Welch Hohn so manche Kondolation

Ebrahim Raisi verunglückte im Helikopter,
die Welt wird immer bekloppter,
statt Despoten kritisch zu betrachten,
da sie Menschenrechte verachten,
erfolgen heuchlerische Kondolenzen,
setzen ihnen Wenige gezielte Grenzen.

Geldströme bestimmen den politischen Lauf,
solch Gebaren hat auch die Politik drauf,
Diplomatie die vornehme Entschuldigung,
welch verlogene, unentschuldbare Huldigung,
der kritische Beobachter sich nur wundern kann,
kein Rückgrat, nicht heute oder irgendwann.

Solange politische Vertreter nicht aufrichtig sind,
das weiß längst jedes aufgeklärte Kind,
müssen wir über die nahe Zukunft weiterbangen,
fragend gen Himmel blickend, traurig befangen.
Manch Pathos, Moral, Ethik bleibt auf der Strecke,
drum, du Despot, du Schlächter, verrecke!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wegweisende

Die Lichter brennen,
brennen noch in meinem Kopf,
leuchtende Sterne brummen
ihre Signale durch Straßen.

Auf gedeckten Tischen
brotloser, zäher Staub,
vernebelt hocken Menschen
an bröseligen Wänden.

Die Lichter brennen,
brennen noch in meinem Kopf,
gleißende Strahlen verbrennen
das letzte saftige Grün.

Ich liege auf einer Bahre,
getragen durch Dunkelheit,
unter den Laternen stöhnende
Leiber, die den Weg weisen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Hofierung soweit das Auge reicht

Wo bleibt eigentlich eine effektiv harsche Kritik?

Hinsichtlich einer sich massiv verschiebenden Weltordnung, China strebt die Weltherrschaft an, Russland marschiert völkerrechtswidrig in die Ukraine, in den USA frohlockt der Blonde Dolle gen zweite Amtszeit, Rechtsradikale sitzen in Parlamenten, Autokratien verdrängen demokratische Regierungen, alles andere als menschenwürdige Zukunftsaussichten. Trotzdem können gewisse Medien es nicht sein lassen, herumzudeuteln. Mit Blick gen Kreml versucht sich T-Online, Putin löst Beben aus. Aha, nichts Neues, vor allem vollkommen uninteressant!

Da vermögen sie noch so akribisch diesen machtgeilen Apparat in Moskau zu durchleuchten versuchen, erstens kommt es ohnehin anders, zweitens möge jene Werbung für diesen Möchtegernherrscher mehr als dienlich sein. So what?!

Die Menschheit hat viel wichtigere Probleme

Als nichts anderes möge man Wladimir Putin bezeichnen als einen Mafioso, wer sich dessen Vita genauer betrachtet. Punkt. Das war’s dann auch schon, wer es ausführlicher lieber hätte, einfach mal in seriösen Medien stöbern, da wird Ihnen gern geholfen.

Dringendstes Thema der Klimawandel, zumal drüben in den USA jener Trump sofort im neuen Amt die Windräder demontieren lassen will, die Ölindustrie frohlockt. Nicht verwunderlich ob eines solchen Spezialisten, denn wer meint, man müsse nur das Laub in den Wäldern wegfegen, dann gäbe es keine Waldbrände, so wie die Finnen dies angeblich machen, der hat nicht alle Latten am Zaun!

Während folglich T-Online in Ampelbashing-Manier sich nicht zurückhält, aber den Kremlspezialisten herauskehrt, belastet uns alle doch viel eher die Gefahr von Rechtsradikalismus mit freudlicher Unterstützung gewisser Konservativer, die so tun, als ob sie eine Brandmauer errichtet hätten. In Monnem würde man kommentieren, wer‘s glaubt verzählt.

Die Kirche im Dorf lassen

Wohl viel eher das Gebot der Stunde, statt wichtigtuerisch ausgerechnet jenen Herrn Putin verstehen zu meinen. Das kann man nur anraten. Natürlich hat Europa, der Westen und eine Menschheit besonders scharfsinnig hinzuschauen, wenn imperiale Kriegsherrschaften Nationen überfallen, vor allem mit dem Hintergedanken bis Lissabon das eigene Reich zu vergrößern, aber irgendwann sollten dann auch Konsequenzen folgen.

Eben nicht mit Interpretationen, was wäre, wenn, sondern viel eher, sich zu verteidigen, trotz eines gelebten Pazifismus die Bundeswehr, folglich auch Europa zu stärken, aufzurüsten. Solche Despoten nehmen keine Rücksicht, insofern haltet ihnen den Spiegel vor deren Visage und stoppt sie mit entsprechender militärischer Vorbereitung.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Endlich Süßes statt Saures

Nutella-Eis der Burner kurz vorm Sommer?

