Zerronnen

https://pixabay.com/de/zeit-flie%C3%9Fen-visualisierung-3733163/

pixabay.com

In eine warme Decke gerollt,
zärtlich verstaut im gepolsterten Koffer,
aufbewahrt unter Verschluß,
kein Leid ihr zugefügt werden kann.

Denkt man an sie nach Jahr und Tag,
liebevoll den Koffer öffnet,
liegt sie da verkümmert,
ohne Schicksal die Zeit war.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Deutschland zwischen den Fronten des Wettrüstens

https://pixabay.com/de/atombombe-verlassen-allein-angst-966008/

pixabay.com

Machos gefährden den Weltfrieden

Natürlich könnte man sich den Wahnsinn des alten Kalten Krieges herbeisehnen, als die beiden Supermächte sich gegenüberstanden, getrennt von der deutsch-deutschen Mauer, die seitens der DDR errichtet, ein Bollwerk kontra US-Westen, der ständig die UDSSR nötigte, selbst in den Kreislauf der Rüstungsspirale zu geraten. Dabei schwebte der rote Knopf wie ein Damoklesschwert über den Köpfen verängstigter Generationen, daß er niemals gedrückt werden würde.

Doch das wäre nicht nur kontraproduktiv, unrealistisch, obendrein ändert es nicht die Umstände, die einen neuen kalten Krieg herbeibeschwören, ausgelöst durch Machos, denen nichts besseres einfällt, als die Welt erneut an den Rand eines dritten Weltkrieges zu treiben bis zum vernichtenden atomaren Schlagabtausch.

Die Briten bemängeln Bündnistreue – Putin droht den USA

Obwohl Großbritannien alle Hände voll damit zu tun hat, halbwegs ohne großen Schaden ihren einmal initiierten Brexit über die Bühne zu bringen, fällt Außenminister Jeremy Hunt nichts besseres ein, als in einem Brandbrief Heiko Maas zu maßregeln, Deutschland würde der britischen Rüstungsindustrie schaden durch die Entscheidung mehrere Rüstungsverträge mit Saudi-Arabien auszusetzen, aufgrund der brutalen Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Kashoggi. Das sei ein Verstoß gegen die Bündnistreue.

Zugleich bekräftigte Wladimir Putin in dessen Rede zur Nation, „das Wohl russischer Familien zu steigern“, obendrein warnte er den Westen davor, Mittelstreckensysteme zu stationieren. Da ist sie wieder, die allseits gewohnte Drohkulisse des alten Kalten Krieges, nur mit dem Unterschied, daß die Welt komplexer und komplizierter geworden, gar mit China als dritte große Atommacht im Bunde die Waffenysteme um ein Vielfaches gefährlicher und effektiver ihre Vernichtungsgewalt vollbringen können.

Münchner Sicherheitskonferenz somit ein fatales Signal entsandte?

Wer die Reden des Mike Pence nicht außer acht ließ, weiß das nur zu genau. Obendrein sorgt ein unberechenbarer Choleriker wie jener 45. US-Präsident erst recht für Unfrieden. Wie beschrieben, Merkels Machtwort verhallt im neuen Wettrüsten.

Letztlich entscheiden mal wieder die Militärs, Kurt Tucholskys Anmahnung wurde keineswegs verinnerlicht. Zur Erinnering, er formulierte mal:

„Der Krieg“, hat einmal ein sterbender französischer Offizier gesagt, „ist eine viel zu ernste Sache, als daß man ihn den Militärs anvertrauen könnte.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Silbernebel

https://pixabay.com/de/nebel-morgend%C3%A4mmerung-landschaft-3914967/

pixabay.com

In aller Herrgottsfrühe,
fragil
hat sie gedacht,
und dann
vorbei die Nacht,
Kühle verstreicht sich
zärtlich in ihrem Gesicht,
an Weihrauchschwaden
denkt sie andächtig,
zerbrechliche Stille,
Kapelle in der Nebelbrühe,
verschwommenes Kalkül,
weiß sie,
mit Silber
bespannt der See,
beschattet von
einem Schwanenpaar,
fragil,
fühlt sie,
wird der Tag.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Deutsche Justiz greift unsere Zivilgesellschaft massiv an

https://pixabay.com/de/leipzig-bundesverwaltungsgericht-1748912/

pixabay.com

Mit freundlicher Unterstützung rechtskonservativer Politik

Dabei sind ganz besonders gemeinnützige Vereine und Organisationen betroffen, wie ROBIN WOOD neulich deutlich anmahnte, Gemeinnützigkeit diene dem Allgemeinwohl. Genau das scheint gewissen Kräften ein Dorn im Auge zu sein, da versuchen sie einfach, per simpler Stigmatisierung und Kriminalisierung Vereine vor den Kadi zu zerren.

