Ukraine-Krieg und dessen Zerreissprobe

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Unser Zögern ein willkommenes Geschenk für Putin

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, am Ende obsiegt der unabdingbare Willen zur Geduld. Wer den längeren Atem hat, entscheidet über die Ukraine. Hinsichtlich dessen, daß die USA sich über weitere Waffengelder zanken, gar Wolodymyr Selenskyj die Tage nahezu vorführen, braucht Väterchen Frost nur ganz simpel zu warten. Für Putin arbeitet insofern die Zeit.

Es geht den Bach runter“, verlautbart der Militär- und Russlandexperte Gustav Gressel im T-Online-Interview, Wladimir Putin sei momentan dabei, seinen Angriffskrieg zu gewinnen. Übertrieben hysterische Analyse oder eher eine pragmatisch treffsichere Einschätzung? Wohl eher letzteres.

Zu Beginn gab es noch Hoffnung

Selbst wenn Olaf Scholz nach ZeitenwendeRede und zögerlichen Waffenlieferungen gen Ukraine in die Kritik geriet. Schließlich stand die Allianz des US-Westens hinter den politischen Entscheidungen, Europa muß mit allen Mitteln unsere Demokratie verteidigen, die mit dem Angriffskrieg auf dem Spiel steht. Der Ukraine-Krieg alles andere als planlos, so auch unsere Einschätzung vor gut anderthalb Jahren.

Doch anstatt die bereits damals angemahnten Szenarien ernster zu nehmen, hält das Zögern und Zaudern weiterhin an, was letztendlich den Ukrainern auf die Füße fällt, heißt, sie könnten diesen brutalen Krieg tatsächlich verlieren!

Schwächelnde Unterstützung hilft der Ukraine nicht genug

Zu dieser Einschätzung kommt die WirtschaftsWoche bei weitem nicht ungefähr, sondern berichtet ziemlich deutlich, was geschieht. Vier Grafiken geben Aufschluß. Dabei zeigen sie auf, welche Länder zu halbherzig liefern. Besonders Deutschland und Großbritannien fallen mit ihren Lieferungsraten auf, nämlich mit 48 bzw. 43 Prozent. Hingegen die USA, Polen, die Tschechische Republik, Niederlande, Australien, Lettland und Kanada mit 100 Prozent zuverlässig liefern.

Soll es tatsächlich mit diesem Zögern für die Ukraine scheitern, während ein russischer Despot sich im Kreml die Hände reibt? Was treibt da die Politik für ein kurzsichtiges Spiel? Zumal die Folgen eines russischen Sieges unsere demokratische Grundordnung gefährden werden!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Gut gebrüllt Löwe

Für manch einen tut’s weh,
es war nämlich die SPD,
sie klopft erfolgreich auf Holz
mit der Rede vom Kanzler Scholz.

Der teilt berechtigt mächtig aus,
so kurz nach Nikolaus,
die Ampel hat’s mitnichten verkackt,
weil die Krisen real vertrackt.

Energiepreis- und Klimakrise,
und das sei dabei das Fiese,
lassen sich nur gemeinsam lösen,
zumal die Union sich suhlt beim Tösen.

Russland hat illegal diesen Krieg begonnen,
sehr gezielt und so gar nicht benommen,
Demokratien seien real betroffen,
während Despoten anstießen janz besoffen.

Mit der SPD gibt’s kein Sozialabbau,
dazugelernt nach Schröders oberschlau,
Konservative fordern es bei den Schwachen ein,
dies zu verhindern, bedeutet ein klares Nein.

Trotzdem meint Philipp, die Hütte brennt,
an manch Tafel ein Kind, eine Mutter flennt,
der Asylkurs greife viel zu kurz und inhuman,
das darf nicht sein, oh, Mannomann!

Dennoch hat Olaf einiges geradegerückt,
manch einer die Augen reibt, erstaunt, verzückt.
Man möchte der Ampel die Daumen drücken,
bloß nicht ein erneutes Wählerstühlerücken.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Weltklimakonferenz Farce oder realistische Chance?

