Kleiner Mann was nun?

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Während der Werbepause hetzt du aufs Klo,
um dich vom deutschen Reinheitsbier zu befreien,
außerdem interessiert dich eigentlich sowieso
nicht die Soap, möchtest du hinausschreien.

Da hängst du jetzt halb nüchtern im Fernsehsessel,
der Aschenbecher übervoll den Raum vollstinkt,
schaust wütend in die Glotze, diese blöde Fessel,
dein Begehren, dein Mut und der Lohn ständig sinkt.

Fragen tauchen nicht erst seit gestern auf,
dein Job gefährdet, überall herrscht Zerfall,
Politikverdrossenheit, Geschichtsfälschung nimmt ihren Lauf,
und du blickst orientierungslos zum rollenden Ball.

Mit den Nachbarn ohnehin im Klinsch verstrickt,
sehnst dich zurück nach unbeschwerten Kindheitstagen,
doch harscher Alltag macht dich nunmehr verrückt.
Tief verbittert, voller Wut hörst du dich sagen:

„Wer bestimmt über uns auf solch dreiste Art?
Was nutzen demokratisch gewollte Systeme,
wenn weltweit ein Überlebenskampf herrscht – knallhart?
Eliten alle knechten, sich lustig machen voller Häme!“

Nach kurzem Schweigen folgt bedächtiges Besinnen,
du erkennst schon längst die Zusammenhänge,
bei denen viele äußern, es gebe kein Entrinnen,
weil jeder meint mitzuspielen, haut über die Stränge.

Einer ungewissen Zukunft blickst du entgegen,
war sie das nicht all die Zeit, weil so gewollt?
Kommt den Herrschaften der Konsumrausch gelegen,
der bis in kleinste Winkel der Erde Menschen überrollt?

Kaum mehr herzhaftes Leben in den Straßen sich abspielt,
keine spielenden Kinder, dafür Genfood uns aufgezwungen.
Was gestern bekämpft, heute sorglos als normal gilt,
du dich öfters fragst, haben wir dafür in Demos gerungen?

Am Ende obsiegt der Mammon, zerfallen schöne Gedanken,
es sei denn, man jagt ihn entschieden davon,
der Zwietracht gesät, weist ihn in seine Schranken.
Siehst kleiner Mann voller Sorgen die Hoffnung schon?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Flächenverbrauch weiterhin viel zu hoch

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Proteste gegen Freiburger Großsiedlung

Reißende Wassermassen suchen sich ungehindert ihren gefährlich vernichtenden Weg, das alles nur weil Mensch meint, er müsse Flüsse begradigen und zubetonieren, wie man das auch hierzulande seit Jahrzehnten beobachten kann. Anstatt daraus zu lernen, jene zerstörerische Erfahrungen anderen nicht weiter zuzumuten, setzt man erst recht den Flächenverbrauch fort.

Der Verein Rettet den Regenwald ging mit einer Petition an die Öffentlichkeit, „Bauern und Bürger gegen Großprojekt!“, im Westen der südbadischen Stadt Freiburg soll die Dietenbach-Niederung als auch das Naturschutzgebiet Rieselfeld bebaut werden, ein neues Stadtviertel für 15.000 Menschen.

Deutschlandweit werden 62 Hektar Land tagtäglich zubetoniert

Um die Größenordung zu verinnerlichen, ein Hektar entspricht 10.000 m², was bedeutet, daß z.Zt. 226,3 km2 hierzulande in einem Jahr zubetoniert werden, was in etwa der Größe der Stadt Hamm in Nordrhein-Westfalen entspricht. Zum Vergleich, da nicht jeder Hamm kennt, Chemnitz ist ein wenig kleiner.

Betrachtet man den Anteil der neu bebauten Siedlungsflächen der einzelnen Bundesländer, belegt Baden-Württemberg den ersten Platz gefolgt vom Nachbarn Bayern. Zwar hat sich die Zunahme des Flächenverbrauchs von 1996 (täglich 120 ha) bis 2015 (täglich 61 ha) fast halbiert, die weitere Reduzierung wird zu Lasten der Umwelt und Landwirtschaft dennoch viel zu zaghaft vorangetrieben.

Dominanz des Autoverkehrs sorgt für viel Flächenverbrauch

Wer kennt das nicht, die berechtigte Kritik eines zubetonierten Deutschlands. Dabei spielt der Straßenbau für den Kraftfahrzeugverkehr eine zentrale Rolle, müssen wichtige Landwirtschaftsflächen und Wälder weichen. Es wird zwar angeblich abgewogen zwischen Nutzen und Rücksicht auf die Natur, letztere zieht aber in der Regel den Kürzeren.

