Hingeguckt statt weggeduckt

Bloß keine Kritik,
das ist chic,
nicht nur hierzulande,
welch Schande,
in den USA
schreien sie Hurra,
wenn Trump spricht,
der neue, alte Präsi-Wicht.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten,
Herrschaftszeiten, gilt bei Weitem,
wer die Kohle in den Taschen,
hat stets Erfolg, einen raschen!
Drum merke dir, du Wähler,
nicht der Nenner, wichtig der Zähler.
Der blonde Dolle hat nen Freifahrtschein,
am Ende jedes Menschenrecht ist klein.

Übertriebene Hysterie oder Realität?
Wer pennt, kommt dann zu spät.
Demokratien bald schon eine Minderheit,
es ist weltweit mal wieder soweit.
Wir schauen weg, statt Widerstand zu leisten,
das wissen letztlich die allermeisten.
Mit Ignoranz lösen wir nicht diese Gefahr,
mitnichten als blökend verängstigte Schar.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Keine Macht den Fake News und gezielten Kriegen

Die Achse des Bösen bedroht unverhohlen die Menschheit

Zum Haare raufen, wer denn noch welche hat, um gleichzeitig festzustellen, wie dramatisch leichtsinnig Menschheit sich bekriegt, Mutter Erde mit Füßen tritt, obwohl unser Paradies auf Erden genug Platz und Ressourcen bereithält, wenn wir nur weise untereinander teilen würden. Von all dem hat sich das intelligenteste Wesen der Bosheit untergeordnet, die den Lauf der Zeit bestimmt!

Übertriebener Pessismismus oder viel eher eine realistische Einschätzung, was da auf uns alle zukommt, während gewisse Kräfte oder Mächte meinen, sie müßten ihren brutalen Herrschaftskurs fortsetzen? In anderen Worten, es schaut nicht gut aus.

Money Makes The World Go Round

Singt Liza Minelli im Song Money, Money, der im Film Cabaret von Bob Fosse zum Besten gegeben wurde. Sechs Jahre zuvor gab es den Song in der Orginalfassung des Musicals noch nicht. Insofern ein cleverer, simpler Hinweis auf die Rolle internationaler Geldflüsse in der Wirtschaft, was letztlich unser Weltendasein entscheidend bestimmt.

Anstatt die deutlichen Worte zu beherzigen, läßt Menschheit sich weiterhin auf der Nase herumtanzen, bestimmen eben die genannten Geldflüsse tatsächlich auch den politischen Lauf. Längst offenbahrt China sein wahres Gesicht mit Blick gen Weltherrschaft, was die USA vergeigt haben, wollen neue Mächte sich einverleiben. Dabei gilt es, sich willige Verbündete anzuschaffen, denken wir an Russland, Indien, den Iran oder Nordkorea.

Propaganda simples Mittel zum Zweck

Im Prinzip nichts Neues, ob die alten Römer oder die Nazis, neue Mächte setzen sie nonchalant für ihre Belange ein. Nach dem desaströsen Bombenanschlag in Kiew kämpft Russland jetzt gegen die Fakten, kurzerhand wird schlichtweg behauptet, eine ukrainische Abwehrrakete hätte die Schäden verursacht. Deutliche Stellungnahmen von Militärexperten entlarven diese Mär, denn tatsächlich hat eine russische KH-101-Rakete die Sprengkraft, mitnichten eine Abwehrrakete!

Wohin die Reise geht, verdeutlicht auch dieser Artikel von Correctiv, der sich mit Bling-Bling-Professoren aus Aachen beschäftigt. Korruption aus dem Reich der Mitte verteilt dessen gezielte Absichten weltumspannend, um somit den Weg zur Weltherrschaft zu ebnen! Die Menschheit wäre somit sehr gut beraten, endlich die Augen zu öffnen und gezielt zu handeln, bevor es zu spät ist!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Sagt nein, nicht nur zum Schein

Bild von Mateus Velho Paka auf Pixabay

Was ist bloß los in aller Welt?
Es regiert weiterhin das Geld.
Egal wer wie wo wählt,
die Demokratie am Ende fehlt.

Wollen wir das echt zulassen,
ständig furchtlos andere hassen,
per Übermaß im Wohlstand prassen,
der Mob bereits lauert in Straßen?

