Die MCS im Schatten wirtschaftlicher Interessen

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Es darf nicht sein, was dennoch geschieht

Was nicht gleich offensichtlich erkannt wird, machen sich findige „Experten“ im Auftrag einer skrupellosen Chemieindustrie gern zunutze, um abzulenken von deren eigenen Verfehlungen. Da stört Mensch nur, der seine Krankheitssymptome beschreibt, nach Hilfe sucht und das obwohl ihm meist ratlos Ärzte gegenüberstehen, die so gar nicht wissen, wie sie weiterhelfen können.

Die MCS oder ausgeschrieben Multiple Chemical Sensitivity, im Deutschen als Vielfache Chemiekalienunverträglichkeit bezeichnet, wurde schon vor 74 Jahren als Krankheitsbild erkannt, und es folgten bis heute über 400 Studien, die veröffentlicht wurden. Dennoch ziehen es weiterhin Arbeitsmediziner, Amtsärzte bis hin zu Medizinischen Fakultäten vor, die MCS nonchalant einfach als nicht vorhanden zu erklären.

Mensch hat sich der Gefährlichkeit chemischer Industrieprodukte anzupassen

Die Kombinationsmöglichkeiten gefährlicher bis hin zu eindeutig toxisch wirkender chemischen Substanzen, die bei der Herstellung bis zum Endprodukt der Umwelt und somit auch dem Menschen erheblichen Schaden zufügen, spielen sich im sechsstelligen Bereich ab, was bedeutet, daß ohnehin vieles eben nicht nachgewiesen werden kann. Hinzuzuzählen sind eigentlich die ständig neuen Verbindungen, jedoch sprengt genau dies den Rahmen wissenschaftlich machbarer Möglichkeiten der Nachweisbarkeit, weil die Zeit einfach nicht ausreicht.

Auf der Strecke bleiben die betroffenen Patienten, die oftmals eine Odyssee ärztlicher Hilflosigkeit hinter sich haben. Vielfach wird auch heute noch im Studium der Medizin nicht auf die MCS hingewiesen. Dabei muß betont werden, daß wenn Ärzte nicht mehr weiterwissen, sie leider oftmals auf psychosomatische Symptome verweisen, denken wir hier nur ganz kurz an den geschilderten Fall der Tuberkulose.

Die Produkte der chemischen Industrie sind inzwischen dermaßen verzweigt in unser aller Leben getreten, daß da Menschen, die an einer Chemikalienunverträglichkeit leiden, nicht ins öffentliche Bild einer scheinheilig deklarierten Welt der vielen Vorteile passen. Naheliegend, MCS kurzerhand als psychoaktive Störung zu erklären, wie z.B. es schon ein Karl C. Meyer, nicht zufällig ein Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, erkannte und die Diagnose der MCS einfach mal als nicht anerkannt titulierte.

Prima, der Eindruck eines von der chemischen Industrie „bestellten“ Experten bleibt nicht aus, wenn man seine Zeilen liest. Wesentlich ehrlicher und somit als Ziel zur Gesundung für betroffene Patienten geht derjenige damit um, der zunächst mal die Verursachung chemisch gefährlicher Stoffe für den Menschen in den Fokus rückt, diese kritisch betrachtet und dadurch entstandene Krankheitsbilder nicht gleich in die bequeme Ecke der Neurologie oder Psychiatrie rückt. Andererseits muß gleichzeitig vor Scharlatanen gewarnt werden, die sich die MCS für eigene, angeblich erfolgsversprechende Heilmethoden stark machen, weil hilflose Patienten nach langem Leidensweg der Nichthilfe nach jedem Strohhalm greifen.

