Der Welt Gesicht

https://pixabay.com/photos/doom-earth-end-hand-world-2372308/

pixabay.com

Augen verdreht,
Blut übersät,
das Plakat
fragt
nicht,
zeig ich der Welt Gesicht?

Augen verdreht,
Blut übersät,
das Plakat
ist ein Traktat,
wie wertlos
ist Leben bloß?

Augen verdreht,
Blut übersät,
das Plakat
besagt,
nichts kapiert,
Wesen krepiert.

Augen verdreht,
Blut übersät,
das Plakat,
der Verrat
ist die Gleichgültigkeit
gegenüber Menschlichkeit.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Fire in the Blood – Dokumentarfilm zum „Verbrechen des Jahrhunderts“

https://pixabay.com/illustrations/hiv-aids-virus-disease-health-1903373/

pixabay.com

Dessen Aktualität ein dringendes Mahnmal darstellt

Es geht stets um eine Gewinnmaximierung für ein paar superreiche Dynastien, die daran gewöhnt sind, sich die Taschen vollzustopfen. Wenn dabei sogar mehr als zehn Millionen Menschen in Afrika in den sicheren Tod geführt werden, wie der in den USA erschienene Dokumentarfilm „Fire in the Blood“ aufzeigt, Stellung bezieht zum „Verbrechen des Jahrhunderts“, dann muß man eine derart herzlose Ungerechtigkeit vehement anprangern.

Natürlich geht dem sehr kritischen Dokumentarfilm ein Ablauf etlicher ungerechter Verstrickungen voraus, zwischen dem weltweit beherzt engagierten Willen vieler Ärzte und entsprechender Aktivisten, das AIDS-Problem endlich im Sinne betroffener Patienten zu lösen, und einiger Pharmakonzerne, die lediglich ein Interesse haben, möglichst viel an den neuen Medikamenten zu verdienen.

James Love – vom AIDS-Aktivist zum Direktor der KEI

Jamie Love tat sich 1999 mit AIDS-Aktivisten und der Médecins Sans Frontières (MSF) als auch mit der 1987 ins Leben gerufenen Bewegung „Act up“ zusammen, um eine globale Kampagne zur Förderung der Zwangslizenzen von Patienten der Medikamente gegen AIDS zu starten. Schließlich handelte er zwei Jahre später mit dem Chef des Generika-Herstellers, dem indischen Pharma-Unternehmen Cipla, Yusuf Hamied, einen 1-$-Preis pro Tag für ein AIDS-Medikament aus. Genau dieses wichtige Prozedere thematisiert gerade der im Januar 2013 erschienene Dokumentarfilm.

Die Verbindung zwischen James Love, der als Direktor der KEI (Knowledge Ecology International) arbeitet, die als NGO sich eben besonders für die Menschen am Rande der Gesellschaften einsetzt, das Management der Ressource Wissen sinnvoll mit Regierungen, Unternehmen und anderen NGOs zu verknüpfen, eine Erleichterung für sie zu organisieren, liegt in sofern Nahe, daß entsprechend Druck gemacht werden soll, Pharmariesen zum Einlenken zu bewegen.

Dylan Mohan Gray – vom Historiker zum begeisterten Regisseur

Nachdem Dylan Gray sein Hochschulstudium in Geschichte und Film am Dartmouth College (USA), an der Budapest University of Economics sowie an der Universität Wien als auch in Geschichte an der Central European University und der University of the State of New York abgeschlossen hatte, zog es ihn zum Film, arbeitete er weltweit mit Regisseuren wie Fatih Akin, Peter Greenaway, Paul Greengrass, Deepa Mehta und Mira Nair zusammen und gründete 2005 die Produktionsfirma Sparkwater in Indien.

