Kurzsichtigkeit kommt vor dem Fall

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Wenn Wirtschaft und Politik die Realität verkennen

Betrachte den Kontext, und zwar sehr allumfassend, d.h. akribisch analytisch, vor allem frei von jedweden Vorurteilen, um gleichzeitig nicht überrascht zu werden ob der brutalen Wirklichkeit, die uns dann schneller einzuholen vermag, als manchem lieb sein wird. Klingt bestimmt sehr vage und undefiniert. Ein Bespiel gefällig? Mit Blick gen Taiwan und dessen Technologie? „Viele Unternehmen machen sich extreme Sorgen“, ach, so plötzlich?

Spionagefilme und Thriller mit Killern der Supermächte offenbaren nur ein kleines Zeitfenster dessen, was sich tatsächlich hinter den Kulissen abspielt. Oder agiert die Weltpolitik tatsächlich dermaßen blauäugig, vor allem per Abhängigkeit, die zu wünschen übrig läßt, um dies dermaßen leichtsinnig zuzulassen? Man darf sich doch mal wenigstens wundern, oder?

Was wurde denn hierbei versäumt?

Das Herzstück einer technologischen Entwicklung, der Chip, wird mal soeben nur von einer Nation hergestellt, damit da draußen in der Welt es niemand mit ihr aufnehmen kann, um ihn wirkungsvoll zu ersetzen? Unfaßbar! Und dann suchen jetzt tatsächlich Unternehmen nach Alternativen? Das geschieht reichlich spät und beweist eine Kurzsichtigkeit, die uns allesamt auf die Füße fallen kann, wenn keine schnelle Lösung parat sein sollte!

Dabei stellt sich zugleich die entscheidende Frage, warum die Politik in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft all das zulassen konnte?! Die Menschheit vermag geniale Ideen entwickeln, unabhängig davon, daß oftmals ein zerstörerisches Potential parallel uns alle gefährdet, siehe Kriege, Umweltzerstörung und Klimawandel. Aber den einfachen Umstand, eine solch wichtige Chipherstellung nur einer Nation zu überlassen, den kann man nicht nachvollziehen!

Nicht nur China alles andere als friedlich

Die Weltpolitik verändert sich in atemberaubender Geschwindigkeit. Gestern beschäftigte uns noch der Eiserne Vorhang, heute werden die Karten gänzlich ungewiß gemischt. Dabei spielt die zweite Weltmacht eine immer größere Rolle, China möchte den USA den Run ablaufen. Nichts Neues, allerdings treten noch andere Nationen hinzu, die gern mitspielen wollen im globalen Poker zur Weltmacht: Russland, Indien, der Iran und gar andere. Doch wohin führt uns das? Ins Chaos, in immer mehr Kriege? Es schaut sehr danach aus.

Muß Menschheit nicht beherzt sich zurücklehnen, all die Unwägbarkeiten neu überdenken, dabei auch mal über den eigenen nationalen Tellerrand blicken? Unbedingt und mit Nachdruck. Daß uns die Zeit davonläuft, sollte gewiß sein. Doch einen Funken Optimismus müssen wir uns bewahren, schließlich hat Mensch trotz aller Probleme und Widrigkeiten stets mehrere Optionen. Die gilt es auszuloten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Neulich bei Maischberger

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Wenn Dummheit verstohlen grinst,
der Tod schlicht um die Ecke linst.
Manch rechte Recken
mögen sich gern verstecken,
doch sie werden entlarvt,
da sichtbar unbedarft.

Ob in Talkshows oder auf Podien,
sie können der Wahrheit nicht entflieh’n,
Massen von Menschen auf den Straßen,
die protestieren gegen deren Hassen.
Dennoch üben sie sich in Selbstgefälligkeit,
nicht nur hierzulande ist‘s mal wieder soweit.

Drum laß uns ihre Schandtaten benennen,
diese kann jeder sehr leicht erkennen,
der nur ganz genau hinschaut.
Und wer sich dennoch nicht traut,
sollte mal gewissenhaft in sich kehren,
es geht dabei nicht ums Belehren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Mit simplen Parolen handelt es sich unverhohlen

Höchste Zeit Rechtsradikalismus zu stoppen

Oh, man, zum Davonlaufen, zum Haare ausreißen, obwohl es mit Fluchen so gar nicht getan sein mag. Stellen wir uns doch endlich der Realität, die nicht zufällig gerade jetzt sich uns offenbart, sie schlummert die ganze Zeit vor sich hin, in den Köpfen derjenigen, die heute ohne mit der Wimper zu zucken rechtsradikales Gesocks wählen, von Trump bis Orban, von Höcke bis Le Pen. Verwunderlich? Keineswegs.