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Viel Ignoranz bedeutet nichts Gutes

Das Reizwort Klimawandel nimmt mal wieder an Fahrt auf, zumal ganz besonders deren Leugner keine Gelegenheit auslassen, mit dem Finger auf all jene zu zeigen, die beherzt sich einsetzen, auf diese Gefahr hinweisen. Nur zu dumm, daß gar eine Greta Thunberg sich politisch vergallopiert hat, in dem sie das Massaker der Hamas gen Israelis stillschweigend hinnimmt zum Leidwesen der eigenen Inititiative von FFF.

Grund genug, genauer hinzuschauen, was derzeit geschieht bei der Weltklimakonferenz in Dubai. Gleich zu Beginn wartet ausgerechnet Saudi-Arabien auf, sperrt sich gegen Ausstieg aus fossilen Energien. Energieminister Abdulaziz bin Salman setzt noch einen drauf, in dem er Staaten als „heuchlerisch“ bezichtigt, die auf einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen pochen. Dabei macht er es sich ziemlich einfach, denn ohne Einhaltung des Pariser Abkommens schaut es düster aus!

Klimaexperte aus der WDR-Wissenschaftsredaktion begrüßt die Konferenz

Nimmt Stellung im WDR-Interview, die Weltklimakonferenz in Dubai sei mehr als nur Pallaver auf öffentlicher Bühne. Je nach Standpunkt kann man das durchaus bejahen oder sogar negieren. Lorenz Beckhardt erwartet tatsächlich positive Ansätze, die hilfreich sein mögen beim Vorhaben, den Klimawandel ernster zu nehmen, es ginge um Abstimmung zwischen den Staaten der Welt, um diplomatischen Druck und internationale Zusammenarbeit nach dem Motto, daß man sich immer mehrmals sehen würde. Stimmt schon.

Allerdings dürfen Zweifel durchaus angebracht sein. Tatsächlich fliegt uns die Klimakrise längst um die Ohren, wie auch der Polarforscher Arved Fuchs betonte. Er vermißt den Schulterschluß aller gesellschaftlichen Kräfte. Mit Blick zum Tempolimit hierzulande hat er leider nicht Unrecht. Andererseits argumentieren etliche, es reiche nicht aus, wenn Deutschland sich klimamäßig beherzt engagiert, wenn dabei parallel die Weltgemeinschaft sich zum großen Teil sperrt.

Handeln das Gebot der Stunde

Deshalb nützen alle Versuche, selbst solch eine fragwürdige Konferenz in Dubai. Sicherlich kann man den ökologischen Wahnsinn anprangern, wenn ein Stab von Teilnehmern dorthin anreist, was wiederum kontraproduktiv dem Klima eher schadet. Doch durch Nichtstun oder Ignoranz schaut es noch wesentlich tragischer aus.

Die letzte Generation hat insofern komplett Recht mit ihren Aktionen, auch wenn das Autofahrer so gar nicht tolerieren wollen. „Der Klimawandel bleibt das größte Menschheitsthema für die nächsten 100 Jahre“, betont Beckhardt. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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Fatale Aussichten, soweit das Auge reicht

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Pessimismus einem beschleicht

Wir fabulieren mal wieder in die völlig falsche Richtung, wer sich die Wahlprognosen vergegenwärtigt. Was reitet dabei die Wählerschaft? Sie trauert völlig verblendet diesen Zeiten hinterher, wo noch die Bürger im Lande ständig mit dem Benziner ihre Brötchen des morgens holten, keine Rede von Klimawandel oder Umweltschutz! Ganz besonders die Union hat dabei ihren größeren Anteil mit Ausnahme von zähneknirschenden Sozen, die die Weissagungen von den Hopis, den Club of Rome genauso ignorierten wie der gutbürgerliche Pöbel, Hauptsache die DM oder der Euro rollte, Augen zu und durch, wird schon nicht so dolle kommen. Fehlanzeige!

