stets nach anderen Wegen aus dem Tränental mancher Rückschläge? Was unterscheidet sie von denen, die dabei eher längst aufgegeben hätten? Eine bessere, gefestigte Erziehung aus Kindertagen, eine gezieltere Vorgehensweise, höherer Kampfgeist, mehr Charakterstärke oder einfach nur zäheres Durchhalten in der Gewißheit, es geht immer vorwärts? Nein, ganz so simpel gestaltet sich das Leben leider nicht!

Selbstverständlich gibt es solche Wesen, dabei wesentlich mehr, als man meinen könnte. Sie haben Wege der Selbstverwirklichung für sich gefunden, wissen oftmals Lösungen, haben feste Ziele vor Augen. Doch in einer Welt der Dialektik existieren eben auch jene, die nicht dermaßen deutlich vorgehen können. Als Verlierer werden sie oftmals verächtlich bezeichnet. Das sagt sich leicht daher, obwohl der Kosmos sehr wohl für jedes Schicksal seine ganz eigene Dynamik bereithält, die nicht jedem nachvollziehbar erscheint.

Generell gilt, daß gar nichts zufällig geschieht. Alles hat seinen tieferen Sinn, es liegt nur daran, diesen möglichst zu erkennen. Während der eine vor Glück erstrahlt, der andere hilf- und haltlos am Boden liegt, bedarf es eben jener Waagschale, die unser Leben prägt. Der wichtigste Drang beinhaltet das Leben selbst, welches gestaltet werden soll. Das entspricht der Aufgabe, der wir uns stellen müssen, wollen wir überleben. Insofern wird keine Zukunft rückhaltlos sein, solange wir noch einen Funken Kämpfergeist in uns zulassen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Fakenews aus dem Hause Murdoch gezielt so gewollt

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Warum ehrlich sein, wenn es auch anders geht?

Diese Kolumne darf man als besonders prädestiniert im Kontext zu bestimmten, ziemlich fragwürdigen Persönlichkeiten werten, weil sie auf den Punkt bringt, um was es geht. Scheinheiligkeit. Christian Stöcker im Spiegel über „den gefährlichsten Mann der Welt“.

Übertreibungen haben natürlich ihre Berechtigung, um manch einen zum Nachdenken zu bewegen, weil Superlative oftmals unbedingt hilfreich sein mögen. Daß die Medien nicht davor zurückschrecken, Klimamanipulation im großen Stil zu betreiben, ist letztlich nichts neues.

Überreiche schrecken vor gar nichts zurück

Das gilt somit auch für einen Rupert Murdoch, der als Medienmogul weltweit seine Strippen zieht, das Ganze ohne in verschwörungstheoretische Mutmaßungen zu gelangen. Hierfür reicht gänzlich gesunder, kritischer Menschenverstand, sich eben nicht blenden zu lassen.

Putin, Trump, Morrison und Johnson in einem Atemzug oder eben in jener Kolumne aufzuzählen, das gewinnt erst recht an Bedeutung, wer die Brisanz der Lage beurteilt. Die Welt vorm Abgrund, während gewisse Herrschaften keine Mühe scheuen, um die Menschen ringsum zu täuschen. Prima simpel, wie vorschnell Manipulation trotz hinreichender Aufklärung noch funktioniert.

Wie war das nochmal mit dem Verstand und Kant?

Der deutsche Philosoph hatte es doch überdeutlich uns alle wissen lassen. Es benötigt lediglich der Umsetzung. Man höre auf physikalische Gesetzmäßigkeiten, vertraue klarer Beobachtungsgabe. Wer dies verinnerlicht, kommt nicht umhin, den menschengemachten Klimawandel als gegeben hinzustellen. Insofern gilt es, jedwede Versuche der Verharmlosung an den Pranger zu stellen.

Die Wut wächst somit über Leute wie Rupert Murdoch und andere. Eine Aufforderung an all jene, die beherzt eben nicht den Mut verlieren, solche Fakenews zu enttarnen, um gleichzeitig die Politik anzumahnen, endlich aktiv zu werden, wie dies u.a. die Jugend und FFF praktizieren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Rolling Home

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Klein war ich mal,
nicht klein
im Sinne von groß
und klein,
jung war ich mal,
die Geschwister
alle älter,
für sie verwöhnt,
aber eigentlich nur,
weil ich vermochte
mich durchzusetzen,
das liebten sie nicht,
schließlich
sie waren älter,
erfahrener,
irgendwie sollte
sich dies
bestätigt finden,
dachten sie,
schließlich
sie waren reifer,
klüger,
irgendwie
erwachsener,
sagten sie oft,
wie Recht sie hatten,
festgefahren
waren sie
in ihren Rollen,
schließlich
war es ein leichtes,
an ihren Standpunkten
vorbeizurollen,
ich war klein, wendig,
jung und flexibel,
mein Geist nicht
verwohnt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Vorschnelle Bundeswehreinsätze offenbaren Kriegsgelüste

Christliche Haltung mehr als fragwürdig

Frauen bzw. Mütter ordern Kriegseinsätze, ob eine Ursula von der Leyen oder ihre Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Wortspiele mit der „Flintenuschi“ und der „Knarrenbauer“ haben durchaus eine gewisse Berechtigung. Von Friedenswillen oder gar christlichen Werten mag man dabei vergeblich hoffen, Kadavergehorsam einem kriegsgeilen Hegemon gegenüber trifft es hierbei schon eher.

Es entspricht der Trump’schen 2-Prozent-Forderung, die Deutschland unbedingt zu erbringen hat, da kann man schon im Vorfeld einen verstärkten Aktionismus bescheinigen mit diversen Ankündigungen, so daß Kramp-Karrenbauer eine Debatte über Bundeswehr-Einsatz auslöst. Ausgerechnet in Libyen, welches Jahre zuvor die Nato kriegerisch aufgerieben hat, mit den nunmehr desolaten Zuständen.

