Geht´s schlimmer? Immer!

https://pixabay.com/de/taxi-schild-auto-3504010/

pixabay.com

Putzmunter
sprang er runter
von der Trepp´,
der Depp.

Fuß verstaucht,
Krücken gebraucht,
schlimmer
geht´s nimmer.

Mit Krücke in der Hand,
galant,
Tür aufgehalten
für die beiden Alten.

Finger platt,
Tür zugeklatscht,
immer
geht´s schlimmer.

Verband
um Fuß und Hand,
Taxi gewunken,
in den Sitz gesunken.

Kopf gestoßen,
ohne Macht in Hirn und Hosen,
nimmer
geht´s schlimmer.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ende des Geträllers in Sicht, Merkel müsse weg?

https://makadomo.wordpress.com/wp-admin/post-new.php

Wikimedia Commons CC BY 3.0

Ihre lange Kanzlerschaft ohne Prüfstand

Das Gleichnis vom Sack Reis, der in China umfallen möge, dies aber keinen interessiere, hinkt fast immer, wenn angebracht. Ganz besonders, wer damit mit Nachdruck diffamieren möchte. Das haben gleichwohl unübersehbar jene sogenannten Sonntagsspaziergänger während der Pegidatreffen mit Schildern bestückt, „Merkel muß weg“. Doch Angie verweilt weiterhin im Amt. Und nun?

Unmut findet ständig Auswüchse etlicher Gewaltszenarien, aber auch in häßlichen Kommentaren der Medien oder Social Media. Die Spitze des Eisberges, wobei die Neue Rechte in Folge profitiert. Oberschlaue warten mit dem Argument auf, Merkel und ihre Politik der Mitte habe sie und jene AfD auf den Plan gerufen, diese begünstigt. Jan Fleischhauer versucht es in seiner Kolumne, bezeichnet sie als Operation Willküre.

Fade Wunschvorstellung oder handfeste Indizien?

Das Ende der Kohl-Ära war schon lange vor Schröder absehbar, das pfälzische Urgestein hatte sich auf den Lorbeeren der deutschen Wiedervereinigung ausruhen können, obwohl Lafontaine ihn eines Besseren gelehrt hatte mit den auf dem Fuße folgenden enormen Kosten, die niemand so recht wahrhaben wollte. Verdrängen ist ohnehin eine typisch deutsch-politische Eigenschaft, die sich gewisse Kräfte geschickt zu Nutze machen. Hinterher kann man locker als Ankläger auftreten, während die „Schuldigen“ sowieso nicht zur Rechenschaft gezogen werden: Je gößer der Geldbeutel und die daraus resultierende Macht, desto eher läßt man sie gewähren.

Kohls Mädchen, wie Angela Merkel oftmals genannt wurde, entsprach anfangs jenem Vorurteil, doch sie wuchs hinein in ihre neue Machtposition, dabei kann man Jan Fleischhauer noch zustimmen. Doch die Mitte ist trügerisch, die er einfach so mal anführt, zumal die deutsche Politik sowieso einer Zerreißprobe unterliegt. Nicht etwa, weil Deutschland als größte Wirtschaftsmacht mitten in Europa gelegen, vielmehr die Weltpolitik den Ton angibt.

Mely Kiyak bringt es auf den Punkt

Selbstverständlich hinkt der historische Vergleich, den Merkel mit ihrer Pressekonferenz gezielt am 20. Juli in Szene setzen wollte. Der Widerstand um Stauffenberg hatte andere Beweggründe, ihr Versuch wirkt billig, unbeholfen und unterstützt geradezu ihr „weiter so“, die wirklich wichtigen politischen Themen führen nicht zu Lösungen zum Wohle betroffener Bevölkerungsschichten.

Mely Kiyak schafft es, in ihrer Kolumne das Nichthandeln an den Pranger zu stellen, daher die Neue Rechte nahezu ungebremst agieren darf, erst recht mit Steve Bannons Vorhaben the movement. Da bewegt sich tatsächlich etwas, ein erneut äußerst fragwürdiger Verfassungschutz läßt die Zügel viel zu locker, frische Erinnerungen zum NSU sind ohnehin keineswegs vom Tisch, und mittendrin die Kanzlerin, die an ihrer Macht festhält, ohne daß sie wirklich etwas ausrichtet.

Die Zeit nach Merkel läßt keinerlei Hoffnung aufglimmen, es würde sich etwas zum Besseren ändern. Der unübersehbar sich festbeißende Rechtsruck, der gleichzeitig die Demokratie am Liebsten abschaffen will, rüttelt am Fundament der Weltpolitik. Hinterher heißt es erneut, man habe nichts gewußt?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Irre einfach

https://pixabay.com/de/masse-menschen-gruppe-von-menschen-1518843/

pixabay.com

Es ist so einfach gewesen,
Wähler aufzulesen.
Man gibt offen zu,
kameradschaftlich auf du und du,
ich hab nicht alle Tassen im Schrank,
sind wir nicht alle ein bißchen krank?