Darauf hat der mündige Verbraucher gewartet, viel zu lange schon? Warum nicht bereits wesentlich früher, fragt sich der neugierige Beobachter. Verkauf rückt näher, Nutella-Eis wohl ab Ende Mai in deutschen Supermärkten, gibt T-Online vollmundig zum Besten. Fans würden dem Verkaufsstart vom Nutella-Eis schon länger entgegenfiebern. Der trottelige Verbraucher scheint weiterhin die Produkte einer Zuckerindustrie vollkommen kritiklos zu konsumieren, so der Eindruck, den solche Behauptungen uns einreden wollen.

Wow, wenigstens kein Palmöl, sondern stattdessen setzt Ferrero beim Eis auf Sonnenblumen- und Kokosnußöl, welch traumhaft weitsichtige Erkenntnis, die Lebensmittelindustrie nimmt die Sorgen ihrer Kunden ernst. Tatsächlich? Mitnichten, denn ansonsten gäbe es kein Nutella in Eisform, schlimm genug, daß jene Zuckerschleuder alltäglich auf Frühstückstischen konsumiert wird. Jetzt folglich noch als Sommervergnügen per Eis.

Vor neun Jahren stellte das ZDF noch fest: Schockierende Testergebnisse: Das richtet Nutella im Körper an, wie Merkur berichtete. Dabei war bereits neben dem erhöhten Zucker das besagte Palmöl in der kritischen Betrachtung. Darauf hat sich wohl Ferroro besonnen. Welch scheinheilige Erkenntnis, schließlich dürfen baldigst ahnungslose Verbraucher jenes Eisvergnügen sich gönnen.

Dabei steht ohnehin schon länger fest, daß bei der Ernährung unsere Gesundheit auf dem Spiel steht, besonders die Dreieinigkeit zwischen Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie Ärzten läßt ziemlich tief blicken, wohin die „politische Reise“ geht. Es zählt der Profit und keinesfalls das Wohl der Menschen selbst!

Alles andere als eine Erfolgsmeldung, die den Verbrauchern erneut zugemutet wird. Mit jenem Nutella-Eis erhalten sie ein Stückweit mehr ungesunde Nahrung, was vor allem eines besonders fatal aufzeigt: eine gen Himmel schreiende Ignoranz wider besseres Wissen. Während noch zu Beginn der 1980er Jahre kritische Menschen als Biofuzzis beschimpft wurden, als Bioläden und ein Hinterfragen der industriellen Ernährungsweise sich Wege bahnten, scheint heutzutage die Lebensmittelindustrie nonchalant ihre Zuckerprodukte den Verbrauchern zuzumuten.

Mögen kritische Menschen erkennen, welch Risiken sie eingehen beim Verzehr jener neuen Produkte, und es einfach unterlassen, schließlich ist unsere Gesundheit wohl das höchste Gut, welches es zu bewahren gilt, gänzlich ohne Pathos oder gar mit erhobenem Zeigefinger. Schlicht und ergreifend mag ein gewisser Menschenverstand haarscharf bemerken, wie dreist jene Lebensmittelindustrie tickt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Verbraucherschutz

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Born in the USA

Das tut schon weh,
wie ein Stein auf großem Zeh,
mit Blick zum Blonden Dollen
möchte man aber grollen.

Dieser schräge Kandidat
ist sich für nichts zu schad,
Hauptsache in Mikros tönen,
er könne über alles klönen.

Dabei hat das Volk es in der Hand,
zu verhindern die zweite Schand,
doch wer ihn am Ende wählt,
den Weltfrieden erst recht quält.

Mit nem Trump im Amt
nimmt Rassismus überhand,
das mögen manche verneinen,
verlogen gar friedlich scheinen.

In Wirklichkeit die Nation gespalten,
es gibt kein Innehalten,
letztlich die USA verlieren an Bedeutung,
per Trump fehlt erst recht jeder Schwung.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wirtschaftsverflechtungen um jeden Preis

Bild von Jeremy Zhu auf Pixabay

Was daraus folgt wohl eher zuviel Reis

Wenn Xi Jinping, Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen an einem Tische sitzen, dann jib et viel auszuschwitzen, da kannste als Journalist noch so flitzen, am Ende verbleibt die Aussicht trüb, blablaba, sie ham sich alle lieb. Macron betont Notwendigkeit ausgeglichener Beziehungen zu China, schreibt der Spiegel, man fühlt sich wie ein Schmelztiegel, na prima!

Das soll dann wohl politische Notwendigkeit sein, man bewahrt schön brav den Schein. Obwohl es weltweit an allen Ecken und Enden brennt, wird diplomatisch rein gar nicht geschändt. Dann mal lieber bei solchen Treffen fünfe gerade sein lassen, weitermachen beim politischen Verpassen und sich gegenseitig brav bespaßen. Der kritische Beobachter darf solches niemals nicht stehenlassen.

