Ich will‘s nie wieder bunt

Die, die vor mir kamen,
können den Stolz nicht ertragen,
mit dem sie mich gewickelt
aus Freude über mich als Kind.

Als Kind, das noch nicht spricht,
durfte ich ihre Sorgen mittragen,
weil die Welt keine Rücksicht kennt,
in der Kirche tanzte nie ein Gott.

Kein Gott übernimmt Verständnis,
um zur Menschlichkeit beizutragen,
Mammon habt ihr zum Essen eingeladen,
gekaufter Einlaß zum Himmel.

Zum Himmel ist ein weiter Weg,
nicht mit Dornen belegt,
mit farbenfrohen Blüten bestreut,
damit du jeden Schritt bereust.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wir sind mal wieder zurück

Ein Hallo in die Runde

Nach zwei Monaten Abwesenheit melden wir uns mal dann doch zurück. Wenn auch nicht per alter Internetadresse, sondern über den WordPressblog.

Insofern bleiben wir im Internet aktiv, kommentieren gelegentlich gewisse Geschehnisse, bleiben euch erhalten, allerdings nicht in alter Regelmäßigkeit.

Doris und Martin

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Sieben Jahre Makadomo „Querdenkende“ 2015 – 2022

Wir sagen mal bye-bye

Nach dem sogenannten 7 Jahres – Rhythmus verändern sich Menschen und treten in eine neue Lebensphase. Demnach würde jetzt Makadomo seine Milchzähne verlieren und das Bewußtsein der Zeit wahrnehmen.

Nun denn!

Wir haben uns entschieden, bevor wir sprachlich den Biß verstärken über die zum Teil faschistoiden Tendenzen des Weltgeschehens, und damit möglicherweise selbst zu „bissigen Hunden“ werden, andere Mitteilungsarten auszuprobieren, wobei wir aber trotzdem weiterhin in Wort und Schrift unsere Sicht auf Ereignisse kommunizieren.

Schließlich kann uns die Gegenwart keinesfalls gleichgültig sein, trotz erheblicher Mißstände nur noch stillzuhalten. Allerdings entspricht dieses Medium hier nicht mehr unserer ureigenen Grundüberzeugung, möglichst viele Menschen zu erreichen. Das Gegenteil konnten wir besonders in letzter Zeit beobachten. Mit Resignation hat dies mitnichten zu tun, aber mit der Erkenntnis neue Wege einzuschlagen.

Zeit ist relativ wie so viele andere Dinge auch, Glück, Zufriedenheit, Schmerz, Wut… Empfindungen sind individuelle Stärken oder Schwächen, die charakterliche Veränderungen zur Folge haben können. Die Zeit ist davon völlig unbeeindruckt, sie läuft, geht, swingt, rockt, flieht oder steht auch mal still, und wir sind so frei, uns von ihr mehr als bisher inspirieren zu lassen.

In diesem Sinne: Ciao! Seid lieb gegrüßt und tschüß!

Doris und Martin

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Neue Wege am Horizont

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Bild von Jarek auf Pixabay

Einst waren wir
angetreten,
vollkommen ungebeten,
im Jetzt und Hier,
um still zu beobachten,
was die Zeit so verlangt,
an Meldungen so rankt,
schräge News nur so krachten.

Langsam naht der Abschied,
der stets letztlich feststand,
ein stillschweigend leises Band,
vor dem niemand flieht,
kein Blick zurück,
die Zukunft weiß den Weg,
bietet uns den sicheren Steg,
wohlan zum neuen Stück.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Letztes Wort

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Bild von Rafael Gruznov auf Pixabay

du wirst kaum als Sprache
erkennbar sein,
ein Laut werden die Lippen
noch formen,
vielleicht hörbar, möglicherweise
nicht,
wer weiß das schon, außer
der Ewigkeit,
die nie den ersten Laut
verraten,
warum sollte sie Erinnerung
festhalten
für uns, die wir keine Ahnung
von ihrer Zeit,
und nie wirklich Sprache
verstanden haben,
außer unsere eigenen Worte,
die gehört
werden sollten, weil sie richtig
und wichtig,
selbst dann, wenn sie nur
gehaucht,
ein letzter Hauch zum Abschied
aller Tage
dieses Erdenballs wird alle Worte
ersetzen, bis der Staub von ihm
verraucht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kein Ansehen auf der Bank

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Es gibt sie,
die Menschen,
die alles dürfen.
Regeln, ach was,
Gesetze brechen,
ohne Konsequenz.
Ihr Ansehen,
sorry, das Sehen
ihres gefüllten
Bankkontos
reicht aus,
sie ihrer Würde
nicht zu berauben,
dafür gibt es
Straffreiheit.
Sie legen Feuer,
verpesten die Umwelt
mit ihren Taten,
ihre Namen
sind Gift für die Welt.

Für die letzte Strecke
reichte nicht ihr Geld,
schwarz ist sie gefahren,
zehn Euro fehlten
ihr dafür, damit sie
sich von ihrer Mutter für
immer verabschieden kann.
Zugig war es am Bahnhof,
frostig die Stimmung,
erschlichen die sichere Reise,
kein Ansehen auf der Bank.
Sie sehen ihre Verbrechen,
Raub am Kapitalgewinn,
Betrug an der Gemeinschaft,
wie würdelos doch Menschen
sind, die zu wenig haben.
Kein letztes Tschau am Grab
ihr vergönnt. Keine Werte
bezeugen ihre Taten, keine
Zahlen benennen ihren Namen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Momentan hinfällig

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Bild von Carola68 Die Welt ist bunt…… auf Pixabay

Einverstanden
bedenkenlos
einmalig
empfinden wir
ohne Gewissensbisse
jederzeit
das reinste Vergnügen
beim Stibitzen
von Ideen

Während
dein Gegenüber
grübelnd
dich beobachtet
ohne Unterbrechung
fast schon offen
dich zu bestehlen
Ablenkung
die Umwelt bietet

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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