Wer kann hier wohl wem den Buckel runterrutschen?

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Rutschpartien ohne Ende

Wie viele Meter oder können es auch bereits schon Kilometer sein, beträgt die Länge der Strecke, auf denen Ihnen jemand oder etwas den Rücken heruntergerutscht ist? Eine Überlegung, wird sie im Freundeskreis diskutiert, mit dem Satz, ach, rutscht mir doch alle den Buckel runter, enden kann.

Denn selbst, wenn die Anzahl der Rutschenden noch übersichtlich zu sein scheint, weil man zu den Menschen mit langem Atem, gutem Stehvermögen zählt und die Ruhe fast immer weghat, kann man sich in der Meterzahl schnell verrechnen, da Streckenbemessungen oder Schätzungen leicht falsch empfunden werden. Es wird sich fast immer jemand in der Runde finden, der also nicht nur das Maß der Strecke anzweifelt, sondern auch die Anzahl der Buckelrutschenden, da derjenige sicher weiß, so ein ausgeglichener Mensch ist die oder jene Person gar nicht wirklich.

Die Herkunft des Sprichwortes, du kannst mir mal den Buckel runterrutschen, ist nicht hundertprozentig geklärt. Man geht von zwei eventuellen Erklärungsversuchen aus, wobei die zweite eher auf den inhaltlichen Kontext aufbaut, indem sie verstärkt den Ausdruck verdeutlicht, du gehst mir am Arsch vorbei.

Bei den Römern wurde der Buckel auf dem Kampfschild buccula genannt, das heißt Bäckchen. Dieser Begriff wurde laut den Sprachforschern über das französische bouclé in den deutschen Sprachraum übernommen.

Buckel, mittelhochdeutsch buckel, altfranzösisch bo(u)cle. Andere Begriffe sind Rücken, Kreuz, Höcker, Erhebung, Hubbel.

Natürlich könnte das Wort ohne den Umweg über Frankreich in die germanischen Gefilde ein neues Zuhause erhalten haben, denn der Austausch zwischen Römern und Germanen war schließlich nicht nur ein kämpferischer, sondern auch ein sprachlicher, vom Handel einmal abgesehen. Wie dem auch sei, wer kann hier wohl wem den Buckel runterrutschen? Die Germanen haben schließlich den Begriff Buckel, die kleine Erhebung, für ihre Kriegsschilde übernommen.

Die erste Erklärung ist demnach aus dem Kampfgeschehen entstanden, daß der getötete oder verletzte Kontrahent beim Kampf an dem Buckel des Schildes heruntergerutscht ist.

Die zweite Herkunftsvariante lautet, jemanden den Buckel, Rücken zeigen, indem man sich von ihm abwendet, bedeute durch den Zusatz des Buckel rutschen, würde derjenige unweigerlich am Hinterteil vorbeigleiten, und dies galt wohl seit jeher als ein Zeichen völliger Verachtung.

Seit etwa dem 16. Jahrhundert wurde das Wort Buckel, abgeleitet von Schildbuckel, aus dem französischen als Begriff für Rücken verwendet.

Der Rücken, althochdeutsch rucki, (h)rukki, der Gekrümmte; Krümmung. Synonyme sind, Kreuz, Buckel, Ranzen.

Die Backe, mittelhochdeutsch backe, althochdeutsch backo, vielleicht eigentlich Esser. (Duden) Ein anderes Wort ist Wange. Kann es sein, daß hier das Gefühl entsteht, jemanden den Buckel runterzurutschen? Also, ganz ruhig erklärt, Backe gleichzusetzen mit Esser, klingt nach der Vorstellung von den gefüllten Backen eines Hamsters oder den Pausbacken von Kleinkindern. Ganz ruhigbleiben, wie heißt nochmal unser aller Hinterteil, Arschbacken, welche Form haben die, ach, vergessen Sie es!

Bouclé, französisch bouclé, boucler, ringeln, boucle, Ring, Schleife, lateinisch buccula, Bäckchen. Anderer Ausdruck für Garn mit Knoten und Schlingen.