Bleiben wir beim betroffenen Beispiel der Dietenbach-Niederung. Obwohl dort ein absolutes Bauverbot besteht, um das ökologisch wichtige Überschwemmungsgebiet zu erhalten, das Rheinwasser sucht sich stets Wege, wenn sein Pegel alljährlich ansteigt, meint die verantwortliche Stadtpolitik, sich widersetzen zu müssen.

Anstatt Alternativen zu berücksichtigen, die durchaus realisierbar sind, verlockt der neue Bauboom, schließlich kann man dadurch profitabel etliche Baufirmen anlocken, Geld verdienen. Viel zu kurzfristig gedacht, rücksichtslos und umweltschädigend. Insofern ist dieser Protest ein wichtiges Signal, es wäre noch erfreulicher, wenn sich mehr Stimmen erheben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Querdenkende feiert Dreijähriges

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16. November 2015 bis 16. November 2018

Manchmal kommt es mir vor, als sei es gestern gewesen. Die fortgeschrittene Zeit des Herbstes verdeutlicht zugleich das Jahr, welches seinem Ende entgegenblickt, was sind schon sieben Wochen bis Neujahr im Vergleich zu über 45, die bereits verstrichen.

Resümee ziehen kann durchaus was pathetisches hervorrufen lassen, es kommt darauf an, was man damit bezweckt. In den vergangenen 36 Monaten veröffentlichten wir immerhin 2.295 Beiträge, über 350.000 mal wurde die Seite in 114 Ländern aufgerufen, unser Team-Mitglied Arno schrieb die meisten Kommentare, an die 121.

Immerhin gibt es 41 Kategorien, die meisten Beiträge erschienen bei den Gedichten mit 643, es folgen die Kolumnen (329), Politik (221), Quergedachtes (216) und Kurzgeschichten (141), um nur mal die höchsten fünf Platzierten zu benennen.

Im Jahr 2015 wurde der Artikel Bundeswehr-Kriegseinsatz: Soldaten, verweigert den Syrien-Befehl immerhin 14.929 mal aufgerufen, im Jahr 2016 war es der Artikel BRD: Bürgerkriegszuständen den roten Teppich ausgerollt, der am meisten gelesen wurde, nämlich 3.902 mal, 2017 war es Verbannung von Hass, Gier und Neid – ein Interview mit Philip Schlaffer mit 1.782 Aufrufen, im laufenden Jahr 2018 Doris Kolumne Leihen oder borgen – worin liegt der Unterschied? an die 1.073 mal.

Soviel zu statistischen Zahlen, die durchaus den ein oder anderen interessieren mögen. Bisher schrieben insgesamt 14 Mitglieder für Querdenkende, Doris und mich mitgezählt, sechs feste Teammitglieder sind es zur Zeit, wobei wir beide ständig aktiv am Ball bleiben, es wäre wünschenswert, wenn die anderen mehr beitragen. Aber das muß jeder für sich selbst wissen.

Den Alexarank nehmen wir nicht allzu ernst, das beste Ergebnis war der 02. März 2016, wo wir im Global-Rank Platz 728.000 belegten, in Deutschland war es der 21. März mit Platz 44.424, in Spanien am 03. Januar 2016 Platz 39.276 und in der Schweiz war es der 21. März 2017, wo Querdenkende mit Platz 14.519 das beste Ergebnis erzielte.

Es sei an dieser Stelle nochmals der wichtigste Grund erwähnt, warum überhaupt Querdenkende von mir ins Leben gerufen wurde, was gern im Statement zum Ausstieg bei Buergerstimme nachgelesen werden kann. Die Resonanz im Facebook läßt oftmals zu wünschen übrig, an dieser Stelle sei nochmals die gute Zusammenarbeit mit Net News Express betont, wofür wir uns herzlichst bedanken.

Lotar Martin Kamm

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Privatisierung in der Sackgasse

Ein Interessenkonflikt, bei dem die Bevölkerung leidet

Wir werden geboren in eine Welt unterschiedlicher Staatsgebiete, die jedem einzelnen ein gewissen Rückhalt geben, zumindest wenn wir keinen Repressalien ausgesetzt wie z.B. in Diktaturen, wo unser Leben stets gefährdet. Der Staat, das sind wir alle zusammen, sämtliche Gruppierungen aus soziologischer Sicht, und somit sollte es niemand verwundern, daß wir den allergrößten Wert darauf legen, die Gemeinschaft in jedweder Hinsicht zu schützen, jedem ein humanes Leben zu bieten, damit er sich frei und sorgenlos entfalten kann.

Allerdings beschäftigt sämtliche Staatengebilde eine Gratwanderung, was die Fürsorge staatlicher Gewährleistung anbelangt, denken wir an die Energieversorgung, an die Abfallwirtschaft, an die Bahn, die Post, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Krankenhäuser und das Wasser. Hierbei hat zunehmend in den letzten Jahrzehnten auch hierzulande die Privatisierung sich nahezu ungebremst entfalten dürfen, ein Interessenkonflikt, bei dem die Bevölkerung maßgeblich in weiten Teilen leidet.