Was in Nachkriegsjahren versäumt wurde, die Nazis mit Stumpf und Stil zu verbannen, sie nie wieder gewähren zu lassen, das rächt sich jetzt hierzulande. Während nonchalant die KPD verboten wurde, tun sich Regierungen und die Justiz schwer, Naziparteien zu stoppen. Ein Unding! Mit Blick übern Teich wird es noch haariger. Dort kann ein ehemaliger Präsident, der mithilfe des Kreml mal für vier Jahre im Weißen  Haus saß, bis jetzt von einer gestohlenen Wahl jammern, trotz etlicher Prozesse und vor allem dem Sturm aufs Kapitol ungeschoren gar Wahlkampftiraden vor Gericht loslassen, er wird höchstwahrscheinlich erneut gewählt im  Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wild West Manier par excellence!

Und dann wundern wir uns noch, daß weltweit Autokratien wie Pilze aus dem Boden schießen, Demokratien bröckeln? Wo sind die Zeiten des Love & Peace zusammen mit den Bürgerrechtsbewegungen, den Friedensbewegungen? Im blauen Dunst manch Joints verraucht, verdaut mittels Fastfood, aus den Augen, aus dem Sinn durch Realitiy-TV? Aldous Huxleys Brave New World am Ende schon bald getoppt, wenn nicht von Menschheit rechtzeitig gestoppt?

Was wurde real verpaßt? Immerhin wählen gut die Hälfte der Amis jenen Blonden Dollen, während hierzulande ein Viertel den Nazis wohlgesonnen sind! Das läßt sehr tief blicken, spricht Bände. Mit Protest allein in keiner Weise zu rechtfertigen. Wenn schon die Medien die Ampelregierung von Beginn an madig machen, in Social Media gehetzt wird, dürfen wir uns nicht wundern, daß nebenbei Querdullis mitmischen, von manch prominenten Leuchten mal ganz zu schweigen, siehe Nena, Naidoo oder Nuhr. Verschwörungsszenarien, Fakenews und rechte Hetze, ein menschenverachtendes Gemisch zusammen mit sektenhaften Gebaren, das schafft Unsicherheit, Geschichtsklitterung bis hin zu Gewaltphantasien, die sich jetzt entladen wollen.

Lichtblicke dennoch vorhanden? Die vielen Demos „Gegen Rechts“ lassen hoffen, wenn dann konsequent Taten folgen, alle Demokraten real sich zusammenraufen. Mit Lippenbekenntnissen seitens eines Herrn Merz wird es mitnichten getan sein, wenn er im nächsten Moment mit plumpen Parolen um die Ecke kommt, genauso wenn ein Herr Söder mit einem Herrn Aiwanger eine Koalition eingeht! Die eindeutige Abgrenzung fehlt, Brandmauer hin oder her.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Soziales Gefälle gezielt gewollt

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Immer schön nach unten treten,
funktioniert seit ewigen Zeiten,
bloß nicht die Reichen besteuern,
welch konservative Haltung,
das sorgt für Spaltung,
dieses bösartige Befeuern,
auf hohem Roß zu reiten,
sanktionieren, ungebeten!

Was der kleine Mann versäumt,
daß der Große einfach auslebt,
Hauptsache nach oben buckeln,
Mensch mal wieder versagt,
dafür engstirnig klagt,
in Chefetagen gibt’s kein Ruckeln,
dort wird nach anderem gestrebt,
von sinnlosem Reichtum geträumt!

Die Moral der realen Geschicht‘
kann uns gestohlen bleiben,
weil die Wahrheit nicht schmeckt,
dann lieber einfach wegducken,
statt mal genauer hinzugucken,
wo manches schlichtweg verreckt
bei solch arrogantem Treiben.
Wer’s beherzt anficht?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Farbe bekennen – Demos in mehreren Städten

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Dem Rechtsextremismus die rote Karte zeigen

Unsere Demokratie scheint nicht nur gefährdet zu sein, mit Blick zu den Wahlprognosen und der eindeutigen Haltung rechtsradikaler Parteien und Gruppierungen ausgerechnet hierzulande muß man ganz deutlich den Ernst der Lage feststellen. Tausende Deutsche protestieren gegen Rechtsextremismus, in Potsdam gleichwohl u.a. Bundeskanzler Olaf Scholz sowie Bundesaußenministerin Annalena Baerbock.

Wer sich den Geheimplan gegen Deutschland vergegenwärtigt, über den ausführlich und somit kritisch durchleuchtet CORRECTIV berichtet, kann nur mit Schrecken sämtliche Befürchtungen bestätigen, wie weit bereits jene Rechtsextreme sich organisiert haben und nicht davor zurückschrecken, ihre menschenverachtende Haltung in Taten umzusetzen.

Doch reichen jene Demos tatsächlich?

Mitnichten, muß man leider befürchten. Wer einen Blick zurück vor hundert Jahren wagt, wird wissen, wie simpel solche Verbrecher, und als was anderes darf man sie nicht bezeichnen, ticken. Sie lassen sich eben nicht durch unser beherztes Handeln beeindrucken. Ganz im Gegenteil, sie fühlen sich gar bestätigt. Wobei ausgerechnet all jene Protestwähler ihnen zuspielen, die immer noch meinen, sie müßten jene AfD wählen, weil die sogenannten Mainstream-Parteien versagen.