Was war der ursprüngliche Anlaß für Gray, sich einem solchen Thema zu nähern? Im Frühjahr 2004 stolperte er über einen Artikel im Economist, der sich mit Yusuf Hamieds Einsatz beschäftigte, kostengünstigere AIDS-Medikamente in Entwicklungsländern zu ermöglichen. Drei Jahre später stand sein Entschluß fest, über dieses brisante Thema einen Film zu drehen, entwickelte sich eine lange Liste wichtiger Mitwirkender wie schon die genannten James Love und Yusuf Hamied, aber auch der Anti-Apartheid-Aktivist und Friedensnobelpreisträger Desmond Mpilo Tutu, der Ökonom Joseph Stiglitz, der Direktor und Mitbegründer des Joint Clinical Research Centers (JCRC), Peter Mugyenyi, der New York- Times Journalist Donald G. McNeil, Jr., der investigative Journalist William F. Haddad, der 42. US-Präsident William J. Bill Clinton und besonders wichtig, der Arzt und Autor Peter Rost.

Dylan Gray bedauert zutiefst, daß nicht nur Pharmakonzerne profitorientiert herzlos agieren, sondern darüber hinaus etliche westliche Regierungen nach dessen Pfeife tanzen! So konnte gerade Peter Rost ihm entscheidende Hinweise und Tips geben, weil dieser als ehemalige Führungskraft in der Pharmaindustrie über genug Insiderwissen verfügt, welches er in seinem 2003 erschienenen Buch „The Whistleblower: Confessions of a Healthcare Hitman“ beschreibt, in dem er die illegalen und manchmal kriminellen Machenschaften in der Pharmabranche schildert.

Fazit zum Film

Es scheint wohl eine Weile gedauert zu haben, bis dieser wichtige, kritische Film ebenso hier in unserem Land gezeigt wurde, allerdings nicht im großen Rahmen, wen wundert’s, wo doch die Pharmalobby in die Pflicht genommen wird.

Möge dieser wichtige Dokumentarfilm nicht nur den kritischen Zeigefinger erheben, sondern explizit den Menschen aufzeigen, sich stets genau dann zu äußern und zusammen zu schließen, wenn Regierungen als auch die Wirtschaft die Menschenwürde mit Füßen treten!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Ungeklärtes

Veröffentlicht unter Ungeklärtes | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Demokratur einer schonungslosen Demaskierung ausgesetzt

https://pixabay.com/photos/bundeshaus-parliament-demokratie-2530006/

pixabay.com

Kein Sommermärchen wird wahr in dem Land mitten im Herzen Europas, welches die zwei Weltkriege im letzten Jahrhundert angezettelt hatte und nunmehr meint, es müsse dem kleinen Kontinent seinen Geist überstülpen, dem sich die anderen Staaten gefälligst unterzuordnen hätten.

Zunächst mal erreichten scheinbar technisch raffiniert eingesetzte Kontrollmechanismen es, daß diese große Demokratur im Gewande der selbsternannten Demokratie all jene in den Bann zog, die schon weit vorher den Medien auf den Leim gegangen waren, wobei durchaus sowohl die Pharma- als auch die Lebensmittelindustrie es clever verstand, mit Hilfe ihrer Mittel die Bürger zu manipulieren und gefügig zu machen.

Jedoch gibt es trotz alledem, wie schon früher der Fall, Querdenker, die viel zu beharrlich ihre Wissensneugier einsetzen und daher eine schonungslose Demaskierung der Demokratur vorantreiben. Schauen wir doch einer Begegnung über die Schulter, um zu erfahren, inwieweit sie sich austauschen.

Der Eingeweihte: „Na, wie lang war dein Arbeitstag, mal wieder zu viele Überstunden angefallen?“

Der Ahnungslose: „Alles in Ordnung, heute blicke ich auf gerade mal zehn Stunden zurück, so fiel gar keine Überstunde an.“ (Kein Arbeitnehmer muß mehr so wie früher Stempelkarten benutzen oder Plastikkärtchen lesen lassen, ein implantierter Chip bei Einstellung registriert jede Bewegung während der Arbeitszeit im Betrieb.)