Faschismus längst auf Wegen,
kaum Widerstand will sich regen,
es hilft kein christlicher Segen,
wenn Mafiosi Politiker hinwegfegen.

Nichts gelernt aus der Geschichte,
wer anmahnt, ob direkt oder per Gedichte,
stets Gewalt übernimmt im faden Lichte,
ihre Losung lautet: Freiheit vernichte!

Drum sagt nicht nur zum Schein nein,
sondern laßt endlich in eure Köpfe rein:
Diese Entwicklung darf nimmer sein,
weder geheim noch allgemein!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Julian Assange endlich frei

Bild von Caitlin Johnstone auf Pixabay

Doch die Pressefreiheit steht auf dem Spiel

Dürfen wir tatsächlich auftatmen, ein jahrelanges Martyrium neigt sich schließlich zu einem guten Ende, weil Julian Assange freikommt? Letztendlich dürfen wir, nur der Preis selbst ist äußerst fragwürdig, weil der Wikileaks-Gründer viel zu lang hat leiden müssen. Das scheinen die USA nicht nur hauptsächlich zu verantworten, sie nötigen diesen auch zu diesem fragwürdigen Deal.

Nach zwölfjährigen Haftbedingungen, sieben in in der ecuadorianischen Botschaft in London sowie fünf Jahre im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, hat zum großen Teil auch dessen tragischer Gesundheitszustand mit dazu beigetragen, daß er jetzt endlich zu seiner Familie in Australien zurückkehren darf.

Krieg gegen Journalismus dürfen wir dabei nicht außer acht lassen

Die Essenz dieses dramatischen Falls beinhaltet äußerst haarscharf den Angriff staatlicher Macht gegen die Pressefreiheit, was im Besonderen ausgerechnet die USA als Sinnbild demokratischer Freiheit nicht nur in Frage stellen, sondern darüber hinaus einen Präsidenzfall schaffen wollte während der jahrelangen Drohkulisse wider Julian Assange.

Insofern muß das Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange alles andere als fair bezeichnet werden, letztendlich sind gar die USA die eigentlichen Sieger in jenem fragwürdigen Rechtsstreit mit dem nunmehr ausgehandelten Deal. Der Wikileaks-Gründer bekennt sich schuldig, kommt frei, alle zukünftgen Whistleblower müssen damit rechnen, mit derselben Konsequenz geahndet, verfolgt und bestraft zu werden! In einem Krieg gibt es sowieso stets Verlierer, hierbei trifft es halt explizit den Journalismus, die Bedenken von Reporter ohne Grenzen waren insofern völlig berechtigt.

Exemplarisch für politische Gefangene

Nämlich der Preis, den auch Julian Assange zahlen mußte, sein Leben selbst in Gefahr war, auch wenn es sogar Kommentatoren gibt, die behaupten, dieses Schicksal gar vom eigenen Starrsinn und der Weigerung zu tun habe, sich einem rechtsstaatlichen Verfahren zu stellen, unfaßbar! Das wundert aber mitnichten bei jener Zeitung.

Beurteilen wir lieber umfassender die Fakten, Julian Assange hat jetzt zumindest die Gelegenheit, sich von seinem zweifelsfreien Martyrium zu erholen. Möge er mit seiner Familie im trauten Kreise neue Kräfte schöpfen, möglichst beratend Nachfolgern zur Seite stehen können, damit diese nicht in eine solche Falle tappen. Ausschließen läßt sich das nie gänzlich, solange gewisse Mächte ihre Finger im Spiel haben, erst recht nicht, falls der Blonde Dolle im Weißen Haus zurückkehren sollte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Fußballfieber

Bild von Joshua Choate auf Pixabay

Er langsam rollt,
der wichtige Ball,
das Publikum grollt,
Spieler kommt zu Fall.

Die Fußball-EM im Fokus,
andere News im Hintergrund
neben allzuviel Stuß,
manche nennen es Schund.

Medien überbieten sich allemal,
eine allgegenwärtige Stimmung,
manch Spiel wird doch zur Qual,
es fehlt die nötige Eingebung.

Zweiundzwanzig Mann auf dem Platz,
Fußball hat seine eigene Tradition,
belohnt wird meist viel Einsatz,
entsprechend beherzt oder mit rauhem Ton.

