Wertvollstes Geschenk

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Was ich nicht versteh´,
egal ob ich Gott oder Götter anfleh´,
um Antwort zu erhalten,
es bleibt mir nur die Hände zu falten,
stundenlang in Versenkung zu sitzen,
zu beten, es sei zu Ende mit den Blitzen,
zu Ende sei das Donnern, das Gewittern,
kein Wesen müßte vor Angst mehr zittern,
nicht vor Krieg, Gewalt und Intoleranz,
Mobbing oder einem kleinen Firlefanz,
keine Furcht vor Katastrophen und Not,
und der Sorge ums tägliche Brot.

Was ich nicht versteh´,
egal ob ich Gott oder Götter anfleh´,
um Antwort zu erhalten,
es bleibt mir nur die Hände zu falten,
still ist´s, keine Hilfe wird kommen,
Gott und alle Götter, die leisen Frommen,
und das ist absolut nicht irr,
dafür erhältst du zur Geburt Zügel und Geschirr,
um deinen Karren durchs Leben zu lenken,
nur freien Willen können sie verschenken,
das Wertvollste, lach nicht, das ist kein Witz,
denk nach, Freiheit ist der kostbarste Besitz.

Was ich nicht versteh´,
egal ob ich Gott oder Götter anfleh´,
um Antwort zu erhalten,
es bleibt mir nur die Hände zu falten,
nicht weil ich wieder Antworten will,
von Gott, den Göttern nach deren Will,
sondern weil ich es nicht kapier,
selbst das niedrigste Getier
hat mehr Empathie für den nächsten,
braucht kein Opfer, um Unglück auszumerzen,
nur wir Menschen benützen unsere Freiheit,
um zu herrschen als eine bösartige Gottheit.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Wir brauchen keine AKK, um im Keller zu lachen

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„Verkorkste Christin“ lebt in der Vergangenheit

Was ist der Unterschied zwischen einer Spaßbremse und denjenigen, die sich gern hinter Karnevalsmasken wegducken? Spaßbremsen stehen wenigstens zu ihrer Abneigung gegen den jährlich verordneten, vorprogrammierten Karnevalrummel, während manche selbst in der Politik mit dem Finger auf die zeigen müssen, die kritisch deren Häme durchleuchten.

Die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin, kurzweilige CDU-Generalsekretärin, jüngst als CDU-Chefin aufgestiegene Annegret Kramp-Karrenbauer und potenzielle Kanzlerkandidatin, die manche spitz als Merkel 2.0 titulieren, hatte bekanntlich zu Karneval sich über das dritte Geschlecht lustig gemacht, meint, das sei in Ordnung, Deutschland wäre bierernst, würde keinen Spaß verstehen. Blödsinn. Wer hier keine berechtigte Kritik verträgt, sollte sich mal besser selbst hinterfragen, das aber benötigen sattelfeste Christdemokraten bekanntlich nicht. Was geschieht denn da vor aller Augen und Ohren?

Heuchelei hat eine sehr lange Tradition

Ganz besonders bei Christen, was allerdings genauso bei anderen Weltreligionen anzutreffen ist, um dies mal von vornherein zu betonen. Jetzt betrifft es halt Frau „Sauberfrau“ Kramp-Karrenbauer, die doch so gern ihre christlich korrekte Haltung zum Besten gibt. Ihr Statement zur Homosexualität, die sie mit Polygamie oder Inzest verglichen hat, sollte inzwischen sich herumgesprochen haben.

Genau eine derartige Einstellung spukt noch in den Köpfen etlicher Christen, und das obwohl die Kirche selbst sich in den letzten Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, denkt man an manch Priester, der sexuell übergriffig wurde. Aber das paßt zu jener Religion, die sich gern gen Himmel lobt, um gleichzeitig manch eigentliches sündhaftes Verhalten am liebsten zu vertuschen. Kein Wunder, daß etliche diesem Glaubensbekenntnis Heuchelei vorwerfen!

Und sie will gar „Europa richtig machen“

Die Welt gibt ihr dabei die Gelegenheit, die sie in ihrem Arikel nutzt. Allein die Überschrift inpliziert zugleich ihren Anspruch, sich keine Fehler zu leisten. Natürlich obliegt es auch der zukünftigen Kanzlerin, Macron zu widersprechen, das gehört wohl zum guten Ton in der Politik, schließlich läßt sich die größte europäische Wirtschaftsmacht nicht gern das Zepter entnehmen, selbst nicht vom befreundeten französischen Nachbarn.

Macron hat es wenigstens verstanden, soziale Spannungen mit einzubeziehen in seinen Überlegungen zu Europa, AKK wischt das in einem Satz weg, verschanzt sich hinter ihrer Formulierung, „Europäischer Zentralismus, europäischer Etatismus, die Vergemeinschaftung von Schulden, eine Europäisierung der Sozialsysteme und des Mindestlohns wären der falsche Weg.“ Der Mindestlohn soll folglich der falsche Weg sein? Im Umkehrschluß bedeutet das ein Freifahrtschein für den Ausbeutungskurs eines neoliberalen Wirtschaftsdiktats, oder? Das paßt und reiht sich prima ein in jene bisherige Vorgehensweise der Politik, mit Erneuerung hat das dennoch keineswegs etwas zu tun.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Auch Trompeten rosten

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Die Trompete spürt nicht mehr
den Atem, der durch sie rinnt,
der sie erzittern ließ,
und tönen wie Espenlaub im Wind.

Verstreut die Notenblätter
in alle Herren Länder,
zu traurig fanden dies die Frauen
und flochten mit ihnen Bänder.

Bemalt ließen sie sie weiterfliegen
in alle Länder zu den Müttern,
bunt und vielfältig ist jedes Leben
und ihr seid es, die Kinder kriegen.

Die Trompete bläst nicht mehr
in allen Herren Ländern zum Angriff,
die Mütter in allen Ländern begreifen jetzt,
mein Kind zerschellt bei jedem Kriegsanpfiff.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Ein bißchen Revolte, ein wenig Bürgerkrieg bis zum Endsieg?

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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Da hockt er nun, der arme Tropf, geistig umnebelt im trögen Kopf, möchte am Liebsten alles gleichzeitig tun, nur das kann nicht fruchten, selbst wenn man schwere Gewichte tut wuchten, die da sind, dat weeß doch jedes Kind, eine schnelle Revolution gab es zu oft schon. Damit erklimmt man keenen Thron.

Doch die rechte Mischpoke versucht’s mit Hohn. Neulich mal wieder wurde über Streetfighters berichtet, auf die jeder Nazi ungern verzichtet, man kriegt bereits feuchte Hosen, fühlt sich gebettet wie uff Rosen, Hauptsache Unwillige verdroschen. Na, fällt Ihnen dabei der entscheidende Groschen? Wie soll das nur funzen mit so wenig Penunzen?

Ach, bloß nicht in Sicherheit wiegen, die ersinnen längst ein fundamentales Siegen. Da braucht es nur ein paar Waffen, den Segen von Pfaffen und Geldgebern im Hintergrund, die konsumieren schließlich jeden Schund, Hauptsache clevere Leut’ und Künstler hinweggefegt, das schließlich sich nicht mit der Neuen Rechten verträgt.

Sie träumen vom Bernd als Führer, ja, jener Holocaust-Verlierer, der stets dreist in jede Kamara blickt, sich dabei tunlichst anschickt, möglichst seine Haßparolen unters Volk zu streuen, eigenen Mannen einzubleuen, ihre Zeit wird bald kommen. Manch ein Nazischwein grinst dabei janz benommen.

Sie verlassen sich auf Unterstützung ihrer europäischen Nachbarn, die ganz ähnlich wie eigene Nachfahren bereits per rechtem Kurs das Volk einläuten. Was dat wohl hat zu bedeuten? Weniger Geld in der Tasch, dafür ganz rasch neue Feindbilder erschaffen, Migranten verpöhnt als Halbaffen, Frauen hinter Herd und Heim, nur der Mann allein hat das Sagen! Noch Fragen? Die gibt es mitnichten, schluß mit kritischem Dichten!

Letztlich zurück zur Diktatur, das bedeutet jener rechte Schwur, man setzt wieder auf Führerkult, verbannt jede historische Schuld, hetzt Nationen gegeneinander. Miteinander? Bloß keine Mitleidstour, beendet jener Parkour, der Menschlichkeit will. Es zählt dann nur noch Drill. Hat doch vorher auch stets geklappt, egal ob dabei Liebe und Harmonie wegsackt!

Meinen jene radikalen Herrschaften tatsächlich, sie könnten per Gewalt Systeme angehen, die Welt würde einfach hinwegsehen? Und das obwohl die sich gerade dringend vernetzt? Nö, dann hat’s sich schnell ausgehetzt, der ein oder andere wird dabei verletzt, die Revolte wird eher nicht fruchten. Danach sollt’ man sie aber ewiglich einbuchten! Dort können’s ja erneut Gewichte wuchten, um Aggressionen abzubauen, sich dann gar gegenseitig verhauen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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So war´s und nicht anders

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Sie tat es immer wieder,
manche schoben es
auf das zu eng geschnürte Mieder.

Die Wahrheit war,
da bin ich mir ganz sicher,
sie sprach ohne Punkt und Komma.

Sie spuckte mit Silben, Wörtern, Sätzen
einem Maschinengewehr gleich,
ihr Speichel löschte weit entfernte Kerzen.

Die Wahrheit ist, es war kein Spaß,
ihr blieb nichts anderes übrig,
jeder neue Gedanke sie ansonsten auffraß.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Bei Trumpino gilt bald „legittima difesa“ per Schusswaffe

Wildwest-Manier exemplarisch für Rechtsradikale

Wer künftig in Italien einbricht, muß bereits vor der Europawahl einkalkulieren, von Hausbesitzern ohne Vorwarnung direkt erschossen zu werden. Sheriff Salvini gibt Schießeisen frei, welch „starker Mann“ setzt sich erneut in dieser ominösen Regierung durch. Parallelen zum „blonden Dollen“ in den USA kann man unschwer von der Hand weisen.

Nun hat am vergangenen Dienstag Italiens Innenminister mit diesem bevorstehenden Gesetz eines seiner Wahlversprechen eingelöst, betont gleichzeitig, es herrschen jetzt schon Zustände wie im Wilden Westen. Allerdings sind tatsächlich die Einbrüche eher rückläufig, aber das interessiert einen Macho wie Lega-Chef Matteo Salvini mitnichten, da eifert man lieber Donald Trump nach, das gefällt jener Klientel ganz offensichtlich.

Heute Hausbesitzer und morgen bewaffnete Lehrer?

Da könnte man schnell dramatischeres befürchten, was jenen Innenminister anbelangt, schließlich meinte der US-Präsident, er müsse einfach Lehrer bewaffnen. Anstatt die dortigen fragwürdigen Waffengesetze in den Griff zu bekommen, lockert man den Umgang mit Waffen, welch fatale Entwicklung.

Nunmehr äfft dies Italiens verantwortliche Regierung nach, was durchaus im Sinne rechtsradikalen Gedankenguts sein dürfte. Je mehr Gewalt in der Gesellschaft, desto mehr Legitimation, härter durchzugreifen, beste Voraussetzung kritische Haltungen einzudämmen, mundtot zu machen.

Spaltung der Gesellschaft wird gezielt gefördert

Per gezielter Absicht, nicht nur über ein solches Waffengesetz. Erst recht über soziale Ausgrenzung, die Fokussierung auf Migrantenhaß, eine steigende Jugendarbeitslosigkeit im Lande. Das alles macht Salvini und dessen rechtsradikalen Schergen nichts aus, man verzettelt sich in trügerisch verzerrter Haltung, den starken Mann zu markieren.

Doch damit hat das nichts zu tun, im Gegenteil, ein Armutszeugnis, ein desolater Zustand, der weder dem Lande dient noch den betroffenen Menschen. Die Bespaßung à la Facebook, Instagram und Co. kann er sich „sonstwo hinstecken“, ein derartiger Politiker tut Italien mitnichten gut, die Spaltung der Gesellschaft schreitet weiter voran, am Ende zahlt die Zeche der „geprellte kleine Mann“, Familien und die an den Rand gedrängten. Wer mit „Propaganda-Rhetorik Mussolinis“ hausieren geht, steht natürlich unter besonderer Beobachtung, doch das juckt Salvini wohl kaum.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Gartenbank

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Unter meinem Küchenfenster
saß sie auf der Gartenbank,
blond, Hände im Schoß
und ließ ihre Beine baumeln.

Unter meinem Küchenfenster
saß sie auf der Gartenbank,
blaß um die Nase, braun die Haare,
die Füße scharrten den Sand von sich.

Unter meinem Küchenfenster
saß sie auf der Gartenbank,
Arme verschränkt, gerötet das Gesicht,
unter der Bank die Beine eingeklemmt.

Unter meinem Küchenfenster
saß sie auf der Gartenbank,
ein Baby im Arm schaukelnd,
übereinandergeschlagen ihre Beine.

Unter meinem Küchenfenster
saß sie auf der Gartenbank,
die Arme hängen lassend,
breitbeinig, um den Rücken zu entlasten.

Unter meinem Küchenfenster
saß sie auf der Gartenbank,
Unterarme auf einem Kissen gestützt,
die Beine schaffen es nicht zur Gartenbank.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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