Der Eingeweihte gutgelaunt grinsend: „Lust auf ein Feierabendbierchen? Bevor du mich gleich löcherst, keine Sorge, ich lade dich ein.“

Der Ahnungslose ein wenig verunsichert: „Aber, ich dachte nach 20 Uhr gibt es kein Alkoholausschank mehr?“

Der Eingeweihte beherzt lachend: „Mach dir mal keine Sorgen, du weißt doch, ich kenne sämtliche Lücken im System, oder?“

Schnell verlassen die beiden die Hauptstraße und begeben sich in eine kleine Gasse mit unscheinbaren, alten Häusern. Das Laternenlicht erhellt den Weg äußerst spärlich, dennoch schreitet der Eingeweihte zielstrebig voran und stößt eine Haustür auf, hinter der niemand eine Kneipe vermuten würde.

Der Eingeweihte: „Na, komm’ schon, nicht so unsicher, hier machen wir es uns gemütlich. Ich möchte dir ein paar „nette“ Neuigkeiten zum Besten geben, wenn du magst.“

Der Ahnungslose schaut ein wenig irritiert in die Runde. Ein erstaunlich angenehm hell erleuchteter Raum, der sehr groß wirkt durch die hohe Decke, dessen Herzstück eine breite Theke ausmacht, bietet gleichzeitig eine geschickt verteilte Sitzanordnung, die es den Gästen erlaubt, ungestörter sich unterhalten zu können, die Nachbartische mittels kunstpflanzengestalteter Wände eine gewisse akustische Trennung erhalten.

Der Ahnungslose: „Du überraschst mich mal wieder. Weder war ich jemals in dieser Gasse, noch hätte ich hier eine Kneipe vermutet.“

Der Eingeweihte: „Das gute daran, sie ist obendrein völlig legal, und dennoch hat der Staat keinerlei Einfluß. Bevor du mir zuvorkommst, mit einem einfachen Trick wird dieser in die Irre geführt. Sämtliche von denen installierte Wanzen und Kameras haben wir jedes mal aufgespürt und ersetzt.“

Der Ahnungslose: „Wie, ersetzt? Und dann hätten die doch die Kneipe dichtgemacht, oder?“

Der Eingeweihte räuspert sich grinsend: „Ganz einfach, es sind willkürliche, belanglose Gespräche zu hören, während ein Film dabei abläuft, so daß die Herrschaften meinen, es sei alles in Ordnung. Das ganze erledigt ein bestimmtes Computerprogramm, den Unterschied können die niemals bemerken. Was meinst du wohl, wie ich sonst an andere Infos kommen soll, wenn ich jedes mal die selben Orte aufsuche? Inzwischen haben wir ein großes Netzwerk aufgebaut, um ständig flexibel zu sein.“

Der Ahnungslose: „Du meinst, es gibt noch andere, ähnliche Kneipen?“

Der Eingeweihte: „ Nein, nein, nicht nur, sondern Geschäfte, Wohnungen, sogar ein Theater.“

Nach kurzer Stille, während aus den Boxen Deep Silent Complete von Nightwish die Gäste einheizt, kommt der Eingeweihte zum Thema.

Der Eingeweihte: „Hast du jemals mal daran gedacht, deinen Job zu schmeißen? Oder bist du wirklich zufrieden? Neulich hattest du dich doch beklagt, wie unwohl du dich fühlst, meintest, die würden dich beobachten, oder?“

Der Ahnungslose: „Nun ja, nicht nur das, die wußten darüber hinaus Dinge, die ich niemand gesagt hatte. Vor kurzem hat mein Chef mich darauf hingewiesen, ich solle mich zurückhalten mit meiner Kritik, dabei hatte ich lediglich zu hause mal ein paar Kritikpunkte auf einen Zettel geschrieben, den ich allerdings kurz danach zerrissen und weggeschmissen hatte.“