Obendrein ist die Gemeinnützigkeit längst kein unbekanntes Feindbild in den Augen all derer, die eben keine Gerechtigkeit für alle wollen, vielmehr ihre Herrschaftsansprüche nach ihrer Fasson durchsetzen, koste es, was es wolle. Mündet oftmals in Diktaturen oder Scheindemokratien, worüber sich all jene im Klaren sein sollten. Nächstenliebe wird als Belanglosigkeit degradiert, ganz besonders in Zeiten, in denen erneut Rechtsextremismus aufkommt.

Menschliche Werte auf der Anklagebank

Den Staat von innen aushöhlen, Menschen gegeneinander aufhetzen, was wir seit der letzten Bundestagswahl besonders anschaulich im Deutschen Bundestag erleben dürfen mit jener AfD, die zwar inzwischen vom Verfassungsschutz unter Beobachtung stehen soll, was dennoch keinerlei Garantie beinhaltet, daß Denunzierung nonchalant verschwindet. Ganz im Gegenteil, sie nimmt eher zu.

Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen haben es ohnehin nicht leicht, mit den neuesten Versuchen, deren Gemeinnützigkeit gerichtlich anzuprangern, offenbart auch die Justiz ihre Steigbügelhalterqualität, die sowieso politischen Beobachtern schon eh und je sauer aufstößt, denkt man an die schlampige NS-Aufarbeitung, gefolgt von der Stasi-Aufarbeitung nach der Wende bis hin zum NSU-Prozeß, Paradebeispiel auffälliger Vertuschung!

ROBIN WOOD unbedingt beipflichten

Wiederholen wir doch gern die berechtigten Forderungen von ROBIN WOOD:

  • Der Einsatz für eine gerechte Welt ist gemeinnützig.
  • Der Einsatz für die Umwelt ist gemeinnützig.
  • Der Einsatz für eine gerechte Wirtschafts- und Sozialpolitik ist gemeinnützig.
  • Der Einsatz für konzernunabhängige Nachrichten ist gemeinnützig.
  • Der Einsatz für saubere Luft in Städten und eine ökologische Verkehrswende ist gemeinnützig.
  • Solidarität ist gemeinnützig.

Gemeinnützigkeit dient dem Allgemeinwohl. Ein Angriff auf die Zivilgesellschaft und die Gemeinnützigkeit linker Strukturen ist ein Angriff auf das Allgemeinwohl. Gemeint sind wir alle!

Extremismus reitet stets auf der Welle seiner ausgrenzenden Art, eine scheinbare Norm durchbrechen will, obwohl doch Menschen stets versuchen, Kompromisse zu ersinnen, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kein je nach Belieben

https://pixabay.com/de/malerei-kunst-galerie-offen-1877761/

pixabay.com

Ich bin kein Allgemeingut
und schon gar kein Strandgut,
über das man verfügen kann,
je nach Belieben.

Ich bin nicht hier, um zu gefallen,
anderen nach dem Mund zu lallen,
zu parieren, zu gehorchen,
je nach Belieben.

Ich bin niemals du oder wir,
ebenso kein ihr,
weder Gewinn noch Niete,
je nach Belieben.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn’s Bobbele uns auf die Palme bringt

Tübinger Oberbürgermeister tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste

Von wegen Häusle bauen, die Schwaben wissen sehr wohl zu unterscheiden, ob jemand einen an der Waffel hat. Andererseits lautet es doch: errare humanum est. Beim Bobbele kräuseln sich die Zehennägel nach oben, wer genauer dessen Possen hinterfragt. Nö, nicht beim Leimener Bobbele, die Stadt liegt bekanntlich im Nordbadischen, hier gang es ums Bobbele aus Tübingen, im Herzen des Schwabenlandes.