Anstatt mal einen kritischen Blick ins Parteiprogramm jener Nazi-Partei zu werfen, fallen sie auf die simplen Parolen und Fake-News herein, die Populisten von sich geben. Dabei auch  die Union sowie das Bündnis Sahra Wagenknecht ihnen eine Bärendienst erweisen mit ganz ähnlich populistischen Statements.  Mit seriöser demokratischer Parteipolitik hat das allerdings nichts zu tun!

Folgt im Herbst die Ernüchterung oder eher ein Weckruf?

Voraussichtlich wird die Nazipartei im Osten ihre erwünschte Mehrheit erzielen, ob nun als Regierungsauftrag oder nicht. Faktisch ein dramatisches Armutszeugnis, dessen Ursprünge wir in diesem Artikel bereits erläuterten. Insofern doch nicht so verwunderlich. Allerdings muß sich die verantwortliche Politik den Vorwurf gefallen lassen, was sie hier wohl versäumt hat: ein geschichtliches Bewußtsein besser zu vermitteln.

Daher darf auch von einem Weckruf gesprochen werden, wenn in den drei ostdeutschen Bundesländern jene AfD als stärkste Kraft obsiegt. Mit Demos wird es nicht mehr getan sein, Taten müssen folgen, die unschlüssige Wähler überzeugen können, dann doch den demokratischen Weg einzuschlagen. Denn wenn Deutschland den faschistischen Pfad betritt, ist es mal wieder zu spät!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Gewalt gar keine Option

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Den Staat erpressen völlig verkehrt.
Was hat uns Demokratie gelehrt?
Freiheit mit Respekt zu genießen,
keine Gewalt mehr laß sprießen.
Doch die Bauern in diesem Land
schreiben auf Tüchern, auf manche Wand,
die Ampel muß weg,
Rechte gar: Olaf verreck!

Solange solch Pöbeln wir zulassen,
bleibt es bei jenem trögen Hassen.
Unmut sucht gezielt so manch Ventil,
Politik davon zu jagen sein Ziel.
Wohin geht wohl solch gewagte Reise,
auf daß sie am Ende jäh entgleise?
Drum seid besser äußerst wach,
bevor das Böse noch mehr Gewalt entfach‘!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Rechtsradikalem Einerlei wird zuviel gewährt

Wie lang schaut die Politik noch weg?

Ausgerechnet im Herzen Europas, in dem Land, wo Nazis einst den Zweiten Weltkrieg gezielt anzettelten, um sogar Juden systematisch zu ermorden, darf gepöbelt werden, daß die Balken sich biegen, alles im Namen der Meinungsfreiheit. Das Ergebnis hockt im Deutschen Bundestag, forderte per Galgenbilder auf, Merkel hängen zu sehen. Wütender Bauernmob will Fähre mit Habeck stürmen, wobei die Polizei dies mit Müh und Not noch verhindern kann.

Was sollen Bürger Deutschlands davon halten, zumindest all diejenigen, die eben keine Nazis hofieren oder den populistischen Parolen eines Herrn Merz auf den Leim gehen? Etwa mit dem schlimmsten rechnen? Was vor drei Jahren mit dem Sturm aufs Kapitol geschah schon bald hierzulande der Reichstag das Ziel des rechten Mobs? Mit der bevorstehenden Montagsdemo alles andere als nur hysterische Ängste, sondern vielmehr in die Nähe der Wahrscheinlichkeit gerückt.

Mit Parteiverboten wird es nicht getan sein

Zumal neben dem Bündnis Sahra Wagenknecht Maaßens WerteUnion sich bereits ankündigt. Zeichen des poltischen Verfalls? Parallelen zur Weimarer Republik, eine Wiederholung der Geschichte, hundert Jahre später? Mit Blick zu militärischen Optionen nicht unbedingt nur Schwarzmalerei. Putin frohlockt angesichts dieser Umstände. Der demokratische Staat in Schockstarre?!

Es liegt an der Gesellschaft selbst, sich zu erheben, zusammen mit allen aufrechten Demokraten, um weitere Eskalationen zu verhindern und mit Nachdruck zu stoppen. Dazu gehört nicht nur viel Zivilcourage, sondern ein genaueres Hinschauen in den Reihen der Ordnungsmacht, ob deren schwarze, bzw. braunen Schafe zu entlarven. Wegducken darf keine Option mehr sein!

Das Recht des Stärkeren eine Einbahnstraße

Ohne wenn und aber! Denn wenn die Gesellschaft dem nachgibt, dann war’s das mit unserer demokratischen Freiheit! Natürlich muß sich die verantwortliche Politik Fragen stellen, was  versäumt wurde, daß jene Entwicklung dermaßen unerschrocken sehenden Auges nicht im Vorfeld verhindert wurde. Dabei spielt das Bildungssystem genauso eine entscheidende Rolle wie die Arbeitswelt, die Gesellschaft selbst, wenn sie sich nicht ausreichend hinterfragt.

Heute wird noch gedroht. Und morgen? Ein wütender Mob, der am Ende sich durchsetzt? Eine Gratwanderung, die im Ansatz verhindert werden muß, und zwar sehr entschieden!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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