Betroffene organisierten sich – Ursache der MCS auf dem Prüfstand

So komplex und kompliziert sich auch die Krankheitsbilder gestaltet haben, dies veranlaßte genau deshalb die Betroffenen, sich zu organisieren. 1997 wurde der eingetragene Verein der Deutschen Gesellschaft Multiple-Chemical-Sensitivity (DGMCS) gegründet. Es darf natürlich nicht von einem Zufall die Rede sein, daß im August 2010 die ursprüngliche Homepage der DGMCS durch kriminelle Hacker gelöscht wurde, wie der geschäftsführende Bundesvorstand, Heinz A. Guth auf seiner eigenen Homepage kundtut. Der Verdacht zur verursachenden chemischen Industrie lag nahe, wenn wir uns vergegenwärtigen, was die Folgen einer Verursachung der MCS sein könnten.

Bisher haben es die chemische Industrie und ihrer Helfershelfer geschickt verstanden, die toxischen Einwirkungen der chemischen Verbindungen, die uns im Alltag begegnen, erfolgreich kleinzureden. Was aber, wenn sich herausstellt, daß fragwürdig festgelegte Grenzen der Verträglichkeit schwere Erkrankungen hervorrufen bis hin zu Todesfällen? Die öffentliche Hand müßte urplötzlich wesentlich größere Sorgfaltspflicht auf baubiologische Anwendung wenigstens in sämtlichen öffentlichen Gebäuden wie in Krankenhäusern, Schulen, Behörden, etc. umsetzen, selbst die gesamte kosmetische und Alltagschemie wäre einem verschärften Prüfstand ausgesetzt. Das kostet sehr viel Geld. Viel einfacher scheint das Rezept der Vertuschung aufzugehen. Insofern darf eine MCS als Diagnose nicht feststehen, um darüber hinaus weiterhin betroffene Patienten zu verunsichern.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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Bröckelnde Mauern

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In den verwinkelten Gassen des Schicksals
gibt es ab und an niedrige Mauerreste,
die die Fläche des Himmels vergrößern,
es ermöglichen, an manchen Stellen
überwucherte Gärten zu betrachten.

Ein erhabenes Gefühl der Weite,
als absolute Vollkommenheit
erscheinen die verwilderten Irrwege,
meine Lippen formen einen Kußmund,
die Nasenlöcher blähen sich auf.

Durch die Ohren säuselt eine Ruhe,
ein rauschender Wind der Stille,
der mich hineinzieht in eine Muschel,
auf der Brust die ganze Last der Welt,
in eine Enge versunken, ohne Macht.

Es gleicht einem Bildnis des Erwachens,
gemalt aus den Quellen des Erinnerns,
ein Strudel ergreift Geist und Seele,
der mich über den Boden schwebend
hineinzieht in den Verlauf meiner Welt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schöne neue Welt ohne Trump und Erdogan

Trotz allem ein Hoffnungsschimmer am Horizont

Verrückt mag es vielerorten zugehen, ganz besonders in der Weltpolitik, die in erster Linie die Geschicke der Menschen, Mutter Erde lenkt, dafür Sorge trägt, was alles schief läuft neben manch richtigen Entscheidungen, die eher rar bespickt stattfinden.

Etliche Staatsmänner, Staatsfrauen sind nicht gerade viele vorhanden, sollten uns zu denken geben, zwei seien hier unbedingt benannt, The Donald, dessen geheime Träume wahr werden, und Recep Tayyip Erdoğan, dessen angezettelter Krieg gegen Kurden untragbar den Nahen und Mittleren Osten in erster Linie belastet. Eine ziemlich ungünstige Konstellation, die dennoch keineswegs zufällig geschieht.

Unvermögen und Größenwahn – wie geht das zusammen?

Um die Frage schnell zu beantworten, kann es natürlich nicht. Dennoch dulden die Bürger der jeweiligen Länder ihren Präsidenten, weil doch demokratisch gewählt. Ob es dabei mit rechten Dingen zuging, bleibt mal dahingestellt, Korruption hat viele Gesichter und entsprechende Wege ihrer Entfaltung.

Wenn ein „Trump über Europas „umgekehrte Straßen“ redet, eine italienische Übersetzerin dies nicht fassen kann, dann vollkommen richtig reagiert, ihr gesunder Menschenverstand dabei allerdings ins Wanken gerät, wie so jemand überhaupt noch agieren darf. Verwirrte Worte seitens jenes 45. US-Präsidenten sind bekanntlich oftmals in der Öffentlichkeit gefallen. Man staunt und schweigt.

