Zum 70. Geburtstag des ESC in Wien


Wikimedia Commons – CC-BY-SA 4.0

DARAs Bangaranga siegt für Bulgarien

Fünf Länder boykottierten ihre Teilnahme am diesjährigen ESC, nämlich Spanien, Irland, Slowenien, die Niederlande sowie Island. Völlig zurecht wurde Russland ausgeschlossen, da dessen Sender staatliche Propaganda verbreiteten und von der EBU suspendiert wurden. Israels Sender (KAN) gilt als unabhängig und ist Mitglied, genau das sollten wir akribisch differenzieren. Es sind beim ESC nicht die Länder, die sich bei dieser Veranstaltung messen, sondern letztlich die Fernseh- und Rundfunksender der Länder, die obendrein als Grundidee des ESC gelten!

Viel Glanz und Gloria auch in der Wiener Stadthalle, wobei Victoria Swarovski und Michael Ostrowski die Sendung in der Halle moderierten, die FM4-Moderatorin Emily Busvine als Moderatorin für den Green Room. Seit 2024 hat Thorsten Schorn Peter Urbans Rolle als deutscher Kommentator beim ESC übernommen. Auch beim 70. ESC machte er einen ordentlichen Job.

Insgesamt nahmen 35 Länder am Wettbewerb teil. Weil Spanien, ein Land der Big Five, fernblieb, traten im Finale nur 25 statt der 26 Länder auf.

Die Zuschauer sowie die Experten entschieden sich für DARAs Bangaranga mit 516 Punkten als diesjährige Siegerin für Bulgarien. Die 27-jährige Sängerin ist immerhin eine der erfolgreichsten Sängerinnen in ihrem Lande. Die Choreographie zum Song war ziemlich interessant und professionell gestaltet.

Israels Noam Bettan ergatterte mit Michelle den zweiten Platz. Der Songtext kombiniert die Sprachen Hebräisch, Französisch und Englisch. Bettan wuchs als Sohn französischer Einwanderer in Zentralisrael auf, lebte gleichwohl eine zeitlang in Frankreich.

Alexandra Căpitănescu erreichte mit ihrem Song Choke me den dritten Platz für Rumänien. Auf dem vierten Platz folgte die australische Sängerin Delta Goodrem mit ihrem Song Eclipse. Den fünften erreichte der älteste Teilnehmer Sal Da Vinci für Italien mit dessen Song Per Sempre Sì.

Sarah Engels erreichte erwartbar nur den 23. Platz mit ihrem Song Fire, gutes Singen und Tanzen nützt nicht viel, wenn der Song nicht ankommt. Das Schlußlicht auf Platz 25 war fürs Vereinigte Königreich Sam Battles Look Mum No Computer mit dem Song Eins, Zwei, Drei.

Wer wissen möchte, wie der ESC auch tickt, dem empfehle ich gern 70 Jahre ESC – More than Music.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Musik

Dieser Beitrag wurde unter Musik abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..