Und schon laufen sie in Massen,
einer wie wir, Doofheit in den Straßen.
Denn ist es nicht irrelevant,
ob ein Elefant
oder tausende
Porzellan zerdeppern ohne Ende?

Ein bißerl Understatement,
a weng dement,
vermischt mit Übertreibung,
zeigt die größtmöglichte Wirkung
auf eine Anhängerschaft,
die ihre Unwichtigkeit gern begafft.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hochleistungssport: Sieger und Opfer folgen auf dem Fuß

https://pixabay.com/de/aktion-athleten-radfahrer-schnell-1851269/

pixabay.com

Die Schattenseiten will kaum jemand wahrhaben

Werfen Sie mal kurz einen Blick in die Tierwelt, bevor hier dem Hochleistungssport kräftig auf den Zahn gefühlt wird. Unsere Mitgeschöpfe kämen niemals auf die Idee, einen Marathon zu laufen oder in einem Zehnkampf sich gegenseitig übertrumpfen zu wollen, sondern ihr Fokus bei kurzen Höchstleistungen richtet sich lediglich auf potentielle Nahrungsopfer, die es zu jagen gilt, denken wir nur an den Gepard, der mit bis zu 120 km/h mit etwas Glück bei kurzem Sprint eine Gazelle erwischt.

Doch der Homo sapiens meint, sich gegenseitig messen zu müssen und dies schon lange vor dem Wettbewerb der Olympischen Spiele. Im Laufe seiner sportlichen Entwicklungsgeschichte hat er sich enorm steigern können, was die Rekorde anbelangt. Stets orientiert sich also der Hochleistungssport in eine bestimmte Richtung: Sein Ziel ist der Erfolg, wobei seine Opfer auch die Sieger sein können. Wieso stehen die Erfolgsgekrönten plötzlich als Loser da, wo doch alle Welt sie feiert? Vergessen wir nicht die dramatischen Folgen, die der Hochleistungssport mit sich bringt, auch wenn genau dies gern kleingeredet wird!

Eine Gesellschaft der Superlative fordert ihren Tribut

Kein Wunder, daß auch die sportliche Aktivität sich dem Trugbild einer Gesellschaft der Superlative angleicht. Jeder möchte mitspielen im Run des „höher, weiter, schneller“, der Beste sein, stets fit und ewig jungausschauend, durchtrainiert in sämtlichen Lebenslagen. In dem Interview, welches die Deutsche Welle mit Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln führte, zitiert er eingangs das geflügelte Wort: „Sport ist Mord und Breitensport ist Massenmord„, um dann aber ebenso näher zu erläutern, wie maßlos übertrieben sportliche Aktivität viel eher uns schadet als guttut. Während Froböse noch völlig fachgerecht anspricht, inwieweit uns „normale“ Gymnastik und körperliche Aktivität tatsächlich fit hält, sei in diesem Zusammenhang an die Notwendigkeit eines stabilen Muskelaufbaus erinnert, der durchaus uns nicht nur kräftigt, sondern unseren Geist und Körper in Balance hält.

Doch hinter dem Bild des Hochleistungssports, seinen Möglichkeiten, diesen per Medienrummel ins Gehirn potentieller Kunden zu transportieren, verbirgt sich schlicht und ergreifend eine riesengroße Gewinnmaximierung, deren Lobby weitverzweigt ihre Interessen eisern vertritt. Die Schattenseiten, der Preis des Hochleistungssports, der wird möglichst verdrängt, mittels geschickt platzierten Argumenten kleingeredet, auch was den plötzlichen Herztod anbelangt.

Es macht nicht viel Sinn, die Ursachen zu ignorieren, alldieweil ganz besonders die Sportlobby immer wieder die Gefahren des Hochleistungssports nicht wahrhaben möchte. Der Mensch ist schlicht und ergreifend nicht dafür geschaffen, sich für einen solchen Weg zu entscheiden. Da aber viele Ex-Sportler ohne Schaden überlebten und sich selbst im hohen Alter bester Gesundheit erfreuen, geraten gerade all jene in Vergessenheit, die auf der Strecke bleiben, entweder krank mit den Folgen ihrer sportlichen Karriere weiterleben müssen oder aber auf Friedhöfen ihre letzte Ruhe finden.