Statt daraus zu lernen oder dies endlich zu beherzigen, bleibt es bei dieser Vogel-Strauß-Politik, wobei ausgerechnet jener Merz seinen nicht unerheblichen Anteil hat. Außer lamentieren und nach unten treten, siehe dessen Äußerung vom Konsumjunkie, der per Bürgergeld wie im Schlaraffenland zu hausen gedenkt, statt  das dieser für Steuereinahmen sorgt, dann noch mehr Geld nach oben in Politik- und Konzernetagen karrt, schließlich leisten Merz‘ Vasallen etwas. Soso, interessant.

Dabei vergessen oder übersehen solche Politiklamentierer, einmal einen Blick ins Geschichtsbuch zu wagen. Alle Hochkulturen sind bisherig an der sozialen Komponente gescheitert. Das bedeutet, wer Armut zuläßt und fördert bei gleizeitiger Duldung gewisser Eliten, der riskiert eine nicht unberechtigte Wut, die in Aufstände und schließlich Terror mündet. Faschisten nutzen dies, um Kriege zu inszenieren, siehe Russland, Iran, Türkei und andere.

Schon mal über solche Entwicklungen nachgedacht, werter Wähler? Wohl eher kaum. Anders lassen sich jüngste Prognosen nicht erklären, wenn du weiterhin der Union per 30 Prozent hinterherhechelst, gar 22 Prozent meinen, sie müßten jene Nazis dulden. Da verbleibt nichts mehr für eine Ampelregierung. Ein mögliches BSW verdeutlicht auch nur, daß eine Sahra mit Wasser kocht, nicht mehr und nicht weniger! Tatsächlich läßt ein Putin sich dadurch weder beeindrucken noch an seinem Größenwahn ausbremsen. Im Gegenteil, je länger der Westen zögerlich der Ukraine beisteht, je sicherer wird am Ende er siegessicher sie einnehmen, um dann europaweit sein Teufelswerk fortzusetzen.

Spaltung so weit das Auge reicht. In Spanien sinieren olle Franco-Recken von millionenfacher Ermordung linker Gesinnungsgenossen und all jenen, die es wagen, frei zu sein in ihrem Lebenswandel. Die braune Brut entfaltet sich immer ungenierter, auch in den Niederlanden mit Erfolg. Wenn Macron geht, ein Trump in den USA 2026 übernimmt und mal wieder eine Union hierzulande meint, es müsse das eigene Wirtschaftswundersüppchen kochen. Was genau eine derartige toxisch politische weltweite Errungenschaft bedeuten mag, das können all jene sich selbst vor Augen halten, die noch einen Funken Restverstand besitzen. Dann haben wache Geister nichts mehr zu sagen, zu lachen, geschweige denn eine Möglichkeit zum Guten zu handeln.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Ampel-Bashing alles andere als hilfreich

Krisenmodus am laufenden Band

Spekulationen haben im Politikbusiness gar nichts verloren, besonders wenn die Medien nonstop Druck ausüben seit dieser Ampel-Koalition, obendrein eine unfähige Opposition, allen voran die Union mit diesem Parteivorsitzenden, der schon zu Merkels Zeiten schräg auffiel, fleißig Öl ins Feuer gießt. Natürlich flankiert vom Gros der konservativen Presselandschaft.

Allein schon diese Überschrift, Es hat sich ausgescholzt, läßt ziemlich tief blicken, mit welcher Häme mal wieder Dreck gen Ampel-Koalition geworfen wird! Christoph Schwennicke meint doch allen Ernstes, die SPD wolle mithilfe von Hubertus Heil soziale Segnungen unters Volk bringen mit einem „satt aufgestockten Bürgergeld“. Dabei verkennt der T-Online-Journalist ganz offensichtlich, daß das vorherige Hartz-IV-Geld weit unter dem Existenzminimum ausbezahlt wurde, Heils Schritt insofern folgerichtig war. Die Grünen würden sündhaft teure Herzenswünsche der Energiewende durchknüppeln. Soso, dabei übersieht er, daß die Folgen eines ignorierten Klimawandels erheblich höhere Kosten bedeuten.

