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Abschaffung der Maskenpflicht grob fahrlässig
Von Entwarnung kann gar keine Rede sein, Hysterie war von Beginn nicht im Geringsten ein guter Ratgeber, aber mit dem gebotenen Respekt sind all die auf der sicheren Seite, die eben nicht wissenschaftlich fundierte Kenntnisse und medizinischen Alltag ignorieren.
„Unsere Gleichgültigkeit ist entlarvend“, so die Überschrift des T-Online-Artikels. Das war sie bereits die ganze Zeit bei all denjenigen, die einer Querdenker-Szene hinterhergehechelt sind. Insofern letztlich keine neue Erkenntnis.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Vergegenwärtigen wir uns die offiziellen Zahlen (Stand vom 02. Februar, 12:21 MEZ), so verstarben in Japan in den letzen 28 Tagen 10.237 Menschen, in Deutschland 3.609, in Frankreich 1.786, in Großbritannien 741 und in den USA 15.068 Menschen an Covid-19, um mal jene 5 Länder zum Vergleich heranzuziehen.
Dabei legen wir ein Augenmerk auf Frankreich, Großbritannien und Deutschland, weil Alexander Roth-Grigori in seinem Statement „Das Ende der Maskenpflicht ist überfällig“ aufführt, die Franzosen und Briten hätten wesentlich früher die Maskenpflicht aufgehoben, was ihnen wohl nicht geschadet hätte. Ist das so? Wir stellen uns für den Moment vor, in den letzten 28 Tagen sind hierzulande 3.608 Menschen an Covid-19 verstorben, mit dem Ende einer Maskenpflicht und dem wahrscheinlichen Unterlassen, sie weiterhin zu tragen sollen tatsächlich weniger Menschen in den nächsten 28 Tagen sterben? Sehr unwahrscheinlich!
Nicole Sagener bringt es auf den Punkt
Ganz besonders die Gleichgültigkeit der FDP fiel schon im letzten Sommer auf, manche Experten treten genauso wie die Liberalen in Fettnäpfchen, wobei dies schon seit geraumer Zeit stattfindet. Gerade die Verletzlicheren, die Krebs, Diabetes oder ein im Alter geschwächtes Immunsystem haben, werden ganz besonders ignoriert mit der Aufhebung der Maskenpflicht im ÖPNV, eben weil sie dadurch gefährdet sind, wie Nicole Sagener zu Recht betont.
Die Zahl der weltweit an Covid Verstorbenen hat sich ein wenig erhöht, von 6,6 Millionen auf 6,8 Millionen. Grund genug, erst recht besonders vorsichtig zu sein, auch wenn ewig Gestrige lamentieren, man sei hysterisch oder gar überängstlich. Wer im Bekannten- oder Verwandtenkreis diejenigen beobachtet, die unter den Long-Covid-Folgen zu leiden haben, wird auch in nächster Zeit sicherheitshalber bei Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen eher eine Maske tragen. Gut und folgerichtig.
Lotar Martin Kamm
Kategorie: Meinung