Nicht minder verwunderlich, was den Sultan von Ankara anbelangt, der sich zum Salut-Jubel äußert, mit diesem Satz Fußballfans auf die Palme bringt, die Gesten der türkischen Spieler seien „natürlich und selbstverständlich“. Größenwahnsinnige Kriegsentscheidungen zu Lasten Betroffener vor Ort hat die Welt hinzunehmen, der Pascha der Türkei darf offensichtlich machen, was er will.

Ende des Wahnsinns in Sicht?

Solange solchen Machtmenschen der rote Teppich ausgerollt wird, man sie gewähren läßt, dürfen wir uns nicht wundern, was da noch alles an Überraschungsmomenten geschehen mag. Spitze Zungen behaupten nicht zufällig, daß die Bürger dieser Länder genau den Präsidenten erhalten, den sie verdienen. Zumindest seitens einer gewissen Mehrheit.

Welch dramatische Erkenntnis, um vielleicht sich mal vor Augen zu führen, wieviel Demut vorhanden zu sein scheint, genau dies alles zu erdulden. Wie lange kann das gutgehen? Das steht vielmehr in den Sternen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Vor dem Horizont

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Oft stand sie da,
starr,
auf den See blickend,
nicht wartend,
eher versunken.

Ihre Haltung,
in Stein gehauen,
der Weite entgegen,
kein Abschied,
vom Horizont trunken.

Das Ufer
der bewegenden Zeit
sah ich in ihr,
Licht versprühende Wellen
mir seither zugewunken.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Provozieren auf Teufel komm raus

Bernd Luckes gescheiterte erste Lesung an der Uni Hamburg

Wer angesichts des berechtigten Protests der AStA vorwirft, sie hätte auf primitive Art die Vorlesung von Bernd Lucke verhindert, wie Jasper von Altenbockum in seinem FAZ-Artikel zum Besten gibt, der hat die Brisanz der Situation wohl ziemlich verkehrt eingeschätzt.

Der Mitinitiator und –gründer jener rechtsradikalen AfD benötigt ganz offensichtlich wieder den Anschluß an seine Uni-Tätigkeit, seitdem er mit seinen kläglichen Versuchen neuer Parteibildungen scheiterte, nunmehr an der Uni Hamburg versucht, eine Lesung zu halten, ihn niemand versteht.

„Nazischweine raus aus der Uni“ und andere Parolen folgen

Angesichts des Werdegangs jener AfD nicht weiter verwunderlich, den natürlich ein Bernd Lucke mitzuverantworten hat. Es kommt somit nicht zur eigentlichen Wiedereinstiegsvorlesung im Fach Makroökonomie. Die Studenten überlassen ihm nicht das Wort, stören erheblich den weiteren Verlauf, was Lucke wohl kaum wirklich beeindruckte, er provozierte eher auf Teufel komm raus.

Das paßt zu dessen bisherigem Werdegang, jene Sturheit. Wer dermaßen kaltschnäuzig den Kurs neoliberaler Politik vertritt, obendrein rechtsradikale Gesinnungsgenossen mit einbezieht bei der Parteigründung zunächst zur Wahlalternative 2013, die im Anschluß den irreführenden Parteinamen AfD erhielt, darf sich nicht wundern, wenn entsprechender Gegenwind folgt. Mit dem möchte Bernd Lucke aber auskommen, ignoriert ihn, schließlich leben wir ja in einer Demokratie, wo Meinungsfreiheit jedem zugestanden werden sollte. Stimmt, aber nur bis dahin.

Geistige Brandstifter im Keim ersticken

So die gebotene Haltung, die sich die Studenten an der Uni Hamburg vornehmen, zunutze machen. Eine folgerichtige Entscheidung, nicht nur mutig, sondern durchaus plausibel. Es nützen Bernd Lucke keinesfalls die seinerseits akribisch gesammelten Belege, die dessen Unschuld über den weiteren Verlauf des rechtsradikalen Kurses in der AfD angeblich beweisen sollen. Diese Partei war von Beginn an darauf ausgerichtet, zumal es genügend Stimmen in der Öffentlichkeit gab, die genau das anmahnten.

