Gesichter fließend formen

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Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Mein Gesicht sehe ich nicht,
wenn ich dir gegenübersteh,
und doch erkenne ich an dir
die Gestalten meiner Mimik.

Auch das Du, wer immer du bist,
sieht bei mir, was es geformt,
wir sind fließende Spiegelbilder
in einem Schöpfungsprozeß.

Bilder, Skulpturen, Entwürfe tragen
wir zum nächsten Gesicht,
dieses sieht manchmal das Werk,
das ein anderer modelliert hat.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Propaganda-Märchen beflügeln den Kreml

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Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeißen

Doch auf die Wahrheit tut der Putin scheißen. Die nützt ihm so gar nicht viel, er hat ein ganz anderes Ziel. Hauptsache den Krieg gen Ukraine weiter laufenlassen, erst recht per staatlich verordnetem Hassen. Und der Wladi hat ohnehin im Schrank nicht alle Tassen, da fallen solch platte Eskapaden nicht weiter auf, der Lügen viele gibt es sowieso zuhauf.

In der russischen Glotze spricht man jetzt von britischem Kannibalismus, wat für’n Stuß! Propaganda-Märchen durchziehen janz stur, so läuft die Kreml-Tour. Dem eigenen Volke diesen Angriffskrieg möglichst schmackhaft machen, es soll in der Ukraine lange krachen. Egal ob Putin noch bei Verstand, wer nicht folgt, erlebt dessen strenge Hand. Die kennt so kein Pardon, es herrscht in Russland wie eh und je ein harscher Zarenton.

Jetzt könnte man meinen, diese Kreml-Märchen würden irgendwann mal nicht mehr erscheinen. Doch weit gefehlt, wie man sich hinter vorgehaltener Hand erzählt. Darin sind sich etliche Experten völlig einig, es besteht der Putin auf sie alleinig, schließlich läßt er sich seine Macht durch nichts nehmen, er kennt keinerlei Fremdschämen.

Bekanntlich macht der Ton die Musik, das gilt aber nicht beim altbewährten Putintick. Der hat von langer Hand jene Propaganda eiskalt akribisch geplant. Was inzwischen dem Westen schwant, ist alles andere als galant. Jener Krieg kann noch eine ganze Weile die Welt belasten, da hülft och keen Fasten. Hungersnöte nehmen dadurch erst recht zu, die Sorgen in der Politik kommen nicht mehr zur Ruh.

Es fragt sich halt auch hierzulande die Frau, der einfache Mann, wohin dies wohl führen kann. Wie lang können wir tatsächlich mit diesem Krieg und weiteren Folgen leben, ohne einen gezielten Frieden anzustreben? Wieviele Opfer sollen wir beklagen, oder muß die Welt dem russischen Zaren ganz deutlich die Meinung sagen? Es nützen solche Erwägungen nicht wirklich viel, wenn manch andere Nation hat dabei ein befremdliches Ziel.

Gar Vorteile erhoffen sich die Chinesen. Welch merkwürdige Wesen, eiskalt und rücksichtslos ein derartiger Vorstoß. Während laut russischer Propaganda die Nato und ihre Verbündeten als teuflisch werden dargestellt, auch wenn es uns so gar nicht gefällt, sitzen auch hierzulande manch Schwurbler ohne klaren Verstand und bedienen gezielt den faschistischen Rand.

So hat unsere vielbeschworene Meinungsfreiheit ein schweres Los, sie läßt zu solch üblen Troß, meint, dies aushalten zu müssen. Was wiederum jene mit Putin vereint, sie ihm dessen Füße küssen. Die Moral jener bösartigen Geschicht‘, ob man sie jetzt zuläßt oder anficht, am Ende jib et keinerlei Frieden nicht!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Ich greife nach des Vaters Hand

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Bild von Thomas B. auf Pixabay

Ich greife nach des Vaters Hand,
steil unser Weg nach unten,
ein fahler, sich versteckender Mond
hinter Wolken, unser Licht
in dieser regnerischen Nacht.

Von den Blättern der Bäume
rutschen Tropfen auf uns,
kühlen die Anstrengung
auf unseren Gesichtern,
Nässe gleitet den Hang hinab.

Ich greife nach des Vaters Hand,
greife graulichten Stimmennebel,
hüpfe quer zur moosigen Wand,
schwenke die Arme wie Flügel,
ohne sie zum Fliegen zu öffnen.

Aus dem Gefälle trete ich Stufen,
unsichtbare Treppe gibt mir Halt,
schwebe federnd Richtung Straße,
tanze Wasser aus den Lachen,
Vater folgt den spritzenden Spuren.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Keine Menschenrechte im Reich der Mitte

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Bild von liuguangxi auf Pixabay

Alles relativ,
Menschenrechte
viel zu spekulativ,
China bestimmt den Weg
über Menschenrechte,
ziemlich schräg,
mit zweierlei Maß zu messen
bei Menschenrechten,
Xi läßt sich nicht stressen.

Despoten per politischem Einerlei,
Menschenrechte zählen nicht,
dieser grausame Spuk nie vorbei,
Gründe werden schnell gefunden,
Menschenrechte zu mißachten,
egal in welchen politischen Runden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ukraine-Krieg alles andere als planlos

Rätselraten oder einfach nur gezieltes Kalkül?

Resümee ziehen nach einem Vierteljahr Krieg in der Ukraine mitten in Europa, der noch zuvor undenkbar war, obwohl Putins Russland bereits 2014 ziemlich deutlich machte, wohin diese Reise geht. Der Fragenkatalog schwillt an, zumal die weltweiten Krisen ohnehin uns alle beschäftigen müssen, ein gefährlich naher Abgrund die Menschheit in den Bann zieht, Lösungen möglichst gezielt zu ersinnen.

Viele Stimmen vermelden Versäumnisse, manche mit schweren Vorwürfen gen Westen bis hin zu all jenen, die immer noch nicht begriffen haben oder einfach ignorieren, wie kaltblütig die sogenannte Politik Putins tickt, so daß sie ihm eher bewundernd zustimmen. Geht natürlich gar nicht, alldieweil er es doch war, der die Ukraine überfallen hat.

Mit eindringlichen Appellen allein wird es nicht getan sein

„Die Ukrainer müssen für den Kampf gegen den Faschismus sterben“, zitiert Tanja Malijartschuk den US-amerikanischen Historiker Timothy Snyder im Interview mit Daniel Graf fürs Schweizer Online-Magazin Republik. In der Tat, dies geschieht tatsächlich mitten in Europa, wobei auch noch Putin die Frechheit besitzt, die Ukrainer als Nazis zu  bezeichnen, wobei er doch selbst solche ständig protegiert, denken wir an Le Pen, die AfD oder Trump!

Ob dieser Krieg mit Opfern gestoppt werden kann, die auch der Westen bereit sein muß, diese zu erbringen, bleibt mal dahingestellt. Ganz so Unrecht hat Tanja Malijartschuk natürlich nicht, längst taxiert dieser Krieg Europa und letztendlich besonders arme Länder, die dadurch noch mehr Hungersnöte zu erleiden haben. Doch wohin führt er tatsächlich, was sind die eigentlichen Beweggründe?

Eurasien gegen den Westen – Autokratien gegen Demokratien?

Gerhard Spörl stellt eine wichtige Frage hinsichtlich unserer Exit-Strategie, die selbstverständlich im Raume steht, in seinem Meinungsartikel für T-Online. Wobei gerade wir die USA stets belehrten, ohne eine eigene zu entwerfen? Gibt es überhaupt eine, die auch fruchtet?

Im Hinblick zur eigentlichen Machtfrage, die sich aufwirft, wohl eher kaum. Denn mal Hand aufs Herz, die Büchse der Pandora hat doch Putin, ohne mit der Wimper zu zucken, geöffnet. Und warum das Ganze? Aus Machtgründen, weil Autokratien halt besser funktionieren, folgt man den Meinungen und selbstverständlichen Herrscherstaaten wie Russland, China, Iran, Nordkorea, wo der Einzelene sich zu fügen hat, ohne Presse- und Meinungsfreiheit. Es schaut ganz danach aus. Einer freien Welt bleibt insofern nichts anderes übrig, als dagegenzuhalten!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Von Einsicht keine Rede

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Bild von pixel1 auf Pixabay

Wenn ein Tornado durch die Straßen wütet,
dann sind wir nicht mehr wohlbehütet,
Panik macht sich sofort breit,
wird manch einer jetzt gescheit?

Wenn der Klimawandel offensichtlich tobt,
dann wird dennoch einfach weitergelobt,
kein Umdenken in Sicht,
es gäbe ihn schlicht nicht.

Wenn Wetterextreme weiterhin zunehmen,
dann sollten all diejenigen sich schämen,
die bisher warnende Stimmen ignorieren,
aber Hauptsache Geschäfte florieren!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Fahrendes Fenster

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Bild von Igor Schubin auf Pixabay

Das fahrende Fenster
zeigt immer neue Bilder,
egal wo ich mich hinsetze,
stets verändert sich die Sicht.

Bäume schaukeln im Wind,
die Frau läuft gebückt,
im Himmel rote Wolken,
eine Hecke versperrt den Blick.

Mit dem Fenster fährt der Ton
von murmelnden Stimmen mit,
manchmal sind sie lauter,
verwischen, was ich gesehen.

Sie sind wie Regentropfen
an meinem fahrenden Fenster,
gestalten die Bilder
zu beweglichen Träumen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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