Aus einer Palme wird hugs flugs ein Herr Palmer, Oberbürgermeister. Wo sich zugleich die Frage stellt, wo generell Unterbürgermeister abgeblieben sind. Erklärt sich von selbst, die gibt es halt nicht. Jetzt wissen alle vollumfänglich, wer hierbei wohl gemeint sei.

Lobenswert, wer das unsinnige, geldverschwenderische Bauvorhaben Stuttgart 21 strikt ablehnt, sich dementsprechend couragiert einsetzt. Auch was den Ausbau verkehrsberuhigter Zonen und mehr Radwege anbelangt. Toll. Weniger schön, wenn’s Bobbele rassistische Entgleisungen von sich gibt, wie im Mai des letzten Jahres, wo er einen Radfahrer beschimpfte, sich über dessen dunkle Hautfarbe ausließ, diesen als Asylbewerber beschimpfte.

Rums, da fällt das Rollo, unglaublich. Grüner Politiker entgleist wie jene rechte Mischpoke, die tagtäglich in den Social Media herumnölt bis hinein in den Deutschen Bundestag. Und wir Deutschen glaubten tatsächlich, wir hätten die Nazis überwunden. Denkste! Die kommen unter etlichen Steinen hervorgekrochen oder aber wechseln einfach mal von grün nach braun oder blaun. Keen Wunder, daß Bobbeles Kollegin der Berliner Grünen, Antje Kapek, ihn als „einen Irren“ bezeichnet.

Da blieb ja Jürgen Trettin noch gemäßigt freundlich mit dessen Bemerkung, der Herr Palmer sei ein „schwäbischer Wutbürgermeister“. Und die Wählerschaft? Unsinnige Frage, Wähler tappen gleichwohl ins Fettnäpfchen, bestes Beispiel der blonde Dolle drüben in den USA. Aber um den geht es jetzt mal nicht.

Freud hätte seine helle Freude am Bobbele, vor allem über dessen kläglichen Versuche, die rassistischen Äußerungen als Versehen zu entschuldigen. Wenn schon ein „Normalberufler“ erheblich um seinen Job fürchten muß, völlig berechtigt, weil wir hier eben nicht „Wir sind das Volk“ sind, dann sollte ein Herr Oberbürgermeister den Allerwertesten in der Buxe haben und seinen Hut nehmen.

Achso, geht ja gar nicht. Einmal Macht, immer Macht. Welch übles Spiel. Genau aus diesem Grund klebt besonders die politische Klientel so gern an ihrem Sessel. Das Volk hat oftmals eine Engelsgeduld, oder aber viele nehmen’s sportlich trotz mancher Proteste. Muß man nicht verstehen, aber wehe ein Linker macht mal wesentlich kleinere Fehler, dann ist was los. Paßt ziemlich gut zur Erkenntnis, daß die Justiz auf dem rechten Auge erblindet sei.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Abgekarteter Mief

https://pixabay.com/de/verr%C3%BCckt-gesicht-ausdruck-portr%C3%A4t-2666411/

pixabay.com

Sie dachten,
wenn sie dich verfrachten
in Unterkünfte,
vermodernd wie Sümpfe
standen sie da
schon Jahr um Jahr,
erkennen all`
aus wessen Stall
du kommst gekrochen,
Geruchsmaßstab
als Zeugnis
wie heftig du geeignet
zum Unterjochen.

Sie dachten,
wenn sie dich isolieren,
was haben die denn
schon zu verlieren,
wirst du willig,
verkaufst dich billig,
bist froh zu entkommen
aus dem Loch,
willkommen
der angebotene Moloch,
lernst dich unterwerfen,
bist dankbar,
daß wir dich beherrschen.

Sie dachten,
wenn du bist beschäftigt,
wärst du besänftigt,
würdest aus Freude
ihre Häuser, Firmen
vor Unbill abschirmen.
So dachten sie,
wir sinken in die Knie,
das ich nicht lache,
so eine abgekartete Sache
verströmt den übelsten Mief,
weckt die bösesten Geister,
die Mensch je anrief.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Hinterlasse einen Kommentar