Allein schon der Begriff sollte Alarmglocken schrillen lassen

Wie im Kleinen so im Großen. Diese alte Weisheit läßt sich ebenso beim Begriff der Privatisierung ohne weiteres herleiten. Wer kennt es nicht mehr aus Kindertagen, wo mancher mit heftiger Vehemenz sein Eigentum verteidigt, bloß nicht mit anderen teilt. Solche Gesellen üben schon früh, sich materiell zu behaupten, während Abgeben können im Sinne der Allgemeinheit viel eher allen zugute kommt, eine gewisse soziale Gerechtigkeit gelebt wird. Und wo im Kleinen die Spreu vom Weizen sich trennt, geschieht es auch im Großen wie im Staat selbst.

Mit aufkommenden Neoliberalismus in den 1930iger Jahren entstanden bereits die ersten Forderungen zur Privatisierung, der Staat habe sich aus dem Wirtschaftsgeschehen rauszuhalten. Während keine geringeren als Margaret Thatcher in Großbritannien und Ronald Reagan in den USA der 1980iger Jahre die Privatisierungspolitik gnadenlos umsetzten, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande dieses System nachgeäfft wurde. Mit der langsamen, aber unübersehbaren Auflösung alter SPD-Errungenschaften gab es kaum noch wirklichen Widerstand, obwohl bei fortschreitender Privatisierung sämtliche Alarmglocken hätten schrillen müssen!

Die Verbannung der Daseinsvorsorge berechnendes Ziel der Privatisierung?

Verwaltungsrechtlich klar definiert gewährleistet die Daseinsvorsorge die staatliche Aufgabe, die Grundversorgung bereitzustellen. Das funktionierte bisherig prima, nur das nach und nach selbst Deutschland meinte, es müsse die Privatisierung einführen, den Stimmen der Wirtschaft folgend argumentierte, es gäbe fortan erheblichen Nutzen aufgrund von Betriebskosten-, Rationalisierungs- und Spezialisierungsvorteilen, diese Leistungserbringung sei effizienter.

Na klar doch, für die privatwirtschaftlich involvierten Firmen garantiert, sind sie doch Nutznießer, die mit erheblichen Gewinnspannen davon profitieren. Ob eine bessere Kundenfreundlichkeit herrscht, bleibt mal dahingestellt, wenn man sich mal kritisch die inzwischen in Leidenschaft gezogene Post und Deutsche Bahn betrachtet.

Wer mal einen kurzen Blick über den Ärmelkanal wirft, muß erstaunt feststellen, daß die Briten nahezu widerstandslos es zuließen, daß in der Regierungszeit der Eisernen Lady (1979-1990) beinahe alle staatlichen Unternehmen verkauft wurden.

Heute das Wasser und morgen die Luft – eine lebensbedrohliche Politik

Sicherlich mögen jetzt Stimmen sich zu Wort melden, die einer kritischen Haltung der Privatisierung gegenüber eine gewisse Hysterie bescheinigen. Nun, diesen kann und muß man erwidern, daß sie sich wohl nicht über die Folgen bewußt sind, die daraus entstehen können. Die Bevölkerung selbst scheint den Ernst der Lage ebenso nicht wirklich begriffen zu haben, sonst hätten beim „Volksentscheid über die Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge bei den Berliner Wasserbetrieben“ am 13. Februar 2011 die Menschen dem eben nicht zugestimmt. Aber sie hatten es völlig ahnungslos. Es ist der Berliner Wassertisch, der sich unter dem Slogan „Wasser gehört uns allen – Wasser ist ein Menschenrecht“ ziemlich engagiert einsetzt, um weitere Privatisierung zu verhindern.

Wenn dann die Armen in der Bevölkerung nicht mehr in der Lage sind, das lebensnotwendige Wasser aufgrund der ohnehin steigenden Kosten zu bezahlen, dreht eine privatisierte Wasserwirtschaft ihnen einfach gnadenlos den Hahn zu? Solche Szenarien sind vorprogrammiert, wenn wir bedenken, wie dreist heute Energiebetriebe mit ihren zahlungsunfähigen Kunden umgehen, selbst wenn diese sich noch so bemühen.

Heute das Wasser und morgen die Luft, eine eventuell übertriebene Angst? Keineswegs, auch wenn der Beitrag des Postillon, die Europäische Union plant Privatisierung von Sauerstoff, eindeutig eine Satire ist, so sollte man den übereifrigen Privatisierungsbefürwortern so ziemlich alles zutrauen, was sich zu Geld machen läßt: Was interessiert dabei noch der Mensch, Hauptsache der Profit stimmt.