Wenn ein Sportmediziner und Orthopäde wie H. Krahl sagt: „In den meisten sportlichen Disziplinen sind Höchstleistungen nur noch nach Trainingsschwerstarbeit über Monate und Jahre zu erbringen; in bestimmten Fällen fühlt man sich unwillkürlich an Materialverschleißprüfungen in der Industrie erinnert.“, dann sollte uns dies zu denken geben, oder? Dabei muß die Frage gestellt werden, was denn wichtiger zu werten ist: der Mensch oder der Erfolg?

Hochleistungssportler Diener der Gaffermentalität?

Wenn Menschen dabei zu Schaden kommen, auch wenn sie sich freiwillig dem Hochleistungssport hingeben, muß stets über den Sinn nachgedacht werden, ob nicht die Opferzahl zu hoch. Solche Erwägungen finden natürlich kaum Anklang in einer Welt des Glamours, wo gleichzeitig eine zunehmende Gaffermentalität zu beobachten ist. Man orientiert sich am Sieg oder der Niederlage, der Sportler steht stellvertretend für all das, was wir nicht erreicht haben. Daher schauen wir auf, wenn Spitzensportler Höchstleistungen erbringen, vergessen sie aber ebenso schnell, wenn neue sie ablösen oder übertrumpfen, es gibt ja stets genug Nachwuchs in unserer schnellebigen Zeit.

„Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.“ (Bertolt Brecht)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Sport

Veröffentlicht unter Sport | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sei auf der Hut vor dieser blaunen Brut

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/53/Protest_gegen_die_AfD_im_Bundestag_%2837851513006%29.jpg/640px-Protest_gegen_die_AfD_im_Bundestag_%2837851513006%29.jpg

Wikimedia Commons CC BY 2.0

Innehalten ohne Umschweife,
auf daß man endlich begreife,
wie unmenschlich manch Gesellen,
die sich keiner Verantwortung stellen,
stattdessen ihren Haß streuen,
sich an Gewaltexzessen erfreuen.

Stoppt jene häßlich blaune Brut,
diese sichtbare, unbändige Wut,
die das politische Klima vergiftet,
Gesellschaft somit in Fanatismus abdriftet,
während der Wachsame zu Recht fragt,
warum man sie nicht gezielt anklagt.

Obwohl die Entwicklung ein jeder sehen kann,
zieht die Neue Rechte zu viele in ihren Bann,
etablierte Politik sie nicht in ihre Schranken weist,
daraufhin rechter Pöbel gibt sich ungehemmt dreist,
auch Reichsbürger läßt man gewähren,
die vom Laissez-faire zehren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Glauben: Suche zwischen Religion, Esoterik und Befreiung von Dogmen

https://pixabay.com/de/himmel-treppe-zum-himmel-glauben-2138568/

pixabay.com

Der Sinn hinter allem?

Im Indogermanischen steht Glauben für leubh, was soviel wie „gutheißen, loben, begehren, lieb haben“ oder „für lieb erklären“ bedeuten soll. Wenn wir uns aber mit dem landläufigen deutschem Wort Glauben beschäftigen im Sinne einer Überzeugung in Anlehnung an eine Religionsgemeinschaft, trifft die griechische Übersetzung von pistis für „Treue oder Vertrauen“ wohl am ehesten zu.

Solange wie der Homo sapiens auf Erden wandelt, dürfte auch die Sehnsucht und somit der Glauben nach etwas „Höherem“ sein, was den Menschen schützen solle im alltäglichen Überlebenskampf. Die Entwicklung der verschiedenen großen Weltreligionen sowie andere Naturreligionen werden hier mal nicht näher betrachtet. Viel eher sollte die eigentliche Suche kritisch hinterfragt werden. Was veranlaßt uns Menschen, stets einen Sinn hinter allem zu vermuten?

Vom Ursprung westlicher Esoterik bis hin zu ihrer Instrumentalisierung

Pythagoras war es, der an die Unsterblichkeit der Seele und die Vorstellung einer Seelenwanderung glaubte, was ebenso unterschiedliche Mysterienkulte, aber auch die Orphiker taten. Doch als Mathematiker erkannte er die Erhebung der Zahlen als das Urprinzip allen Seins, wobei selbst durch den Vergleich der Planetenbewegungen und den gefundenen Zahlenverhältnissen der musikalischen Intervalle der Ursprung zur Sphärenmusik seitens der Pythagoreer begründet wurde.

Der Musikjournalist Joachim-Ernst Berendt hat das eindrucksvoll in seinem Werk „Nada Brahma“ bestätigt. Ob etwas später Platon, die Essener oder am Ende der Antike der römische Philosoph Plotin, für den das Endziel der Seele das „Eine“ (Göttliche) sei, den Urgrund aller Dinge in uns selbst zu finden, – die Reinkarnation wurde keineswegs von ihnen angezweifelt.