Es gesellt sich in der Rolle eines Bernd Lucke noch etwas entscheidendes hinzu, und zwar dessen konservativ-neoliberale Einstellung, die generell eben nicht das wirtschaftliche Heil der Zukunft sein kann und darf. Das würde eine weitere Folge des ausbeuterischen Kurses bedeuten, wobei erneut Eliten gefördert und die meisten Arbeitnehmer im Regen stehen werden. Kein Wunder, daß Studierende gern auf solches verzichten wollen

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Kalte Sekunden

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Schaukel quietscht leis‘
vor sich hin,
Kind spielt verträumt
im Garten.

Haustürklingel schallt laut
durchs Haus,
ungeduldig, niemand
will gerne warten.

Spielförmchen kunterbunt
auf Rasen verstreut,
kein Kind mehr da,
um in Schlaf zu wiegen.

Jede Suche ergebnislos,
gefroren die Zeit,
kalte Sekunden
sich ans Herz schmiegen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wetterkapriolen alles andere als normal

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Klimawandel dennoch kein Anlaß zur Hysterie?

Längst sollte sich herumgesprochen haben, was der Unterschied zwischen Wetter und Klima bedeutet. Wetter erleben wir tagtäglich im Hier und Jetzt, das Klima entspricht einer längerfristigen Beobachtung der Wetterdaten. Für ganz besonders geistreiche Zeitgenossen gab es schon immer einen Klimawandel, ein gewöhnlicher Zustand auf Erden.

Stimmt aber nur teilweise, weil eben Mensch in den vergangenen Jahrhunderten genügend dazu beitrug, das Klima erheblich zu belasten, was wiederum zu den bekannten Wetterextremen führt, genügend Gründe für einen fortschreitenden, eher gefährlichen Klimawandel. Während manche sorgenvoll in die Zukunft blicken, ziehen andere es vor, jedwede Bedenken in den Wind zu schießen. Das ändert aber nichts an bevorstehenden Szenarien.

Winter-Prognose für Deutschland exemplarisch

Was uns nicht wirklich verwundern kann. Es geschieht genau das, was schon lange vorhergesagt wurde, übrigens ebenso von Edgar Cayce als auch den Hopi. Der Meteorologe Dominik Jung rechnet nicht mit einem starken Wintereinbruch, dessen Winter-Prognose für Deutschland fällt somit anders aus, als manche wohl erwartet hätten.

Es sei schon jetzt im Oktober viel zu warm, vermeldet Jung, laut der US-Behörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) würden die Oktober-Temperaturen in Deutschland ein Grad über dem langjährigen Mittel liegen. Ein weiteres Indiz für den Klimawandel, der Winter könne höchstwahrscheinlich zu warm ausfallen.

Chancen einer Klimawandel-Ausbremsung dennoch vorhanden

Wenn menschliche Ignoranz endlich gestoppt wird, die verantwortliche Politik weltweit die Brisanz einsieht und entsprechend gezielt handelt. Die Proteste von FFF und anderen Bewegungen scheinen bisher immer noch nicht bei den meisten angekommen zu sein. Manche tönen gar, es sei alles nur Hysterie bis hin zu bewußten Lügen, um eigene Vorteile zu erschleichen. Sicher doch, 97 Prozent der Wissenschaftler fabulieren, während eine klitzekleine Minderheit den Durchblick hat.

Nichtsdestotrotz verbleibt noch ein kleines Zeitfenster der Korrektur, obwohl dennoch genügend Wetterextreme eintreten werden, deren Folgen die Menschheit noch erheblich belasten mag. Andererseits sollten wir den technischen Fortschritt nicht außer acht lassen, so daß in naher Zukunft die ein oder andere günstigere Prognose uns erwarten könnte, wenn denn genügend Ernsthaftigkeit seitens der Politik dies umsetzt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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