Verändert du bist

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so verändert
kein neuer Haarschnitt
dieselbe Kleidung
kein Tattoo
noch Piercing

die Sprache süßlich
verbittert der Ton
eine Veränderung
ein wenig schon
doch altbekannt

du bist nicht gewachsen
nicht gereift
dein Verändern
Flucht
von der du nichts weißt

extrem verändert
meine Wahrnehmung
fremder als eine Gottheit
ich warte auf der Parkbank
dein Name im Nebel erlischt

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Uhren der Düsseldorfer FDP ticken anders

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Tempolimit für Radfahrer unnötig

Während lange Jahre auf Bundesebene bereits die Union, allen voran die CSU keine gute Verkehrspolitik ablieferte, scheinen dies in Düsseldorf die Liberalen dem Bundesverkehrsminister gleichtun zu wollen. Schließlich besteht doch die FDP darauf, weiterhin ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen zu vereiteln.

Eine jüngste Meldung läßt aufhorchen, FDP will Tempolimit für Fahrräder. Das ganze gefordert in Düsseldorf, es betrifft konkret die Schodowstraße in der Innenstadt, den vier Meter breiten Radweg nutzen insofern Radfahrer und Fußgänger gemeinsam. Statt gegenseitige Rücksichtsnahme zu praktizieren, scheint dies in der Rheinmetropole wohl nicht ganz so friedlich zu fruchten.

Gerichte bemühen der verkehrte Ansatz

So wie dies bereits in der Bundeshauptstadt stattfindet, dort klagt  ein Fahrradfahrer gegen ein beschlossenes Tempolimit von 10 km/h. Merkwürdig, was daran so dramatisch sein möge. Bei Uneinsichtigkeit wäre doch eine klare Trennung zwischen Fußgänger- und gekennzeichnete Radwege die besssere Lösung?!

Unabhängig davon sei verkehrpolitisch ohnehin an das Pilotprojekt zu Tempo 30 in acht deutschen Städten erinnert, schließlich gehören solche politische Weichenstellungen mit dazu, um einer Gefährdung schwächerer Verkehrsteilnehmer entgegenzuwirken.

Was macht liberale Politik generell aus?

Ganz offensichtlich bleibt sie die Partei, die weder Armut berücksichtigt, Chancengleichheit bei der Bildung noch eine faire Verkehrpolitik. Die Fortsetzung des 9-Euro-Tickets oder andere Überlegungen zur Entlastung schlechter Verdienenden in der Bevölkerung wird kategorisch abgelehnt. Aber Hauptsache Herr Lindner fährt seinen Porsche, wobei diese Bemerkung nicht im Geringsten etwas mit Neid zu tun haben soll.

Die Kette der politischen Fehlentscheidungen jener Liberalen würde auch diesen Artikel sprengen, denken wir nur an die etlichen Entgleisungen des Herrn Kubicki. Anstatt die vierjährige Auszeit vom Deutschen Bundestag zu verinnerlichen, die von 2013-2017 stattfand, wurschteln sie einfach weiter. Nichts dazugelernt, Arroganz mit Ansage. Es bleibt zu hoffen, daß die Düsseldorfer Radahrer entsprechend sich zu wehren wissen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Keine Dichtung

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Vermutlich hing der Apfel am Baume,
ein Griff, ein Biß
und kaum im Gaume
flüsterte sie: Iß.

Sündenfall –
das Paradies vernichtet,
Ungehorsam und Diebstahl
so Gott gerichtet.

Jahrtausende im Leid,
nicht für Folter oder Mord,
für Diebstahl und Ungehorsamkeit,
nicht nur lieblos solch ein Ort.

Kriege und Vernichtung
ein Verbrechen an Leben,
wahrlich keine Dichtung,
danach sollst du streben?

Vermutlich hing ein Apfel am Baume,
ein Griff, ein Biß
und kaum im Gaume
flüsterte sie: Dies Leben ist Beschiß.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Elefant mit roten Ohren

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Bild von Marene Schulze auf Pixabay

Elefant mit roten Ohren,
schlug sie als Bild vor,
zur Erinnerung.

Und obwohl ich sie liebte,
vergaß ich das große Grau,
vergaß ich das große Rot,
vergaß ich den Wunsch
der Erinnerung.

Wir waren Zebras,
schwarz und weiß,
wir waren Freiheit in der Steppe
von Wohngemeinschaften,
auf den Straßen und
in uns selbst, vielleicht täuscht
sich hier
die Erinnerung.

Die Rollen ihres Daseins
spielt die Erinnerung, in dem
sie improvisiert,
aus dem Stegreif Handlungen
ausschmückt mit Pinsel, Strich
und Faden repariert,
denn für sie ist ohne Belang,
ob der Elefant rot,
die Ohren grau
und ob ich sie liebte,
diese Erinnerung.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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30 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen

Rechtsextreme dürfen sich weiterhin entfalten

Vorneweg zugleich mal eine wichtige Bemerkung zum simplen Feindbild zwischen Links und Rechts, zumal etliche Linke in der Querfront mit dem Autokraten Wladimir Putin sympathisieren, während jene Nazis des Deutschen Bundestages nicht zufällig erfolgreich agieren, sich wählen lassen und Moskau aufsuchen. Verkehrte Welt, in der besonders europaweit Rechtsextreme sich vernetzen. Nichts aus der Geschichte gelernt, exemplarisch mitnichten nach Rostock-Lichtenhagen.

Insofern kann und muß man Kulturstaatsministerin Claudia Roth zustimmen, die zu Erinnerungskultur im Fall Rostock-Lichtenhagen mahnt. Es sind Auslöser während der viertägigen Ausschreitungen, die man durchaus als Weckruf bezeichnen muß, der bis heute anhält, das Milieu rechtsradikaler Unwesen antreibt, ihre Gewaltexzesse auszuleben. Ob das mit einer Erinnerungskultur allein funktionieren wird, darf unbedingt angezweifelt werden!

Stoppt endlich diesen Freiraum

Und zwar bevor das Kind in den Brunnen gefallen sein wird. Das muß die Botschaft sein, wobei auch gezielte Taten folgen sollten. Solange Deutschland den Rechtsextremismus gewähren läßt, fühlen sich auch andere Länder beflügelt, diesen Weg fortzusetzen, wie jeder unschwer erkennen muß.

Historisch betrachtet, wurde von Beginn an eben jene Nazi-Kultur nicht ausgemerzt, etliche Nazi-Schergen erhielten direkt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erneut Posten und Möglichkeiten ihrer Entfaltung, anstatt sie gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen ob ihres Schweigens, ihrer Taten. Denn auch wer schweigt, macht sich unbedingt mitschuldig an den vielen Nazi-Verbrechen. Und dann wundern wir uns, daß die Ausschreitungene in Rostock-Lichtenhagen stattfanden?!

Bildungsangebote allein zum Thema Rassismus und Rechtsextremismus reichen nicht

Natürlich hat Frau Roth nicht Unrecht, wenn sie die öffentliche Beachtung des Leides der Opfer und Hinterbliebenen rügt. Ebenso folgerichtig ihr Vorschlag, Bildungsangebote anzubieten. Doch damit allein kann es nicht getan sein, wie wir unschwer ersehen können, mit welcher Selbstverständlichkeit immer noch rund zehn Prozent der Wähler Nazis in den Deutschen Bundestag wählen.

Die verantwortliche Politik hatte gar keine Probleme, Kommunisten den Einzug in die Parlamente zu verbieten, ausgerechnet bei Nazis herrscht betretenes Stillschweigen, sie gewähren zu lassen. Diese Doppelmoral stößt selbstverständlich bei all jenen sauer auf, die dies eben nicht nachvollziehen können und wollen. Solange die Gesellschaft dies duldet, wird eine Erinnerungskultur wirkungslos verpuffen im Reigen von Terror und Haß, der sich ungebremst entfalten darf.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Brückenpfeiler

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Bild von Ralph auf Pixabay

Manchmal ist es schwierig
zu ermessen, ist es der Ort,
das unbekümmerte Kindsein,
die Sehnsucht nach den Gedanken,
das Gefühl der Situation,
in die du eintauchst,
als würdest du das erste Mal
Wasser um dich herum spüren
wie die tägliche Luft,
mit dem Unterschied zu wissen,
daß dir der Atem fehlt,
hier länger zu verweilen.

Angelehnt an den Brückenpfeiler
aus Holz, nicht irgendeiner der vielen,
die die Brücke stützen, sondern
an dem, der für mich hier steht,
der mich hält, wenn ich angelehnt
an ihm das Ende der Sicht
beobachte, diesen Strich, den
manchmal Schiffe befuhren,
einer Orientierung folgend,
auf zu anderen Ufern,
eine Linie, die führt, fasziniert;
ich genieße lieber des Pfeilers Halt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wieviel Tage noch

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Bild von Stefan Keller auf Pixabay

War es ein Tag, als die Sonne
nicht mehr schien und Nebel
den Himmel bewölkte mit
aufgewühlter Erde?

Ich irre mich, viele Tage
ersticken an Bomben,
Kanonen und Feuer
geschwängerte Luft.

Schreie aus Schmerz,
Verzweiflung, Wut
öffnen keine Herzen,
noch den Verstand.

Ist es der Tag, wenn Mensch
sich unter dem Dunkel
der Zerstörung, der Melodie
des Todes zu sich findet?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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