Teamgeist blitzt hie und da auf,
während andere sichtbar versagen,
so verhält es sich im Spielverlauf,
am Ende verbleiben halt Fragen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Politik vor Ort oftmals effektiver

Unser Bildungssystem auf dem Prüfstand

Nicht immer nur meckern, schlecht reden, destruktiv sein, sondern viel eher mal die Selbstinitiative ergreifen, das macht nicht nur Sinn, sondern beflügelt all jene, die tatenlos vor sich hinschmollen, statt positiv zu handeln. Gedacht, gesagt, getan, Schüler entwickeln Konzepte für Schultoiletten, „Da muss ich ganz neidlos sagen, Chapeau!“, wie Lucas Maier für T-Online zum Besten gibt.

Abgesehen davon, nicht nur um Deutschlands Toiletten steht es schlecht, nebenbei erwähnt, der sogenannte Toiletten-Gipfel, der in Berlin ausgerufen wurde, verdeutlicht einmal mehr, daß nicht immer die Politik wagemutig handelt, sondern vor Ort auch mal Schüler in Zusammenarbeit mit Eltern die Initiative ergreifen können.

Bildungslobbyismus steht sich selbst im Weg

Darauf verwies bereits vor knapp dreieinhalb Jahren dieser Gesellschaftsartikel, eben weil Bildungssysteme im Widerspruch stehen, was sich insofern ebenso auf Schultoiletten bemerkbar macht. Weg von der Angstgesellschaft, hin zu mehr Courage der Betroffenen. Kreativen Gedanken entsprechend mehr Freiräume gewähren, genau das macht es aus.

Alte Systeme haben sich doch ziemlich offensichtlich nicht bewährt, mal ganz abgesehen, daß auch bei anderen öffentlichen Toiletten deren Zustände gen Himmel stinken, bzw. die Räumlichkeiten den Ekelfaktor erheblich potenzieren. Unabhängig davon, sich darüber zu wundern, daß Menschen dies überhaupt so handhaben!

Bleibt es bei Lippenbekenntnissen oder folgen endlich daraus gezielte Taten?

Diese Fragen sind durchaus berechtigt, eben weil Politik oftmals vollmundig lobt, am Ende aber wenig sich ändert an solchen Mißständen. Die Kultusministerkonferenz wäre somit sehr gut beraten, effektiver solchen Initiativen nicht nur beizupflichten, sondern vielmehr sie selbst zu beherzigen und umzusetzen. Das gilt natürlich gleichwohl nicht nur für Schultoiletten, auch das Bildungssystem selbst muß sich wesentlich selbstkritischer hinterfragen lassen.

Eigentlich eine logische Schlußfolgerung, gestalten wir unser Bildungssystem gerechter, menschlicher, auf Augenhöhe genau denjenigen gegenüber, die ohnehin schon mit wenig Geld überleben müssen, nehmen den Bildungsauftrag endlich mal selbstkritisch ernst. Zuviel verlangt? Keineswegs, gerade weil auch hierzulande, abgesehen von jener ominösen Pisa-Studie, viel auf dem Spiel steht. Zufriedenere Schüler gleich bessere Ausbildungschancen bishin zu mehr Weiterbildung in Fachschulen und Unis, wenn diese ebenso politisch konsequent mitgestalten, ohne Maulkorb, Korruption und Ungleichheit! Daher mal kein Gemecker, vielmehr ein Dankeschön an solch einer Inititiative wie jüngst in der Berliner Hellweg-Realschule.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Welch Qual jene Europawahl

Europa hat nunmehr gewählt,
die Union stärkste Kraft hierzulande,
der Blick daher ziemlich gequält,
die Nazis mit Stimmengewinn, oh Schande.

Die Grünen am meisten Federn ließen,
die Sozen ihr höchstes Tief,
zum Haare raufen und Verdrießen,
was lief hier wohl deutlich schief?

Einer Sahra Wagenknecht sie vertrauen,
die von Frieden faselnd lamentiert,
über Putins Verbrechen hinwegzuschauen,
dekadent und völlig ungeniert.

Die Linke gänzlich einbricht,
die Liberalen sich dennoch feiern,
das Ganze schräg besticht,
Ursula möchte wohl erneut leyern.

Europa hat es schwer in diesen Zeiten,
zumal Despoten bösartig einfach warten,
ihre Herrschaft gezielt vorbereiten,
Mutter Erde verkommt als fauliger Garten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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