Kein Frieden mehr in Europa

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Umgedreht,
gen Himmel gefleht,
viel zu spät,
nichts mehr geht,
rien ne va plus,
Sirenen per tatü.

Nachgefragt,
das Gewissen nagt,
Putin angeklagt,
Haß herausragt,
Ohnmacht sich anbahnt,
das Glück davongerannt.

Zurückgelehnt,
nach Frieden sich sehnt,
Gespräche ausgedehnt,
Krieg die meisten lähmt,
welch tragische Zeit,
es ist mal wieder soweit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Krieg, Feind der Worte

Eisige Worte gebären
ein Leben in Kälte.

Mit kalten Herzen
werden Tote gesammelt
für die Siegertreppe.

Jeder Schuß keine Blume,
ein Menschenleben,
im Krieg kein Mord,
Trophäen für Orden.

Leidgetränkte Schlachtfelder,
Bombenlärm statt Rummel,
Gräber statt Medaillen,
Worte verbrennen in Büchern,
Asche verdunkelt die Welt.

Jeder Krieg ein Feind der Wörter,
Held wer Menschenschlächter,
Jubelgesänge für Vernichtung,
Bibliotheken voll leerer Dichtung,
blutrote Wiesen im Paradies,
verkohlter Apfel, Biß für Idiotie.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gefrorene Blumen

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So gerne will ich sie berühren,
sie zwischen meinen Fingern spüren,
doch Vorsicht ist geboten,
jede Berührung verboten,
zu empfindlich ihr Dasein,
ihre Kälte ihr Heiligenschein,
verletzbar beim kleinsten Hauch
und zerbrechlich auch,
aus Eis geformt,
wie Blühendes nicht genormt,
Schönheiten soweit das Auge reicht,
doch Zärtlichkeit sie nicht erreicht,
lang und gerne bin ich hier,
spiele mit meinen Finger Klavier,
bis sich die Luft im Häuschen erwärmt,
draußen es immer lauter lärmt,
die Eisblumen beginnen zu schmelzen,
ich muß mich aus der Stimmung wälzen,
muß den Blicken der Leute standhalten,
die kein Verständnis lassen walten,
weil sie ihre Notdurft wollen verrichten,
ich will über gefrorene Blumen dichten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Kein Applaus für Menschenschrecker

Die geistigen Trophäen,
Kadaver verbrauchter Ideen,
qualmen immer noch
in den Köpfen
von vermeintlich Zurückgesetzten.

Die Gedanken in diesen Mottenkisten,
trunken mittels faschistischer Ideen,
entzünden sich immer noch
in den Köpfen
von Zwietracht säenden Moralaposteln.

Die Ausdünstung der Machtmonopolisten,
Modergeruch lebensverachtender Ideen,
lodert immer noch
in den Köpfen
von irren Menschenschreckern.

Die jodelnden Gleichschrittmassen,
Groupies einfältiger Ideen,
verbrennen immer noch
in ihren Köpfen
von der Schöpfung geformte Welten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Herzlosigkeit macht sich breit

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Laute Musik gehört,
manch Text empört,
die Rede von Freiheit,
Krieg und Leid.

Hauptsache Spaß haben,
im Gleichschritt traben,
bloß nicht hinterfragen,
andere haben was zu sagen.

Kritik auch nur ein Wort,
selbst bei täglichem Mord,
der nicht weit von uns geschieht,
kaum jemand richtig hinsieht.

Was interessieren Verletzte und Tote,
menschengemachte Gebote,
wenn am Ende der Stärkere gewinnt,
ein alleingelassen verhungertes Kind?

Mensch eine herzlose Killermaschine,
hofiert in nobler Limousine,
zum Führer sich erhebt,
ständig nach endloser Macht strebt.

Solange wir solch Despoten dulden,
uns per Haß und Krieg verschulden,
wird es kein Frieden auf Erden geben,
verbleibt ein ungerechtes Leben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Sozialdemokraten holen sich das Saarland zurück

CDU und die Linken die Wahlverlierer

Im Gegensatz zur Zeit eines Gerhard Schröders, wo die SPD nach dessen Kanzlerantritt in den folgenden Landtagswahlen meist verlor, schaut es diesmal mit Olaf Scholz ein wenig anders aus. Die CDU kann keineswegs punkten, erst recht nicht mit einem Friedrich Merz an dessen Spitze. Davon haben wohl auch die Sozialdemokraten im Saarland profitiert. Tobias Hans wird abgelöst, Anke Rehlinger übernimmt. Die Linke verschwindet in der Versenkung, nur noch drei Parteien bestimmen das Geschehen im saarländischen Landesparlament.

Darf jetzt schon spekuliert werden, wie die drei noch folgenden Landtagswahlen sich gestalten? Vor allem, was den Werdegang jener CDU anbelangt? Michael Schlieben zieht in der Zeit eine erste Bilanz nach 60 Tagen mit der Überschrift: Merz und die Strategie Voldemort. Insofern ein eher mageres Ergebnis des Oppositionsführers.

Diese Zahlen sprechen für sich

Das vorläufige Endergebnis der gestrigen Landtagswahl im Saarland könnte noch für eine Überraschung sorgen, immerhin fehlen den Grünen nur 23 Stimmen, um mit 5 Prozent doch noch im Landesparlament sitzen zu dürfen.