Rücken, Krümmung, Wange, Backe, Schleife, Ring, Hubbel, Kreuz, Ranzen, Buckel, der Möglichkeiten gibt es viele, um eine Erhebung zu erklären, die ebenso einen gekrümmten Rumpf darstellen kann, dennoch ist es ratsam, nicht zu viele oder vieles den Buckel runterrutschen zu lassen, denn das Rückgrat könnte Schaden nehmen, indem es für immer einer Krümmung, eines Buckels gleicht, und damit nehmen Sie sich selbst den aufrechten Stand oder Gang. Dies wäre schade, denn dann könnte man gerötete Bäckchen seltener sehen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Niemand entgeht dem Willen des Kosmos

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Wege aus den Krisen – wenn die Schöpfung uns Menschen belächelt

Einfach mal loslassen, die Probleme, die Krisen, die Sorgen, in den Tag hineinleben, bedenken- und vor allem planlos. Wer vermag solche Ambitionen in die Tat umsetzen können, derweil das Leben seinen Tribut fordert, schließlich man doch eingespannt ist im Job, in der Familie, unter Leuten, die einem argwöhnisch beobachten, manchmal gar tadeln. Ganz so simpel gestalten sich sorglose Entscheidungen keineswegs, oder vielleicht doch?

Was hindert uns daran, bremst einen aus? Materie, der Run aufs Geld, ein System, welches exakt dahingehend ausgerichtet, stets zu funktionieren? Zum großen Teil unbedingt, überall lauern Grenzen, Fallen einer Abhängigkeit, die bereits in Kindertagen beginnt und seinen fatalen Lauf nimmt während des gesamten Lebens. Selbst Eremiten fügen sich wenigstens, weil sie gezielt die Einsamkeit suchen, abgekoppelt vom gesellschaftlichen Leben, bis hinein in die Einöde, fern einer Zivilisation, ausgesetzt der Natur und deren Lauf.

Aber was macht Mensch in jenem Kreislauf der Zwänge, der letztendlich ihn dazu nötigt, sich diesem unterzuordnen? Gleichgesinnte suchen, wenn er denn welche findet? Obendrein mit der schwierigsten Aufgabe, die ohnehin die größte Herausforderung der Menschheit selbst? In Frieden miteinander leben, ohne den anderen zu mißachten, einzuschränken. Genau darin besteht das Grundübel, es gibt nämlich keinerlei Vorgabe bei gleichzeitig vollzogener Entwicklung, die uns alle ausmacht, ob wir wollen oder nicht.

Wer vermag schon das Rad der Zeit zurückdrehen, per Fingerschnippen ein anderes System oder Zusammenleben fordern? Keine Revolution kann das, nur eine bescheiden langsame Entwicklung, die dennoch alle zusammen mittragen und entsprechend lenken. Wer tatsächlich meint, um mal ein sehr reales Beispiel anzuführen, das dramatischste uns alle beschäftgende, die Frage aller Fragen, wie man denn jenen besch…enen Kapitalismus schnellstmögich von dannen jagen könnte, ihn für alle Ewigkeit nie wieder zuzulassen, der wird schneller auf den Boden der Tatsachen geführt, als ihm lieb sein könnte.

Nanu, warum denn das? Ganz einfach, weil die Erfahrungen der Menschheit nicht mit einer kurzfristigen Forderung verschwinden. Was über tausende von Jahren sich auf seine grausame Weise bewährte, jene Ausbeutung und Kriege der Herrschenden übers geschundene Volk, läßt sich nicht wegdenken, hat gezielte Methode, die stets erfindungsreich ihre Macht weiter ausbaut, nicht kampflos ihre Prinzipien aufgeben wird. Selbst wenn Teile des Volkes oder gar eine Mehrheit per Revolte all die „Kapitalistenschweine“ bezwingen, so spielt sich solches eben nicht weltweit ab. Das weiß die Krake jenes eingespielten Systems, nutzt sie eiskalt aus.

Nur ein verinnerlichter Paradigmenwechsel ändert tatsächlich etwas, welches höchstwahrscheinlich mit einer extremen Zerstörungsgewalt begleitend stattfinden wird, mit enormen Opferzahlen, um eventuell Menschen in jene erwünschte Richtung zu bringen.

Akzeptiert gelebte Einsicht, fern jener Gier nach Macht und Materie, somit Reichtum verpönend, den Fokus auf geistige Werte richtend, bietet Mensch die Chance, diesen Weg weiter zu entwickeln, der einst mal begonnen, nach dem Untergang Lemurias verlassen wurde. Manche nennen es „back to the roots“, während heuchlerische Eliten jedwedes Leid billigend in Kauf nehmen. Ihr Ende ist besiegelt, spätestens wenn Mutter Erde nahezu zerstört, der letzte Mensch gen Himmel blickt und die Schöpfung um Verzeihung bittet.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Mir kommt echt der Mock hoch

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Ein Laut in sämtlichen europäischen Sprachen

Nicht überall bekannt diese Redensart, oder? Die Aussage läßt unschwer erkennen, sie ist nicht unbedingt appetitlich, denn sie bedeutet in etwa, mir kommt die Galle hoch, jemand ist sehr angewidert, wütend. Es ist eine derbe Ausdrucksweise und eher in der Umgangssprache zu finden.

Wenn man allerdings „Mock“ als Nachname führt, liegt die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, diese Redensart schon früh in den Ohren klingeln zu hören. Denn gibt es nichts Schöneres, als jemanden zu ärgern und dann noch mit so einer Steilvorlage wie ein Name?

Warum und wieso „Mock“ als etwas Unappetitliches gilt, liegt zwar im Nebel der Vergangenheit verborgen, trotzdem kann man eine direkte Verbindung mit der Hauptstadt Moskau der Russischen Föderation ersehen. In Москва́ verbirgt sich der Name eines Flusses, nämlich der Moskwa (Москва́), Nebenfluß der Oka. Phonetisch klingt dies aber nach „mɐˈskva“, werden Sie jetzt einwenden. Stehende Flüsse, mit Schilf bewachsen, dünsten ab und an unangenehme Gerüche aus, genauso moorige Seen. Fast alle menschlichen Ansiedlungen sind an Seen oder Flüssen entstanden. Die Moskwa wird je nach Wetterlage ihren Geruch weiterverbreitet haben, der als Gestank wahrgenommen wird.

Jedenfalls wird „Mock“ gleichgesetzt mit, hier stinkt´s. Hier mockt es voll, heißt in etwa, hier ist nichts los, stinklangweilig, oder ein Gerät funktioniert nicht wie erwartet, das kann mit den Worten erklärt werden, das ist mit den Sachen immer das gleiche Mock.

Kennen sie eine Mocke? Das ist die Bezeichnung für eine Sau, ein Schwein. Möglicherweise stammt der Name aus dem keltischen. Wissen Sie was ein Mocken ist? Ein großer Brocken, ein Klumpen, ein dickes Stück. Haben Sie Lust, einen zu mocken? Sprich, einen Joint zu rauchen. „Suure Mocke“ ein Kochrezept und möglicherweise weltberühmt, kennen Sie natürlich! Im Schwedischen finden sich Wildleder, Mokka, ausmisten, Stunk machen unter dem Wort „mocka“.

Haben Sie sich schon mal über etwas mokiert? Mokieren, sich über jemanden lustig machen, spotten, abfällig äußern. Laut Sprachwissenschaft dem französischen Wort moquer, spotten, entnommen. Apropos spotten, ins Englische übersetzt, to mock.

Haben sie schon einmal eine mockturtlesoup gegessen? Dies ist eine unechte Schildkrötensuppe aus Kalbskopf. Kennen Sie mocking-bird? Die Spottdrossel? Im englischen finden sich eine ganze Reihe von Begriffen die „mock“ als Wort vorangestellt haben. Meistens in Verbindung mit „spotten“ oder „so tun als ob“.

Wegen „so tun als ob“ gibt es Mockakademien. Genauer gesagt Institutionen, die mögliche Geschehnisse, Aktionen, Verhandlungen simulieren. Zum Beispiel im Bereich der Jurisprudenz, der Dolmetscherschulen. Die mock-ups sind Attrappen oder Nachbildungen zur Präsentation. Mock-Objekte sind sogenannte Hilfsmittel, die als Platzhalter dienen von Modultests bei der Softwareentwicklung.

Wer kann schon von sich sagen, daß sein Nachname so eine Menge an Bedeutungsmöglichkeiten hat? Ich! Und nicht nur ich, sondern auch:

„Jerrie“ Geraldine Mock, amerikanische Pilotin (Mock war die erste Frau, die die vollständige Weltumrundung im Flugzeug absolvierte. Wikipedia)

Alois Mock, österreichischer Politiker

Freida Lee Mock, amerikanische Drehbuchautorin

Rudolf Mock, slowakischer Geologe

Hanns Mock, deutscher Turner

Joachim Mock, deutscher Schauspieler

und, und, und.

Dies ist keine vollständige Bedeutungsaufzählung, noch eine konkrete Herkunftsbeschreibung des Wortes, Begriffes „Mock“. Da das Wort, der Laut in sämtlichen europäischen Ländern benützt wird, liegt die Wahrscheinlichkeit, daß es sich um ein keltisches Wort handelt, sehr hoch. Der Geruch, der zuweilen an Seen und Flüßen zu riechen ist, modrig, verfault, ist ein Erinnerungsüberbleibsel an die Ursuppe, aus der wir alle stammen. Versuche, Mooren, sogenanntem Brackwasser, Sümpfen durch Anlagen den unangenehmen Geruch zu nehmen, sind vielerorts gescheitert, die Resultate waren in vielen Fällen weitaus übelriechender.

Im spanischen bedeutet moque, Harz. Harz, das flüssige Gold, nicht wasserlösliche Flüssigkeit bei Pflanzen, nach Verletzungen, um die „Wunde“ zu heilen, begehrter Bernstein, als Beigabe für Wein (Retsina), köstlich nicht nur zum Ansehen, sondern auch beim Genießen. Mokieren Sie sich ruhig über den Gestank oder was Ihnen ansonsten aufstößt, möglicherweise sind Sie ein kleines bißchen in Ihren Gefühlen verwundet worden und müssen sich Luft machen, vielleicht besteht aber auch die Möglichkeit, daß Sie moque ausscheiden, damit Ihre Wunde geheilt wird. Mock, moque wird’s dann schon richten, egal ob es Ihnen stinkt, Sie spöttisch kommentieren, falls Sie dadurch geheilt werden und sich durch die Ursuppe zu neuem Leben gekämpft haben, was denken Sie, gibt es einen schöneren Namen dafür als Mock?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Rassisten – die Fiesen gern Öl ins Feuer gießen

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Satirischer Rückblick…

Allen voran ein in den USA bekannter Mann. Dieser Humpty-Trumpty den Joe aus Arizona jetzt begnadigen wird, ein bekannter Sheriff als Rassisten-Hirt’, der in seinem Bezirk hart durchgriff, gilt als letzter Schliff, um Immigranten das Leben zur Hölle zu machen. Hauptsache Rassismus wohlwollend entfachen, da haben sie allesamt nichts mehr zu lachen. Widerlich, dieser erste Mann im Staat, jener Wüterich. Da ham wir den Salat.

Eine Grausammlerin ihres Weges geht, ihre Leidenschaft, egal wie auch immer man’s dreht, sie die Welt unerschrocken anlacht. Sich sagt, macht meine Sehnsucht glücklich, ungefragt, höchst erquicklich. Davon könnte sich manch einer eine dicke Scheibe abschneiden, es gäbe dann weniger Leiden.

Der türkische Despot mischt Europa auf? Zumindest ist er seit längerem so drauf, während selbst die Kanzlerin ihn viel zu lang gewähren ließ, die deutsch-türkische Freundschaft ohnehin dadurch auseinanderriß. Die Folgen daraus könnten weitreichend sein, manch einer steht dann allein. Zumindest darf Dogan Akhanli wieder spanischen Boden verlassen sehr zum Verdruß von Erdogans Anhängermassen.

Hurra, wir gehen zur Wahl, egal wie schal die Qual, das tiefe Tal. Wenn Bundesmutti erneut regieren darf, finden’s viele rattenscharf. Und bei Bedarf wird auch die SPD erneut benutzt, die bedenkenlos die arme Bevölkerung wegputzt. Eine Nahles wird’s schon richten, per Hartz IV kann man jeden endlos zu allem verpflichten. Wir wissen doch, schlicht ist schlecht, wer zu Kreuze kroch, der bekam niemals Recht. Im Kreislauf der Leere gibt’s eh keine Ehre.

Aber dafür kreative Antworten gegen Rassismus. Schluß mit jenem bösartigen Stuß, stoppen wir diesen gehässigen Fluß. Warum so still, so zögerlich? Seid schrill, die anderen sind dermaßen widerlich, so daß Widerstand erste Pflicht, überall, auch vor Gericht. Denn das Aus der Bürgerrechte längst naht, stoppen wir jene herrische Saat.

Stattdessen liebevoll beflissen, sollten wir uns mit Händen und Füßen begrüßen. Mensch ist nicht geboren zum Haß, viel eher bedeutet Leben eigentlich Spaß, lachend sich lieben, statt sich sinnlos zu bekriegen. Ein herbstliches Sommermärchen in traumwandlerischer Wachsamkeit beendet Eure Einsamkeit, laßt Euch nicht zu Zerstörung verführen, am Ende werdet Ihr alles verlieren. Streift ab den kalten Muff. Leicht gesagt im Suff, doch bei Tageslicht betrachtet, mögt ihr wissen, dessen ungeachtet, werden wir schon viel zu lang beschissen.

Wer macht hier wohl die Biege, ein Mäuschen oder eine kleine Fliege? Solch Vergleiche mögen hinken, uns in Gedanken versinken. Was für’n Eigenlob, schräge Töne gleichen einer politischen Reality-Soap, wenn Donald Trumps Medienschelte billige Polemik entfacht, heißt’s endlich: aufgewacht! Einmal zu Ende gedacht, es nämlich sonst fürchterlich kracht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Mäuschen oder kleine Fliege

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Ich bevorzuge Männerunterhosen,
das ist mein Ernst, nicht gelogen.
Darin hab ich extrem viel Platz,
Schenkel kommen zur Geltung, lach.

Sie ist meine heißeste Waffe,
gegen die ständige Männeranmache.
Zudem wirkt mein Hintern wohlproportioniert,
sogar mein Spiegelbild ist schwer imponiert.

Ich habe einen Arsch in der Hose,
selbst mit einem Hemd drüber, ganz lose.
Ein Knackarsch, stramm, gespannt,
ein Gefühl bis dahin unbekannt.

Stark bin ich bis in die Lenden,
ja, auch ich kann jetzt blenden.
Meine Gesäßmuskeln geben was her,
musculus glutaeus maximus, Fragen, der Herr?

Ihr macht auf dicke Hose,
das nützt euch nichts mehr, diese Pose.
Denn inzwischen hab ich gelernt,
Selbstbewußtsein hält euch mir fern.

Ein Mäuschen ist der musculus,
muscula ist eine kleine Fliege, kein Stuß.
Euer Gehabe könnt ihr euch bei mir schenken,
die muscula kann die Hüfte noch mehr schwenken.

Selbstsicherheit hat Geist und Muskeln trainiert,
wie wär´s, wenn ihr Herren Slips tragen ausprobiert?
Bin ich ein Mäuschen oder nicht, seht ruhig her,
Hose oder Slip, eine Fliege mach ich wegen euch nicht mehr.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Donald Trumps Medienschelte entfacht billige Polemik

Schräge Töne gleichen einer politischen Reality-Soap

Muß man bereits von einer US-amerikanischen Trumpophobie sprechen, was wohl als nächstes folgen mag, welche Entgleisung jenem 45. Präsidenten widerfahren werde, in welches Fettnäpfchen er stampft, oder ob erneut eine 180-Grad-Kehrtwende folgen mag? Was heute noch gilt, wer dieses oder jenes Amt ausführt, kann morgen schon verpönt sein, dem werden die Worte „You’re fired“ entgegengeschmettert? Schräge Töne gleichen einer politischen Reality-Soap, wie sie die USA noch nie in solchem Ausmaß erlebt haben.

Nixon und Reagan waren im Vergleich dagegen noch Waisenknaben, obwohl die Folgen des Vietnam-Krieges bis heute noch zu spüren, der schauspielende Cowboy das Wettrüsten heftig anheizte, verbleiben The Donald unfaßbare Optionen, dessen Folgen man am liebsten verdrängt, denkt man an Afghanistan oder gar Nordkorea.

Der Stern verrennt sich in Geschmacklosigkeit

In US-amerikanischer Flagge behängt zum Hitlergruß den rechten Arm gestreckt posiert in Nazi-Manier Donald Trump als Symbolfigur für seinen selbst hofierten Rassismus, nur daß der „Stern“ damit entschieden zuweit geht, wie völlig berechtigt der Zentral der Juden als „geschmacklos“ rügt.

Kritik an diesen US-Präsidenten hatte es bereits zur Nominierung, während des Wahlkampfes und erst recht in seiner bisherigen Amtszeit völlig berechtigt gegeben, so rächt sich seine Unfähigkeit zusehends. Allerdings sollte dennoch das unsagbare Verbrechen jenes Adolf Hitler, der an dem millionenfachen Tod wesentlich beteiligt, nicht mit Donald Trump somit auf eine Stufe gestellt werden.

Trumps Narzißmus unterstützt dessen Selbstüberschätzung

Wer kennt sie nicht, die Redewendung, daß Eigenlob stinkt. Richtig tragische Folgen erleben wir erneut mit diesem Präsidenten, sein Narzißmus unterstützt dessen Selbstüberschätzung. Seine Reaktion auf die Gewalt in Charlottesville kommentiert er damit, seine Worte seien „perfekt gewesen“. Erneut warf er den Medien dabei Unehrlichkeit vor, obwohl er selbst seine damaligen Bemerkungen schlichtweg unter dem Tisch kehrt. Ein Donald Trump, der mit zweierlei Maß mißt.

Ein Staat, der ohnehin keinerlei Bedenken hat, seine eigene Bevölkerung und den Rest der Welt möglichst umfassend zu bespitzeln und auszuhorchen, wie die USA dies seit etlichen Jahren unerschrocken pflegt, seines Zeichens der Höhepunkt die NSA-Affäre, der setzt diesen Kurs stillschweigend fort. Was sich einmal bewährt, wird durchgezogen.

In der Befehlsgewalt dieses 45. US-Präsidenten eine moderate Möglichkeit, Kritiker mundtot zu machen. Gedacht, getan. Der Internetprovider Dreamhost sollte die Daten persönlicher Informationen über die Betreiber sowie deren Besucher der re-gierungskritischen Webseite Disruptj20.org per Gerichtsbeschluß herausrücken. Schlimm genug, nur die massenhafte Abfrage von über 1,3 Millionen IP-Adressen konnte der Anwalt vom Provider verhindern, erwägt dennoch in Berufung zu gehen. Das sollte er auch, weil mit Datenschutz hat dieses Gerichtsurteil wenig gemein, spielt in die Hände eines Präsidenten, der jedwede Kritik als persönlichen Angriff wertet.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Kalter Muff

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Wässrige Blumen
hängen über den Sims.
Blau schimmern
die Blütenränder.
Schließe die Augen,
solche Wunder blenden.

Im glitzernden Glas
die Fliegenkacke
konserviert für
das Weltenende.
Verliere keine Träne,
laut knirschen die Zähne.

Julian und Sabrina
stehen in der Villa,
sie ist längst
bewohnt vom Gespenst.
Nur den beiden
zeigt es sich, zuweilen.

Fast täglich sind sie hier,
trunken voll Neugier.
Hören Säbelrasseln,
im Gemäuer futtern Asseln.
Gestank nach kaltem Muff
ihr Opiat anstatt der Suff.

Die Besuche mittlerweile
geprägt durch Langeweile.
Gespenst scheint vertrieben,
woher jetzt Grusel kriegen?
Sie beginnen zu dichten,
sogar Reime können sie vernichten.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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