Doch er setzt noch einen drauf, in dem er ausgerechnet die FDP lobt, sie würde als einzig verbliebene Kraft im Kabinett aufs Geld und die Machbarkeit sowie den Erhalt des Leistungsanreizes achten. Wie das ausschauen mag, erleben wir bereits beim Generalsekretär der CDU, Carsten Linnemann, der tatsächlich bei arbeitsfähigen Bürgergeldempfängern eine ehrenamtliche Arbeit fordert, wenn diese keinen Job finden sollten. Klar doch, wir setzen die unterbezahlte Arbeitswelt unter Druck, zumal es ohnehin nicht für alle nachweislich passende Jobs gibt. Dies sei dann christlich. Punkt, Komma, was für eine Farce!

FDP-Union Geklüngel auf dem Weg zur nächsten Bundes-regierung?

In einem Punkt kann man Schwennicke durchaus zustimmen, es könnte darauf hinauslaufen, daß die FDP sich mit der Union zusammentun möchte, jetzt wo es sich ausscholzt, um mal diesen widerlichen Begriff zu nutzen. Obendrein ringen die Liberalen sowieso um Wählerstimmen mit Blick gen letzte Landtagswahlen und ihrer Prognose, wenn am nächsten Sonntag die Bundestagswahl wäre. Da schaut es alles andere als gut aus.

Nur, um doch mal spekulativ in den Raum zu stellen, selbst bei 30 Prozent Unionswählern und optimistischen 8 Prozent für die Liberalen reicht dies bei weitem nicht für eine Regierungsmehrheit. So what?

Fazit vom Ganzen: Jener Spuk mit dem Ampel-Bashing dürfte keinesfalls hilfreich sein, nützt gar niemandem. Die konservative Medienlandschaft wäre ziemlich gut beraten, was sie eigentlich will. Noch mehr nach rechts driften, hin zu den Nazis à la AfD? Das kann nicht ihr Ernst sein, von einem Union-AfD-Bündnis mal ganz zu schweigen. Dann wäre jenes Ausgescholze noch das kleinere Übel, eine Nazi-Ära braucht weder dieses Land noch gar Europa. Schlimm genug, daß Putin und Trump bereits lauern!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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MAGA – sowas von gaga

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten,
darüber läßt sich vorzüglich streiten,
denn es läßt nicht zu, bei weitem,
Herrschaftszeiten,
um uns vehement vorzubereiten,
diese Nation gerecht zu leiten.

Davon will jener Mafiaboß nichts wissen,
sondern stets die eigene Fahne hissen,
um ganz schräg und beflissen
auf die Demokratie zu pissen,
im Internet Biden überall zu dissen,
man solle ihn simpelst vermissen.

Egal ob jener Blondschopf angeklagt,
an dessen Imperium wird genagt,
Hauptsache niemand es ernsthaft wagt,
egal was er zu den Medien sagt
oder gar ihn gezielt ausfragt,
er fühlt sich im Recht ganz betagt.

Jene USA sollten sich die Frage stellen,
erst recht in solchen Fällen,
warum nicht schlafende Hunde bellen,
statt der Wirklichkeit zu erzählen,
Gerechtigkeit auszuwählen,
um Menschlichkeit zu stehlen.

So schließt sich letztlich der Kreis,
ganz direkt und ohne Scheiß,
stoppt sofort jenes Geschmeiß,
setzt ihn auf ein leeres Gleis,
zu hoch wäre für viele der Preis,
wenn wieder regiert jener fiese Greis.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Dem Leben ähnlich

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Meine Blasen an den Füßen,
längst verheilt,
als der morastige Grund
meine Waden umschloß,
um die Mühsamkeit des Weges
bloß nicht zu verkürzen.

Das Bushaltehäuschen bremste
den Wind, der jetzt mit
seiner ganzen Stärke
meinen Körper abtastete,
sei es ihm gegönnt, mich
als Andenken bei sich zu tragen.

Sie werden mich nicht wieder
erkennen, ergraut über die Jahre,
meinen Koffer voller Gedanken
haben die Tränen aufgeweicht,
in den Augen mein Buch aufgeblättert,
die letzten Seiten sind noch weiß.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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