Die SPD konnte sich erheblich verbessern mit einem Stimmenzuwachs von 13,9%, was ihr erlaubt, ohne eine Partei regieren zu dürfen mit 43,5%, sprich 29 Sitzen. Die Grünen verbesserten sich um 0,99%, was allerdings nur noch für 4,995% reichte. Die Liberalen hatten einen Stimmengewinn von 1,5%, welches im Ergebnis auch nur 4,8% bedeutet.

Die Linke sitzt nicht mehr im Plenum. Sie verlor 10,2% und erreicht nur noch 2,6%. Ihr Trend setzt sich folglich fort mit Blick zur Bundestagswahl im letzten Jahr. Diese AfD verlor nur 0,5% der Stimmen, so daß sie mit 5,7% als dritte Partei mit 3 Sitzen im Landesparlament vertreten sein wird.

Die große Wahlverliererin ist unbestreitbar die CDU. Sie verlor 12,2% ihrer Wählerschaft. Ein folgenschweres Signal fürs Wahljahr 2022. Mit 28,5% dürfen gerade mal 19 Mandatsträger im Landtag Platz nehmen. Erwähnt sei noch, daß die Partei Partei Mensch Umwelt Tierschutz, kurz Tierschutzpartei, aus dem Stand 2,3% der Stimmen für sich vereinen konnte, faktisch als zweiter Wahlsieger zu werten ist.

Merz tritt ständig in Fettnäpfchen

Was von einem BlackRock-Man auch nicht weiter verwundern sollte, dahingehend darf man Friedrich Merz als konsequent rollentauglich bezeichnen. Paßt halt nur nicht in eine Zeit, in der Frauen endlich Männer ablösen bis hinein in Führungsebenen. Wer versucht, mit einer „feministischen Außenpolitik“ punkten zu wollen, erhält prompt eine schroffe Antwort. Annalena Baerbock kontert brillant mit den Worten, „Das ist kein Gedöns“, auch wenn Herr Merz dadurch sich kaum bis gar nicht beeindrucken läßt.

Die Quittung folgt jetzt auf dem Fuße, und zwar deutlich sichtbar im Saarland. Mal schauen, welche anderen geistigen Ergüsse ihm noch einfallen mögen, die im Endeffekt ihn als das entlarven, was ihn ausmacht: eine überzogene Selbsteinschätzung, die mit guter Politik nichts zu tun hat.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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UN-Umweltversammlung tut sich schwer mit Plastik

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Kunststoffe alles andere als ein Segen

In etlichen Bereichen macht sich bereits länger schon Unmut breit was die angeblichen Vorteile von Kunststoffen anbelangen soll. Wer Fenster genauer betrachtet, wird feststellen, daß eine Reparatur von Kunststoff-Fenstern kaum bis gar nicht fruchtet im Gegensatz zu Holzfenstern. Bei diesen lassen sich noch etliche richten. Andererseits möchte wohl kaum jemand abstreiten, welche Vorteile Kunststoff-Abwasserrohre haben im Vergleich zu alten Tonrohren, die wesentlich empfindlicher sind.

Insofern hat Kunststoff gewisse Vorteile, während gleichzeitig Plastik weltweit die Natur, Mutter Erde nachhaltig belastet, wie man unschwer erkennen muß mit Blick gen Meere bis hin zu Mikroplastik, welches erstmals in menschlichem Blut nachgewiesen wurde. Doch folgen daraus endlich schnelle Konsequenzen?

Kann es ein globaler Plastik-Vertrag richten?

Diese Frage beschäftigt natürlich auch die UN-Umweltversammlung, die jetzt am 02. März Verhandlungen über ein rechtsverbindliches globales Abkommen zur Plastikvermeidung ins Leben rief, insofern ein möglicher Weg zu einem globalen Plastikvertrag.  Viola Wohlgemuth, die Greenpeace-Expertin für Konsum und Kreislaufwirtschaft, betrachtet dies bereits als einen Meilenstein, endlich ein klares, globales Bekenntnis seitens der Politik, daß Plastik dem Menschen und der Umwelt schadet.

Die Zeiten eines weiter so mit grünem Logo allein seien nunmehr vorbei. Im Prinzip nichts neues, eher altbekannte Alibi und Laissez-faire-Haltung der Wirtschaftslobbyisten, die ganz besonders bisherig die Politik schlichtweg gewähren ließ. Dabei sollte nicht außer acht gelassen werden, daß selbstverständlich die Gesellschaft selbst endlich den Ernst der Lage erkennen muß!

Weg vom Müll, hin zum Verzicht

Ein schon langanhaltender Wunsch, der weiterhin belächelt wird. Tatsächlich haben bisherige Umweltminister auch hierzulande bewiesen, wie mies sie ihren Job machen, denn mit dem Verschiffen unseres Plastikmülls gen Malaysia ist es mitnichten getan! Dies unterstützte noch eine Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die jetzt wieder in der Ampel-Regierung sitzt, allerdings als Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Entwicklung. Ob die neue Bundesumweltministerin Steffi Lemke sich nunmehr durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Skepsis ist durchaus angebracht.

Es wird sich ziemlich schnell zeigen, wie ernst die verantwortliche globale Politik zusammenarbeitet, den Ernst der Lage richtig einschätzt. Spätestens bei realen Entscheidungen und Gesetzesvorhaben, jene Plastikflut einzudämmen und wo immer möglich zu stoppen, zu recyceln, bevor die Meere, die Umwelt noch mehr belastet werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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