Der Eingeweihte: „Siehst du, sie beobachten uns, und zwar alle, ausnahmslos. Was noch der kleine Österreicher und der Saarländer im letzten Jahrhundert nicht gänzlich schafften, ist jetzt selbstverständlicher Standard. Ein Grund mehr, sich entsprechend vorsichtig zu wehren. Nachdem viel Unmut auf den Straßen nichts erreichte, haben wir uns halt zurückgezogen, damit die meinen, wir hätten aufgegeben. Ist aber nicht so. Jetzt benutzen wir deren Mittel, so einfach ist das.“ Der Eingeweihte gönnt sich einen großen Schluck Bier, setzt das Glas ab und atmet ziemlich erleichtert, fast schon befreit auf.

Der Ahnungslose: „So was ähnliches habe ich mir schon gedacht, weil du bei unserer letzten Begegnung eine Andeutung gemacht hattest. Wie geht es jetzt weiter? Wenn ich kündige, vermitteln die mich doch gleich wieder, wobei ich keinerlei Mitspracherecht habe, wie du weißt, oder?“ Inzwischen gibt es keine Arbeitslosigkeit mehr, sie wurde einfach abgeschafft, statt des früher favorisierten bedingungslosen Grundeinkommens hat die Demokratur kurzerhand in sämtlichen Bereichen notwendige Jobs geschaffen, wobei niemand sich der Vermittlung entziehen kann, letztlich entscheidet der Staat, wer was zu leisten hat. Dennoch gibt es eine „Grauzone“, wobei manche Menschen es schaffen, sich der Kontrolle zu entziehen.

Der Eingeweihte: „Das laß mal unsere Sorge sein, wir finden Möglichkeiten für dich, inzwischen weiß ich doch, wo deine Stärken liegen. Die wollen wir doch nicht diesem System gönnen, oder? Besser, du nutzt die für uns und somit für eine bessere Zukunft.“ Der Ahnungslose kann zunächst nichts erwidern. Man merkt seiner Gesichtsmimik an, daß er einen Kampf im Innern führt, er hin- und hergerissen ist zwischen staatlichem Gehorsam und den revolutionären Gedanken.

Der Ahnungslose: „Ich vertraue dir endlich, nachdem du mir schon bei anderer Gelegenheit sehr gute Tips gegeben hattest. Wie geht es dann jetzt weiter?“

Der Eingeweihte: „Also, ganz einfach. Zunächst verrate ich dir mal was. Vergesse am besten all die Lügen, die das System dir aufgetischt hat. Nichts davon hilft dir weiter. Alles ordnet sich dem Mammon unter, sämtliche Kontrollen wurden eingeführt, um alle sich gefügig zu machen. George Orwell war gestern, heute ist die Wirklichkeit um ein Vielfaches grausamer und vor allem effektiver. Dennoch bekamen sie uns trotz Verfassungsschutz, CIA, BND und wie sie alle heißen, nicht gänzlich in den Griff. Du weißt doch, Gedanken sind tatsächlich frei. Wie kann dann Menschenerdachtes nicht von allen genutzt werden? Eben. Somit sind sämtliche Sicherheitssysteme zu knacken, so daß wir entsprechende Gegenmaßnahmen treffen. Sie glauben tatsächlich, sie könnten über alle herrschen, doch diese Saat geht nicht auf, weil wir erkannt haben, daß wir zusammenhalten müssen. Sicherlich gibt es auch bei uns Rückschläge, weil manche dem Staat gegenüber Infos von uns geben, aber das läßt sich halt nicht gänzlich vermeiden.“

Der Ahnungslose: „Das macht große Hoffnung, was du mir da gerade berichtest. Einverstanden, ich möchte raus aus dieser Tretmühle. Mann, was bin ich froh, dir begegnet zu sein, daß wir uns kennen.“