Schließlich gibt es doch eindeutig bösartige Allianzen, so wie früher manch Hofschranzen. Immer schön lächelnd in Kameras grinsen beim Verdrehen manch Binsen, die Weisheit bleibt außen vor, du Tor. Wer mit China, folglich auch mit dem Iran und Russland Geschäfte macht, der hat bald Dramatisches entfacht. Solch Wirtschaftsverflechtungen lassen sich schwerlich auseinanderdividieren, jene bösen Mächte haben nichts zu verlieren. Sie wollen in Gänze die Weltherrschaft, egal wie und wo es kracht!

Umso erstaunlicher mit welch Blauäugigkeit der Westen mit China verhandelt, zu träge und unbedarft mit diesem anbandelt. Das könnte sich schon bald rächen. Wie war das wohl mit unbezahlten Zechen? Am Ende haben etliche Völker das Nachsehen, dies somit schwerlich zu verstehen. Entweder hat Politik sich gänzlich der Wirtschaft angepaßt oder sie obliegt einer undurchdachten Hast. So oder so keine gute Wahl, manch Kritiker murmelt janz aschfahl.

Wohin steuert hierbei wohl das Boot der Menschheit? Am Ende dazu bereit, etliche Warnungen in den Wind zu schießen, stoisch eher zu verdrießen, weil Hoffnung zuletzt wohl stirbt? Ohje, dann hat’s sich ausgezirpt. Das kann mitnichten gutgehen, sei wohl gar nicht zu verstehen. Was muß denn alles noch geschehen, bis der Westen endlich begreift, was da gezielt Bösartiges heranreift?!

Mit ein wenig Sachverstand kann man ohne Weiteres selbst draufkommen: China lechzt unverblümt fast benommen nach zuviel Einfluß. Manche meinen, dies sei Stuß. Doch zu allem Überdruß bewahrheiten sich solche Prognosen. Darüber zu schweigen, geht in die Hosen. Wir alle sollten dies daher mitnichten vergeigen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Harmlose Allianzen oder gefährliche Wende zur EU-Wahl?

Rechtsradikale Parteien belauern sich

Es dürfte allgemein bekannt sein, wie erschreckend leichtfertig sich europaweit rechtsradikale Positionen und Parteien seit Jahren entwickeln und in etlichen Landesparlamenten einziehen. Unfaßbar, daß auch hierzulande eine Nazipartei Fuß faßt, bundes- und landesweit. Deren Wähler scheinen die dunklen Jahre deutscher Geschichte, die gar zum Zweiten Weltkrieg führten, gänzlich auszublenden.

Nun droht der Rechtsruck gibt T-Online zum Besten. Nicht wirklich verwunderlich, dies war schon ziemlich lange absehbar. Im Wahljahr 2024 werden noch andere Überraschungen verdeutlichen, was auf dem politischen Spiel steht, dreizehn Termine stehen hierzulande an.

Wenn mehrere sich streiten, freuen sich andere, oder etwa doch nicht?

Händereiben angesagt angesichts etlicher Differenzen zwischen den rechtsradikalen europäischen Parteien? Eine gewisse Schadenfreude können all jene sich berechtigterweise nicht verkneifen, die sorgenvoll die Gefährdung von Demokratien anmahnen, schließlich möchten eben genau jene rechtsradikalen Parteien ihre Herrschaft ausbauen, gar mit dem Ziel die EU abzuschaffen oder zumindest diese umzugestalten.

Besonders deutlich äußerte sich Rassemblement National-Chefin Marine Le Pen zu den Positionen der AfD, diese solle sich „lieber um Deutschlands Probleme kümmern“, anstatt ihre Partei zu kritisieren. Insofern trat Alice Weidels Partei heftig in ein Fettnäpfchen, solche Unstimmigkeiten können sogar das Ende einer Zusammenarbeit im EU-Parlament bedeuten.

Russischer Angriffskrieg das Zünglein an der Waage

In diesem Punkt gibt es gegenteilige Standpunkte. Während die italienische Fratelli d’Italia und die polnische PIS-Partei unbedingt zur Ukraine stehen, sympathisieren die AfD, die österreichische FPÖ und die italienische Lega mit Russland. Ein großer Widerspruch, der eine Zusammenarbeit zumindest in Frage stellt.

Dürfen wir somit von eher harmlosen Allianzen bei der EU-Wahl sprechen? Das wäre wohl zu blauäugig, schließlich wollen alle rechtsradikalen Parteien die unabdingbare Herrschaft, Demokratien abschaffen, möglichst großen Schaden auf diesem Wege verursachen. Wachsamkeit obliegt all denjenigen, die genau das nicht zulassen dürfen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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