Zutreffend bemerkte Ambrose Bierce:

„Politik: die Führung öffentlicher Angelegenheiten zu privatem Vorteil.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Gleichgültigkeit

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Sie roch es gern.
Das Fell der Katzen.
Überall trieben sie sich herum.
Aber stanken nie.
Sie versprühten ihren eigenen Duft.
Ach, wie liebte sie
diese wärmenden Leben.

Besuch ist angekommen.
Leise ins Wohnzimmer geschlichen.
Er ist nur kurz hereingeschneit.
Meine Schwester erfreut,
dabei sich zu richten.
Fell trug der Besuch.
Weich wirkte er,
Kälte und Feuchte fühlte sie.
Mottenkugeln und Rauch
dunstete das Fell aus.

Dieser Mensch gefällt ihr nie,
niemals, nie, nie.
Ohne Schuhe rannte sie los.
Im Stall bei den Katzen
roch und wärmte sie sich
an deren pelzigem Leben.
Gleich ist nicht gültig.
Gleich ist gleichgültig.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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US-Gebrüll offenbart dortigen neuen Zeitgeist

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Phrasen kaschieren eigentliche Probleme

Jedes Volk erhält die Politik, die es verdient, ob nun Wahlen einwandfrei mit rechten Dingen zugingen, spielt keine wesentliche Rolle, zumal in Demokratien sie jederzeit angefechtet werden können. Somit darf The Donald sich rüpelhaft austoben, wirkliche Konsequenzen bleiben aus zum Leidwesen aller Kritiker.

Nach fast jedem Staatsbesuch im Ausland greift der „blonde Dolle“ gern zu seinem Smartphone, um über dessen Twitter-Gewitter sich heftig auszulassen, so auch gegen Emmanuel Macron, ihm mißfiel dessen Idee einer europäischen Armee, was im Anschluß dazu führte, daß Frankreich mangelnden Anstand von Trump beklagt. Nichts neues, sollte auch in Paris bekannt sein.

Pietätlosigkeit zeichnet Donald Trump ohnehin aus

Somit nicht verwunderlich, daß er die Gedenken zum 13. November 2015 übersieht, schließlich hat damals der Terrorakt im Klup Bataclan Paris erschüttert, 130 Menschen verloren ihr Leben, 683 wurden verletzt. Polizeiarzt Denis Safran hatte über Gräuel geschildert.

Aber Hauptsache sich polemisch Luft machen, das zeichnet jenen 45. US-Präsidenten aus, ein Armutszeugnis par excellence. Selbst wenn ein Emmanuel Macron mit dem Vergleich zwischen Patriotismus und Nationalismus falsch liegt, Patriotismus ist mitnichten das Gegenteil von Nationalismus, muß man ihm dennoch anerkennend bestätigen, wie fatal eine Rückkehr in den Nationalismus sich weltpoltisch auswirkt. Das nimmt ein Donald Trump gern in Kauf, mit ihm all jene, die auch europaweit längst keinen Hehl mehr daraus machen.

Carey Hart mobilisiert schießwütige Bürgerwehr

Was wiederum ziemlich deutlich die US-amerikanische Haltung in Bezug zum losen Tragen und Verteidigen von Waffen bestätigt. In keinem Land wird von diesen derart heftig und oft Gebrauch gemacht, die Opferzahlen sprechen eine nur zu deutliche Sprache.

Der Gatte von Pink will kurzerhand Plünderer erschießen, weiß dieser lautstark zu verkünden, schließlich muß der Besitz gesichert werden. Die „Schönen und Reichen“ ganz in ihrem Element der Selbstbeweihräucherung, das paßt ins Bild jener Klientel, die obendrein sich auf ihr Dasein mächtig viel einbilden, während die große Masse des Volkes tagtäglich ums Überleben kämpft.

So schließt sich der Kreis einer ungerechten Welt voller Phrasen, die letztlich die eigentlichen Probleme kaschieren sollen, ob ein Trump, ein Hart oder andere, es gilt, die eigene Macht nonstop zu demonstrieren, wer nicht nach deren Facon kuscht, hat den Kürzeren zu ziehen. Schließlich läßt alle Welt sie doch gewähren, werden gar rote Teppiche ausgerollt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Gefallene Blätter

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Sie nickte stolpernd.
Ausgerutscht.

Weiße Blätter.
Erstarrt zu Eis.

Ausgelassene
Gedanken, eingefroren.

Sie gefallen mir.
Ausgesprochen gut.

Entfallene Worte.
Weiß ich.

Weiß sie.
Ohne Tusche.

Ohne Tusch.
Hingeblättert.

Fallen.
Überall Fallen.

Blätterfallen.
Auffallen.

Befallen.
Kunterbunt.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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