Unterbrechen wir einfach dieses Treffen und ziehen zum Abschluß Resümee. Wollen wir es wirklich so weit kommen lassen, daß staatliche Allmacht sich Wege der Kontrolle sucht, um nicht nur sämtliche Bürger- und Menschenrechte zu untergraben und gänzlich abzuschaffen, sondern darüber hinaus das Volk gewissen Eliten dienlich sein muß? Jede Entwicklung hat, einmal analysiert und somit durchschaut, eben keinen zufälligen Verlauf, auch wenn im globalen Miteinander die Größe gewisse Grenzen der Zumutbarkeit an Kontrollmechanismen scheinbar aufzeigt, dennoch werden explizit Versuche unternommen, genau diese Herausforderung zu bewältigen. Sollte es gelingen, wäre es vorbei mit dem Ideal der Freiheit. Diese wäre zunächst verloren. Aber gleichzeitig gibt es Abtrünnige, Menschen, die das System im System ohne weiteres durchschauen und entsprechend geistreich sich zu wehren verstehen. Genau diesen „Gesellen“ gilt es, sich anzuschließen, wollen wir in Zukunft noch Mensch sein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

Veröffentlicht unter Kurzgeschichten | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare

Geplanter „Bike und Naturerlebnispark“ vertreibt Wildkatze

https://pixabay.com/photos/wildcat-forest-cat-predator-1382177/

pixabay.com

Naturschutz hat sportlichen Kommerz zu weichen

Allein schon die Formulierung Naturerlebnispark in Verbindung mit dessen Folgen, die unweigerlich ziemlich belastend eintreten, zeigt die kaltschnäuzige Ignoranz auf, die dessen Initiatoren und daran beteiligte Firmen im Zusammenspiel mit verantwortlicher Politik an den Tag legen. Wer Naturschutz sich auf die Fahnen schreibt, sollte ihn auch strikt einhalten.

Davon scheint der geplante „Bike und Naturerlebnispark Idarkopf“ im FFH Gebiet „Idarwald“ und in der Kernzone des Naturparkes „Saar-Hunsrück“ weit entfernt zu sein. Es zählt wie immer bei derartigen Bauvorhaben der profitable Nutzen, dem insofern besonders Wildkatzen zum Opfer fallen, die jüngst gestartete Petition des Vereins Rettet den Regenwald weist eindringlich auf die Mißstände hin.

„Downhill-Trails“ durchziehen das Schutzgebiet

Hinzu kommen ein Event- und Campingplatz, Berg- und Talgastronomie, ein Schlepplift sowie ein Transportband, Parkplätze und andere Einrichtungen zur geplanten Infrastruktur. Dann wird das eigentliche europäische Schutzgebiet seiner Funktion nicht mehr gerecht. Das gesamte Plangebiet umfaßt eine Fläche von 90 ha, wovon der weitaus größere Teil von 70 ha im Wald liegt.

Von Schutzvorgaben kann tatsächlich nicht die Rede sein. Das Gegenteil ist somit zu befürchten. Allein schon die zu erwartenden jährlichen 27.000 Besucher deuten auf den großen Andrang hin, wobei die Planer selbst nach fünf Jahren mit einer Verdoppelung gar rechnen. Erfahrungsgemäß wird ein nicht zu unterschätzender Prozentsatz der Mountainbiker Schäden in der Natur verursachen, weil sie eben das Weggebot schlichtweg mißachten.

Europäische Kommission leitete Vertragsverletzungsmaßnahmen gegen Deutschland ein

Es sei seinen Verpflichtungen gemäß den EU-Vorschriften zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume und geschützten Arten nicht genügend nachgekommen. Sie sind Teil des Natura-2000-Netzes, welches seit 1992 nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG, kurz FFH-Richtlinie) errichtet wird.