Natürlich gab es im weiteren Verlauf jede Menge Berührungsängste bis hin zu Verfolgungen seitens der großen Religionen mit ihren „Abtrünnigen“, den Esoterikern, besonders dann, wenn ihre „Geheimlehren“ trotzdem bekannt wurden. Es durfte nicht sein, was nicht geschehen sollte: das Anzweifeln der dogmatischen Grundsätze. Und dennoch trotzten Esoteriker letztlich erfolgreich, konnten ihre Lehren weiterverbreiten, weil eben die Religionen mit Angst, Macht und purer Gewalt die Menschen zum rechten Glauben zwingen wollten. Daher entstanden u.a. die Rosenkreuzer, aber auch die geheime Bruderschaft der Freimaurer. Obwohl Emmanuel Swedenborg die Überzeugung vertrat, unser Unbewußtsein lebe in einer jenseitigen geistigen Welt, was wiederum Immanuel Kant mit seiner Streitschrift Träume eines Geistersehers ins Lächerliche zog, ließen sich Novalis, Johann Wolfgang von Goethe oder ein Justinus Kerner nicht davon beeindrucken, floß ihre esoterische Haltung in den Texten mit ein.

Doch was ist aus den teilweise tollen Erkenntnissen der Esoterik bis heute entstanden? Wer bedient sich dieser interessanten Strömung? Während der Journalist Rainer Fromm bemerkt, daß Karma, Irrationalismus, Rassismus, Gurus und dogmatische Heilslehren zentrale Bestandteile des esoterischen Glaubens seien, ihn anfällig für autoritäre und rechtsextremistische Ideologien machen würden, offener Neonazismus, Ariosophie und antisemitische Verschwörungsliteratur nur eine Minderheit der esoterischen Bewegung abdecke, widerspricht ihm kurzerhand der Strafrechtler Alexander Niggli in seiner Expertise, Esoterik sei grundsätzlich nicht mit Rassendiskriminierung verknüpft. Nun, wer sich einmal die Mühe macht und über einen längeren Zeitraum die Esoterikszene beobachtet, der kommt wohl eher zu dem Ergebnis des Herrn Fromm.

Ein Leben ohne Glauben möglich?

Für Atheisten und Agnostiker stellt sich diese Frage keineswegs, sie leben gänzlich, ohne einen Gott, Schöpfer oder gottgleiche Wesen mit einzubeziehen. Aber dennoch gibt es eine grundlegende Differenzierung: Der Atheist negiert einen Gott, für ihn existiert er nicht. Hingegen der Agnostiker lediglich bekennt, von einer Existenz Gottes nichts zu wissen, der somit nicht grundsätzlich bestreitet, daß es gleichzeitig transzendente Wesen oder Prinzipien geben könnte.

Hier in Deutschland sind die meisten Menschen von den beiden christlichen Kirchen geprägt neben den Gläubigen anderer Weltreligionen. Und doch wächst die Zahl derer, die nicht nur der Kirche den Rücken kehren und austreten, in dem immer mehr an Gott oder dem Schöpfer zweifeln. Die Gründe sind vielschichtig: Politikverdrossenheit, sozialer Abbau, Zukunftsängste spielen eine große Rolle. Die Kirche nimmt die Menschen nicht mehr an die Hand (hat sie das überhaupt jemals getan in der Vergangenheit?), der Glauben wird angezweifelt, was wiederum mit dazu führt, daß sich dem Okkulten, der Esoterik zugewandt wird.

Das sollte uns nicht weiter Sorgen bereiten. Wirklich tragisch dabei wird es erst, wenn die Menschen keinen Halt mehr finden in einer gottlosen Zeit der Kälte, der Habgier und der Gewaltzunahme. Religion dann doch eine Form, um die „Schäfchen“ im sicheren Hafen auf den rechten Weg zu führen? Weder noch. Erst wenn der Mensch sich von seinen Ketten und dem Joch der Unterdrückungsformen wirklich befreit hat, spielt es gar keine Rolle, an was er glaubt. Hauptsache er toleriert seinen Nächsten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Stefan

https://pixabay.com/de/bahnhof-erwachsene-stadt-drinnen-1868256/

pixabay.com

Der Stefan
steht an der Bahn,
genauer an der Bahnsteigkante,
und wartet auf eine Bekannte.

Die hat mit ihm im Internet geflirtet,
er ihr Wesen hin und her gewertet,
auf die hab ich so lang gewartet,
einen Frontalangriff hat er gestartet.

Dies Wochenende bei ihm im Ort,
Kennenlernen mit Spiel und Sport,
inklusive Wohnen im elterlichen Haus,
schließlich, so malt er sich Zukunft aus.

Da steht er nun vollkommen entrückt,
erträumt Momente, er ihr in die Augen blickt.
Der Zug fährt ein, er bei klarem Verstand,
Rundmail an alle Flirtportalkontakte versandt.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar