49-Euro-Ticket schlichtweg zu teuer

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Die Ampel überläßt der FDP das Feld

Während die einen meinen, man solle doch mal die Kirche im Dorf lassen, immerhin sei die Bundesregierung so großzügig, um das beschlossene 49-Euro-Ticket allen zu gönnen, beklagen sich berechtigterweise andere, es sei einfach für eine nicht unwesentliche Bevölkerungsschicht letzlich zu teuer. Anstatt aus der Erfahrung des kurzweiligen 9-Euro-Tickets die folgerichtigen Schlüsse zu ziehen, entscheidet allen voran Bundesverkehrsminister Volker Wissling sich für die teuere Variante. Eine frapante Fehleinschätzung.

Der große Haken beim 49-Euro-Ticket lesen wir bei T-Online. Zum Jahreswechsel soll es in Kraft treten, als Plastikkartenticket oder auch digital zu kaufen sein. Sowohl die Länder als auch der Bund sollen mit rund 1,5 Milliarden Euro es finanzieren, obendrein seien noch mehr Gelder vonnöten für einen reibungslosen ÖVPN.

Die Liberalen plädieren nach einem Jahr bereits für eine Erhöhung

Ginge es nach der FDP, würde schon im zweiten Jahr eine Preissteigerung anstehen, die ausbleibe, wenn immer mehr Menschen das Ticket kaufen würden, so deren Argumentation. Klingt zunächst plausibel. Nur fragt sich halt, woher sie kommen mögen, die Massen, die sich dem Gedanken anschließen?!

Dazu gesellt sich die berechtigte Kritik seitens Parteichefin Janine Wissler, die völlig zu Recht darauf hinweist, daß schlichtweg für viele Menschen schon das 49-Euro-Ticket nicht bezahlbar sei. Nicht nur für Hartz-IV-Empfänger, im nächsten Jahr für Bürgergeld-Empfänger, sondern auch für Geringverdiener, Studenten und Rentner. In den Hirnwindungen der Liberalen offensichtlich nicht vorhanden!

Besser als gar nichts

Könnte man argumentieren. Klar doch, die Zeit der Schere zwischen Arm und Reich sollte endlich ein Ende nehmen. Aber wohl eher ein jähes, statt ein schleichendes mit etlichen Hintertürchen für all jene, die gar ein Geschäft mit der Armut im Sinn haben.

Wann wird das endlich beherzigt? Offensichtlich noch lange nicht. Erinnert sei in diesem Kontext an Krisenfall- und Notsituationsempfehlungen, die weiterhin nicht für ärmere Schichten gelten. Was für ein Armutszeugnis! Dann sollten wir uns auch nicht wundern, daß die verantwortliche Politik weiterhin zögerlich mit solchen Vorschlägen um die Ecke kommt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Kein Klavier benannt nach mir

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Ich war ihnen peinlich,
sei nicht so kleinlich,
dachte ich mir,
wer spielt schon Klavier?

Kein Gruß, kein einziger,
geht’s noch geiziger?
Bevor auch ich Worte verlier,
spiel ich halt Klavier.

Erinnerungen benoten,
wer hat dreckige Pfoten?
Mit Tinte das Blatt ich verschmier,
ich besitze kein Klavier.

Unbekanntes Dasein,
nur der Name soll bekannt sein,
zur Ordnung auf dem Papier,
ich schlepp doch kein Klavier.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Keinen Raum für Ohnmacht

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Die Welt gerät aus den Fugen,
Gewalt soweit das Auge reicht,
Nachrichten sich überschlugen,
Mensch auf Krieg geeicht.

Anstatt friedlich zusammenleben,
Lug und Trug der Alltag,
was soll jenes bösartige Bestreben,
woran das nur wieder lag?

Kein Blick in die Vergangenheit,
die Zukunft scheinbar vielen egal,
solch Gebaren alles andere als gescheit,
Menschheit schreitet durchs finstere Tal.

Man fragt sich, ob Lösungen in Sicht,
Geduld uns auf eine harte Probe stellt,
wichtig dabei manch Gericht und Verzicht,
vielleicht uns dies das Gemüt erhellt.

Wie können wir Frieden gestalten,
wenn Waffen weiterhin produziert,
es wußten bereits schon unsere Alten,
daß am Ende die Hoffnung verliert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Keine Brücke

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Die Aussicht war nicht besonders toll,
eine kleine Hügelkette bewachsen
mit alten Buchen und Eichen.
Täglich stand ich am Fenster,
um mich zu vergewissern,
nichts hat sich verändert.
Manchmal nistete sich Nebel
zwischen die Bäume, als würde
er ihnen seinen Atem schenken,
oder der Schnee versuchte,
die kahlen Äste mit einer weißen Decke
zu schützen oder sie mit
weichen Flocken festlich zu schmücken,
konnte mich nie entscheiden,
was mir als Ast lieber wäre.

Ich kannte ein paar Waldwege
dort drüben über dem See,
manche so schmal, daß jeder Schritt
ein Wagnis war, ihn zu begehen.
Mit meinem Blick wich ich
einer Baumwurzel aus, duckte mich
unter tiefhängenden Ästen, stapfte
durch das Wasserloch, das selten
zum feuchten Morast wurde,
eigentlich schade, denn im Matsch
erkannte ich etliche Fußspuren,
selten deshalb meine Schuhabdrücke.
Keine Brücke verband die beiden Ufer,
die Strecke war mühsam, bis ich das Fenster
mit meinem Blick nach hier hin sah.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zeit zu leben

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Viel nahm sie mit
in den Wochen, Tagen, Stunden.
Vielleicht zu viel,
möglicherweise irre ich mich.

Ihre Musik klingt im Ohr
wie die Melodien fremder Länder,
ohne die melancholische Sehnsucht
nach unerreichbarer Ferne.

Kein Fernweh, keine Schwere
fürs Gemüt, das lauscht,
wenn vorbeifliegt die Zeit,
im Gepäck die Lieder des Lebens.

Ohne Blei an den Schuhen
tanzt es sich besser
mit den Minuten, die sind,
bis die Zeit auch sie mitnimmt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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AfD-Verbot ein absolutes Muss

Nazis unbedingt in die Schranken weisen

Bevor der Zeitpunkt verfehlt wird. Im letzten Jahrhundert wurde die Chance verpaßt, die daraus resultierende Konsequenz der Aufstieg der Nazis, was schließlich zum Zweiten Weltkrieg führte. Schlimm genug, daß in Europa ein Herr Putin die Ukraine überfällt, aber Nazis im Deutschen Bundestag fackeln im wahrsten Sinn des Wortes nicht lange, wenn sie die Gelegenheit erhalten. Warum wird dies nicht erkannt?

Die SPD-Politikerin Dorothea Marx fordert ein AfD-Verbot, „Höcke wird mit der Limousine gefahren – das ist absurd“, so der Titel des Interviews, welches sie mit Annika Leister für T-Online führte. Während gern argumentiert wird, ein Verbot hätte keine Chance mit Blick zum gescheiterten NPD-Verbot. Das verhielt sich tatsächlich so, weil diese NPD aus der Sicht des Gerichts damals unbedeutend und vor allem zu klein war. Bei der AfD schaut es aber anders aus, vor allem mit Blick zur letzten Landtagswahl, wo sie gar erneut einen Stimmengewinn einheimsen konnte.

Höchste Zeit endlich zu handeln

Vor über zweieinhalb Jahren bemerkte Lothar Klouten vollkommen zu Recht, AfD-ler sind Extremisten und Nationalsozialisten, und dementsprechend sollten sie auch behandelt werden. Beherzt und sehr gezielt auf juristischem Weg ihnen das Handwerk zu legen, damit sie am Ende zunächst den Thüringer Landtag verlassen müssen.

Im Anschluß sollte auch bundespolitisch ein AfD-Verbot folgen. Eine Partei, die gern verfassungsfeindlich auftritt, hat in einer Demokratie keinerlei Berechtigung, schon gleich gar nicht auf Steuerkosten es sich gutgehen zu lassen, um schließlich mit zunehmendem Erfolg das Wahlvolk weiterhin zu spalten.

Präsident des Zentralrats der Juden warnt vor radikalen Bewegungen

Präsident Josef Schuster sieht Anzeichen für wachsenden Antisemitismus und eine Gefahr für Demokratie und Gesellschaft, ist besorgt über den Aufwind der AfD. Darüberhinaus nutzen jene radikalen Kräfte nicht nur die Energiekrise, sondern erhalten gleichzeitig Zulauf in unsicheren Zeiten, vereinfachende Ideologien machen es wohl möglich. Mit Blick zu den jüngsten Umfragen in Brandenburg schaut es ebenso gefährlich aus.

Wie lange will unser Land noch zögern? Die verantwortliche Bundespolitik sollte endlich Taten folgen lassen, solange die Zeit vorhanden, bevor jene rechtsradikalen Kräfte sich noch effektiver organisieren können!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Wenn General Armageddon handeln darf

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Stoppt endlich solche brutalen Gestalten

Die Welt schaut zu, nahezu ohnmächtig, läßt gewisse Verbrecher schalten und walten, ohne sie effektiv zu stoppen. Symbolisch werden erklärte Terroristen inzwischen längst gezielt eliminiert, akribisch vorbereitet, um noch größeres Leid zu verhindern. Doch dies dauert seine Zeit, die etliche Opfer mit sich bringen, solange jene Unmenschen weiterhin ungestraft handeln dürfen.

Putins neuer Befehlshaber „General Armageddon“ soll Kriegswende bringen, schreibt ntv. Ausgerechnet jener Sergej Surowikin, der nicht zögerte, 1991 im Zuge des gescheiterten Augustputsches in Moskau unter seiner Führung drei Demonstranten erschießen zu lassen, der die Bombardierungen auf Aleppo zu verantworten hat, die die Stadt in Schutt und Asche legten. Einen deutlicheren Vorgeschmack von seiner Skrupellosigkeit durften jüngst die Ukrainer mittels der Raketenangriffe erleben, wobei dies wohl erst der Anfang sein wird.

Haben die Grübeleien in Putins Hirnwindungen bereits erste Früchte getragen? Es schaut ziemlich danach aus. Doch was gedenkt eine aufmerksame Weltöffentlichkeit diesem Despoten entgegenzusetzen, der längst nicht davor zurückschreckt, selbst Atomwaffen einzusetzen? Vielleicht muß hierbei gelten, ihm zuvorzukommen, bevor es zu spät ist. Sicherlich nicht mit einem Atomangriff gen Russland, aber mittels anderer Optionen.

Es taucht erneut die wichtige Frage auf, wieviele Despoten die Menschheit verträgt. Das Maß ist längst voll. Wir müssen uns der Herausforderung stellen, solche Gestalten eben nicht weiterhin gewähren zu lassen, alles Menschenmögliche unternehmen, um sie effektiv zu stoppen. Verpassen wir dies, potenziert sich das Unheil um ein Vielfaches, dürfen wir uns über eine große Opferzahl nicht wundern. Zugleich verbleibt der Vorwurf bei nachfolgenden Generationen, wieso wir nicht beherzt einschritten. Erinnert sei in diesem Kontext an Hitler, Stalin und Co.

Doch zurück zu jenem General Armageddon, der nunmehr in der Ukraine wüten darf, obendrein auch noch heute seinen 56. Geburtstag begeht. Der rücksichtslose Befehlshaber und neue Kommandeur der russischen Streitkräfte in der Ukraine wird seine Aufgabe ohne mit der Wimper zu zucken bewältigen, was sehr viele zu erwartende Opfer bedeuten mag. Bravo, Herr Putin, Sie leisten ganze Arbeit, um Ihr „geistesgestörtes“ Ziel der Vernichtung der ukrainischen Bevölkerung zu erreichen! Mögen Sie und Ihresgleichen sehr gezielt gestoppt werden, das wünsche ich mir von ganzem Herzen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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