Nachdem das vom Aussterben bedrohte Westliche Haselhuhn in der Vergangenheit im FFH-Gebiet nachgewiesen wurde, betrifft es beim „Bike und Naturerlebnispark“ die europäische Wildkatze. Welch Hohn, denn im letzten Jahr wurde sie noch seitens der Deutschen Wildtierstiftung zum Tier des Jahres benannt. Obwohl sie nach wie vor auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft wird, unterstützt die regionale sowie bundesdeutsche Politik jenes Bauvorhaben. Ein Widerspruch zu europäischen Naturschutzrichtlinien. Erneut entscheidet der Profit, der sich über sie stellt. Völlig berechtigt reichen Naturschutzverbände Klagen ein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

Veröffentlicht unter Naturschutz | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Dagmar

https://pixabay.com/photos/lemons-tree-wild-fruit-citrus-1368367/

pixabay.com

Die Dagmar
ist mir ewig dankbar,
hab ihr Zitronen besorgt,
zum Kauen an jedem Ort,
damit sie sauertöpfig,
verbittert, aufmüpfig,
ständig frustriert
durch die Gegend spaziert,
wie jede Frau und jeder Mann
dies eben kann,
auf der Straße, im Büro,
nur sie smilt heiter froh
in die Landschaft,
endlich hat sie es gerafft,
warum sie keine Freunde hat,
sie niemand fragt um Rat,
wer will schon ausgeglichen sein,
das Leben ist voll Neid und Pein,
dies muß ausgekostet werden,
sonst ist man tot, liegt im Sterben,
hat eine innere Leblosigkeit,
müde wird man von Zufriedenheit,
seit sie an Zitronen kaut,
ihr Wesen ist aufgetaut,
sie motzt, sie fetzt sich täglich,
ist nicht mehr umgänglich,
ihr Grinsen ist eine Grimasse,
endlich ist sie ein Teil der Masse.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Zucker – süße Versuchung mit erheblichen Gesundheitsrisiken

https://pixabay.com/photos/sugar-spoon-cutlery-sweeteners-485046/

pixabay.com

Industrie und Werbung rücksichtslos unterwegs

Na klar doch, es hat sich schon lange herumgesprochen, die Gefahren, die vom Zucker ausgehen. Schauen wir aber jetzt zur baldigen Osternzeit in die Einkaufswagen der Verbraucher, entdecken wir allzu oft Berge von Lebensmitteln, die Zucker enthalten, jene süße Versuchung mit erheblichen Gesundheitsrisiken. Nur daß halt nach wie vor der ahnungunslose Konsument sich dessen nicht bewußt zu sein scheint.

Woran mag das wohl liegen? In etwa an dem Umfeld, frei nach dem Motto: Es machen nahezu alle, warum nicht auch ich? Und überhaupt, was sollen diese anmahnenden Worte jener „Bio-Fuzzis“, die mir mein bißchen Glück nehmen wollen. Spätestens, wenn gute Ärzte sie im ernsthaften Kranksheitsfall darauf hinweisen, was jene Spötter versäumten, ihrem Körper besser nicht angetan hätten all die Jahre, beginnt das Erwachen.

Der frühe Einstieg in die Volksdroge Nummer Eins

Sie haben richtig gelesen, letztlich bedeutet hoher Zuckerkonsum ein Drogencocktail für jeden Organismus, der großen Schaden anrichtet, sämtliche Organe langfristig angreift, etliche Krankheiten verursacht bis hin zu Krebserkrankungen, weil ganz besonders Krebszellen selbst vom Zucker gepflegt und ernährt werden.

Mit einem kurzen Blick zu unserern steinzeitlichen Vorfahren, muß man feststellen, daß sie weder Zucker noch Getreide kannten und erheblich gesünder durchs Leben gingen, sich aber von Blättern, Wurzeln und Fleisch ernährten, in sofern kein Vitamin- oder Spurenelementemangel vorherrschte, wie er heutzutage viele plagt.

Längst beginnnt der Ernährungseinstieg bei der Baby-Nahrung, die „auf süß geeicht“ Eltern anlockt, besonders Mütter, die leider nicht stillen. Bei jenem subtilen Einfluß der Lebensmittelindustrie bedingt das Vorprogrammieren auf eine lebenslange Abhängigkeit vom Zucker, die auch Prof. Dr. med. Wieland Kiess anmahnt.