Taktieren nahezu aller Parteien im Deutschen Bundestag läßt tief blicken

Zumal eine Partei sich wenigstens auf jenes perfide Spiel nicht einläßt: Die Linke. Ihr kann man beruhigt nachsagen, sie wolle tatsächlich keine Bundeswehreinsätze dulden, während alle anderen Parteien über unterschiedliche Argumente lamentieren, wann denn diese berechtigt sein mögen.

Besonders enttäuschend die Grünen, die zu Beginn ihrer Bundestagslaufbahn auch mal andere Standpunkte vertraten. Spätestens mit Joschka Fischer und der Nato-Kriegseinsatzzustimmung in Jugoslawien war damals Schluß mit lustig, hatten die Grünen keinerlei Bedenken. Die SPD ohnehin nicht. Wen wundert dann noch eine Abwanderung von den Sozen?

Nur allzu menschlich?

Jene Haltung vom Streit zum Krieg? Hinsichtlich der Historie kann man dies wohl kaum abstreiten. Dennoch versucht Mensch stets Friedenszeiten umzusetzen. Teilweise erfolgreich, in Europa, eben Jugoslawien mal ausgeklammert, hat es ja bald 75 Jahre gefruchtet, in den USA wesentlich länger. Nur weltweit schaut es nicht so aus, mit zunehmenden Stellvertreterkriegen.

Von Friedenswillen kann daher kaum die Rede sein, sondern eher von einer verlogenen Haltung, die einmal mehr aufzeigt, wie unzivilisiert Mensch real ist. Was nutzen eine UNO, Menschenrechte und gar religiöse Ansprüche, wenn Mensch sich tatsächlich nicht daran hält?

Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden.“ (Jimi Hendrix)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Tropfen der Zeit

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In jungen Jahren
klebriges Baumharz
deine Spuren bewahren
zäh fließt die Zeit
und bist du
alt an Jahren
tosender Wasserfall
deine Spuren zermahlen
rasant flieht die Zeit

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Man sollte den Herrn Merz gleichwohl nicht ernst nehmen

Jede Schmierenkomödie hat ihren Wahrheitsgehalt

Irgendwie kommt kaum jemand umhin, diesem neoliberalsten Politiker von der CDU vehement zu widersprechen, wer nicht gleich als ewiglicher Ja-Sager gelten möchte. Ein wenig sollte man sich hierbei schon das Gesicht bewahren, und sei es doch nur, um ein kleines Hintertürchen offen zu lassen für den Fall, daß Friedrich Merz eben nicht Bundeskanzler wird.

Aber für allzu viel Optimismus ziehen keine Schönwetterwolken vorbei, die Zeichen stehen eher auf orkanartige Stürme hinsichtlich des just begonnenen Jahres, in dem höchstwahrscheinlich die Große Koalition platzt, Neuwahlen anstehen. Merz über Steuerwarnung von SPD-Chefin Esken: „Das nehme ich nicht ernst“, tituliert der Focus sein Interview. Das gleiche gilt erst recht für den BlackRock-Mann!

Bessi-Wessis treiben überall ihr Unwesen

Zum Leidwesen nicht nur mancher Ostdeutschen, sondern allseits in der Politik, wo eigentlich Fingerspitzengefühl und vor allem soziale Sicherheit vonnöten wäre. Fehlanzeige bei Friedrich Merz, aber das weiß man schließlich, und das nicht erst seit Spätherbst 2018.

Ein paar Wochen später lobte ausgerechnet Wolfgang Grupp dessen Wunschkandidaten Friedrich Merz. So ein Zufall aber auch, oder etwa doch nicht? Ein neoliberales Stelldichein ohnegleichen, nett verpackt in den ewiglich formulierten Phrasen von zäher Arbeit, Leistungsgesellschaft, Opferbereitschaft und Wachstum. Natürlich, davon lebt schließlich dieser Raubtierkapitalismus.

Der Merz übt sich als Energieexperte

Sorry, aber da lachen doch sämtliche Hühner. Ausgerechnet jener Friedrich Merz spielt sich als Experte auf, der doch stets den Atomstrom in den höchsten Tönen lobte, unter seiner Kanzlerschaft hätte es nach Fukushima keinen Atomausstieg gegeben. Aber Frau Merkel machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Da kann man schon mal leise anmerken, wie im Focus-Interview, wohin dessen Reise geht, wenn er mal ran darf.

Stop, er hält sich noch artig zurück. Wer’s glaubt, dem kann man auch nicht mehr helfen! Selbstverständlich kommt es stets auf eine gute Mannschaft an, Herr Merz, das gilt in der Politik genauso wie im Sport. Da sagt er uns nichts neues. Stirnrunzeln mit einem flauen Gefühl in der Magengegend baut sich auf, wenn ein Karl-Theodor zu Guttenberg plötzlich aus dem nichts auftaucht, um seinen „Senf“ dazuzugeben. Das läßt keineswegs hoffen, sondern viel eher resignieren, was nach Bundeskanzlerin Merkel noch geschehen mag.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Alles für Dauerliederlichkeit

Sie sind stolz
auf ihre Gehäßigkeit
stolz
auf ihre Schikanen
tragen Stolz
die Fahne
der Überlegenheit
sprechen oft
in Gottes Namen
von Sünden
und Verwerflichkeit
vom Stolz
unter Kameraden
vom Stolz
ihrer Verwegenheit
und sind doch nur
Kumpane
der eigenen
Liederlichkeit

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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