Mangelerscheinungen aufgrund industrieller Lebensmittelverarbeitung

Genauso was mit dem Mehl geschieht, wenn die wichtigen Spurenelemente, Mineralien und Vitamine, die in der Schale enthalten, weggeworfen werden und der Körper gar aufgrund dieses Fehlens sich am eigenen Vitamin-B12-Vorrat bedient, um dies auszugleichen, was wiederum ein permanenter Mangel an Vitamin B12 bedeutet, betrifft ebenso den Zucker.

Auch dort wird er in soweit industriell bearbeitet, daß der Verbraucher selbst lediglich ein „totes vitaminentsorgtes“ Produkt zu sich nimmt, dadurch erst recht ein Vitaminmangel gefördert wird. Gleichzeitig verursacht sein ständiger Konsum Beschwerden und Krankheiten wie Angstzustände, Antriebs- und Energielosigkeit, Blähungen, Depressionen, Durchfall,   Hautkrankheiten, Konzentrationsschwäche, Magen- und Darmprobleme, Müdigkeit, Menstruationsbeschwerden, Nervosität, Pilzbefall, Schlafstörungen etc.

Während Zucker unter bestimmter Voraussetzung gar als Heilmittel betrachtet werden kann, denken wir an seine Wirkung bei der Konservierung, die schädliche Bakterien und Schimmelpilze fernhält oder das Verhindern von Infektionen bei Wunden mittels Zucker als Wundheiler anstatt Antibiotika, muß man trotzdem seine gravierenden gesundheitsschädlichen Folgen betrachten. Bis zu einer Menge von 30 Gramm oder einer doppelten in Form natürlicher Süße vermag unserem Körper dies regelrecht helfen. Alles was darüberhinaus zu sich genommen wird, begünstigt den Kreislauf nach einem erhöhten Bedarf, den wir psychisch in gewisser Abhängigkeit einfordern, ganz ähnlich wie bei einem Drogenabhängigen.

Sollten Sie in Erwägung ziehen, elegant dem Zuckerproblem mittels Aspartam zu entgegnen, kann man Ihnen davor nur dringendst abraten, wie sie hier lesen mögen.

Machen Sie die Probe aufs Exempel, lassen mal Zucker und Industriemehlwaren weg, schnell meldet sich Ihr Körper, weil er sich bereits an diesen erhöhten Konsum gewöhnt hat, – falls nicht, dann zählen Sie zu den Glücklichen, die sich meist bremsen konnten. Mit der Zeit und dem Umsteigen auf Frischkost, vermögen Sie Ihren Körper durchaus umzugewöhnen, was wiederum Ihnen gesundheitlich sehr zugute kommen wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

Veröffentlicht unter Gesundheit | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Misstöne Wege finden

https://pixabay.com/de/mann-schatten-meditation-weisheit-424967/

pixabay.com

Reizvolle Augenblicke inspirieren dich,
Schattenspiele an der Wand.
Was wie finstere Gestalten glich,
manche haben’s erkannt.

Ein Fingerzeig ganz deutlich ward,
Musik für viel Ablenkung sorgt.
Die Menge sich um ihn wie Hennen schart,
er habe soeben ’ne neue Welt sich geborgt.

Frohlockende Aussichten erklingen,
ohne daß eine Lösung gefunden.
Davon kann manch einer ein Lied singen,
es gab schon etliche verlorene Runden.

Fakenews sogenannte Lügen ersetzen,
altbewährte Phrasen erneut zu hören.
Auf Plätzen, in Straßen sie heftig hetzen,
Verunsicherte gezielt betören.

Ach, wäre all das nur ein böser Traum,
der möglichst schnell verfliegen mag!
Doch zurück erneut politisches Braun
will niemand beherztes, ohne Frag!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar